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Der Komoediantenroman

Paul Scarron: Der Komoediantenroman - Kapitel 14
Quellenangabe
pfad/scarron/komoedia/komoedia.xml
typefiction
authorPaul Scarron
titleDer Komoediantenroman
publisherGeorg Mueller
year1908
translatorFranz Blei
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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Dreizehntes Kapitel. Länger als das vorige. Die Geschichte des Destin und der Mademoiselle de l'Etoile

Ich wurde auf einem Dorf unweit Paris geboren; es würde mir leicht sein, euch einzureden, dass ich aus einem sehr berühmten Haus stamme, denn das kann jeder tun, den man nicht kennt; aber ich bin zu ehrlich die Niedrigkeit meiner Geburt zu leugnen. Mein Vater war einer der vornehmsten und bemitteltsten in seinem Dorfe. Ich hörte ihn öfter sagen, dass er als armer Edelmann geboren wäre, dass er in seiner Jugend Kriegsdienste getan, wo er nur Schläge gewonnen hätte, nachher hätte er sich in den Dienst einer reichen Dame begeben, und als er sich etwas bei ihr verdient hatte (er war Haushofmeister und Schatzmeister, d. h. er liess zuweilen ihre Pferde beschlagen), da heiratete er eine alte Jungfer aus dem Hause, die einige Zeit darauf starb und ihn zum Erben eingesetzt hatte. Er wurde des Witwenstandes bald überdrüssig, auch seines Dienstes war er müde, also heiratete er in zweiter Ehe eine Landfrau, die das Haus der Herrschaft mit Brot versah, und dieser zweiten Ehe verdanke ich mein Dasein. Mein Vater nannte sich Garigues. Ich habe niemals erfahren können, woher er war; der Name meiner Mutter ist zu dieser Geschichte nicht notwendig. Sie war geiziger als mein Vater, und mein Vater wieder geiziger als sie und beide hatten ein sehr weites Gewissen. Mein Vater war der Erfinder des Stück Fleisches, das man mit einem Bindfaden an den Henkel des Topfs anbindet, um es zurückziehen zu können wenn es genug gekocht hat, auf dass man damit mehrmals Fleischbrühe machen könne. Ich könnte noch hundert andere Stückchen von ihm erzählen, die ihm mit Recht den Ruf eines erfinderischen Kopfes erworben haben; aber, um euch nicht zu langweilen, will ich nur zwei davon anführen, die zwar schwer zu glauben, jedoch wahr sind. Er hatte eine Menge Früchte eingekauft, um sie während einem Missjahre recht teuer zu verkaufen; da aber Überfluss an allen Orten herrschte und der Preis der Früchte fiel, wollte er sich aus Verzweiflung aufhängen. Eine seiner Nachbarinnen, die sich gerade in der Stube befand, als er mit diesem edlen Vorhaben hereintrat und die, ich weiss nicht aus welchem Grund, sich darin versteckt hatte, erstaunte sehr, als sie ihn nun an einem Balken hängen sah. Sie lief auf ihn zu, schrie um Hilfe und schnitt den Strick ab und wickelte ihn nun mit Hilfe meiner Mutter, die dazu kam, vom Halse. Sie bereuten bald darauf diese gute Handlung, denn er prügelte beide dafür durch und liess die arme Frau noch dazu den Strick bezahlen, den sie dabei entzwei geschnitten hatte, indem er ihr das Geld vorenthielt, das er ihr schuldig war. Das andere Stückchen ist ebenso sonderbar. Er bereute alles, was er zum Essen an sich wenden musste. Da nun seine Frau mit einem Sohn niederkam, setzte er sich in den Kopf, sie hätte Milch genug, um ihren Sohn und ihn zu ernähren, er hoffte, wenn er an seiner Frau trinke, würde er sich das Brot ersparen und durch die leicht verdauliche Nahrung sich vortrefflich erhalten können. Meine Mutter war lange nicht so klug wie er, aber ebenso geizig; sie war nicht so erfinderisch wie mein Vater, was sie aber einmal begriffen hatte, führte sie genauer aus als er selbst. Sie suchte also mit ihrer Milch ihren Sohn und ihren Mann zu ernähren, ja sie versuchte es, sich selbst auch noch davon zu nähren, und dies trieb sie solange, bis der arme Kleine aus Hunger starb; sie aber und der Vater waren so geschwächt, dass sie vor Heisshunger zu viel assen und beide in eine schwere Krankheit fielen. Einige Zeit später wurde meine Mutter mit mir schwanger und da sie mit mir unglücklichen Kreatur glücklich niederkam, fuhr mein Vater nach Paris, um seine Herrschaft zu bitten, nebst einem Geistlichen, der im Dorfe wohnte, bei seinem Sohne Pate zu sein. Er kehrte zur Nacht zurück, um der Tageshitze zu entgehen, und kam so durch eine grosse Strasse der Vorstadt, in der lauter Häuser im Bau standen; da sah er von weitem etwas Glänzendes über die Strasse gehen. Erst kümmerte er sich nicht darum, was das war, da hörte er einen Seufzer, der von einem leidenden Menschen herzukommen schien und aus der Richtung kam, wo das Glänzende verschwunden war. Er ging nun herzhaft auf die Stelle zu: es war ein grosses noch unfertiges Gebäude, und fand da auf der Erde ein Frauenzimmer sitzen. Der Ort, wo sie war, wurde vom Monde beschienen, wobei mein Vater erkannte, dass sie jung und sehr gut gekleidet war. Sie trug ein Kleid aus Silberstoff, das von weitem so geglänzt hatte. Man kann sich leicht denken, dass mein Vater sich ebenso über sie verwunderte wie das junge Frauenzimmer über ihn; aber sie war in einem Zustande, in dem ihr nichts Schlimmeres begegnen konnte. Wenn er ein Christ wäre, sagte sie, möge er sich erbarmen. Sie wäre dabei, niederzukommen, ihre Schmerzen nähmen zu und die Magd käme nicht wieder, die nach einer verschwiegenen Hebamme gegangen wäre; sie wäre heimlich, ohne jemanden aufzuwecken, aus dem Hause gelaufen, und die Magd hätte die Türe offen gelassen, damit sie ohne Geräusch wieder hineinkommen könne. Kaum hatte sie ihre kurze Geschichte beendet, als das Kind kam, das mein Vater in seinen Mantel wickelte. Er vertrat die Stelle der Hebamme so gut er konnte, und die junge Person beschwor ihn, die kleine Kreatur sogleich mit sich fort zu nehmen, dafür zu sorgen und in zwei Tagen einen alten Geistlichen, den sie ihm nannte, zu besuchen, der ihm Geld und alles was zur Erhaltung ihres Kindes nötig wäre, geben würde. Bei dem Worte Geld wollte mein Vater, der eine geizige Seele hatte, seine Beredsamkeit hören lassen, allein sie liess ihm nicht Zeit dazu und gab ihm einen Ring in die Hand, der ihm bei dem Geistlichen zum Zeichen dienen sollte, dass er von ihr abgeschickt sei, und trieb ihn mit grosser Eile weiter, obgleich er sie in dem Zustande, in dem sie war, anfangs nicht gerne allein lassen wollte. Ich darf glauben, dass sie Mühe hatte, ihre Wohnung wieder zu erreichen. Mein Vater kam in sein Dorf, gab das Kind meiner Mutter zur Versorgung und ging zwei Tage nachher zu dem Geistlichen, ihm seinen Ring zu zeigen. Er erfuhr von ihm, dass die Mutter des Kindes aus einem sehr vornehmen und reichen Hause wäre, dass sie das Kind von einem schottischen Herrn hätte, der nach Irland gegangen war, um Truppen für den Krieg anzuwerben, und dass dieser Herr ihr die Ehe versprochen hätte; er sagte ihm noch, dass das Frauenzimmer nach der Niederkunft sehr krank gewesen wäre, dass man an ihrem Leben gezweifelt hätte, dass sie in den letzten Zügen ihren Eltern alles gestanden hätte, die ihr aber nicht zürnten, sondern sie trösteten, da es ihre einzige Tochter war; er sagte noch, die Sache wäre im Hause noch nicht bekannt; und versicherte meinem Vater, wenn er für das Kind sorgen wolle und verschwiegen wäre, so wäre sein Glück gemacht. Damit gab er ihm fünfzig Taler und ein Paket, das die nötige Kindswäsche enthielt. Mein Vater kehrte, nachdem er mit dem Geistlichen gegessen hatte, in unser Dorf zurück. Ich selbst wurde einer Amme übergeben, und der Fremde trat in die Stelle des Sohnes vom Hause. Einen Monat später kam der schottische Herr wieder, und da er seine Geliebte in so schlechtem Zustande fand, heiratete er sie noch schnell vor ihrem Tode und war zugleich verheiratet und Witwer; zwei oder drei Tage später kam er mit den Eltern seiner Frau in unser Dorf. Hier ging das Weinen von neuem an, und das Kind wurde fast erstickt unter Küssen. Mein Vater wurde von dem Schotten und den Grosseltern des Kindes freigebig belohnt. Sie kehrten nach Paris zurück. Dahin wollten sie das Kind noch nicht nehmen, weil die Heirat aus mir unbekannten Gründen geheim gehalten wurde. Sobald ich gehen konnte, nahm mich mein Vater wieder nach Hause, um dem kleinen Grafen von Glaris, das war der Name seines Vaters, Gesellschaft zu leisten. So wie Jakob und Esau Abneigung gegen einander fühlten vom Mutterleib an, – die des jungen Grafen und meine konnte nicht stärker sein. Meine Eltern liebten ihn ausserordentlich, mich dagegen hassten sie, obgleich ich die Anlage zeigte, künftig ein braver Mann zu werden, wozu Glaris wenig Neigung bewies. Er war von ganz gemeiner Art, ich dagegen schien etwas anderes zu sein und schickte mich eher zum Sohne eines Grafen als zum Sohn eines Garigues; und wenn ich auch jetzt nur ein elender Komödiant bin, so doch nur deshalb weil das Glück sich an der Natur rächte, die etwas ohne seine Einwilligung aus mir machen wollte, oder deshalb, weil die Natur öfters die begünstigt, welche das Glück verfolgt. Ich werde die Jugend der beiden Bauernjungen übergehen (Glaris war es seinem Gemüt nach mehr als ich), da auch deren merkwürdigste Begebenheiten doch nur in einer Menge Prügel bestanden. In allen gemeinsamen Händeln zog er den kürzeren, wenn der Vater oder die Mutter sich nicht darein mischten; was sie aber so oft und heftig taten, dass mein Pate, Herr von Saint-Sauveur, sich darüber ärgerte und mich von meinem Vater herausverlangte. Er schenkte mich ihm mit grossem Vergnügen, und meine Mutter zeigte noch weniger Rührung als er. Ich war nun bei meinem Paten, gut gehalten, geliebt, gut gekleidet und bekam keine Schläge. Er sparte nichts, mich lesen und schreiben lernen zu lassen. Sobald ich ans Latein kam, durfte ich mit den Söhnen eines artigen und reichen Edelmanns des Dorfes unter Führung eines gelehrten Mannes, den er mit grossem Gehalt von Paris kommen liess, studieren. Dieser Edelmann, Baron von Arques, liess seine Söhne mit grosser Sorgfalt erziehen. Der ältere hiess Saint-Far, war ziemlich hübsch, doch der grösste Raufbold von der Welt, der jüngere dagegen war hübscher als sein Bruder, hatte viel Verstand und eine Seele, die der Schönheit seines Körpers entsprach. Ich glaube nicht, dass ein junger Mensch je mehr Hoffnung geben konnte ein rechtschaffener Mann zu werden als dieser junge Edelmann Verville. Er schenkte mir seine Freundschaft und ich liebte ihn wie einen Bruder und achtete ihn wie einen Herrn. Saint-Far war nur gemeiner Handlungen fähig; ich kann seine Gesinnungen gegen seinen Bruder nicht besser beschreiben, als wenn ich sage, dass er ihn nicht mehr liebte als mich, den er gar nicht mochte. Die Art seiner Vergnügungen war von der unsrigen sehr verschieden: er liebte bloss die Jagd und liess das Studieren liegen. Verville dagegen ging selten zur Jagd und fand viel Vergnügen bei den Büchern: darin stimmten wir wie in jeder andern Sache ausserordentlich überein, ohne dass ich etwas aus Gefälligkeit tun musste, wozu ich eigentlich verbunden war. Der Baron von Arques hatte eine grosse Bibliothek voll mit Romanen; unser Lehrer, der bei seinem Latein noch gar keine Romane gelesen hatte, hatte uns anfangs die Lektüre derselben verboten, er setzte sie sogar vor dem Baron von Arques herunter, je amüsanter sie waren. Bald aber wurde er so sehr davon eingenommen, dass er, nachdem er die alten und die neueren gelesen hatte, eingestand, dass das Lesen guter Romane sehr unterrichte und zugleich unterhielte, und dass er sie nicht weniger fähig achte, das Herz eines jungen Menschen zu bilden als das Lesen des Plutarch. Er ermahnte uns nun ebensosehr wie er vorher abgeraten hatte, nur ja die neueren zu lesen; aber sie waren nicht so nach unserm Geschmack: bis zum fünfzehnten Jahre fanden wir mehr Vergnügen am Amadis als an den anderen Romanen, durch welche die Franzosen wie durch eine Menge anderer Sachen gezeigt haben, dass sie ohne grosse Erfindung eine Sache höchst vollkommen machen können. Wir brachten demnach unsere meiste Zeit mit dem Lesen guter Romane zu. Saint-Far nannte uns bloss »die Leser«, ging auf die Jagd und prügelte die Bauern, was er meisterlich verstand. Die Neigung Gutes zu tun, erwarb mir die Gunst des Barons von Arques, der mich so liebte als wäre ich eines seiner Kinder gewesen.

Er gab nicht zu, dass ich seine beiden Söhne verliess als diese auf die Akademie gingen, und ich wurde mehr als Kamerad denn als Diener mit ihnen geschickt. Wir studierten da recht fleissig und nach zwei Jahren nahm man uns von dort wieder weg. Da kam ein Verwandter des Baron von Arques, der Truppen für die Venezianer warb; Saint-Far und Verville wussten ihren Vater so gut zu bereden, dass er sie mit dem Verwandten nach Venedig gehen liess. Der gute Mann wollte, dass ich sie auch dahin begleiten solle, und mein Pate, Herr von Sauveur, der mich sehr liebte, war so gütig und gab mir einen beträchtlichen Wechsel mit, damit ich denen, die ich die Ehre hatte zu begleiten, nicht zur Last fallen möchte, und mich dessen bedienen könne, wenn ich Lust hätte. Wir wählten den weitesten Weg, um Rom und die anderen schönen Städte Italiens sehen zu können, in denen wir uns einige Zeit aufhielten, die Städte unter spanischer Herrschaft ausgenommen. In Rom wurde ich krank, die beiden Brüder aber setzten ihre Reise fort, weil ihr Führer die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen durfte, mit den Galeeren des Papstes fortzukommen. Diese Galeeren wollten zur venezianischen Armee segeln, die bei den Dardanellen die türkische Flotte erwartete. Verville verliess mich in der grössten Traurigkeit, und ich wollte verzweifeln, dass ich ihn nun zu einer Zeit verlassen musste, wo ich durch meine Dienste ihm die Freundschaft, die er für mich hatte, vergelten konnte. Saint-Far verliess mich, wie ich glaube, ebenso kalt, wie wenn er mich niemals gesehen hätte, – ich dachte auch gar nicht an ihn, nur als den Bruder Vervilles, der mir auch so viel Geld zurück liess wie er konnte, ob mit oder ohne Einwilligung des Bruders, weiss ich nicht. Ich blieb nun krank in Rom zurück, ohne einen Menschen zu kennen, ausser meinen Wirt, der ein Apotheker aus Flandern war; ich erhielt viel Hilfe von ihm, und er schien auch von der Medizin mehr zu verstehen als der italienische Doktor, der mich besuchte. Endlich wurde ich wieder gesund und konnte die merkwürdigsten Plätze Roms besuchen, wo die Fremden reichliche Nahrung für ihre Neugierde finden. Vorzüglich gefielen mir die Weingärten (dies sind viele schöne und grosse Gärten, welche die Kardinäle zu Rom mit grosser Sorgfalt und mehr aus Eitelkeit als zu ihrem Vergnügen unterhalten; sie selbst kommen selten oder gar nicht dahin). Eines Tages, als ich im schönsten dieser Gärten spazieren ging, sah ich am Ende einer Allee zwei ziemlich hübsche Damen, die von zwei jungen Franzosen angehalten wurden, die sie nicht eher wollten vorbei gehen lassen, bis sie ihre Schleier aufheben und ihr Gesicht sehen lassen würden. Einer dieser Franzosen, welcher der Herr des andern zu sein schien, war sogar so dreist, einer das Gesicht mit Gewalt aufdecken zu wollen, während der Diener die andere, die nicht verschleiert war, zurück hielt. Ich überlegte nicht lange, was ich tun solle, und sagte diesen Grobians geradeaus, dass ich es nicht leiden würde, dass sie diese Damen so schlecht behandelten. Beide wunderten sich, mich so entschlossen reden zu hören, und würden vielleicht, selbst wenn sie so wie ich ihre Degen bei sich gehabt hätten, in Verlegenheit geraten sein. Die beiden Damen traten auf meine Seite, und der junge Franzose, der eine Beleidigung einer Schlägerei vorzog, sagte im Weggehen zu mir: »Mein Herr Eisenfresser, wir werden uns wohl an einem andern Ort wieder finden, wo die Degen nicht alle auf der einen Seite sein werden.« Ich antwortete ihm, ich würde mich nicht vor ihm verbergen. Sein Diener folgte ihm, und ich blieb mit den beiden Damen allein. Die nicht Verschleierte schien ungefähr fünfunddreissig Jahre alt zu sein; sie dankte mir in französischer Sprache, die nichts Italienisches verriet, und sagte unter anderm, wenn alle Männer meiner Nation mir glichen, so würden gewiss die italienischen Frauen sehr gerne auf französischem Fusse leben. Für meine Dienste wurde ich dadurch belohnt, dass die Mutter sagte, es wäre jetzt nur recht und billig, dass ich ihre Tochter bei gutem Willen sehe: »Nimm deinen Schleier weg, Leonore,« sagte sie, »damit der Herr sehe, dass wir der Ehre würdig sind, die er uns erwiesen hat.« Kaum hatte sie ausgeredet, als ihre Tochter den Schleier wegnahm und mich blendete: ich habe niemals etwas Schöneres gesehen. Sie sah mich ein paarmal verstohlen an, und da ihre Augen immer den meinigen begegneten, so überzog eine sanfte Röte ihr Gesicht, was sie nur noch verschönte. Ich sah wohl, dass die Mutter sie zärtlich liebte, denn sie schien an meiner Freude über ihre Tochter sehr Anteil zu nehmen. Da ich an dergleichen Unterhaltung nicht gewohnt war und junge Leute in Gesellschaft leicht in Verlegenheit geraten, so machte ich ihnen bei ihrem Weggehen bloss ein paar Komplimente und glaube, dass sie eine geringe Meinung von meinem Verstande mitnahmen. Ich ärgerte mich nachher über mich selbst, dass ich sie nicht um ihre Wohnung gefragt und mich angeboten hatte, sie zu begleiten, aber nachlaufen konnte ich nicht mehr. Ich fragte endlich den Aufseher der Gärten, ob er sie kenne, – wir konnten beide einander lange nicht verstehen, denn er verstand nur ebensoviel französisch wie ich italienisch; endlich gab er mir mehr durch Zeichen zu verstehen, dass er sie nicht kenne; vielleicht wollte er auch nicht gestehen, dass er sie kenne. Ich kehrte nun zu meinem flamländischen Apotheker zurück, ganz anders als ich gegangen war, nämlich sehr verliebt und sehr begierig, zu erfahren, ob die schöne Leonore ein galantes oder ein ehrbares Mädchen sei, und ob sie ebensoviel Geist hätte als ihre Mutter zu haben schien. Ich überliess mich diesen Gedanken, die mir eine Weile gefielen, aber mich nachher desto mehr beunruhigten, weil ich keine Möglichkeiten des Wiedersehens fand. Nachdem ich viel unnütze Projekte entworfen hatte, beschloss ich, sie zu suchen. Ich stellte mir vor, dass sie in einer so bevölkerten Stadt wie Rom einem so verliebten Menschen nicht verborgen bleiben könnte. An demselben Tage suchte ich sie überall in der ganzen Stadt auf, wo ich glauben konnte, sie anzutreffen, und kam müde und verdriesslich nach Hause zurück. Den folgenden Tag suchte ich noch sorgfältiger und wurde dadurch noch müder und trauriger. Die Art und Weise, wie ich vor allen Fenstern stehen blieb und das Ungestüm, mit welchem ich allen Frauen nachlief, die einige Ähnlichkeit mit meiner Leonore hatten, liessen mich mit Recht für den allertörichtsten Franzosen gelten, der je in Rom die Nation lächerlich gemacht hatte. Es war verwunderlich, dass ich bei solcher Gemütsverfassung meine Kräfte wieder erlangte; ich wurde jedoch am Körper gesund und nur mein Geist blieb krank; ich war ganz unentschlossen, ob ich in Rom bleiben sollte oder nicht, ich wusste nicht, sollte ich den Briefen Vervilles folgen oder nicht, der mich beschwor, um unserer Freundschaft willen zu kommen, ohne sich des Rechts zu bedienen, das er hatte, es mir zu befehlen. Da ich doch gar keine Nachricht von meiner Unbekannten einziehen konnte, so sorgfältig ich mich auch erkundigt hatte, bezahlte ich meinen Wirt und machte mich reisefertig. Tags zuvor sagte mein Wirt Stephano Vamberghe, dass er mich zu seinen Freundinnen zum Mittagessen mitnehmen wolle, und dass ich ihm gestehen müsse, dass er für einen Flamländer keinen üblen Geschmack bewiesen habe; er setzte hinzu, dass er mich absichtlich erst am Tage vor meiner Reise mitgenommen hätte, weil er etwas eifersüchtig wäre. Ich versprach ihm, mehr aus Gefälligkeit als aus Neigung, mitzugehen und zur Mittagzeit machten wir uns auf. Das Haus sah weder äusserlich noch innerlich der Wohnung einer Apothekersmaitresse ähnlich. Wir gingen durch einen schönen Saal, an dessen Ende ich zuerst in ein prächtiges Zimmer trat, wo ich von Leonore und ihrer Mutter empfangen wurde. Man kann sich denken, wie angenehm mir diese Überraschung war. Die Mutter des schönen Mädchens kam auf mich zu, um mich nach französischer Art zu begrüssen, jedoch gestattete ich, dass sie mich mehr küsste als ich sie. Ich war so verlegen, dass ich nichts mehr sah und auch von dem Kompliment nichts hörte. Endlich erhielt ich meinen Verstand und mein Gesicht wieder und sah Leonore schöner und reizender als je, aber grüssen konnte ich sie nicht. Ich erkannte meinen Fehler sofort, verbesserte ihn aber nicht, sondern wurde aus Scham ganz rot, und Leonore errötete aus Bescheidenheit. Ihre Mutter sagte, dass sie mir vor meiner Abreise danken müsse für die Mühe, die ich mir genommen hätte, ihre Wohnung aufzusuchen, und dies vermehrte noch meine Verlegenheit. Sie nahm mich in ein Kabinett, wohin ihre Tochter nicht folgte, weil sie mich vermutlich für zu albern hielt um sich wegen meiner zu bemühen; sie blieb mit Herrn Stephano allein, während ich bei ihrer Mutter eine lächerliche Rolle spielte, nämlich die eines Bauern. Sie war so gütig, das Gespräch allein zu führen, und tat dies mit sehr viel Witz, obgleich es schwer ist, gegen eine Person Verstand zu zeigen, die selbst keinen hat; ich wenigstens hatte niemals weniger gehabt als bei dieser Zusammenkunft, und sie empfand vielleicht so viel Langweile wie noch nie im Leben. Sie erzählte mir neben andern Dingen, dass sie eine Französin von Geburt wäre und dass Stephano mir die Ursachen erzählen würde, die sie in Rom zurückhielten. Man setzte sich zu Tisch: mich musste man in den Saal hinein zerren so wie vorhin in das Kabinett, denn ich war so verwirrt, dass ich kaum gehen konnte. Dieselbe dumme Rolle spielte ich bei und nach Tisch, denn während dem Essen tat ich nichts weiter als Leonore ansehen; ich glaube, dass sie davon so verlegen wurde, denn sie schlug beständig die Augen nieder. Wenn die Mutter nicht immer gesprochen hätte, so hätten wir eine wahre Kartäusermahlzeit gehalten; allein sie sprach beständig mit Stephano von Rom, wenigstens vermutete ich es. Endlich wurde zu jedermanns Vergnügen von Tisch aufgestanden. Als wir fortgingen, sagten sie mir hundert höfliche Dinge, die ich mit nichts weiter beantwortete, als was man gewöhnlich am Schlusse jeden Briefes sagt; nur eins tat ich noch: ich küsste Leonore beim Weggehen und machte mich dadurch ganz unglücklich. Stephano konnte auf dem ganzen Weg nach Hause kein Wort aus mir heraus bringen. Ich schloss mich in mein Zimmer ein und warf mich aufs Bett, ohne Mantel noch Degen ab zunehmen: ich dachte an alles, was mir begegnet war. Leonore erschien mir in Gedanken noch schöner als bei ihrem Anblick. Ich erinnerte mich, wie wenig Verstand ich Mutter und Tochter gezeigt hatte und wurde jetzt noch vor Scham feuerrot. Ich wünschte sehr reich zu sein und war über meine niedrige Geburt traurig. Ich erdachte mir hundert schöne Möglichkeiten, die meine Glücksumstände und Liebe begünstigen könnten. Da ich endlich einen geeigneten Vorwand suchte nicht abzureisen und dennoch keinen finden konnte, der mich befriedigte, wurde ich so verzweifelt, dass ich mir wünschte, wieder krank zu sein; und wirklich fühlte ich, mich schon krank. Ich wollte ihr schreiben, jedoch gefiel mir was ich schrieb nicht, und ich steckte den angefangenen Brief wieder in die Tasche; hätte ich ihn fertig geschrieben, hätte ich nicht den Mut gehabt, ihn abzuschicken. Nachdem ich mich so lange gequält hatte und immer nur an Leonore denken konnte, beschloss ich die Vigne noch einmal zu besuchen, wo ich sie zum ersten Male gesehen hatte, um mich ganz meiner Leidenschaft hinzugeben, und dann vor ihrem Hause zum letztenmal vorbei zu gehen. Dieser Weingarten lag im entlegensten Winkel der Stadt, mitten unter alten unbewohnten Gebäuden. Als ich unter den Ruinen eines Bogens hinschritt, hörte ich hinter mir gehen und in demselben Augenblick erhielt ich einen Degenstoss in die Rippen. Ich wandte mich rasch, zog den Degen und erblickte den Bedienten jenes jungen Franzosen, von dem ich früher erzählt habe. Ich wollte ihm den verräterischen Stoss wiedergeben, doch ich trieb ihn zurück, ohne ihn zu erreichen. Da kam sein Herr aus den Ruinen hervor, fiel mich von hinten an und gab mir einen starken Schlag auf den Kopf, einen auf die Beine, so dass ich niederfiel. Da man bei einer bösen Handlung selten die ganze Vernunft behält, so verwundete der Bediente seinen Herrn an der Hand. Zu gleicher Zeit kamen zwei Mönche vorbei, die gesehen hatten, dass man mich ermorden wollte. Meine Mörder flüchteten und liessen mich mit drei Degenstichen am Platze. Diese guten Mönche waren zum Glück Franzosen; denn ein Italiener, der mich an so abgelegenem Ort und in diesem Zustande gesehen hätte, würde sich eher entfernt haben als mir Hilfe zu leisten aus Furcht, man würde ihn für meinen Mörder halten, wenn man ihn bei mir fände. Während der eine Mönch meine Beichte hörte, lief der andere in meine Wohnung, um meinen Wirt zu benachrichtigen. Der kam gleich herbei und liess mich halbtot in mein Bett bringen. Mit so viel Wunden und bei so mächtigen Hieben musste ich in ein heftiges Fieber fallen. Die Liebe zu Leonoren verliess mich nicht. Sie wurde im Gegenteil immer stärker, je mehr meine Kräfte abnahmen. Als ich nun die drückende Last nicht länger ertragen konnte, wollte ich mich erleichtern, da ich mich zu sterben nicht entschliessen konnte, ohne Leonoren vorher zu sagen, dass ich nur für sie zu leben gewünscht hätte. Ich verlangte Feder und Tinte. Man glaubte erst, ich träumte, aber ich verlangte es so dringend und versicherte, dass man mich zur Verzweiflung bringen würde, wenn man mir meine Bitte abschlüge. So entschloss sich Herr Stephano, der meine Leidenschaft kannte und merkte was ich vorhatte, mir das Nötige zum schreiben zu bringen. Und als ob er meine Gedanken erraten hätte, blieb er allein bei mir im Zimmer. Ich schrieb an Leonore. Doch während des Schreibens verliessen mich plötzlich meine Kräfte, die Feder fiel mir aus der Hand und mein Körper konnte meinem Geist nicht folgen, der davonging. Ich lag lange in tiefer Ohnmacht ohne ein Lebenszeichen von mir zu geben. Stephano öffnete die Türe, um nach einem Geistlichen zu schicken; in demselben Augenblick kam Leonore mit ihrer Mutter herein. Sie hatten erfahren, dass ich verwundet worden sei, und da sie glaubten, dass sie unschuldigerweise die Ursache meines Todes wären, so trugen sie keinerlei Bedenken, mich in dem Zustande zu besuchen. Meine Ohnmacht dauerte an und sie gingen schliesslich fort in der festen Überzeugung, dass ich nicht davon kommen würde. Sie lasen alles, was ich geschrieben hatte. Die Mutter, die neugieriger als die Tochter war, las auch die andern Papiere, die auf meinem Bette lagen, darunter einen Brief meines Vaters Garigues. – Lange schwebte ich zwischen Tod und Leben; nach vierzehn Tagen jedoch hatte meine Jugend den Sieg davon getragen: ich war ausser Gefahr, und nach sechs Wochen konnte ich wieder in der Stube herum spazieren. Mein Wirt brachte mir öfters Nachrichten von Leonore; er sagte mir, dass die Damen mich besucht hätten, worüber ich grosse Freude empfand. Obgleich es mir nicht lieb war, dass sie den Brief meines Vaters gelesen hatten, so freute es mich doch wieder dass sie den meinen gelesen hatten. So oft ich mit Stephano allein war, kam das Gespräch auf Leonore. Eines Tages erinnerte ich mich, dass die Mutter mir sagte, Stephano könne mir sagen, wer sie wären und was sie in Rom hielte, und ich erinnerte ihn daran. Er erzählte mir, sie wäre mit der Gemahlin des französischen Gesandten nach Rom gekommen; ein vornehmer Mann und naher Verwandter des Gesandten hätte sich da in sie verliebt und in heimlicher Ehe die schöne Leonore gezeugt. Dieser Herr habe sich deshalb mit der ganzen Familie des Gesandten entzweit, und sei daher genötigt gewesen, Rom zu verlassen, um mit dieser Mademoiselle de la Boissière so lange als die Gesandtschaft dauerte in Venedig zu leben. Als er sie nach Rom zurückgeführt hatte, möblierte er ihr dort ein Haus und richtete alles ein, so dass sie wie eine Dame vom Stande leben konnte während der Zeit, da er nach Frankreich zurückreisen musste, wohin ihn sein Vater berufen hatte und wohin er sich nicht getraute, seine Geliebte oder vielmehr Frau mitzunehmen, da er wusste, dass man seine Heirat nicht billigen würde. Ich muss gestehen, dass ich oftmals wünschte, meine Leonore möchte nicht die rechtmässige Tochter einer vornehmen Dame sein, damit ihre Geburt der meinigen gleich komme; aber ich bereute auch wieder diesen niedrigen Gedanken und wünschte ihr alles Glück, so wie sie es verdiente. Da ich sie mehr als mein Leben liebte, sah ich ein, dass ich ohne ihren Besitz ewig unglücklich sein würde, und dass ich sie nie besitzen könne ohne sie unglücklich zu machen. Als ich wieder vollständig gesund und nur noch etwas blass war, kamen auch meine beiden jungen Herren von der venezianischen Armee zurück: da die Pest in der Levante wütete, konnten sie nichts mehr für ihren Mut zu tun finden. Verville liebte mich noch wie zuvor; Saint-Far liess mich noch nicht merken, dass er mich hasste, wie er es nachher getan. Ich erzählte ihnen alles was mir inzwischen begegnet war, meine Liebe zu Leonore ausgenommen. Sie waren sehr begierig, sie kennen zu lernen, um so mehr, als ich viel von den Vorzügen der Mutter und Tochter erzählte. Man soll niemals eine Person, die man liebt, allzusehr vor andern loben, weil die Liebe Wege in die Seele findet nicht nur durch die Augen, sondern auch durch die Ohren, und diese Unbedachtsamkeit demjenigen, der sie begeht, sehr viel Unglück bringen kann – wie die Folge lehren wird. Saint-Far fragte mich täglich, wann ich ihn denn zu Mademoiselle de la Boissière bringen würde, und eines Tages, als er wieder ganz besonders darum bat, erwiderte ich, dass ich nicht wüsste, ob sein Besuch ihr angenehm sein würde, da sie sehr zurückgezogen lebe. »Ich sehe wohl,« sagte er, »dass Ihr in die Tochter verliebt seid«, und fügte hinzu, er würde sie schon auch ohne mich besuchen; diese Worte machten mich so vollständig verlegen, dass er an der Wahrheit nicht mehr zweifeln konnte, und er zog mich nachher so sehr damit auf, dass Verville mich bedauerte. Sein Bruder arbeitete unterdessen an seinem Vorhaben und an meinem Ruin. Er ging zu Mademoiselle de la Boissière, wo man ihn empfing, weil der Diener des Wirtes mit ihm ging, der mich öfters dahin begleitet hatte und man annahm, dass ich es wäre; sonst hätte man ihn vielleicht gar nicht vorgelassen. Mademoiselle de la Boissière erstaunte, einen Unbekannten bei sich zu sehen, und sagte zu Saint-Far, dass sie ihn nicht kenne und nicht wisse, wem sie die Ehre seines Besuches zuschreiben solle. Saint-Far sagte ihr, er sei der Herr eines jungen Burschen, der so glücklich gewesen wäre, für einen kleinen Dienst, den er ihr erwiesen hätte, verwundet zu werden. Da nun diese Neuigkeit weder der Mutter noch der Tochter gefiel, so zeigten sie wenig Entgegenkommen für ihn, so dass ihnen die Zeit beiderseitig ziemlich lang wurde. Was ihn aber besonders aufbrachte, war, dass er Leonorens Gesicht nicht zu sehen bekam, die nach Art aller unverheirateten römischen Damen den Schleier trug, den sie auch auf seine dringende Bitten nicht lüftete. Endlich wurde er es müde, verabschiedete sich und kehrte zu Stephano zurück, ohne für den schlechten Dienst, den er mir erwiesen hatte, einen Nutzen gehabt zu haben. Da nun schlechte Menschen gewöhnlich jenen übel wollen, denen sie Schlechtes zugefügt haben, so verfolgte und beleidigte er mich von dieser Zeit an und zeigte mir eine so starke Verachtung, dass ich hundertmal die Achtung gegen seinen Stand vergessen hätte, wenn nicht Verville durch überhäufte Gefälligkeiten die Grobheiten seines Bruders mir erträglich gemacht hätte. Ich wusste noch nicht einmal, was er mir zugefügt hatte, bis ich die Folgen davon bemerkte. Ich fand Mademoiselle de la Boissière kälter als sie anfangs gegen mich gewesen war, doch immer noch sehr höflich, weshalb ich nicht merkte, dass ich ihr zur Last fiel. Leonore schien mir in Gegenwart der Mutter versonnen, sobald sie aber von dieser nicht beobachtet wurde, schien mir, als wenn sie weniger traurig wäre und mich heiter anblickte.«

Also erzählte Destin seine Geschichte und die Komödiantinnen hörten ihm aufmerksam zu ohne schläfrig zu werden. Als es aber zwei Uhr nach Mitternacht schlug, erinnerte ihn Mademoiselle la Caverne, dass er morgen dem la Rappinière bei einem Ausflug Gesellschaft leisten sollte, drei bis vier Stunden weit von der Stadt, wo er ihnen das Vergnügen einer Jagd versprochen hatte. Destin nahm also Abschied von den Schauspielerinnen und ging in sein Zimmer, wo er sich aller Wahrscheinlichkeit nach zu Bett legte. Die Frauen taten dasselbe, und der Rest der Nacht wurde in dem Wirtshause ziemlich ruhig verbracht, weil der Poet zum Glück keine neuen Verse gemacht hatte.

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