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Jean Paul Richter: Der Komet - Kapitel 54
Quellenangabe
typefiction
booktitleSämtliche Werke Abteilung I Band 6
authorJean Paul
year1996
publisherZweitausendeins
addressFrankfurt am Main
isbn3-86150-152-X
titleDer Komet
pages565-1036
created19990104
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Dritter Gang des Kapitels

Schöner Nutzen eines Flebben – schöner Rüstabend zum Aufbruch nach Lukas-Stadt

Wahrlich, es wäre gar nicht gegangen, wenn es anders gegangen wäre, und wenn nicht zum Glücke Worble an hunderttausend Dinge gedacht hätte. Denn sonst wüßt' ich nicht, wie der Graf Marggraf und sein Gefolge nur vor den Kunstrichtern, geschweige vor den Landrichtern wäre vorbeizubringen gewesen. Oder ist nicht ein Paß der einzige moralische Kreditbrief und Seelentaufschein außer Landes und das wahre Land-Segel, das man nur bei günstigem Winde einziehen kann oder einstecken? – Und kommt man nicht auf jeder Grenze als ein mutmaßlicher Spitzbube oder sonstiger Verbrecher an, da ein jeder fremder Grenzstein ein Rabenstein des ehrlichen Namens wird, oder ein fremder Hoheitpfahl ein Schandpfahl desselben, und ein Grenzpfahl gleich einem Circes-Stab den ehrlichsten Reisenden so lange in eine niedrige Gestalt verwandelt, bis er seinen Paß als Ablaßbrief hervorzieht und daraus das göttliche Ebenbild wieder erneuert? – So daß, wenn der Passagier wie ein Wechselbrief von Land zu Land giriert und endossiert worden und zwanzig Unterschriften und Zeugschaften für seine Ehrlichkeit für sich hat, doch auf der einundzwanzigsten Grenze, falls das Papier zu kurz ist, kann protestiert werden oder er selber verdammt.

Dies aber hatte Worble schon bedacht. Er und die Kraftschwester Libette gingen – da in Rom mit Geld, nämlich mit vielem, alles zu machen war, folglich auch das Menschentitelblatt, Paß genannt – in das Polizeiamt und legten das ärztliche Zeugnis vom dasigen Hundedoktor vor, daß der Apotheker durch einen plötzlichen Glückwechsel übergeschnappt sei und sich für nichts Geringeres halte als für einen Landesherrn und deshalb auf Reisen gehe, sich das Land zu suchen. So wurde denn ein vollkommener Paß ausgewirkt und eingekauft, worin man höhern Orts alle Behörden ersuchte, den Apotheker Nikolaus Marggraf aus Rom, welchen Herr Doktor Peter Worble als sein Arzt und Aufseher zur Herstellung seiner geschwächten Verstandes-Kräfte auf Reisen durch Deutschland herumführe, ungehindert pass- und repassieren zu lassen. Als besonderes Signalement im Passe wurde verständig angeführt, daß angeregter Apotheker, seinem Glauben an fürstliche Abstammung zufolge, sich in allen Städten für einen Grafen von Hasenkopf oder Hacencoppen, um sich ein sogenanntes Inkognito anzumaßen, ausgeben und das Pitschaft des Geschlechts der Hasenköpfe, als sei es nicht ausgestorben, deshalb vorweisen werde .....

Ehe wir mit den Pässen nur drei Schritte weiterziehen, muß die Anmerkung gemacht werden, daß der Hundedoktor und der Reisemarschall nicht im geringsten als Erzspitzbuben bei der Sache verfuhren. Der Doktor hatte bei jenem berühmten Kirmes- und Diamantengastmahl die Doktorseelenwanderung und Heilhut-Metastase von Worble zu Marggraf aus dieses Munde selber erfahren; ohnehin konnte der altbefreundete Marschall, auch schon ohne offizinellen Hut, in seinem bloßen hellen Kopfe als Heilkünstler des warmen Nikolaus gelten.

Das Antedatieren des Hacencoppen anlangend, so wußte der Marschall, der ihn sehr oft das Pitschaft sehen lassen, recht entschieden, daß er ihn zur Wahl eines solchen Inkognitos – in Ermangelung eines bessern –, zumal nahe vor den Mauern einer Residenzstadt, bereden und bezwingen werde.

Ich frage überhaupt die ganze Welt: wie war es denn anders zu machen, um Nikolaus durch die Städte zu bringen? Und was mich dabei freuen muß, ist, daß sogar Libette, die Schwester, in alles einging, ja in manchem vorausging. – Gleichwohl übrigens, wenn ich hier den Paß wieder überlaufe, den ich eben zum Abschreiben vor mir ausgebreitet, und nun darin den trauenden Nikolaus nicht als Regenten, sondern als Patienten Worbles finden muß, kann ich mich doch nicht enthalten auszurufen: »Ach ihr armen umsponnenen Fürsten! – Wahrlich ihr täuscht selten so stark und so oft, als ihr getäuscht werdet, und Mißtrauen ist euch nach so vielen Erfahrungen ordentlich mehr anzuraten als Vertrauen, so gar sehr und oft wird, wie ich nur zu gut sehe, euere Thronspitze in der Ferne von lauter Luftspiegelungen umzogen, und in der Nähe von Lerchenspiegeln und Spiegelgarnen umsteckt, und jeder Stammbaum streckt da Leimruten als Zweige aus!«

Noch denselben Abend brachte Worble auf der Polizeistube in Lukas-Stadt alles mit den Pässen ins reine, und sie wurden lachend unterschrieben. Es kann sein, daß er dieser Schnelle ein wenig mit geränderten Goldstücken nachgeholfen, die als eingezackte Minutenräder vorteilhaft einzusetzen sind; aber die Hauptsache ist doch diese: damals hatte sich Napoleon noch nicht als deutsche Feuersäule (im Kriege) und als deutsche Wolkensäule (im Frieden) auf den Weg gemacht und uns allen gezeigt und geboten, was zu tun und was zu lassen, besonders in Pässen; und in jener vorbuonapartischen Zeit konnte jeder leichter und unbehinderter in fremden Ländern ohne alles Signalement wie ein ehrlicher Mann aussehen als jetzo im eignen Lande mit einem Passe.Z. B. wer mitten aus Bayern in Bayern umherreiset, muß doch in jeder zweiten, dritten Kreisstadt seinen Paß so gut wie in einem fremden Lande visieren und unterschreiben lassen. Allerdings wär' es wohl weiter zu treiben und Paßvorzeigen in jedem Dorfe, ja in jeder Vorstadt zu verlangen; aber man will, scheint es, Ehrgefühl schonen und daher lieber Rechtschaffenheit voraussetzen, präsumieren, fingieren, wie Juristen täglich tun.

Desto besser, sag' ich, und man erlaube mir zum Beweise davon nur

ein kurzes schwaches Lob der jetzigen höhern Paßwissenschaft.

Das Lob läuft am Ende auf weiter nichts hinaus, als daß sie die menschliche Würde mehr anerkennt und groß schreibt und den ehrlichen Mann leserlicher stempelt, als früher geschehen.

Sonst konnte jeder auf Reisen mit einem Schelm verwechselt werden, weil er keinen vollständig bestimmenden Zettel – wie doch schon schlecht gemalte Figuren einen im Maule – in Händen hatte, worauf stand, was er war; der Passagier war ein Arzeneiglas, eine Weinflasche ohne angebundnen Zettel, und niemand über der Grenze wußte voraus, was er zu sich nahm. Jetzo aber unterscheide z. B. ich mich auswärts von sämtlichen Spitzbuben in der Welt; denn ich zeige meinen gestempelten Papier-Paß vor, worin (außer meiner Handschrift) steht, daß ich 5 Fuß und 10 Zoll lang bin, 59 Jahre alt, in Wunsiedel geboren etc., daß meine Stirn breit und hoch ist und mein Mund klein. Oder läßt es sich nur träumen, daß es gerade einen Spitzbuben geben könnte, auf welchen alles von mir so passete, daß wir einander deckten, wie geometrischgleiche Figuren, oder ineinander eingriffen, wie Kerbhölzer? Unmöglich! – Sogar meine nächsten Nachahmer und Diebe würde mein Paß, so sehr ich auch Swift und Sterne nachgeahmt und bestohlen, auf der Stelle unterscheiden von mir.

Und dies ist eben der unschätzbare Vorzug eines heutigen Passes, daß er eine wahre Monographie eines Einzelwesens liefert, auf einem einzigen Folioblatt; und ich wüßte nicht, womit sie sonst zu ersetzen wäre, am allerwenigsten mit dem Grabschriftpaß auf dem dicken Marmor, der nur an das Inland, nicht an das Ausland lautet, wohin der Paßinhaber abgereist.

An Pässe sich übrigens stoßen, weil sie halb wie vorausdatierte Steckbriefe klingen und nicht genug Treu und Glauben voraussetzen, heißt wohl das Zartgefühl übertreiben und es am falschen Orte, nämlich in der Polizeistube anbringen; ja ich will hier jeden mit Diebbanden selber schlagen und beschämen. Denn gerade diese, welchen am Rufe und Scheine der Ehrlichkeit so viel, ja noch mehr gelegen sein muß als uns – weil alle ihre auswärtigen Geschäfte darauf beruhen, ja ihre innern größtenteils, indem in ihren kleinen Einschieb- oder Enklaven-Stätchen im Staat gerade Dieberei untereinander am stärksten und als ein MajestätverbrechenWie könnte auch ein solcher von außen nicht garantierter Transitostaat nur drei Wochen lang bestehen, da sogar die Nachdruckerzunft in Östreich, obgleich an sich ehrlich und beschützt, sich doch einander nicht nachdrucken darf, sondern jeder seinen Nachdruck eines ausländischen Buchs als rechtmäßiges ehrliches Eigentum gegen einen andern inländischen Nachdrucker behauptet. gegen die ganze Verfassung geahndet wird –, eben diese Banden, Schwarzbündner und -bündler, sag' ich, finden Pässe so wenig gegen den Ruf und Schein ihrer Ehrlichkeit und unter ihrer Würde, daß sie einen eignen Beamten unter sich besolden, welcher ihnen falsche Pässe (für sie eigentlich wahre) macht.Falkenbergs Darstellung der verschiedenen Räuber etc. etc. B. 2. – Ich lese überaus gern Werke über die uns noch so wenig bekannten Verfassungen, Gesetze und Sitten der Spitzbuben und Räuber; sie hellen mir manches in den unsrigen auf und zeigen, was uns fehlt. Der Flebben- oder Paßmacher, der mit Mühe und Kunst die Stadt-Siegel von unsern Flebben ablöset und auf seine anklebt, oder der gar unsere Stempel erst nachstechen muß – daher er sich noch den Zinkenstecher betitelt –, steht im höchsten Ansehen unter sämtlichen Dieben und erhebt außer seinen jedesmaligen Paßgebühren noch von jeder Beute einen besondern Ausbeutetaler.

Es liegt allerdings in unsern Staatverfassungen, daß wir hier nicht ganz die Diebbanden erreichen können, indem diese die Pässe oder Flebben stets nur außerhalb ihrer Räuberhöhlen gegen die Fremden vorkehren, untereinander selber aber weder Pässe noch Aufenthaltkarten (die Kodizille der letzten) fodern. In unsern weit volkreichern Verfassungen verlangt die allgemeine Sicherheit eine Aufenthaltkarte noch neben dem im Polizeibureau niedergelegten Flebben – und sogar meinen niedergelegten Flebben muß ich in meinem eignen Lande, wegen der Größe desselben, mit Recht in jeder einheimischen Kreisstadt von neuem »visieren« lassen.

Man halt' es mehr für einen Einfall und Traum als für einen ernsten Vorschlag, wenn ich hier frage, ob nicht die Polizei allgemeine Pässe – etwa nach der ersten Beichte – auf den Rücken aller Volljährigen, als zweite Taufscheine, mit Geburtort, Eltern u. s. w. so einbrennen könnte, daß mans mehr sähe als spürte. Und zu machen wär' es. Wer bedenkt, daß der Kaiser Theophilus auf die Gesichter zweier Mönche jedem 12 griechische Verse hat einätzen lassen: dem würde ein solches kurzes Paß-Tätauieren nicht viel anders, ja besser vorkommen als die Malzeichen des Tiers auf den Hinterbacken der Kavalleriepferde oder auf der Wolle der Schafe. Ein solcher immergrüner, immerwährender Rückenpaß bliebe für die Ehre eines ehrlichen Mannes ein Rückendekret und eine tragbare Rückenlehne, und er hätte überall, wo er sich setzen wollte, sich bloß aufzudecken nötig und als sein eigner Hintermann dazustehen; denn ein solcher brauchte, um zu siegen, bloß den Rücken zu zeigen, als die Kehrseite seines Gehalts ..... Doch genug von einem Einfalle, der nur zeigen sollte, wie sich eingeätztes Paß- oder Flebbenwesen ebensogut mit feinstem Ehrgefühl (trotz allem Anscheine von Brandmarken) vertrage als mit Ersparung von Schreibgebühren, Zeitaufwand und mehr dergleichen. – –

 

Der Reisemarschall kam abends rechtzeitig nach Nikolopolis zurück und konnte die ganze Stadt mit den schönsten Nachrichten erfreuen, daß er den römischen Hof gemietet, und daß der Fürst jeden Augenblick als Graf von Hacencoppen ohne geringsten Polizeianstoß eintreten könne. (Von seinem aus Rom nach Luxstadt mitgebrachten und im Polizeiamte niedergelegten Flebben sagt' er kein Wort.)

»Überhaupt sei ganz Lux- oder Lukas-Stadt in besonderer Spannung auf etwas,« setzte er dazu, »er wolle aber nicht verraten, auf was.«

Das nächste Kapitel wird wohl den Lesern selber aufdecken, was die Leute so spannt. Während seiner Bemerkung flog ein fürstlicher Wagen aus Lukas-Stadt vor Nikolopolis mit vier galoppierenden Pferden vorbei; auf dem Rücksitz saß nichts.

Jetzo ging Nikolaus mit sehr seligen Gefühlen durch die Straßen der Stadt und sagte allen Nikolopolitanern, er nehme morgen und überhaupt, solang' er in Lukas-Stadt verweile, und sonst bis auf weiteres den Namen eines bloßen Grafen von Hacencoppen an und befehle daher, daß man ihn dort bloß gnädigster Graf! anrede, nicht Durchlaucht. Frühes Aufbrechen aus Nikolopolis, mit Zurücklassung der Stadt, schon vor Sonnenaufgang, wurde besonders angeordnet. Der Leibhusar Stoß wurde mündlich beordert, schon um 5 Uhr aufzuwarten, aber nicht als fürstlicher Page, sondern als gräflicher Kammerdiener. Dieser allein hatte an dem freiwilligen Stande der Erniedrigung etwas auszusetzen und sagte: »Parbleu! Ihre Durchlaucht kommen so vom Pferd auf den Esel, wenn Sie wieder ein bloßer Graf werden; Graf oder Markgraf: Pardieu! da steht nur schlechter Unterschied dazwischen. Und der miserable Dreckapotheker (der Rezeptuar) wollte noch dazu glauben, daß Hacencoppen aussehe wie Hasenkopf; wir hätten uns aber beinahe gut geprügelt darüber; denn ich weiß die Sache.« – »Jean,« versetzte der Graf lächelnd, »es sieht nicht bloß so aus, sondern ist auch wirklich so; nur daß Hasenkopf neuer ist; allein in der Heraldik verschlägt dergleichen wenig, und Er versteht es nur nicht gleich auf der Stelle, Jean!«

Der Graf ließ noch spät den Wetterpropheten Richter zu sich bitten, um von ihm die morgendliche Witterung zu erfahren; er wollte, wie der Mensch pflegt, seinen schon gereiften Hoffnungen noch ganz junge unreife zugesellen. Wie erfreulich aber war des Kandidaten feste Versicherung: »wenn er auch über die Abendkühle und über den Morgenwind, sonst zwei herrliche Wetterbürgen, wegsehe, so sei ihm der Stand des Mondes im aufsteigenden Zeichen des Krebses allein ein schlesischer Pfandbrief, daß er so gewiß, als er sich Hasus drucken lassen, prophezeien könne, morgen stehe der Himmel selber am Himmel und sei so blau wie ein altdeutsches Auge und mache den Menschen keinen andern Dunst vor als einen blauen.« Sonach war dem Grafen der Morgenhimmel so gut wie assekuriert in dieser prophetischen Versicheranstalt.

Da fuhr sogleich nach der frohen Weissagung der oben erwähnte Fürstenwagen – als sei er ein Stück von ihr – vorüber, auf dem Rückwege nach Lukas-Stadt, und zeigte auf seinem Rücksitz zwei Damen. Natürlicherweise, sagte Nikolaus, sitze noch etwas viel vornehmeres Weibliches im Vordergrund.

So wurde denn Nikolaus vom Lenzabende recht glücklich gemacht, und nichts sah er darin ziehen – Wölkchen ohnehin nicht, und das kleinste Sönnchen siebenter Größe blinkte ungetrübt – nichts als zehnmal hintereinander seinen Einzug mit großem Gefolg und Erfolg in die erste Residenzstadt, wo seinesgleichen thronte, wo Maler und Dichter zu genießen, zu besolden, ja aufzupacken waren, und wo unter Prinzessinnen verschiedener Thronen wohl gar Freundinnen seiner Amanda aus leichten Gründen zum Besuch dahin gekommen sein konnten. Als vollends um zehn Uhr noch der Mond so schneeweiß und schneeglänzend über die Landschaft aufstieg wie über Rom in jener Nacht, wo Nikolaus zum ersten Male Amandas Bildnis in Lunas Heiligenschein gefunden; und als er in der keine halbe Stunde entfernten Lukas-Stadt recht gut von den Wetterableitern die vergoldeten Spitzen im Mondglanz leuchten sah, gleichsam als Amors goldene Pfeile: so brachte wohl niemand in ganz Nikolopolis so schönfarbige Träume in den Schlaf als er ...... Es verlache aber doch niemand die Hoffnungen eines so harmlosen Menschen, diese nur schamhaft verkleideten Wünsche und Freuden, geliebt zu werden und lieben zu dürfen. Das Lieben ist ja das einzige oder Beste, was der Mensch sich nicht einbildet.

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