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Der Karneval und die Somnambule

Karl (Leberecht) Immermann: Der Karneval und die Somnambule - Kapitel 2
Quellenangabe
typenarrative
booktitleDer Karneval und die Somnambule
authorKarl Leberecht Immermann
year1989
publisherVerlag der Nation
addressBerlin
isbn3-373-00326-1
titleDer Karneval und die Somnambule
pages3-116
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1830
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Drei Tage in Ems:

Als ich, eben auf dem Zimmer meines Gasthofs angelangt, mir den Reisestaub abschüttelte, meine Sachen ordnete und die Schatulle in die Kommode schloß, erzählte mir der Kellner mit großer Geläufigkeit von den Neuigkeiten der Saison und nannte mir die Prinzen, Fürsten und Grafen her, welche sich um die Quelle versammelt hatten. Ich hörte im Nebenzimmer seufzen und fragte den Burschen, wer da wohne. – «Die Somnambule», flüsterte er mit geheimnisvoller Miene und sprang zur Stube hinaus, weil unten die Klingel neue Gäste verkündete.

Die Somnambule? Ich hatte mit Interesse die Schriften über den Magnetismus gelesen, war indessen noch nie selbst in den Kreis jener Erscheinungen gedrungen, die, wie alles Geheimnisvolle, mich sehr anzogen. Ich horchte noch einige Male, ob nebenan wieder etwas laut werden wolle; jedoch vergebens. Um den Abend hinzubringen, ließ ich mir einen Esel vorführen, wie sie in großen Herden dort zu Spazierritten gehalten werden, und zuckelte gemächlich auf meinem Tiere die Felsen an der Lahn in die Höhe. Oben auf einer wildwüsten Felsenplatte, von welcher ich zerklüftetes Gestein bis ins Tal verworren hinuntersteigen sah, hielt ich an und fragte meinen Treiber, wie dieser Ort heiße. «Die Bäderley», versetzte er. Ich versenkte mich in die Gedanken, welche diese umbuschte Einsamkeit in mir hervorrief; mein Blick sank zu den düsterumstarrten Gründen hinab, in welchen die Natur ihre Heilwunder bereitet. Schon hatte sich das Tal vor den Strahlen der Abendsonne zugeschlossen; nur zu meiner Höhe drang noch ihr graurötliches Licht.

Ich hörte Geräusch und Menschenstimmen hinter mir. Mich umwendend, sah ich Gesellschaft durch die Sträucher heraufklimmen. Eine Dame, ein Herr, beritten gleich mir, neben ihnen die Treiber in ihren blauen Kitteln. Ich trat unwillkürlich dem Zuge einen Schritt näher. Die Dame schlug die Augen auf; sie schien mich erst jetzt zu erblicken, und mit dem ängstlich-heimlichen Rufe: «Da steht er!» warf sie sich von ihrem Tiere und verschwand für einen Augenblick hinter dem vorragenden Felsen. Ich hörte die Stimme ihres Begleiters, der sie zu trösten, zu beruhigen strebte. – «Fassen Sie sich, Comtesse!» sagte er. «Das Mysterium behält recht: er ist der Bestimmte. Sie sehen, er trägt einen blauen Frack und gestreifte Pantalons.» Ich merkte, daß von mir die Rede war; wirklich trug ich einen blauen Frack und Pantalons von graugestreiftem Gingham.

Neugierig auf das, was folgen möchte, stand ich da. Der Begleiter kam auf die Platte und redete mich so an: «Wollen Sie wohl die Gefälligkeit haben, der Dame, die bei Ihrem Anblicke so betroffen ist, einen kleinen Dienst zu erweisen? Sie helfen einer Leidenden, die vielleicht nur durch Ihre Güte hergestellt werden kann.» Ich bejahte erstaunt, und er fuhr fort. «Dann ist keine Zeit zu verlieren. Wir haben gerade acht Uhr; das ist die bestimmte Stunde.» Er ging und kehrte gleich darauf mit der Dame zurück, sie am Arme führend. Ich sah eine volle, hohe Gestalt; ich sah in zwei dunkle, brennende Augen. Sie zog einen Kurbecher aus ihrem Korbe und sprach mit einer Stimme, die zwischen Furcht und Kühnheit schwankte: «Haben Sie die Güte, mein Herr, mir diesen Becher aus der Felsenquelle zu füllen!» – «Es ist kein Wasser in der Nähe», versetzte ich, mich umblickend. – «Doch!» rief mein Blaukittel. «Dort unter den Klippen quillt es.» Er wollte den Becher nehmen. «Nein», sagte die Dame, «dieser Herr ist der einzige, der mir den Trunk schöpfen darf.» Ich empfing mechanisch das Gefäß aus ihrer Hand, klimmte nach dem Orte, den mir der Treiber wies, und fand unter überhängendem Gestein und Farrenkraut den hellsten, kältesten Bergsprudel. Unten in der Spalte glitschte ich aus und zerschnitt mir an einem glasscharfen Quarze den Ballen der linken Hand. Die Dame, welche sich über die Höhe gelehnt hatte, sah mein Blut fließen. Bei diesem Anblicke schrie sie laut auf. «Seien Sie außer Sorgen!» rief ich ihr zu. «Im Dienste der Damen muß man auch wohl noch mehr Blut vergießen können, als hier fließt.» Ich trat ernsthaft und langsam, um nichts zu verschütten, mit dem gefüllten Glase zu ihr, und selbst nicht wissend, was die ganze Sache bedeute, um nur etwas zu sagen, redete ich sie so an: «Wenn guter Wille und Wünsche zu heilen vermögen, so müssen Sie bald hergestellt sein. Sie sehen nicht aus wie eine Kranke; indessen gibt es freilich geheime Schmerzen, die kein Dritter wahrnimmt. Also» – fügte ich lächelnd hinzu – «auf baldige Besserung!» Die Dame empfing den Trunk sonderbar bewegt, wie es schien, von meinen unbedeutenden Worten, und sprach halb in sich hinein: «Ja, auf baldige Besserung, auf augenblickliche!», leerte das Glas und schritt zu ihrem Tiere. Ihr Begleiter machte mir, ohne ein Wort zu sagen, eine höfliche leichte Verbeugung, hob die Schöne in den Sitz, schwang sich selbst auf. Die Treiber klatschten, und der Zug schwankte den Steg hinunter, auf dem er gekommen war.

Man darf sich wohl etwas wundern, wenn ein Frauenzimmer schroffe Felsen besteigt, bloß um sich von einem Fremden ein Glas Wasser schöpfen zu lassen. Ich fragte meinen Jungen, ob er die Dame kenne. Er versetzte, sie sei eine polnische Gräfin; den Namen könne er nicht aussprechen. «Sie spricht im Schlaf», fügte er hinzu, «sieht, was auf zehn Meilen in der Runde geschieht, und liest Briefe mit zugemachten Augen. Es ist die neumodige Krankheit. Der Herr bei ihr ist der Doktor, der ihr die Hand auflegt.» – «Also die Somnambule und ihr Magnetiseur!» rief ich aus. In diesem Augenblicke wurde ihre Gestalt an einer Beugung des Felsenpfades mir wieder sichtbar. Sie hielt ihr Tuch vor den Augen. Gespannt auf die Entwicklung dieses Abenteuers ritt ich heim.

 

Unten im Flur fragte mich der Kellner, ob ich an der Table d'hôte speisen werde; einer der Gäste habe sich nach mir erkundigt. Ich ließ mich an die Tafel und zu diesem Gaste führen und fand niemand anders als den Arzt vom Felsen. Ich nahm an seiner Seite Platz. Ein Gespräch entspann sich zwischen uns, aber nicht das, welches ich wünschte; der Fremde hielt es, wie geflissentlich, bei den allgemeinsten Gegenständen fest. Und doch hatte er sich nach mir erkundigt! Es schien mithin, als habe er mir etwas vertrauen wollen. Meine Neugier, meine Ungeduld wuchs; endlich fuhr ich heraus: «Sie werden es natürlich finden, mein Herr, daß ich gern wissen möchte, warum ich Ihrer Dame heute Wasser schöpfen mußte. Darf ich, ohne eine Indiskretion zu begehen, Sie um eine Antwort auf diese Frage bitten?»

Der Arzt bedachte sich eine Weile und sagte dann: «Hier unter dem Geklapper der Teller und bei dem Geschwätze einer Wirtstafel möchte nicht der Ort sein, von den zartesten Wundern der Welt zu reden. Indessen will ich Ihnen gern sagen, was ich sagen kann. Wenn ich Sie nachher auf Ihr Zimmer begleiten darf, erfülle ich gern Ihren Wunsch. Nur», setzte er lächelnd hinzu, «geben Sie von vornherein auf, begreifen zu wollen! Hier hat unsre Weisheit ein Ende.» – Ich sagte ihm das zu. Er fragte mich nun um meine Meinung vom Magnetismus und von allen den sonderbaren Entdeckungen, die seit einigen Dezennien die Aufmerksamkeit der Sinnenden in hohem Grade erregt haben. Ich sprach, wie ich wirklich dachte, daß ich dem Zeugnis der bewährtesten Forscher vertraue und daß mir manches in den Mysterien der Alten, in den Wundern unserer Tradition, was ich nur ungern als Täuschung oder Trug betrachtet habe, durch den Magnetismus bestätigt und verbürgt erscheine. Ich stellte mich noch gläubiger, als ich im Grunde war, um ihn nur recht zutraulich zu machen. Er schien mit dem Katecheten zufrieden zu sein. «In zwei Minuten bin. ich bei Ihnen!» rief er, als wir vom Tische aufstanden.

 

Die Türe meines Zimmers öffnete sich, und herein trat der Magnetiseur, ganz eingehüllt in einen weiten, rot ausgefütterten Carbonaro. Ich stutzte; wie ward mir aber, als er den Mantel zurückschlug und ich die Dinge sah, die er unter demselben verborgen trug! Schweigend breitete er einen schwarzen Teppich über den Tisch, stellte die Kerzen in gemessener Entfernung voneinander, legte zwei Degen zwischen die Kerzen und setzte einen Totenkopf auf den Punkt, wo die Klingen sich durchschnitten. Dann trat er hinter den Tisch und hob mit Feierlichkeit an: «Ich pflege jedem, den ich für würdig halte, einen Blick in das Heiligtum des Lebens tun zu lassen, zuvor den Eid der Verschwiegenheit abzunehmen. Auch Sie, mein Herr, muß ich ersuchen, sich dieser Regel zu unterwerfen. Unzählige Irrtümer, Verdrehungen und Mißbräuche wären unterblieben, wenn man dasjenige, was nur unter Vertrauten und in der größten Sammlung des Gemüts besprochen werden darf, nicht an das grelle Licht des Tages, nicht in die Flut eines frivolen Geklätsches gerissen hätte. Durch diese Entweihung ist es der Fratze möglich geworden, in den Tempel zu dringen: durch sie haben Betrüger die Mittel gewonnen, das Werk der Finsternis unter dem Scheine des Lichts zu treiben...»

Bei diesen Worten erhob sich im Nebenzimmer ein leises, aber heftiges Weinen. Der Magnetiseur horchte auf, schien betroffen zu sein, sammelte sich aber sogleich und fuhr mit fester Stimme fort: «Schwören Sie, mein Herr, keinem Unberufenen etwas von dem zu entdecken, was Sie sogleich hören werden! Schwören Sie auf dieses Symbol des Todes, und Schwerter, scharf wie die, welche Sie vor sich sehen, mögen den Busen des Eidbrüchigen durchschneiden!» Ich fand freilich, daß in der ganzen Zeremonie etwas wie Rosenkreuzerei, Geisterbannen oder Scharlatanterie steckte; indessen dachte ich: «Klingeln gehört zum Handwerk!» – legte die Finger auf den Totenschädel und gelobte Verschwiegenheit. Ich bat ihn darauf, Platz zu nehmen; er setzte sich hinter die Kerzen und sein Gerät und erzählte mir folgendes.

«Gräfin Sidonie, von Jugend auf zart und reizbar, litt seit den Entwicklungsjahren an den heftigsten Nervenübeln...»

«Entschuldigen Sie, daß ich Sie unterbreche!» sagte ich. «Die Dame hat ja die blühendste, gesündeste Farbe.»

«Und ich wiederhole Ihnen», fuhr der Arzt in einem etwas imponierenden Tone fort, «daß sie an Nervenübeln leidet, welche ihre Konstitution in den innersten Fasern angegriffen haben. Man wandte alle möglichen Mittel an – vergebens. Endlich verfiel man auf den Magnetismus; aber keiner der umgebenden Ärzte vermochte sich mit ihr in Rapport zu setzen. Das seltsamste Verhängnis muß mich auf das Schloß ihrer Eltern führen; ich sehe sie, ich versuche den Strich – siehe da, der Zustand tritt ein. Was hierauf folgte, wie sie von Stufe zu Stufe bis zum eigentlichen Hellsehen emporstieg, übergehe ich; es waren nur die Erscheinungen, die Sie schon aus Schriften kennen. Sie verordnet sich endlich das Wasser von Ems; ich reise mit ihr hierher.

Hier angekommen, beginnt sie, den Brunnen zu trinken. Aber sonderbar, statt der Heilung nehme ich Rückschritte wahr. Meine ganze Theorie über Untrüglichkeit somnambuler Anschauungen beginnt zu wanken. Sidonie verfällt in die höchste Abspannung, in eine bedenkliche Dumpfheit. Der Schlaf stellt sich intermittierend, gestört ein; sie scheint von der Höhe der inneren Beschauung herabgesunken zu sein. – ‹Alle die Quellen, zu denen die andern gehen, helfen mir nicht!› ruft sie mehrmals mit Leidenschaft in ihren Paroxismen aus. Aber was ihr helfen könne – sie vermag es nicht anzugeben. Endlich, gerade heute vor acht Tagen, ist es, als ob ihr Wesen wieder zu hellerer Klarheit emporgehoben würde. Mit freudigen Mienen, den Kopf sanft wiegend, sagt sie: ‹O welch ein schönes Wasser!› – ‹Was für ein Wasser?› frage ich. – ‹Das da oben auf der Bäderley springt!› erwidert sie. ‹Das und nur das allein heilt mich. Es sind heimliche Sachen darin. Geht und laßt mir einen Krug füllen! – Nein›, unterbricht sie sich lebhaft, ‹nein, er muß das Wasser mir schöpfen!› – ‹Wer?› – Und nun erzählt sie, sie sehe einen Mann, den sie nach Statur und Kleidung beschreibt, wie Sie, mein Herr, leibhaftig vor mir sitzen, auf der Spitze der Bäderley; dieser reiche ihr einen Trunk Wasser aus dem Felsenquell – dieses Wasser, gereicht von der Hand des Mannes, werde sie herstellen – der Mann sei ihr Retter und seine Gabe das Rettungsmittel. Ich frage nach Tag und Stunde. Sie gibt mir den heutigen Tag und die achte Abendstunde an.

Sie können sich nun denken, mein Herr, mit welchem Herzklopfen ich dem Augenblicke entgegensah, der über die Wahrheit dieser wunderbaren Vision entscheiden sollte. Um Ihnen von der Deutlichkeit ihrer Anschauungen einen Begriff zu geben, muß ich noch hinzufügen, daß sie sogar den Treiber und seinen Esel oben auf dem Felsen bei ihrem Retter erblickte. Wir machen uns heute auf; stillschweigend, unter fiebernder Erwartung erklimmen wir die Höhe – unten im Tale schlägt es acht, die oberste Platte wird sichtbar, und – was weiter geschah, ist Ihnen bekannt.»

Hier sprang ich auf und rief: «Kaltes Wasser eine Arznei! Wahrsagung! Bäderley! Ich ihr Retter, der sie nie sah, nie etwas von ihr hörte, der zufällig hier ankommt! Was soll ich davon denken? Täuschen Sie mich? Wollen Sie mich aufziehen?»

«Es steht Ihnen ja frei, von diesen Dingen zu halten, was Sie wollen», versetzte der Arzt sehr kaltblütig. «Daß ich keinen Propheten meiner Lehre aus Ihnen machen will, beweise Ihnen die Bitte, die ich an Sie richte, sich Ihres Schwures gewissenhaft eingedenk zu halten!»

Er packte sein Gerät zusammen und schien Abschied nehmen zu wollen. Ich ergriff ihn bei der Hand. «Bleiben Sie noch einige Augenblicke!» rief ich leidenschaftlich. «Lassen Sie mich nicht in dem Dunkel, wohinein mich diese mystischen Eröffnungen gestoßen haben! Erklären Sie mir die Sache! Ich frage mit den Worten Luthers: ‹Wie kann Wasser so große Dinge tun?› In welchem Zusammenhange soll meine Handreichung mit der Herstellung jener Dame sein?»

«Und wenn nun», versetzte er, «jenes Wasser verborgene Kräfte besäße, die unsere wachen Sinne zu entdecken nur nicht fein genug wären? Ist es der Scheidekunst schon gelungen, die gewöhnlichen Mineralquellen vollständig zu entziffern? Bleibt nicht ein unbekanntes Etwas in ihnen übrig, was keine Kunst nachmachen kann? Uns scheint jenes Wasser von der Bäderley gewöhnliches Wasser; die heilige Ekstase der Somnambule, vor der es nichts Verborgenes gibt, muß doch wohl noch etwas anderes darin sehen. Ich erinnere mich, sie sah es gelbrötlich leuchten. Es ist wahr, bis jetzt nahm man an, der geheime geistige und körperliche Bezug werde nur durch die magnetische Berührung, werde nur zwischen dem Magnetiseur und der Magnetisierten hervorgebracht. Hier entdeckt sich nun etwas anderes. Ein Dritter, ein Fremder, tritt in den Zauberkreis; der innigste Rapport scheint ihn an diesen Kreis, an die Person, welche in dem Mittelpunkte des Kreises sich befindet, zu knüpfen. Von seiner Hand berührt, wird das Wasser wohltätig. Was verwundern wir uns über ein Wunder mehr – mitten in einem Gebiete, welches uns, so wie wir es betreten, mit Wundern überschüttet? Haben wir die Grenzen dieses Königreiches der Nacht schon ausgemessen? Ich kann nicht verlangen, mein Herr, daß Sie einer Fremden Ihre Zeit opfern sollen; aber meinen Glauben muß ich aussprechen, daß Ihre Nähe wahrscheinlich überaus vorteilhaft wirken würde. Können Sie nicht einige Tage hier verweilen?»

Ich wußte nicht, was ich antworten sollte. Übermorgen war der Tag, zu welchem mich mein Gönner nach Frankfurt beschieden hatte. Ich sagte dem Arzte den morgigen Tag zu. «Das ist freilich nicht viel», versetzte er. Ich bat ihn, mich während eines Paroxismus zu seiner Kranken gelangen zu lassen. Er entdeckte mir, daß sie am folgenden Tage vormittags elf Uhr einschlafen werde; so habe sie es vorher gesagt, und mir solle werden, was ich erbeten habe.

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