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Der Oberamtmann und der Amtsrichter

Jeremias Gotthelf: Der Oberamtmann und der Amtsrichter - Kapitel 3
Quellenangabe
typenarrative
booktitleErzählungen
authorJeremias Gotthelf
year1976
publisherArtemis & Winkler Verlag
addressMünchen
isbn3-538-05090-2
titleDer Oberamtmann und der Amtsrichter
pages654-729
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1853
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Die Frau Oberamtmännin war nicht bloß eine vornehme Dame, sondern, wie oben schon angedeutet worden, auch eine gute Hausmutter und Bernerin. Sie hatte auch gerne Vorräte, und besonders von Leinen, Leibwäsche, Bett- und Tischzeug konnte sie nie genug haben. Doch trieb sie es mit Verstand und nicht wie jene Wirtin, die es auf hundert Dutzend Hemden für ihre eigene Person brachte. Sie hatte auch holländisches Tischzeug, aber doch hielt sie am meisten auf das, welches sie selbst spinnen und tuchen ließ. Das war ein Punkt, wo die Frau Amtsrichterin und die Frau Oberamtmännin sich fanden, die Frau Oberstin dagegen dabei ein Gesicht machte ungefähr wie eine Schneegans. Als nun aber die Frau Amtsrichterin ihre Vorratskammer aufschloß, wo sie das gebleichte und das ungebleichte Tuch hatte, das ungenähte und das verarbeitete, da machte die Frau Oberamtmännin auch fast solche Augen und ward ganz neidisch in ihrem Herzen, denn so reich war sie nicht an solchen Dingen.

Sie vertieften sich in die Geheimnisse des Spinnens, Webens, der Schelmerei der Weber, und wie man ihnen auf die Finger sehen müsse, so daß sie vielleicht heute noch dort ständen, wenn nicht eine Tochter der Mutter sich von weitem gezeigt und wieder verschwunden wäre. Die Mutter wußte die Erscheinung zu deuten und lenkte allgemach die Schritte der Damen gegen einen großen Nußbaum hin, wo ein Tisch gedeckt stand. Es ist sonst auf dem Lande nicht Sitte, die Gäste außerhalb des Hauses zu bewirten, aber des Oberamtmanns waren nicht zum erstenmal hier, und der Amtsrichter kannte ihre Sitte, nach dem Freien zu schreien, und fügte sich hinein. Die Jugend flatterte alsbald herbei, denn wo die was zu essen und zu trinken riecht, ist sie nicht säumig.

Länger ließen die Herren auf sich warten. Sie erörterten einen Wässerungsprozeß, waren nicht in allem gleicher Meinung; ein Nachbar sollte dem andern das Abwasser zukommen lassen, aber seit der Sohn des einen den Hof übernommen, erhielt der andere nur halb soviel Abwasser als früher. Darüber entstand der Streit und drehte sich um den Beweis, daß nur noch die Hälfte dem andern zufließen und über die Art des Beweises waren Oberamtmann und Amtsrichter nicht einig. Man ging vom Grundsatz aus, der eine sei dem andern das gleiche Wasser schuldig. Der Oberst hatte lange zugehört, endlich sagte er: »Ihr seid auf dem Holzweg. Wie mir scheint, handelt es sich nicht um ein bestimmtes Quantum Wasser, sondern um das überflüssige, um das Abwasser, das kann ja mehr oder minder sein nach der Jahreszeit und dem Gebrauch; wenn das Wasser nur nicht anderswohin genommen wird!« Der Oberamtmann und der Amtsrichter sahen einander ganz verwundert an, wandten sich mit Mühe unter allen juristischen Vor- und Darstellungen aus den Schneckengängen des Rechts heraus, und endlich sagte der Oberamtmann: »Ich glaub beim..., du habest recht.« »Ja, er hat recht«, sagte der Amtsrichter, »er hat recht; daß unsereinem so was nicht in Sinn kömmt!« »Ja, so geht es; wo die Juristen was weggerückt und hingestellt, meint man, man müsse es von der Seite ansehen, die sie einem zugekehrt, und fährt so krumm ums Recht herum, sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht«, sagte der Oberst. »Die werden Maul und Nase aufsperren, wenn die Sache, nachdem zwei Jahre prozediert wurde, Augenscheine und Eide gingen, auf einmal die natürliche Wendung nimmt, an die niemand gedacht«, sagte der Oberamtmann. »Ja, und der Obere muß gwinnen, denn er braucht das Wasser in den alten Gräben und nur auf dem Lande, welches in den Briefen verzeichnet steht«, sagte der Amtsrichter. »Aber wie machen, daß die Wendung in die Sache kömmt? Die Richter sind ja an die Schlüsse der Partien gebunden.« Über dieser Beratung säumten sie sich und leisteten erst wiederholten ernstlichen Botschaften Folge.

Als sie um das Haus bogen, lag vor ihnen eine prächtige Aussicht – unter dem gewaltigen Nußbaum war getischt, auf den blendenden Tischtüchern standen mächtige Kaffeekannen, große Häfen voll gelber Nidel, Schüsseln mit hoch aufgetürmten Küchlene von allen Sorten, die schönen braunen Strübli sandten ihren köstlichen Duft weithin, hatten die Kinder förmlich bezaubert, sie bissen hinein, als ob sie ihr Lebtag nie mehr so was kriegten. Selbst die Frau Oberstin, die etwas zimpfer tat und mit groben, nahrhaften Speisen ihrer Taille wegen sich nicht gern befaßte, konnte ihr Behagen nicht verbergen und griff zum zweitenmal zu, was ihr sonst selten begegnete, entsetzte sich aber dennoch über den Appetit des Lieutenants, der wirklich futterte, als ob es nie mehr gut wäre, so daß selbst die Amtsrichterin, die doch schon manchen tapfern Hunger gesehen, sich wunderte, wie das alles in dem dünnen Leibchen, das einer Wespe glich, Platz haben könnte. Jetzt servierte die Frau Amtsrichterin mit großer Eindringlichkeit und handhabte die große Kaffeekanne mit einer Leichtigkeit, die überall Respekt vor ihrem Arm einflößte, und einige Scherze über die Gefährlichkeit solcher Arme für die Ehemänner veranlaßten den Amtsrichter, zu sagen, sie zu fürchten, habe er offenbar noch nie Ursache gehabt, dagegen seien sie ihm schon wohlbekannt, woraufhin er den vorhin erwähnten Strauß zum besten geben mußte, gäb was die Amtsrichterin sagte, sie hätte das bald genug gehört, am liebsten wär es ihr, sie hörte gar nichts mehr davon. Indessen erzählte der Amtsrichter das Gefecht recht schön, wie das tätscht und prätschet hätte, jeder Streich einen Mann gefällt, daß er geglaubt, es seien wenigstens ein halb Dutzend tot, und am Ende hätte es nicht einmal viel gemacht, von wegen es sei alles auf die Köpfe gegangen, und da möge man was ertragen.

Als endlich von all den Herrlichkeiten nichts mehr an Mann zu bringen war, ließ die Amtsrichterin abräumen bis auf die Küchlein, welche stehen blieben. Nun hätte nach Landesbrauch wieder eine Pause gemacht werden sollen, um dem Genossenen Zeit zu lassen, sich zu setzen und andern Herrlichkeiten Platz zu machen; davon ward wieder eine Ausnahme gemacht. Amtsrichters hatten es nicht wie die Wirtsleute bei Post- und andern Stationen, die es so einrichten, daß die Leute nicht Zeit finden zum Essen, halb genug kriegen, aber ganz zahlen müssen, sie gönntens den Leuten. Aber die Zeit war ziemlich um, wo Landvogts blieben, denn sie liebten die Nachtluft nicht, sie pressierte daher mit der Aufwart, damit allem sein Recht geschehe. »Wir hoffen doch, Frau Amtsrichterin«, sagte die Frau Oberamtmännin, »Ihr lasset es jetzt gut sein, mehr wäre überflüssig. Wir aßen alle mehr, als uns gut ist, und müssen jetzt ans Aufbrechen denken.«

Als Antwort darauf erschien die älteste Tochter, welche noch nicht da gewesen war, mit einem prachtvollen Schinken. Der Lieutenant machte Augen, daß das ganze Gesicht nur ein gwunderig Loch schien, aber nicht über den Schinken, sondern über das Mädchen, so eins hatte er wahrscheinlich noch keins gesehen. Es war der Mutter Ebenbild, fein und stark, wie sie vor fünfundzwanzig Jahren gewesen sein mußte. Als Königin des Herdes, wo die Hexe gebraten worden, funkelte sie in voller Farbenpracht, und ihre Augen waren Feuer, an denen man noch ganz was anderes braten konnte als Hexen. Die Frau Oberstin dagegen erschrak bedenklich, ob über den Schinken oder über das Mädchen, wissen wir nicht; sie zog den Shawl über die Schultern und wollte alsbald aufbrechen. Wahrscheinlich zupfte sie die Frau Oberamtmännin am Kleide; denn nach einigen halblauten, wahrscheinlich welschen Worten setzte sie sich wieder, konnte sich aber nicht enthalten, »Mais Louis, que peu tu fais attention!« zu sagen. Sie saß glücklicherweise auf der Seite, auf welcher auch der Oberst saß; was sie diesem sonst zugerufen haben würde, wissen wir nicht. Stoff dazu wäre vorhanden gewesen so gut als beim Lieutenant. Der Lieutenant erschrak durch den Ruf der Mutter, und im ersten Augenblick, nicht recht wissend, was sie meine, fuhr er mit dem Kopf herum, aber gerade in eine Schüssel gedörrter Kannenbirnenschnitze hinein und hätte sie dem Mädchen aus der Hand geschlagen, wenn dasselbe nicht so handfest gewesen wäre; ein großes Stück Schinken rollte ihm dabei fast auf den Schoß, alles zur großen Freude seiner Cousinen, die dem Cousin diesen Spuk auf seine verzückte Nase wahrscheinlich noch heutzutage nicht vergessen haben werden. Es wurden nämlich noch von den andern Töchtern grüne und dürre Birnenschnitze, Speck, Schweinskinnbacken, gesalzenes Fleisch, Salat, Wein, Tee gebracht.

Nun gings eine Weile mit Entschuldigen, daß es nicht besser sei und, wenn man es sicher gewußt, man doch wenigstens für ein Plättlein Fische gesorgt haben würde, und mit Protestieren, daß das alles ganz überflüssig sei, daß man kein Stücklein über die Zunge bringe, daß man krank würde und gar nichts anschneiden solle. Aber der Amtsrichter ließ reden, schnitt in den Schinken tapfer hinein, die Amtsrichterin überredete die Frau Oberamtmännin zu einigen Schnitzen, und nicht lange gings, so ging noch über jede Zunge etwas und über des Lieutenants Zunge besonders viel Wein, da die älteste Tochter die Hebe vorstellte und mit dem Einschenken sich abgab. Beide erhielten Blicke von ihren Müttern: die Frau Oberstin fand, ihr Sohn sei wohl durstig, und wenn er auch trinken wolle, brauche er doch von der Schenkin nicht halb soviel Notiz zu nehmen; die Frau Amtsrichterin deutete, das Mädchen sei wohl fleißig mit der Flasche hinter dem Lieutenant, und wenn es auch meine, einschenken zu müssen, so brauche es doch nicht halb so lange daran zu machen.

Die Herrschaften blieben wirklich länger, als sie gedacht. Die Männer waren kordial geworden, hatten der Frauen Mahnung, aufzubrechen, mehrfach überhört, merkten erst, was Trumpf war, als dieselben, zur Abreise gerüstet, vor ihnen standen. Es war kühl geworden, der Mond ging bereits auf am wolkenlosen Himmel. Der Oberst meinte, da sei es doch schön, es sei ihm recht leid, jetzt aufbrechen zu müssen, er bliebe gerne noch ein paar Stunden da, jetzt sei es gerade am schönsten. Um der Oberstin mit einer Antwort zuvorzukommen, schäkerte die Frau Oberamtmännin, sie hätte nicht geglaubt, daß ihr Schwager soviel romantisches Gefühl hätte und soviel Anlage zu einem Seladon. Aber sie könne ihn versichern, es sei noch viel schöner, im Mondschein spazieren zu gehen als im Mondschein zu sitzen, da lese man gar zu leicht was Schlimmes auf. Der Mahnung war nicht zu widerstehen, es ward aufgebrochen unter vielem Gerede durcheinander, wie üblich bei solchen Gelegenheiten. Der Lieutenant hätte gerne ohne Mondschein Abschied genommen, aber in seinen Bestrebungen war er durchaus unglücklich, die Töchter wollten nicht unter den Flügeln der Mutter weg, die fatalen Cousinen nicht von seiner Seite. Der Amtsrichter begleitete sie.

Bekanntlich schlagen die Hunde gern an, wenn es spazieren geht; so taten auch des Amtsrichters Hunde, als sie merkten, ihr Herr wolle begleiten gehen. »Prächtige Laute das!« sagte der Oberst. »Wenn sie so gut sind wie ihre Laute schön, so sinds vortreffliche Hunde.« Das war ein Kapitel, welches zwischen dem Oberamtmann und dem Amtsrichter nie berührt wurde, jeder ignorierte des andern Hunde, des andern Jagen. Der Edelmann betrachtete jeden Hasen, den der Bauer schoß, als einen Diebstahl an seinem Eigentum; der Bauer gehöre an den Pflug, nicht auf die Jagd, meinte er. Der Bauer meinte, was das Gesetz erlaube, erlaube es Bauer oder Edelmann in den Schranken des Gesetzes, und wenn der Amtsrichter jagen wolle unter den Fittigen seines Patents, gehe es den Edelmann nichts an. Der Oberst war ein stolzer Mann, aber ein loyaler Mann, er sah hoch herab auf das Bauernvolk, aber er hatte beim Amtsrichter Gastfreundschaft genossen, gut gegessen, ebenso gut getrunken, in ihm einen recht wackern Mann gefunden, da war ihm auch das Herz aufgegangen, er behandelte ihn fast wie seinesgleichen, diesen Abend nämlich. So brachte er das Gespräch auf die Jagd, der Amtsrichter wich nicht aus, so entspann sich ein äußerst interessantes Gespräch, ob welchem der Amtsrichter ganz vergaß, wie weit er sie begleitete, und welches mit der Abrede einer gemeinsamen Jagd schloß. Es war spät, als man nach Hause kam, und natürlich war der durchlebte Nachmittag der Gegenstand der Unterhaltung bei der Abendmahlzeit, deren Stoffen jedoch eben nicht besonders zugesprochen wurde.

Die Damen rühmten, und selbst die Frau Oberstin mußte gestehen, daß die Speisen gut geschmeckt hätten, nur schade sei es, daß sie so schwer und nahrhaft seien, entweder müsse man dabei arbeiten wie ein Roß, oder man würde in wenig Tagen dick wie ein Elefant. Übrigens sehe man es der Taille von Mutter und Töchtern an, denn trotz der Arbeit sei es unmöglich, bei solcher Speise bonne façon zu bekommen. Hier mischte sich der Lieutenant ins Gespräch, lobte die Mädchen auf der Säublume sehr, und wie ihm ihre Gestalten weit besser gefielen als die schmächtigen Gerippe, welche so dünn seien, daß der Wind sie nicht einmal nehmen könnte, wenn er schon wollte. Die Mutter warf mit »Fi donc!« um sich, wurde hässig, der Sohn disputierte ungezogen fort, wie solche Jungens dem Bengel oft bis weit in die zwanziger Jahre hinein nicht Meister werden. Da tönte das Gespräch der Männer in das unnütze, giftiger werdende Getätsch hinein, der Oberst frug laut: »Aber warum soll ich nicht mit ihm jagen? Da gehen wir zum Besuch, essen und trinken und ma foi nicht schlecht, und jetzt soll ich nicht mit ihm jagen, das findest du unanständig und zu familiär! Es nimmt mich doch wunder, was anständiger oder unanständiger ist, mich von einem Menschen bewirten zu lassen oder mit ihm zu jagen!« »Das verstehst du nicht«, sagte der Oberamtmann. »Was, Papa«, fuhr der Lieutenant dazwischen, »mit dem Amtsrichter jagen! Dabei werde ich auch sein dürfen, nicht wahr, Papa? Abends nehmen wir früh ab, gehen über die Säublume heim. Da gibts einen scharmanten Halt und die beste Gelegenheit, die stattlichen Figuren näher zu betrachten.« Ja, jetzt war der Frau Oberstin nicht mehr zu helfen; in der großen Welt aufgewachsen, wußte sie gar zu viele Exempel, zu was allem die Jagd Vorwand und Gelegenheit bietet, und Mann und Sohn beide auf solchen Wegen! Jetzt war ein fürchterlich Gewitter im Anzug, aus allen Löchern brausten Winde, die Frau Oberstin schwankte noch zwischen einem schrecklichen Platzregen und einem schrecklichen Sturm, da fiel plötzlich ein Nidelhäfeli um, man wußte nicht, wie, der schöne Rahm spritzte über den Tisch, die Damen sprangen auf, ihre Röcke zu salvieren, die Herren kamen zu Hülfe, der Zofe wurde geschellt, und als aller Schaden geheilt oder verhütet war, sorgte die Frau Oberamtmännin dafür, daß das Gewitter sich nicht wiederfände, sie arrangierte eine Whistpartie, woran sie die drei Herren und die Frau Oberstin setzte. Der Oberst war ein sehr exakter Spieler, und wehe dem Partner, der ein Böcklein schoß; da wußte man, daß man aufzupassen hatte, und vergaß das Disputieren.

Die Beschreibung einer Jagd im Kanton Bern ist ein sehr einfach Ding, braucht wenig Papier und gar keinen Aufwand von Darstellungskunst, es sei denn, man wolle eine Gemsjagd beschreiben und noch brav dazu lügen. In der Gegend, wo wir sind, gab es Wachteln und Schnepfen, selten Hühner, Hasen und Füchse. Der Oberamtmann versuchte, Rehe zu pflanzen; da aber niemand als er Rehe für ein mit Vorteil einzuführendes Produkt hielt, so schienen sie nicht besonders gedeihen zu wollen. Alle Halbdutzend Jahre verirrte sich ein Wildschwein in die Gegend von den Vogesen oder dem Schwarzwald her. Da gab es dann großen Spektakel mit Treiben und Brüllen, wobei zumeist kein Leben sicherer war als das der gejagten Sau. Bei den andern Jagden gings ganz einfach zu. Ein Piqueur führt die Jagdhunde, eins, zwei, selten mehr als drei Koppel, die Herren gehen zu Fuß, manchmal den Hühnerhund an der Schnur bei sich. So marschiert man aus ohne Sang und Klang. Früher hörte man zuweilen noch hie und da ein vertrocknetes Waldhorn das »A la mort!« blasen, jetzt scheint ihm der Atem ganz vergangen zu sein.

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