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Jean Paul Richter: Der Komet - Kapitel 25
Quellenangabe
typefiction
booktitleSämtliche Werke Abteilung I Band 6
authorJean Paul
year1996
publisherZweitausendeins
addressFrankfurt am Main
isbn3-86150-152-X
titleDer Komet
pages565-1036
created19990104
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Die fünf Traumdirektoren geben zu Protokoll, daß sie unterwegs in verschiedenen Städten sich aufgehalten, aber bloß um da zu übernachten und zu wachen. – Auch leugnen sie ganz, daß sie dem Minister und dem Polizeidirektor böse Träume gemacht, aber sie sind erbötig, die Träume von Kopfverlieren, Ehreverlieren, Stelleverlieren und dergleichen aus beider geistigen und körperlichen Natur durch physiologische Kettenschlüsse befriedigend abzuleiten. – Ferner tun sie sämtlich die Frage, wer ihnen, wenn jemand greulich geträumt, beweisen könne, daß sie gerade gewacht, oder wer ihnen verbieten wolle, die Welt, wenn nicht durch Predigten, doch durch Träume selig zu machen und sogar, wie Titus für einen Tag getan, es zu beklagen, wenn sie eine Nacht ohne Beglücken vorübergelassen. – Und endlich wollen sie, versichern solche, nichts weniger als fünf Vokale oder Selbstlauter für hebräische unpunktierte Staaten voll lauter Mitlauter vorstellen, da diese an Kabinett-Ordres und Inquisitionen und an jeder Pairie und Mairie ihre guten matres lectionis hätten; welche Ausdrücke Saalpater mit Recht ebenso anzüglich als unverständlich fand.

Hiemit hätt' ich denn den protokollarischen Sachzwergen die juristischen Pump- und Pluderhosen des reichen schönen Vortrags ausgezogen; aber die Welt wird sich schon mit den Zwergen begnügen.

Auch aus Saalpaters Auszügen der traumbündlerischen Tagebücher geb' ich deren hier fünf, von jedem Studenten nur ein Vortraumstück und Nachtstück; aber die Welt wird sich mit Saalpater nicht genug verwundern können, daß diese Vokale, die sich für die fünf Treffer des Staats und des Schlafs ausgeben, immer nur Nieten jeden Schläfer ziehen ließen.

Der magnetische und traumgeberische Student Ah erzählt in seinem Tagebuch den Vortraum, daß er einem ebenso reichen als behutsamen Sparhalse, der ohnehin nicht viel Schlaf genoß, das bißchen davon versalzte, indem er ihn darin in einem fort zu verschenken zwang. Der Mann, der nichts lieber verdauet hätte als, gleich dem Krebse, seinen eignen Magen, wurde durch den Studenten genötigt, jeden fremden zu füllen und die halbe Stadt, nämlich die hungernde, zu Gaste zu bitten, ja seine schönsten Kapitalien, die er alle auf sein Testament als auf den Adelbrief seines Gewissens aufhob, an öffentliche Anstalten, Schulen und Arbeithäuser zu verschwenden. Dabei stand nun der Menschenfreund nicht etwa bloß die nächtliche Qual der verschenkende Traumbilder aus, sondern am Tage mußt' ihn auch die Besorgnis verfolgen, daß er sich durch dergleichen gegen das Geld abhärte und zuletzt es wirklich herzugeben anfange.

Der Student Eh gesteht in seinem Tagebuche die gemeinschaftliche Mißhandlung eines begüterten Landpfarrers. Sie ließen den exemplarischen Seelenhirten drei Sonnabende hinter einander seinen aufgehäuften zweijährigen Sackzehend in seinem Bette um den jetzigen Spottpreis an Juden verhandeln, zu einer Zeit, wo gewiß noch nicht jede Hoffnung eines Mißjahrs und nassen Sommers verschwunden ist; – was aber dem Seelsorger dermaßen zusetzte, daß er die an sich frohen Osterpredigten mit einer so kläglichen Stimme vortrug, als sei ihm schon das Brot gebacken; und in der Tat waren nicht, wenn nach der alten Sage Ameisen dem schlafenden Midas Getreide auf dem Munde ansammelten, die Studenten vielmehr Ameisen, die es dem Pfarrer vom Maule forttrugen? Wollen die fünf Vokale sogar fünf Gerstenbrote sein und auf diese Weise das Volk abspeisen? – Unerhört!

Sämtliche magnetische Studenten aus Berlin überhaupt gingen unterwegs nicht redlich mit Weibern um, welche sich zugleich kostbar und nackt kleideten, sondern sie taten, als wären sie als die fünf klugen Jungfrauen für die fünf törichten beordert. Wenn einige von diesen, indes die ersten Eltern nach dem Genusse des verbotnen Apfels sich ihrer Nacktheit schämten, sich der ihrigen gerade rühmten und freueten: so trugen ihnen dies die magnetischen Studenten nach, bedachten aber nicht, daß eine heutige Eva gerade umgekehrt die Schlange zum Anbisse des verbotenen Apfels verführen will, ich meine die eleganten männlichen Brillenschlangen, welche jedoch die Brille nicht, wie die naturhistorische, auf dem Rücken gemalt, sondern auf die Nase gesteckt tragen. Die Studenten waren vielleicht über die Mode, welche für Brust und Rücken nur den halben Anzug nimmt, nur aus dem Grunde verdrießlich, aus welchem Kotzebue und Hufeland darüber klagten, daß man die Selterflaschen nur mit halben Korken zugemacht verschicke, weil dadurch der halbe Geist des Wassers verfliege.

Nun war (laut Tagebuch) der Student Ih in einer Residenz gerade gegen eine Weltdame besonders erbost, eine junge Sechsundvierzigerin, deren Blütenäste an Spieltischen bis ins Zwanzigste durch Kunst gebogen überhingen, und an welcher, so wie an manchen alten ergänzten Statuen in Rom nur ein Sechstel alt ist, vielmehr ein ganzes Sechstel jung war. Der Vokal nahm die Dame daher jede Nacht vor einer Ballnacht und führte sie auf einen geträumten Hofball, wo ihr, sooft sie lächelte, die falsche Zahnperlenschnur aus dem Munde rollte auf die Halsperlenschnur herab; und wenn sie mit ihrem jungen Wangenrot vor einem Spiegel vorbeiging, so war sie – die Schminke mochte noch so unverfälscht aufgetragen sein – aus der Rotgießerin eine Gelbgießerin geworden. Was ihre Kleidung anbelangt, welche dem Busen und Nacken fehlen sollte, weil sie bei ihren Jahren die älteste Mode des Paradieses mit der neuesten der Zeit zu verschmelzen suchte, so ließ ihr dies der boshafte Student Ih im Vortraume nicht zu, sondern er verkorkte, verpetschierte, inkrustierte, emballierte die Dame auf dem Hofballe so lange, bis er sie zu einem Mädchen in Holland umgesetzt, das der Schönheit und Gesundheit halber gewöhnlich ein Hemd trägt und ein Wollentuch auf der Brust und ein Kamisol dazu, samt einer Weste mit ÄrmelnVertraute Briefe aus Holland 1797. – dann einen Wollengürtel samt Hosen – dann einen wollnen Rock – dann einen kattunenen – darauf eine kattunene Chemise – und einen Mantel mit Watten gefüllt – endlich drei Paar Strümpfe, nebst ein Paar Sockenschuhe mit Pelz darüber als Schluß von unten, und drei Mützen als Schluß von oben. – Himmel! dergleichen möcht' ich nicht einmal in Holland anhaben! – Endlich versteht sich ohnehin, daß der erbitterte Traumvorturner, der bekannten Beobachtung Herders und anderer zum Trotze, nach welcher Träume in das schönste Jugendalter zurückversetzen, die Dame gerade um ebenso viele Jahre auf den Bällen vorausaltern ließ. Zu hart! –

Etwas gelinder – aber nicht viel – wurden vom vierten magnetischen Studenten Oh Damen in einer kaufmännischen, an sich gut handelnden, aber bös sprechenden Mittelstadt, wo er mit den andern übernachtete, mitgenommen und traumärztlich behandelt. Je kleiner die Stadt, desto kleinlicher die Nachrede, und nur eine große duldet Großes. Da ein weiblicher Tee- oder Trinkzirkel erstlich sich selber beobachten muß – um alles dem nächsten mitzuteilen –, dann alles dem gegenwärtigen mitteilt, was er in vorigen Zirkeln und Zirkeltangenten beobachtet hatte: so sah in jener Mittelstadt eine Damenreihe mit den vier Fühlfäden der Ohren für Abwesende und der Augen für Gegenwärtige und mit der Zunge, welche überall ihre Spuren ließ, nicht anders – um ein possierliches Gleichnis vom Studenten Oh zu entlehnen – in ihren weit aufgesperrten Reusenhüten aus als wie ein lebendiges Konchylienkabinett, wo aus den weiten Schneckengehäusen die Köpfchen mit den vier Fühlfäden schauen und dann alles überziehen, worüber sie ziehen. Keine Namen wurden ganz gelassen als die verschollenen oder begrabenen, die sich hinter einem Grabstein wehren und decken konnten. Wie schon die Witwe aus der Asche ihres Mannes die beste Lauge für ihren zweiten zu dessen Weißwaschen siedet; ja wie überhaupt die Verstorbenen von Jahrtausenden her gleichsam die Wäscher und die Ärzte der Lebendigen werden, so wie die Leichen sich in SeifeAuf dem Gottesacker des Innocens (der unschuldigen Kinder) zu Paris wurden ganze Schichten in Wallrat verwandelt gefunden. Crells chemische Annalen von 1792. verwandeln und die Mumien sonst in Apotheken zu Arzeneimitteln verschabt wurden: so wurde auch in den gedachten Zirkeln das Verstorbne geschickt zur Seifenkugel und Laxierpille, zum Wasch- und Heilmittel des Lebendigen verarbeitet. Der Tee war am Ende ein Entweihwasser für Namen, die kein Weihwasser verdienten, oder ein Strafbier, das noch dazu, ungleich dem Strafbier der Handwerker, nicht von dem Gestraften bezahlt wird, sondern von dem Strafenden. – Die Verbreitung solcher Strafurteile war unglaublich und musterhaft – denn jeder Teewasserzirkel floß wieder in neue Zirkel ein, und so hörte es, wie das Ineinandergehen der Wasserringe auf einem Teiche, gar nicht auf. Der Student Oh tat nun weiter nichts im Vorträumen, als daß er jede Verfasserin oder Verlegerin eines Strafurtels mit einem Gygesring unsichtbar in einen Zirkel nach dem andern stellte, wo man einer jeden den reichlichen Ehrensold (wenns nicht vielmehr ein Unehrensold zu nennen ist) für die gefertigten Urtel gewissenhaft auszahlte – das Gute der Urtelverfasserin wurde von selber vorausgesetzt und bloß ihr Böses hinlänglich dargetan und aufgedeckt; – und so mußte eine solche bewölkte Sonne den glänzenden Tierkreis von Teezirkeln durchlaufen. – – Jede Mittelstädterin war im Bette außer sich und litt viel und wollte das Hassen von ihren Freundinnen kaum ihren Ohren glauben; denn keine erinnerte sich – obgleich jede dasselbe getan – bei dem Teezirkel, da er eine Art Krieggericht gegen Abwesende ist (das Ätherflämmchen der Teemaschine will das Biwakfeuer vorstellen), daß die sanftesten Wesen von der Welt den Bewohnern der Freundschaftinseln ähnlichen, mit deren Gutmütigkeit Cook und Forster uns alle beschämen, die aber doch ihre Feinde lebendig verspeisen. Und was ist Namenzerreißen anders als eine subtile Menschenfresserei, zu deren Eingeschneizel der Tee die Tunke und Salzlacke sein mag? –

Im Tagebuche des fünften magnetischen Studenten, namens Uh, zeichnen sich besonders die Nächte aus, wo er einer Fürstin und ihrer Oberhofmeisterin in einem gewissen Staate statt der Nachtmusiken arge Nachtfröste gibt. Der Staat ist in Rücksicht der Quadratmeilen nicht näher bestimmt, wo Freiheit und Gleichheit auf schöne Weise geschieden sind und völlige Gleichheit nur außerhalb des Hofs, und wahre Freiheit nur an diesem herrscht, so daß das Land ein Schachbrett ist, auf welchem man mit Steinen oder Dame (nicht mit Figuren) spielt, und wo folglich alle Steine auf allen Stellen einerlei Wert haben, die ausgenommen, welche in die Dame kommen, d. h. an den Hof. Aber eine so uralte, ja adelig-alte Rangordnung wollte dem Selblauter Uh leider nicht schmecken, sondern er versuchte sie (laut seines Tagebuchs S. 66) wenigstens bei Nacht im Schlafe der – Fürstin und ihrer noch strengern Oberhofmeisterin umzustoßen; er träumte nämlich ihr und der grauen Hofmeisterin drei oder fünf Nächte (die Zahl ist zu unleserlich) vor, daß beide wirklich an der fürstlichen Tafel mit Weibern zusammensäßen, welche entweder von Natur bloße bürgerliche waren, oder doch als Edelfrauen an bürgerliche, wenn auch tafelfähige Diener vermählt. Dem Fürsten, durch seine männlichen Beamten schon an bürgerliche Gast-Einschiebsel oder Beiessen gewöhnt, wollte der Vokal nichts vorträumen; aber bei der Fürstin und der alten Oberhofmeisterin hatt' er offenbar die Absicht, sie gegen die Nähe der Bürgerlichen vorher im Schlafe abzuhärten und den Hof durch Weiber allmählich an Männer zu gewöhnen. Aber freilich weiß ich dann nicht mehr, wenn es den Traumbündlern gelingt, was ein Hof ist, sobald der Respekt fehlt. Respekt nennen nämlich die Kupferstichhändler den reinen glänzenden Raum, welcher den grauen unscheinbaren Kupferstich umfaßt und hebt, und nach dessen Abschneiden das Blatt um mehre Gulden weniger gilt; – der Stich mit seinen Figuren stellt hier das Volk vor, das vom Glanzraume des Hofes in gewisser Weite bleiben muß, damit dieser es vom goldnen Kron-Rahmen genugsam trenne. – Und was kann am Ende die Folge sein, wenn der magnetische Student das Innere der adeligen oder italienischen Schule mit der Galerie der bürgerlichen oder niederländischen Schule durchschießt? Die erste Folge ist wechselseitige Verwechslung aus Mangel des Unterschieds; aber die zweite ist die wichtigere für den Bürgerlichen, der immer ein gewisses republikanisches Feuer einbüßt, wenn er am Hofe aufsteigt, wie die an Zepter und Thron angestengelten Hofleute beweisen; daher manche Länder recht verständig den Bürgerlichen so behandeln wie die Welschen den WeinstockSchultes Briefe über Frankreich auf einer Fußreise., den sie unaufgerichtet auf dem Boden fortkriechen lassen, weil er da mehr Feuer gewinnt als deutsche Reben, die man am Geländer aufrichtet.

*

Von hier an nimmt statt der Tagebücher wieder Saalpater da Wort und schreibt sein Schreiben zu Ende:

Dahin ist es denn vielleicht bloß durch den Magnetismus, welchen leider noch manche Staaten öffentlich erlauben, endlich gediehen, daß wir einen neuen Orden, einen Traumbund, wirklich vor der Nase haben, der so gewiß existiert als der Tugendbund, falls er nicht gar mit ihm zusammenfällt, wobei nur dies das Aller-Beklagenswerteste ist, daß man den Bündlern weder durch Ohr- und Augenzeugen, noch durch Augenschein, noch durch probatio semiplena, noch major et minor beizukommen vermag, weil ihre Gedanken (oder Vorträume) nicht zu verhaften und vor Gericht zu stellen sind, sondern die Bündler es stündlich ableugnen können, wenn sie auch damit die gefährlichsten Träume angestiftet. Das Beste wäre allerdings, solchen Menschen ohne weiteres das Handwerk, nämlich den Kopf vor die Füße zu legen, was Sie gewiß als guter Jurist auch täten, wenn uns nicht überall die Gesetze bei allem – Guten, was man tun will, im Wege ständen. Ich erinnere mich noch sehr wohl, wie Ew. Wohlgeboren, als Sie noch in Leipzig praktizierten und schon damals zwei Bände Prozesse drucken ließen – grönländische, glaub' ich, denn vorbekommen habe solche nicht, – ich erinnere mich, sag' ich, wie Sie mich sehr oft in scherzhafter Anspielung Galgenpater anstatt Saalpater geheißen; aber in der Tat wär' ich in jetzigen Umständen nichts lieber als dergleichen, um die fünf magnetischen Vokale zum Galgen zu begleiten. –

Aber werden Sie es nach allem diesen wohl glauben, daß wir jedennoch die fünf Inkulpaten haben frei und ledig der Haft entlassen müssen, ganz ungestraft und unversehrt, ja der Minister mit Pässen, und ich (unter uns) mit einigen Reisegeldern?

Denn solange die Inkulpaten im Kefter saßen, wars nicht auszuhalten im Bette, und ich mußte, um bei meiner Wenigkeit anzufangen, sobald ich mich niederlegte, erwarten, daß ich gevierteilt würde, oder gesäckt, oder mit Zangen gezwickt, oder mindestens mit Ruten gestrichen, so daß das Bette ordentlich mein eigner Rabenstein war. Aber auch nicht mehr wurden Seine Exzellenz der Herr Minister geschont, sondern Solche mit Halseisen und Reichsacht versehen, ferner in effigie aufgehenkt dicht an Denenselben selber, und auf Deren Stern, wie bei einem Stern schießen, geschossen. Ja Seiner Durchlaucht wurden in jeder Nacht aus der Gaukeltasche der Traumgeber neue jammernde schreiende Untertanen vorgestellt, welche noch dazu, was wohl das Betrübteste, wirklich im Lande zu finden waren, sobald man sich darnach erkundigte. Inzwischen wurden die Schuldigen erst nach Ableistung der Urfehde fortgelassen, daß sie sich an einem Staate, der ihnen so väterlich nachgesehen, nicht durch weitere Vorträume vergreifen wollten.

Ew. Wohlgeboren könnten freilich bei Ihren so ausgebreiteten Konnexionen mit Verlegern und Druckern mehr tun als alle Gerichte, wenn Selbige in einem Ihrer nächsten Werke die Augen der Welt auf die Traumbündler lenken wollten. Der ich etc. etc.

Saalpater.
 

Da nun das nächste Werk kein anderes ist als der zweite Band des Kometen: so hab' ich hier, und zwar schon in der Vorrede dazu – ja noch früher im gegenwärtigen Morgenblatte –, die Welt gewarnt und somit meine ganze Pflicht getan.

Was übrigens diesen zweiten Teil von Marggrafs Lebens-Geschichte selber anlangt, so hab' ich schon anfangs dieser Vorrede angemerkt, daß ich eigentlich keine Vorrede vorauszuschicken, sondern nur des Helden Geschichte nachzuliefern habe, welche denn in der Tat hier endlich auftritt. – Möcht' ich doch selber zu den Traumbündlern gehören, aber nur in der Dichtkunst, diesem ersten und letzten Traumgeberorden, um meinen nachträumenden Lesefreunden nur Schönstes und Bestes vorzuträumen!

Baireuth, den 12ten Mai 1820

Jean Paul Fr. Richter

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