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Der Kuß des Ungeborenen und andere Novellen

Fjodor Sologub: Der Kuß des Ungeborenen und andere Novellen - Kapitel 26
Quellenangabe
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typenovelette
authorFjodor Ssologub
titleDer Kuß des Ungeborenen und andere Novellen
publisherGustav Kiepenheuer Verlag
year1918
translatorAlexander Eliasberg
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20081108
modified20170929
projectid036b853d
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XXV.

Die hohe Wölbung der Kirchenkuppel ist finster und geheimnisvoll. Die Gesänge der Abendmesse steigen hinauf und hallen dort oben feierlich und traurig wider. Geheimnisvoll und streng blicken die dunklen Heiligenbilder im gelben Lichte der Wachskerzen. Der warme Hauch des Wachses und des Weihrauchs füllt die Kirche mit majestätischer Trauer.

Jewgenia Stepanowna zündet vor dem Muttergottesbild eine Kerze an und kniet nieder. Sie betet aber zerstreut. Sie blickt auf ihre Kerze. Die Flamme zittert. Die Kerzen werfen auf das schwarze Kleid und auf den Fußboden Schatten und flackern, als wenn sie etwas verneinten.

Die Schatten huschen über die Kirchenwände und verschwinden oben in der hohen Wölbung, wo die feierlichen und traurigen Gesänge widerhallen.

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