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Der Kameenknopf

Rodrigues Ottolengui: Der Kameenknopf - Kapitel 15
Quellenangabe
authorRodrigues Ottolengui
titleDer Kameenknopf
publisherVerlag von J. Engelhorn
year1895
translatorF. Mangold
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170511
projectidab64c85d
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Vierzehntes Kapitel.
Eine verzögerte Trauung

Während sich Barnes im Süden aufhielt, hatten seine Spione in New York wenig oder nichts von Belang entdeckt, wenn auch diese Wochen nicht ohne bemerkenswerte Ereignisse hingegangen waren. Das Hauptsächlichste davon war die Festsetzung des Tages, an dem die Hochzeit Mitchels und Miß Remsens stattfinden sollte, und dies war der 5. Mai, der Tag, an dem Barnes und Neuilly in New York eintrafen.

So schien das Schicksal gerade für den Hochzeitstag eine Krisis vorbereitet zu haben. In New Orleans suchte ein Detektiv nach Beweisen, um einen Mann eines abscheulichen Verbrechens zu überführen, während in New York ein schönes, gutes Mädchen im Begriffe war, demselben Manne Treue zu geloben, und dieser selbst benahm sich mit der größten Sorglosigkeit, als ob ihm keine Gefahr drohe, und nahm sein Glück hin wie jemand, der es ehrlich verdient hat. Im Hinblick auf spätere Ereignisse ist Dora Remsens Betragen in dieser Zeit für uns von großem Interesse. Der Leser wird sich entsinnen, daß Randolph eine Gelegenheit, sich zu erklären, verpaßt und die junge Dame vor Thauret gewarnt hatte, und daß dieser Rat, wie so häufig geschieht, das gerade Gegenteil der beabsichtigten Wirkung hervorgebracht hatte. Thauret war nicht nur ein beständiger, sondern auch ein gern gesehener Besucher bei Remsens geworden, und Randolph bemerkte mit wachsender Besorgnis, daß Dora stets zu der Gruppe gehörte, die seinen Erzählungen mit gespannter Aufmerksamkeit lauschte. Am meisten beunruhigte ihn aber, daß er trotz aller darauf verwandten Mühe und Zeit nichts entdeckt hatte, was gegen den Mann gesprochen hätte, und er mußte sich eingestehen, daß seine Abneigung gegen Thauret Vorurteil sei. Allein dieses war groß, sogar größer als je, so daß er sich endlich entschloß, mit Mitchel darüber zu sprechen, und zwar that er das eines Nachmittags, als Remsens Empfangszimmer sehr gefüllt waren und sein Nebenbuhler wie gewöhnlich den Mittelpunkt einer aufmerksamen Gruppe bildete.

»Mitchel,« begann er, »wie zum Teufel ist nur dieser Thauret so genau mit der Familie bekannt geworden?«

»Dora hat ihn, glaube ich, irgendwo getroffen. Warum?«

»Warum! Kannst du das wirklich fragen?«

»Natürlich kann ich das fragen, und ich frage dich nochmals: Warum?«

»Na, das muß ich sagen, Mitchel. Entweder bist du blind, wie ein Maulwurf, oder du hast nur Augen für Miß Emily. Siehst du denn nicht die Gefahr für die jüngere Schwester?«

»Nein, Randolph, wenn ich offen sein will, sehe ich keine Gefahr. Wo steckt sie?«

»Wie? Nimm mal an – nimm mal an – sie verliebte sich in ihn, sie heiratete ihn?«

»Nun, und was weiter?«

»Du kannst wirklich die Geduld eines Heiligen auf die Probe stellen, wenn du mit einer Ruhe, als ob wir von einem guten Stoß beim Billardspiel sprächen, davon redest, daß sich dieses Kind an einen – Niemand wegwerfen könnte.«

»Lieber Randolph, ich will dir einen guten Rat geben. Wenn sich ein Mann um ein Mädchen bewerben will, so muß er zwei wichtige Regeln befolgen, und ich glaube, du hast sie beide verletzt.«

»Was meinst du?«

»Ehe ich mich näher erkläre, mußt du mir eine Frage beantworten: Habe ich recht, wenn ich annehme, daß du selbst Dora zur Frau nehmen möchtest?«

»Nun, das ist ziemlich unverblümt, aber ich will der Wahrheit die Ehre geben: Ich würde glücklich sein, wenn ich ihre Liebe erringen könnte.«

»Gut, dann will ich dir die beiden Regeln nennen: Erstens, sprich niemals schlecht von deinem Nebenbuhler; und zweitens, komm nicht zu spät mit deiner Werbung.«

Randolph sah Mitchel einen Augenblick scharf an und reichte ihm dann die Hand, die dieser warm drückte. »Ich danke dir,« sprach er dabei einfach und schritt zu der Gruppe hinüber, in der sich Dora befand.

»Kann ich Sie einen Augenblick ungestört sprechen?« fragte er leise, als sich eine günstige Gelegenheit bot. Augenscheinlich überrascht über seinen Ton, sah sie zu ihm empor.

»Ist es wichtig?« fragte sie.

»Sehr,« antwortete er kurz, worauf sie sich bei der Gesellschaft entschuldigte und mit ihm ins nächste Zimmer ging.

»Miß Dora,« begann er, »ich bitte Sie, mich ruhig bis zu Ende anzuhören. Ich glaube, Sie wissen, daß ich Sie liebe. Ich habe Ihnen dies noch nie in Worten gesagt, aber Sie sind ja ein Weib und müssen schon lange in meinem Herzen gelesen haben, während ich nur ein Mann bin und das Ihre gar nicht zu lesen verstanden habe. Einmal glaubte ich, Sie wären mir gut, allein in der letzten Zeit – indessen, das will ich auf sich beruhen lassen und mich darauf beschränken, Ihnen zu sagen, daß Sie mich unendlich glücklich machen würden, wenn Sie mich hoffen lassen wollten, daß ich Sie eines Tages mein nennen darf. Ich biete Ihnen dafür die Hingebung eines ganzen Lebens. Und nun – ich glaube – das ist alles, was ich sagen wollte. Dora, liebe, süße, kleine Dora, können Sie, wollen Sie sich mir anvertrauen?«

Leise hatte er ihre Hand ergriffen, während er sprach, und da sie sie weder zurückgezogen, noch Widerstand geleistet, hatte er den Mut gefunden, am Ende seiner Rede einen wärmeren Ton anzuschlagen. Sie zögerte eine Weile, machte sanft ihre Hand frei und sah ihn mit feuchten Augen an.

»Haben Sie mich wirklich sehr lieb?« fragte sie.

»O, ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr.« Er versuchte, ihre Hand wieder zu fassen, allein sie wich ihm aus und stellte eine neue Frage: »An Geld denken Sie dabei nicht?«

»Miß Remsen, Sie beleidigen mich!«

»Nein, nein,« erwiderte sie rasch, »Sie mißverstehen mich; ich habe nicht an mein Geld gedacht. Erklären kann ich es Ihnen nicht, aber Sie müssen meine Frage doch beantworten. Wäre es Ihnen unangenehm – o, wie soll ich es nur ausdrücken? – wenn ich zum Beispiel etwas thäte, was Ihnen viel, sehr viel Geld kostete –«

»O, ich verstehe,« meinte Randolph erleichtert. »Sie wollen sagen, daß Sie verschwenderisch sind. Machen Sie sich darüber gar keine Gedanken; Sie mögen so viel Geld ausgeben, als es nur möglich ist, ich werde mich nie darüber beklagen.«

Das schien ihr eine große Beruhigung zu sein, aber sie sprach nicht gleich. Ihre Augen wandelten umher, und als er der Richtung ihrer Blicke folgte, sah er, daß diese auf Thauret ruhen blieben. Eine Regung der Eifersucht durchzuckte sein Herz, und er war im Begriffe, zu sprechen, als sie sich wieder ihm zuwandte.

»Ich hoffe, Sie werden nicht böse sein und nichts Schlechtes von mir denken,« sprach sie mit unterdrückter Erregung. »Es gibt etwas, was ich Ihnen nicht erklären kann, aber wenn ich's könnte, würden Sie nichts dagegen haben, das weiß ich nun bestimmt: allein bis die Zeit gekommen ist, wo ich Ihnen alles anvertrauen kann, vermag ich Ihnen keine Antwort zu geben. Wollen Sie – warten?« schloß sie in bittendem Tone.

»Wie lange?« fragte er immer noch gereizt und überlegend, ob das, was sie ihm nicht erklären konnte, wohl im Zusammenhang mit Thauret stehe.

»Wäre es Ihnen unangenehm, wenn ich Sie bäte, bis – nun, sagen wir, bis zum Neujahrstage zu warten?«

»Das ist sehr lange, aber wenn Sie es wollen, muß ich mich wohl fügen.«

»O, ich danke Ihnen sehr.« Das war alles, was sie sagte, aber es lag etwas wie ein Aufjubeln in ihrer Stimme, in ihren Augen standen Thränen, und einen kurzen, überseligen Augenblick glaubte er, auch Liebe, und zwar Liebe, die ihm gehörte, in ihrem Herzen zu lesen. Einem Triebe folgend, dem er nicht widerstehen konnte und dem auch sie nicht wehrte, zog er sie an sich und berührte ihre Lippen mit den seinen. Er war befriedigt, obgleich sie ihn alsbald verließ und zu Thauret trat, der sie warm begrüßte.

Während der Wochen, die nun folgten, litt er sehr unter den Qualen der Eifersucht, allein die Erinnerung an den einen Augenblick, wo sie ihm in jener unbewußten, unbeschreiblichen Weise ihr ganzes Selbst, ihre ganze Seele hingegeben zu haben schien, brachte ihn stets wieder zur Vernunft.

»Das hätte sie nicht thun können, wenn sie falsch wäre,« sagte er sich. »Sie liebt mich, aber es steht etwas zwischen uns, was ich nicht verstehe und was sie veranlaßt, mich so zu behandeln. Ich muß eben Geduld haben, warten und ihr vertrauen. Sie ist mir treu.« Und dann kamen die alten Zweifel wieder.

Etwa einen Monat nach dem erzählten Gespräche fand ein ähnliches zwischen derselben jungen Dame und Thauret statt. Er kam eines Vormittags, als Dora allein zu Hause war, so daß er das Feld für sich hatte. Mit großer Gewandtheit wußte er die Unterhaltung in die gewünschte Richtung zu leiten. Ganz nebenbei erwähnte er; daß er von vornehmer Herkunft sei, und zeichnete dann das ergreifend Bild eines Mannes, der, von Natur liebebedürftig, gezwungen war, ein Leben ohne Liebe zu führen, weil er niemand hatte, von dem er Liebe fordern konnte. Dann fragte er mit weicher, sehr weicher Stimme, ob sie selbst schon über diesen Gegenstand nachgedacht und Sehnsucht nach einem Gefährten empfunden habe, der alles in allem für sie sein würde. Er sprach sehr hübsch, und sie hörte ihm mit großem Interesse zu, aber ihre Antwort entsprach seinen Erwartungen doch nicht.

»O ja,« sagte sie, »ich habe wohl schon in einer gewissen unklaren Art an so etwas gedacht, aber ich liebe meine schöne Königin so sehr, daß ich mir das Leben ohne sie gar nicht vorstellen kann, und doch –« es lag ein leises Beben in dieser Stimme – »und doch werde ich sie bald verlieren. Wenn Sie also meine wahre Meinung über diesen Gegenstand hören wollen, müssen Sie bis nach der Hochzeit warten.« Sie sprach diese letzten Worte in sehr bedeutungsvollem Tone, und Thauret schien sie als einen Wink zu betrachten, denn er änderte den Gegenstand des Gespräches. Bald darauf empfahl er sich, und während er die Avenue hinabschritt, umspielte ein triumphierendes Lächeln seine Lippen.

Einige Abende später, als Mitchel mit Thauret aus dem Klub nach Hause ging, brachte dieser das Gespräch auf die Misses Remsen.

»Das sind ein paar reizende Mädchen,« meinte er, »aber man muß reich sein, um sich den Luxus gestatten zu können, sie zu heiraten. Bis zum Tode ihrer Mutter haben sie wohl kein eigenes Vermögen?«

Mitchel glaubte den Zweck dieser Frage zu kennen und war aus gewissen Gründen, die nur ihm bekannt waren, sehr bereit, sie zu beantworten.

»O, keineswegs,« versetzte er. »Der Vater hat jeder von ihnen eine hübsche Summe vermacht, fünfzigtausend Dollars, die ihnen ausgezahlt werden, sobald sie sich verheiraten. Die Hauptmaste des Vermögens hat natürlich die Witwe bekommen, aber sie hat nur den Nießbrauch auf Lebenszeit, und dann wird es zu gleichen Teilen zwischen den Töchtern geteilt. Ich glaube, es handelt sich um eine halbe Million.«

»Sie sind ein Glückspilz; ich wollte, ich hätte Ihr Glück!«

»Lieber Thauret, wie kann ein Mann von Ihrem Verstande wohl an solche Dummheiten wie Glück glauben? Das gibt es ebenso wenig, als sein Gegenteil, Pech. Jeder Mensch erreicht das, was er durch die größere oder geringere Geschicklichkeit verdient, womit er sein Leben gestaltet. Sie beneiden mich um meine Verbindung mit Emily, während ihre Schwester Dora sicher ebenso reizend und dazu reicher ist.«

»Miß Dora ist allerdings reizend, aber dadurch werde ich nicht zum erfolgreichen Bewerber. Allein was meinen Sie damit, wenn Sie sagen, sie sei reicher?«

»Ja, sehen Sie, ihre Schwester hängt so sehr an ihr, daß sie Dora ein Geschenk von zehntausend Dollars versprochen hat – unter einer Bedingung.«

»Und was ist das für eine Bedingung?«

»Daß Emily mit der Wahl ihres zukünftigen Gatten einverstanden ist.«

»Nun,« unterbrach Thauret ein eingetretenes Schweigen, »da Sie durch Ihre Heirat der einzige Mann in der Familie werden, wird Ihr Einfluß jedenfalls von Bedeutung sein. Wenn ich den Wunsch haben sollte, mich um Miß Dora zu bewerben, würden Sie das begünstigen?«

»Der Gedanke ist mir nicht neu, und ich sage Ihnen nur, daß es an meiner Einwilligung nicht fehlen soll, wenn Sie die Doras gewinnen.«

»Danke Ihnen,« sprach Thauret mit unterdrückter Aufregung, als sie sich an Mitchels Hotel trennten, und als jener seine Wohnung erreicht hatte, saß er bis lange nach Mitternacht in seinem Armstuhl und baute Luftschlösser, die dem befriedigten Ausdruck seines Gesichts nach sehr großartig sein mußten.

So standen die Dinge, als der Tag anbrach, wo die Trauung stattfinden sollte. Bei Remsens waren zwei prachtvolle Sträuße für Dora angelangt, einer aus lauter Nelken von Randolph, der andre, sehr geschmackvoll aus verschiedenen Blumen zusammengestellt, von Thauret. Dora löste die Bänder des Nelkenstraußes, wählte einige der schönsten von jeder Farbe und band sie zu einem kleinen Sträußchen zusammen, das sie am Ausschnitt ihres Kleides befestigte, so daß sie sich ihres Duftes beständig bewußt blieb. Den andern Strauß trug sie in der Hand, als sie das Haus verließ, allein bald darauf ereignete sich ein kleiner Unfall, woran sie nicht nur unschuldig war, sondern den sie nicht einmal bemerkte: im Gedränge am Eingang der Kirche verlor sie die Nelken von ihrem Busen. Randolph, der Brautführer war, sah, daß sie Blumen trug und daß es nicht die seinen waren, und als sie ihm später auf seine Frage erzählte, wer sie gesandt hatte, machte er zwar keine Bemerkung, aber er schlief in der folgenden Nacht nur wenig.

Als die Braut mit ihrer Umgebung in die Kirche getreten war, erwarteten die Leute natürlich den Bräutigam und waren sehr erstaunt, daß er nicht kam. Man fing an, zu flüstern und Fragen zu stellen, die niemand beantworten konnte, und die Sache begann peinlich zu werden. Einige Freunde Mitchels schlichen auf den Fußspitzen nach der Sakristei, wo dieser sich mit seinem Gefolge aufhielt, allein vor der Thür stand ein Diener, der jedermann den Eintritt verweigerte. Inzwischen spielte sich hinter dieser Thür ein zwar kurzer, aber aufregender Auftritt ab. Gerade als die Gesellschaft des Bräutigams im Begriffe war, in die Kirche zu treten, fuhr in rasender Eile ein Wagen vor der Außenthür der Sakristei vor, und Barnes trat hastig ein.

»Gott sei Dank, daß ich nicht zu spät komme!« rief er zum großen Erstaunen der Anwesenden.

»Sind Sie dessen so sicher?« fragte Mitchel mit verletzender Ruhe.

»Ich bin gekommen, um diese Heirat zu verhindern,« fuhr der Detektiv ein wenig aufgeregt fort.

»Sie meinen, zu verzögern. Das thun Sie, denn ich sollte eigentlich schon an der Seite meiner vor dem Altar stehenden Braut sein.«

»Ich sage Ihnen, ich bin gekommen, um diese Heirat zu verhindern, und ich –«

»Einen Augenblick, Mr. Barnes, ich habe keine Zeit zu verlieren und möchte nicht gern zu offen sprechen. Hören Sie mich an. Sie glauben Gründe zu haben, die ich errate, mich an dieser Heirat zu hindern, Habe ich recht?«

»Das habe ich ja schon gesagt.«

»Wenn ich Ihnen nun beweise, daß Sie durch Verhinderung der Trauung Ihren Zweck nicht erreichen, wollen Sie dann Ihren Einspruch aufgeben?«

»Natürlich, aber das ist unmöglich.«

»Nichts ist unmöglich, Mr. Barnes, bitte, lesen Sie das.«

Er zog ein Papier aus der Tasche und reichte es Barnes, der es hastig ergriff und las.

»Das ist eine Schändlichkeit, Mr. Mitchel,« rief er aufblickend, »und –«

»Sie haben mir Ihr Wort gegeben, sich zunächst nicht weiter einzumischen. Wenn Sie um zwei Uhr nach meiner Wohnung kommen wollen, bin ich bereit, Ihre Fragen zu beantworten oder Ihren sonstigen Ansprüchen zu genügen. Ich glaube, Sie kennen mich genau genug, um zu wissen, daß ich Wort halte. – Nun vorwärts, meine Herren!« Damit traten er und seine Freunde zur großen Erleichterung der Menschenmenge, die sie erwartete, in die Kirche, während Barnes vollständig verdutzt zurückblieb. Die Feierlichkeit verlief ohne weitere Störung, und eine halbe Stunde später fuhren Mr. und Mrs. Leroy Mitchel nach dem Hotel der fünften Avenue. Barnes wartete das Ende der Trauung nicht ab, sondern entfernte sich sofort, nachdem er das ihm von Mitchel überreichte Papier durchgelesen hatte. Es war ein vom Tage vorher datierter Schein über die auf dem Standesamte vollzogene Trauung. Welche Gründe der Detektiv auch gehabt haben mochte, die Trauung zu hindern, das Telegramm von Sefton hatte Mitchel in stand gesetzt, Barnes abermals zu überlisten, indem er die Civiltrauung der kirchlichen vorausgehen ließ.

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