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Der Mensch als Beherrscher der Natur

Curt Grottewitz: Der Mensch als Beherrscher der Natur - Kapitel 3
Quellenangabe
typetractate
authorCurt Grottewitz
titleDer Mensch als Beherrscher der Natur
publisherDer Bücherkreis GmbH Berlin
year1928
illustratorA.W.Baum
created20050501
senderJoerg@Krueger-on-net.de (Jörg Krüger)
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III. Ausländische Bäume in Deutschland

Deutschland war noch zu Cäsars Zeit und selbst einige Jahrzehnte später vielfach ein undurchdringlicher Urwald. Mit dem Fortschreiten der Kultur lichtete sich dieser Wald, bis er jetzt zum größten Teil ausgerodet und, soweit er sich erhalten hat, in Forst umgewandelt worden ist. Es ist gewiß sehr auffallend, daß bei dieser fast vollständigen Ausrodung des Urwaldes kein einziger Baum vollständig verschwunden ist. Denn auf jedem Fleck deutscher Erde, mit ganz verschwindenden Ausnahmen, hat einmal die Holzaxt oder die Säge gehaust. Allerdings sind einige Baumarten, wie die erwähnte Eibe und Elsbeere, die sehr langsam wachsen und sich nur schwach vermehren, so selten geworden und dem Austerben so nahe gebracht, daß sie nur ein besonderer Schutz durch die Forstverwaltung vor dem gänzlichen Erlöschen bewahren kann.

Die Baumwelt Deutschlands hat indessen auch mancherlei Zuwachs aus fremden Ländern und Erdteilen erhalten. Durch den Menschen sind mehrere ausländische Baumarten bei uns eingeführt und zum Teil bei uns eingebürgert worden.

Schon in altgermanischer Zeit hat Deutschland einige sehr wertvolle Bäume so aus dem Ausland erhalten. Unser Hauspflaumenbaum mit blauen, der Kirschpflaumenbaum mit den runden verschiedenfarbigen Früchten und der Sauerkirschbaum stammen nämlich ursprünglich aus dem Orient. Sie wurden von dort durch die Römer nach Italien gebracht, und als in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung römische Kultur in Deutschland eindrang, da hielten auch diese jetzt so allgemein verbreiteten Obstbäume hier ihren Einzug. Und sie haben sich so an unser Klima gewöhnt, daß sie leicht verwildern und sich durch Samen, teilweise auch durch Ausläufer selbst vermehren.

Diese drei Bäume sind so sehr bei uns eingebürgert, daß man sie jetzt als einheimische betrachten kann.

Der wirtschaftliche Wert besonders der Hauspflaume und der Sauerkirsche ist außerordentlich bedeutend, in Mitteldeutschland werden die Gemeindewege sehr oft mit Pflaumenbäumen, in Norddeutschland häufig mit Sauerkirschbäumen bepflanzt. Besonders stattliche Bäume sind beide nicht, in Garten aber machen die Sauerkirschbaume mit ihren wunderbaren blendend weißen Blüten, mit ihren flatternden Hängeästen und ihrem roten Herbstlaub doch in den verschiedenen Jahreszeiten einen recht angenehmen Eindruck.

Auch der Walnußbaum wurde schon früh in Deutschland eingeführt. Auch er ist in Asien und in Persien heimisch und kam von Italien her zu uns. Der Walnußbaum ist ein Freund eines frischen, schweren Bodens, daher ist er in Norddeutschland selten, in Mittel- und Süddeutschland aber in jedem Garten und an vielen Alleen vorhanden. Er ist ein Baum von großer imposanter Schönheit. Der Wert seiner Früchte ist bekannt, und sein Holz ist eins der kostbarsten, die wir besitzen. Er hat sich bei uns ganz und gar eingelebt und wird, da er sehr fruchtbar ist, auch aus unseren Gärten kaum verdrängt werden, obwohl die Walnüsse jetzt schon sehr billig aus Italien importiert werden.

Eine andere Gruppe von Bäumen, die, seit alter Zeit nach Deutschland versetzt, bei uns wegen ihrer Früchte kultiviert werden, haben sich infolge ihrer Empfindlichkeit gegen unser Klima keine so allgemeine Verbreitung verschaffen können. Der Pfirsich, die Aprikose und die Edelkastanie kamen ebenfalls in jenen ersten Zeiten nach Deutschland, als mit der Ausbreitung des Christentums der germanische Urwald sich einigermaßen lichtete und in die Klöster und Klostergärten südländische Kultur einzog. Denn alle drei Baume kamen nicht direkt aus ihrer Heimat, sondern nahmen ebenfalls den Weg über Italien. Pfirsich und Aprikose stammen wiederum aus Mittelasien.

In seiner Gestalt, überhaupt in fast jeder Beziehung, die Früchte ausgenommen, gleicht der Pfirsich dem Mandelbaum.

Allein dieser ist noch viel weniger verbreitet als jener. Während der Pfirsich schließlich in allen Gegenden Deutschlands angebaut werden kann, wenn ihm nur einiger Schutz zuteil wird, kann der Mandelbaum nur in einigen bevorzugten Gegenden des Rheins, der Pfalz und des Elsasses kultiviert werden. Als Zierschmuck wird der Mandelbaum dagegen häufiger in Gärten angepflanzt, ohne indes als solcher eine große Bedeutung zu besitzen.

Die Edelkastanie besitzt auch eine reine lokale Bedeutung, am Rhein und in Süddeutschland wird sie häufiger, in Mitteldeutschland selten, in Norddeutschland nur ausnahmsweise angepflanzt. Auch sie gehört zu den Bäumen, die über Italien bei jener ersten Invasion antiker und christlicher Kultur zu uns kamen. Sie ist aber kein asiatischer Baum, zum mindesten ist ihre Heimat ebensosehr das Mittelmeergebiet. Sie scheint ziemlich früh nach Deutschland gekommen zu sein, denn schon im Jahre 679 wird Küstenholz (Kastanienholz) bei Schlettstadt genannt. In der Pfalz und in Elsaß-Lothringen hat sich die Eßkastanie ganz akklimatisiert, hier wächst sie sogar wild, so daß man anfangs glaubte, sie sei ein einheimischer Baum.

Eigentlich gehört auch der Maulbeerbaum noch zu derselben Gruppe von ausländischen Bäumen. Doch ist seine Bedeutung als früchteliefernde Pflanze recht gering, dagegen besitzt er für die Technik einen ganz eigenartigen Wert. Der Maulbeerbaum kommt bei uns hauptsächlich in zwei Arten, einer schwarzfrüchtigen und einer weißfrüchtigen vor. Beide Pflanzen stammen aus Asien, die weiße speziell aus China. In Italien war nur der schwarze Baum verbreitet und von hier kam er ebenso wie die anderen Kulturbäume nach dem germanischen Norden. Seine Früchte sind weit besser als die des weißen Maulbeerbaumes, dagegen liefert dieser in seinen Blättern das beste und hauptsächlichste Futter für die Seidenraupen. Er wurde erst viel später nach Europa gebracht, nachdem man hier anfing, Seidenzucht zu betreiben. Das geschah erst ums Jahr 1550 in Mailand. 1601 wurde der Seidenbau in Frankreich, viel später, unter Friedrich dem Großen, auch in Preußen eingeführt. Friedrich der Große hat sich viel Mühe gegeben, diesen Erwerbszweig in seinem Lande heimisch zu machen, und die vielen weißen Maulbeerbäume, die in den Kolonien um Berlin damals angepflanzt wurden und zum Teil noch heute stehen, zeugen von den großen Erwartungen, die man auf die Zukunft des Seidenbaues in Norddeutschland setzte. Die Bäume stehen noch, die Seidenzucht ist aber längst verschwunden. Denn die Seidenraupen zeigten sich weit empfindlicher als die Bäume. In der Tat fühlt sich der weiße Maulbeerbaum recht wohl in unserem Klima, nur schade, daß gerade seine Früchte sehr fad und fast widerlich schmecken. Dagegen hat der schwarze Maulbeerbaum weit bessere Früchte, aber gerade er ist viel empfindlicher gegen unser Klima. So kommen denn beide Arten von Maulbeerbäumen bei uns nicht recht zur Geltung, der schwarze nicht, weil er zu empfindlich ist, und der weiße nicht, weil die Zucht der Seidenraupen bei uns mit Schwierigkeiten verbunden ist. Der Maulbeerbaum, dessen Blätter sehr variabel, mitunter ungeteilt, mitunter in der verschiedenartigsten Weise gelappt sind, erreicht eine mittlere Hohe. Er schlägt im Frühjahr ziemlich spät aus; das ist gut für ihn, aber im Frühjahr wirken kahle Bäume nicht sehr freundlich. Im übrigen ist der Maulbeerbaum kein unschöner, aber auch kein besonders hervorstechender Baum.

Abb. 5. A Weiße Maulbeere. B Schwarze Maulbeere. 1 und 2 Maulbeerspinner. 3 Raupe. 4 Kokon.

Es ist sehr merkwürdig, daß seit jener althistorischen Zeit Deutschlands kein neuer Fruchtbaum von irgendwelcher Bedeutung bei uns eingeführt worden ist. Es sind ja nachdem manche Bäume mit eßbaren Früchten zu uns gebracht worden, aber keiner ist auch nur so verbreitet, daß sein Name allgemein bekannt wäre. Denn wer kennt schließlich den Lotosbaum, die amerikanischen Wildpflaumen oder die Eberesche mit eßbaren Früchten?

Bezeichnend für die Entwicklung der menschlichen Kultur ist es, daß in frühen germanischen Zeiten nur Nahrungsbäume zu uns gelangt sind. Ueber die Stillung des Appetits reichte das Interesse für die Baumwelt anscheinend noch nicht hinaus. Doch wollen wir zum Lobe unserer biederen Altvordern annehmen, daß sie wahrscheinlich auch irgendeinen ausländischen Arzneibaum angepflanzt hätten, wenn sie einen hätten ausfindig machen können. Und es ist fast wunderbar, daß ihnen das nicht gelungen ist, denn was sie an Arzneikräutern zusammengetragen haben, das ist gerade keine kleine Menge.

Erst in der Neuzeit sind wieder Bäume zu uns gekommen, die zwar keine eßbaren Früchte liefern, aber dafür mancherlei andere Bedeutung besitzen. Die wertvollsten von ihnen sind die Roßkastanie und die Akazie.

Die Roßkastanie wurde in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts nach Deutschland gebracht.

Sie verbreitete sich von Konstantinopel aus, doch ist ihre ursprüngliche Heimat nicht bekannt. Sie hat sich bei uns vollständig eingebürgert und ist jetzt unzertrennlich mit menschlicher Ansiedlung verbunden. Obgleich sie sich durch Samen selbst fortpflanzt, so verwildert sie doch bei uns nicht eigentlich. Auf freiem Felde, im Walde, selbst am Waldrande wird man sie kaum treffen. Ohne Zweifel bedarf sie der Begünstigung des Menschen, um emporzuwachsen. Der Same, durch Kinder verschleppt, keimt an irgendeinem Zaune, in einem verlorenen Winkel des Hofes oder Gartens, dort wächst sie in die Höhe und wird schließlich bemerkt und, wenn ihr das Schicksal günstig ist, vor das Haus an die Straße gepflanzt. Das ist die Geschichte der meisten Kastanienbäume, die es in deutschen Landen gibt. Es ist immer nur ein Schönheitsbedürfnis oder der Ausfluß einer stillen Naturliebe, wenn jemand eine Roßkastanie pflanzt; denn einen eigentlichen Wert hat der Baum nicht, sein Holz taugt nicht viel, es ist schwammig und fault leicht, und die Früchte werden auch selten verwendet. Daß die Blüten den Bienen eine reichliche Nahrung geben, ist auch nur ein Nebenvorteil, um dessentwillen kaum eine Roßkastanie angepflanzt werden würde. Denn als Bienenweide würden andere Pflanzen mehr in Betracht kommen. Als Zierbaum dagegen hat die Roßkastanie sehr wertvolle Eigenschaften. Sie ist stattlich, gravitätisch und imposant wie kaum ein anderer Baum. Ihr Stamm ist dick und ihre Krone gleicht einer mächtigen kugelrunden Halle. Die siebenfingerigen Blätter haben bei ihrer Größe eine steife feierliche Würde, so wie sie die Bauern bei Festaufzügen lieben. Das Laubdach, wohl dichter noch als es der Walnußbaum hat, hält die heiße Sommersonne von den Fenstern des Hauses ab, vor dem es steht, es läßt auch den Regen nicht so schnell durch.

Im Frühling macht sich die Kastanie sehr bald bemerklich. Im März schon schwellen die Knospen zur Kirschengröße an und leuchten, von einem klebrigen Harze umkleidet, in der Sonne. Im April werden die Knospen immer gewaltiger, und sie entfalten die ersten Laubfinger viel früher, als die meisten Bäume ihr Laubkleid anziehen. Mit der Birke zusammen kündet die Roßkastanie den Eintritt des Vollfrühlings an. Bald nachdem der erste zartgrüne Laubschmuck erschienen ist, tauchen die schönen weißen Blütenkerzen auf, die ebenso vornehm würdevoll aussehen wie der ganze Baum. Gegen den Herbst zu geben die Früchte den Kindern wochenlang eine stete Unterhaltung, sie sind ein schönes, unschuldiges Spielzeug, und wenn es auch vorkommt, daß die Jungen sich die Kastanien gegenseitig an den Kopf werfen, so schadet das weder den Früchten noch den Köpfen. Die Roßkastanie besitzt auch eine schöne Herbstfärbung, mitunter sind es ganz prachtvolle braune Töne, mitunter auch ist es ein weniger auffälliges Gelb.

Abb. 6. Roßkastanie.

So ist denn die Roßkastanie ein Zierbaum ersten Ranges, sie ist eine Art Volksbaum geworden, den jeder kennt und an dem jeder seine Freude hat.

Auch die Akazie hat viele Eigenschaften, die sie zum Zierbaum geeignet macht, aber sie ist dabei auch ein höchst nützlicher Baum. Speziell für das große norddeutsche Flachland hat sie eine sehr große Bedeutung gewonnen, und sie ist hier nach der Kiefer ohne Zweifel der verbreitetste Baum.

Die Akazie ist noch etwas später nach Deutschland gekommen als die Roßkastanie. Ihre Heimat ist Nordamerika. Der Gärtner Heinrichs IV. von Frankreich brachte im Jahre 1600 den Baum von Virginien nach Paris. Von hier aus hat sich dieser auch nach Deutschland verbreitet.

Die Akazie hat die treffliche Eigenschaft, noch in leichtem, dürrem Sande zu gedeihen, und sie besitzt ein sehr schnelles Wachstum. Sie eignet sich daher vorzüglich als Straßenbaum auf Sandwegen. Zwar macht sie viele und sehr dornige Wurzelschößlinge, die sich weithin verbreiten und eventuell mitten im Wege aus der Erde hervorschießen. Aber durch diese Schößlinge kann sie auch leicht vermehrt werden. Es ist nicht die Art der niederdeutschen Landleute, Bäume sorgfältig heranzuziehen, um sie dann zur Anpflanzung an den Gemeindewegen zu benutzen. Aber die Akazie drängt sich mit ihren häufigen Schößlingen, die in zwei Jahren schon kleine Bäumchen geworden sind, geradezu auf. Ausgraben muß er die Schößlinge doch, damit sie ihm in Hof und Garten nicht hinderlich werden, und wenn er sie einmal ausgegraben hat, so ist der Schritt bis zur Anpflanzung an den Feldwegen nicht mehr ganz so weit. Der Verkehr auf diesen öden, baumlosen Sandfluren wird aber durch die Straßenbäume, zumal in der Nacht und bei Schnee, bedeutend sicherer. Die Akazie wird bald ein großer Baum, der immerhin so viel Schatten gibt, daß in seinem Bereich der Weg nicht so sehr dörrt, sondern das Gedeihen einer den Sand befestigenden Vegetation gestattet.

Die Akazie liefert auch ein gutes, festes, haltbares Holz, das zu den verschiedensten Zwecken benutzt werden kann. Der Baum wird denn auch vielfach forstlich angebaut, die Akazie wird aber mehr noch als wegen ihres Nutzens zur Zierde angepflanzt. Die Dörfer des norddeutschen Flachlandes sind voll von Akazien – Häufig genug sind nicht nur die Dorfstraßen, sondern auch größere Plätze mit Akazien bewachsen. Ueberall, in Gärten, auf Kirchhöfen, auf verwildertem Lande machen sie sich breit. Die Akazie ist leider gar kein Frühlingsbaum und auch kein Herbstbaum. Sie ist noch kahl und dunkel, wenn schon längst das frische Maigrün überall hervorgebrochen ist. Erst zur Zeit, wo auch die Pappeln sich belauben, nach der zweiten oder gar dritten Woche des Mai, streckt auch die Akazie ihre Fiederblätter hervor. Die Belaubung selbst ist allerdings sehr schön, sie ist sehr zierlich da die einzelnen Blättchen der Blattfiedern sehr klein sind. Wir haben nur sehr wenige Bäume mit gefiederten Blättern, und keiner von ihnen hat das zarte, liebliche Laub der Akazie.

Eine wunderbare Pracht aber kommt über den Baum, wenn zu Beginn des Juni die großen weißen Blütentrauben erscheinen. Das luftige Grün mit dem blendenden Weiß vereint gibt Farbentöne von unendlicher Zartheit. Der Duft, der von den Blüten ausgeht, ist freilich schwerer, er ist schwül und berauschend wie der des Jasmins. Die Dörfer der Mark sind zur Blütezeit der Akazien erfüllt von diesem berauschenden Duft, in schwülen Gewitternächten wird er aufdringlich und förmlich beängstigend. Die Akazien bleiben im Herbste ziemlich lange grün, zumal wenn der Frost lange ausbleibt. Aber die Blätter verfärben sich gewöhnlich nicht, sie werden immer unansehnlicher und schrumpfen zusammen, bis schließlich die Fiedern abfallen. Mitunter trägt der Baum schon früh im Herbst eine solche Menge von rötlichschwarzen Hülsen, daß diese ihm ein fremdartiges, nicht besonders zierendes Aussehen verleihen. Die Hülsen bleiben den Winter über hängen, der Wind setzt sie in Bewegung, so daß sie einander treffen. Dann geht von dem Baum ein surrendes Geräusch aus, das sich mit den Windstößen und Windpausen verstärkt oder vermindert.

Die Akazie hat einen sehr auffälligen Stamm. Lange, stark hervortretende Längswülste, die sich bald kreuzen, bald vereinen, bringen in der Rinde eine sehr eigenartige Zeichnung hervor, an der man den Baum auch im unbelaubten Zustande schon von weitem sofort von jedem anderen unterscheiden kann.

So allgemein wie die Akazie und die Roßkastanie ist späterhin kein Baum wieder verbreitet worden. Allerdings erfreuen sich diese beiden auch einer ganz besonderen Beliebtheit.

Es gibt aber immerhin noch einige später eingeführte Bäume, die man auch ziemlich häufig antrifft. In Vorgärten und auf Kirchhöfen wird der schon erwähnte Lebensbaum außerordentlich häufig angepflanzt. Es gibt zwei Arten dieses dunkeln, steifen, düsteren Nadelbaumes. Der morgenländische Lebensbaum, der übrigens wohl nicht nur artlich, sondern sogar der Gattung nach von seinem Namensvetter verschieden ist, kam aus Zentral- und Ostasien zu uns. Er ist etwas empfindlicher als der abendländische Lebensbaum, der aus Nordamerika stammt. Der letztere fühlt sich bei uns ganz einheimisch, und da er sich von dem asiatischen in der Gestalt nur recht wenig unterscheidet, so wird er von den beiden am häufigsten angepflanzt. Er ist sehr anspruchslos, so wie es ein Baum sein muß, der Volkstümlichkeit erlangen will. Der Lebensbaum ist das Symbol der Trauer. Die düstere Unbeweglichkeit seiner schuppenförmigen Nadeln, die steif emporstrebenden Aeste, die lang-pyramidenförmige Gestalt, die Düsterkeit seiner Belaubung geben dem Baum etwas ungemein Ernstes und Trauervolles.

Auch die Pyramidenpappel ist fast überall verbreitet; in Sachsen z. B. findet man fast kein Dorf, in dessen Nähe sich nicht einige Exemplare dieser Baumart befänden. In Norddeutschland ist sie seltener, überhaupt findet man sie nicht mehr so häufig wie früher, da jetzt die Mahnung an alle Landleute ergangen ist, Obstbäume anstatt der Pappeln zu pflanzen, die noch dazu durch ihre weitlaufenden, flachgehenden Wurzeln das anliegende Feld aussaugen.

Die Pyramidenpappel wurde erst gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts nach Deutschland gebracht. Sie stammt aus Italien. Abgesehen von ihrer äußeren Gestalt gleicht sie unserer Schwarzpappel genau. Viele halten sie daher nur für eine Abart dieses Baumes. Wie dem auch sei, jedenfalls macht die Pyramidenpappel oder, wie sie auch heißt, Spitzpappel einen ganz andern Eindruck. Diese schmale, säulenartige Gestalt hat etwas unsäglich Feierliches. Eine Allee von Spitzpappeln, eine lange gerade Reihe vor einem Schlosse macht den Eindruck gewaltiger Größe und Vornehmheit, sie lenkt den Blick in die Vergangenheit und läßt den Boden, auf dem sie steht, als den Schauplatz gewaltiger historischer Ereignisse erscheinen. In der Gestalt der Zypresse ähnlich, erweckt sie doch nicht die Vorstellung des Melancholischen, die wir mit dieser verbinden. Die Spitzpappel hat trotz aller Steifheit immer noch etwas Freundliches, zumal ihre Blätter, wie bei allen Pappeln, selten ganz ruhig verharren. Gleich den übrigen Pappeln schlägt auch die Pyramidenpappel erst spät im Mai aus, und auch im Herbst besitzt sie nichts Anziehendes. Aber diese einzige säulenförmige Gestalt sichert ihr einen besonderen Platz in der Baumwelt Deutschlands.

Die Pyramidenpappel wächst sehr schnell empor. Doch ist ihr und auch unserer Schwarzpappel eine amerikanische Art, die kanadische Pappel, weit überlegen.

Sie kam etwa zu derselben Zeit wie ihre italienische Verwandte nach Deutschland. Aus Nordamerika, dem Wunderland der Bäume, brachte sie all das Riesenhafte, Schnellebige mit, das diesem Erdenstück eigen ist. Die Kanadapappel wächst unglaublich schnell in die Höhe. In ein paar Jahren ist sie ein hoher Baum geworden, in fünfzehn bis zwanzig Jahren hat sie eine Stärke erreicht, wie sie eine Eiche kaum in zweihundert Jahren erlangt. Sie hat etwas sehr Ungeschlachtes. Ihre Krone besteht aus wenigen Aesten, die sich, fast unverzweigt, sehr lang hinausstrecken. Daher hat diese Laubkrone nicht die Fülle der Linde oder Roßkastanie, sie ist vielmehr zerrissen und spendet keinen tiefen Schatten. Alte Bäume wirken ja durch ihren kolossalen Stamm immer malerisch, aber im ganzen hat die kanadische Pappel wenig Zierwert. Dagegen eignet sie sich wegen ihrer Schnellwüchsigkeit gut zum Straßenbaum, auch wird sie häufig als Platzfüller in jungen Anlagen angewandt, um später, nachdem die schöneren Bäume nachgewachsen sind, wieder entfernt zu werden. Schnellwüchsig wie sie ist, liefert sie sehr bald eine große Menge von Holz, und da dieses zur Anfertigung verschiedenartiger landwirtschaftlicher Geräte gut benutzt werden kann, so besitzt der Baum einen nicht zu unterschätzenden Wert.

Noch eine andere ausländische Pappelart wird in Deutschland nicht selten angepflanzt, die Silberpappel.

Sie stammt aus dem Süden und Südosten Europas. In Italien und Griechenland wächst sie häufig wild, aber auch in Asien ist sie weit verbreitet. Auch sie ist sehr schnellwüchsig und wird ebenfalls bald ein großer, breitstämmiger Baum. Ihre Zweige und die Unterseite ihrer Blätter sind mit einem weißen Filz überzogen, so daß der Baum ganz weiß leuchtet. Die Blätter sind überdies sehr schön ahornartig gelappt und besitzen auf der Oberseite einen lebhaften schwarzgrünen Glanz. So hat die Silberpappel ein sehr dekoratives Ausschen; bei älteren Bäumen geht allerdings das leuchtend weiße Haarkleid etwas zurück. Man findet die Silberpappel in Parkanlagen sehr häufig, aber obwohl sie ein sehr schöner, auffälliger Baum ist, hat sie doch nicht die Bedeutung der beiden anderen ausländischen Pappeln zu erreichen vermocht.

Von den Zierbäumen, die schon vor längerer Zeit eingeführt worden sind, spielt noch die Trauerweide eine hervorragende Rolle. Linné hat sie babylonische Weide genannt, weil er meinte, sie sei der Baum gewesen, unter dem ehemals die Juden während ihrer Gefangenschaft »an den Wassern Babylons saßen und weinten«. Indes soll dieser Baum eine Pappel gewesen sein, jedenfalls war es nicht unsere Trauerweide, denn diese kommt in Babylon gar nicht vor. Sie stammt vielmehr aus Ostasien, aus Japan und China. Aus dem ostlichen Asien scheint sie nach Südeuropa gebracht und dann von hier in der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts auch in die nördlicheren Lander eingeführt worden zu sein. Nach England scheint sie zunächst gekommen zu sein.

Ueber ihre Einführung dort existiert eine sehr anmutige Geschichte. Lady Suffolk, eine Freundin Popes, des berühmten englischen Kritikers, der auch ein großer Naturfreund war, erhielt aus Spanien – nach einer andern Lesart aus der Türkei – einen Korb, der aus Weidenruten geflochten war. Pope, der gerade bei der Dame zu Besuch war, untersuchte den Korb nicht auf seine Schönheit oder sonst irgendeine Eigenschaft, sondern daraufhin, ob wohl die Weidenruten noch grün und lebendig wären. Wirklich fand er noch einige der Zweige in voller Lebenskraft, und nun wurde eine Rute gepflanzt. Aus ihr ging die Trauerweide hervor. Popes Name machte diese Trauerweide überall bekannt. Fremde besuchten sie vielfach, und von ihr sollen alle Trauerweiden abstammen, auch die, die später in Deutschland angepflanzt wurden. Der spätere Eigentümer des Gartens, in dem die Weide stand, ließ zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts das Exemplar umhauen. Offenbar weniger natur- und menschenfreundlich, ärgerte er sich über den zahlreichen Besuch von Fremden, die Popes Trauerweide zu sehen begehrten, und machte so auf gewaltsame Weise dem Andrang der Fremden und dem historischen Baume ein Ende.

Jedenfalls trug Popes Name viel dazu bei, die Trauerweide zu verbreiten, denn auch in Deutschland war der Name des englischen Kritikers, der sich zuerst von der Tradition der französischen Klassiker abwandte und Natur auch in der Kunst predigte, sehr bekannt.

Ein anderer Umstand trug dazu bei, der Trauerweide eine gewisse Berühmtheit zu verleihen. Auf der Insel St. Helena stand eine schöne Trauerweide, die der englische Gouverneur mit anderen Gehölzen dahin verpflanzt hatte. Napoleon I. besuchte die Weide häufig, und später, nach seinem Tode, pflanzte die Pflegerin, Madame Bertrand, von diesem Baume Zweige um sein Grab. Daher wird die babylonische Weide häufig auch Napoleonsweide genannt.

Die Trauerweide ist ein Baum von wunderbar malerischem Aussehen. Sie ist ein schöner, großer Baum, dessen schlanke, lange Zweige in elegantem Bogen überhängen. Dieses schlaffe, aufgelöste Herabhängen der Zweige erweckt zwar das Gefühl stiller Wehmut, aber es liegt über den lichten Aesten und den langen, schmalen Blättern doch auch eine hoffnungerweckende Freundlichkeit.

Abb. 7. Friedhof mit Lebensbäumen und Trauerweide.

Im übrigen hat die Trauerweide alle Vorzüge ihrer Gattung. Sie wächst schnell, pflanzt sich leicht durch Ruten und Setzstangen fort, schlägt früh im Jahre aus, und zur Zeit der Blüte, gegen Ende April, bekommt sie durch ihre zahlreichen Kätzchen noch einen besonderen Schmuck. Die Trauerweide wird vielfach auf Kirchhöfen angepflanzt, man sieht sie aber auch in Parkanlagen und selbst hier und da an Wegen. Früher wurde sie jedoch noch häufiger angepflanzt als jetzt. In den letzten Dezennien hat man von vielen Bäumen Trauerformen hervorgesucht oder gezüchtet. Es gibt, wie ein geistvoller Gartenbauschriftsteller jüngst sagte, ungemein viel Trauriges in den heutigen Gärten. Wir haben jetzt eine Traueresche, eine Trauersophore, einen Trauererbsenbaum, sogar einen Trauerapfel.

Ueberhaupt ist durch das zahlreiche Aufblühen von Villen und Villenkolonien, durch die Pflege des städtischen Parkbaues das Bedürfnis nach aparten Bäumen rege geworden. Jeder Parkdirektor, jeder Villenbesitzer möchte womöglich etwas Schöneres in seinem Garten haben als der andere. Dieser Neigung zum Effektvollen, diesem Bemühen um das Auffälligere kam nun die Leichtigkeit des modernen Verkehrs sehr zustatten, der die Bäume aller Länder ohne Schwierigkeit nach Deutschland brachte.

In dem letzten halben Jahrhundert sind ungeheuer viel fremdländische Bäume in unsere Gärten gekommen. Wenige haben sich indes so bewährt, daß sie eine größere oder allgemeine Verbreitung gefunden hätten. Viele werden angepflanzt, weil der Park oder Garten nun einmal nicht aus simpeln deutschen Bäumen bestehen darf. Das würde vielen zu billig und daher verdächtig erscheinen, obwohl sie sicher keine ausländische Esche, Birke, Ulme von einer deutschen unterscheiden können. Mehrere Bäume indes, die sich wirklich auffällig von unseren abheben, stellen entweder besondere Anforderungen, die nicht immer erfüllt werden können, oder sie sind den Baumschulbesitzern noch nicht hinreichend bekannt und sind deshalb noch nicht genügend verbreitet. In der Fülle des Angebotenen kommt auch mitunter das Bessere nicht auf, während eine mit viel Reklame angebotene Baumart häufiger an den Mann gebracht wird. Dazu herrscht jetzt die leidige Gewohnheit, auf künstlichem Wege Bäume mit auffälligen Formen, mit bunten, gelbgeränderten oder geschlitzten Blättern, mit abnormen Blüten usw. zu erzielen. Solche Spielereien, an denen die Züchter viel Geld verdienen, sind jetzt sehr beliebt, während man es sich weniger angelegen sein läßt, die Baumwelt fremder Länder in ihren natürlichen Formen kennenzulernen und anzupflanzen.

Unter den wirklich wertvollen Bäumen, die ziemlich häufig verbreitet sind, nehmen amerikanische Ahornarten einen hervorragenden Platz ein.

Der schönste ist der Blutahorn, aus Nordamerika stammend, der im Frühjahr mit seinen roten Blüten einen prachtvollen Eindruck macht.

Wegen seiner Schnellwüchsigkeit und Anspruchslosigkeit ist auch der aus Kalifornien eingeführte Eschenahorn sehr verbreitet, der, abweichend von den meisten Vertretern seiner Gattung, gefiederte Blätter hat.

Wie der Eschenahorn, so wirkt auch der Silberahorn (auch seine Heimat ist Nordamerika) durch die Eleganz seines Laubes. Doch besitzt der letztere außerdem eine weißliche oder mehr bläuliche Farbe auf der Unterseite seiner Blätter, und das gibt dem Baume noch ein besonders apartes Aussehen.

Der Silberahorn führt seinen Namen nicht ganz mit Recht, mit so weißem Filze bedeckte Blätter wie die bereits erwähnte Silberpappel hat überhaupt kein anderer bei uns gedeihender Baum. Immerhin trägt die Silberlinde – es gibt eine Art aus Ungarn und eine aus Nordamerika – schon eher ihren Namen mit Recht. Auch bei ihr sind die Unterseiten der großen Blätter weißlich. Solche Bäume mit unterseits weißlichen Blättern sehen besonders dann prunkvoll aus, wenn der Wind die Blatter bewegt und womöglich die Sonne auf die Unterseiten scheint.

Bäume von wunderbarer Pracht sind die Magnolien; bei uns werden allerdings die meisten strauchartig gezogen. Die weißen Riesenblüten, die vor den Blättern erscheinen, geben diesen Pflanzen, die teils in Amerika, teils in Japan zu Hause sind, ein wahrhaft tropisches Aussehen.

Seit längerer Zeit schon werden die Platanen, die orientalische sowohl wie die amerikanische, in Deutschland angepflanzt.

Es sind schöne, stattliche Bäume, deren Stamm dadurch eine besondere Zierde bekommt, daß er große Rindenstücke abwirft und infolgedessen weißgesprenkelt aussieht.

Durch zierliche Blütenfülle und Blütenpracht zeichnen sich mehrere ausländische Apfelbaumarten, besonders einige aus China und Sibirien stammende Wildäpfel, aus, beliebt ist auch der mehr strauchartig wachsende Essigbaum mit seinen braunroten Frucht-Sträußen und seinen schönen, großen Fiederblättern, die im Herbste sich herrlich rot färben.

Wegen ihres prachtvollen roten Herbstlaubes werden auch einige nordamerikanische Eichenarten häufiger angepflanzt, die Scharlacheiche, die Sumpfeiche und die Roteiche.

Die Roteiche gehört zu den wenigen neuen ausländischen Baumarten, die auch um ihres praktischen Nutzens willen bei uns kultiviert werden. Es sind eigentlich in den neuen Einführungen nur drei Arten, die in größerem Umfange auch forstlich angebaut werden: Die Roteiche und noch weit mehr die schon erwähnte Weymouthskiefer und ganz neuerdings die Douglastanne. Die Roteiche wurde 1760 in Deutschland eingeführt. Ihre Blätter gleichen denen unserer Eichen weniger, da sie sehr tiefe Einschnitte besitzen.

In Amerika ist das Holz dieser Bäume außerordentlich geschätzt, bei uns übertrifft es jedoch das ihrer einheimischen Verwandten nicht. Allein die Roteiche wächst viel schneller, darum wird sie bereits seit etwa hundert Jahren an verschiedenen Stellen Deutschlands forstlich angebaut. Die Schnellwüchsigkeit ist es auch hauptsächlich, welche der Weymouthskiefer und der Douglastanne in manchen Bodenarten das Uebergewicht über unsere einheimische Kiefer und Tanne respektive Fichte gibt.

Die Weymouthskiefer, die auch aus Nordamerika stammt, ist bereits seit Beginn des achtzehnten Jahrhunderts in Europa bekannt, aber erst nach und nach ist sie weiter verbreitet worden. Sie übertrifft die gemeine Kiefer besonders auf etwas besserem Sandboden, hier ist sie außerordentlich raschwüchsig, sie gedeiht aber überhaupt auf jedem Boden und erträgt auch Beschattung durch andere Bäume sehr gut, so daß sie zu Mischpflanzungen verwandt werden kann. Sie beschattet auch selbst den Boden viel mehr als die gemeine Kiefer und verbessert den Boden dadurch außerordentlich. Das Holz ist leicht, aber haltbar. Es läßt sich sehr bequem bearbeiten und wird deshalb in der Möbeltischlerei zu Schiffs-, Waggon- und Zimmerauskleidung und zu manchen anderen Zwecken benutzt.

Abb. 8. A Weymouthskiefer. B Gemeine Kiefer.

In neuerer Zeit wird der Douglastanne, deren Herkunft das nordwestliche Nordamerika ist, große Aufmerksamkeit geschenkt. Sie ist weit anspruchloser als unsere Fichte und Edeltanne, ist auch noch unempfindlicher gegen Kälte und Trockenheit und wächst dabei mit gewaltiger Schnelligkeit heran. In Preußen wurde sie schon vor einiger Zeit auf dreihundert Morgen Land, die in den verschiedensten Teilen lagen, versuchsweise angebaut, und diese Versuche haben bis jetzt die glänzendsten Resultate ergeben. Auch in den übrigen Teilen Deutschlands und in Oesterreich hat man dieselben günstigen Erfahrungen mit der Douglastanne gemacht, so daß diese ohne Zweifel in kurzer Zeit eine weite Verbreitung finden wird.

Es sind von den vielen hundert Baumarten, die in Deutschland eingeführt worden sind, schließlich nur ganz wenige, die sich bei uns eingebürgert haben, und auch nicht viele, die bei uns eine größere Beliebtheit erlangt haben. Immerhin ist durch sie unsere Baumwelt, die ja an und für sich arm an Arten ist, in nennenswerter Weise bereichert worden. Unsere Wälder und Forsten bestehen zwar fast nur aus einheimischen Arten, aber die menschlichen Ansiedlungen, die Parkanlagen und Straßen sind ohne auslandische Bäume gar nicht mehr denkbar. Eine Menge der wertvollsten Fruchtbäume, die beliebtesten Zierbäume sind aus dem Auslande zu uns gekommen, und die besten von ihnen sind schon seit Jahrhunderten in Deutschland, so daß wir sie ganz zu den unseren zählen können.

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