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Der grobe Brief von Martin Luther bis Ludwig Thoma

Fritz Reck-Mallaczewen: Der grobe Brief von Martin Luther bis Ludwig Thoma - Kapitel 41
Quellenangabe
authorFritz Reck-Malleczewen
titleDer grobe Brief von Martin Luther bis Ludwig Thoma
publisherSchützen-Verlag
printrun6.-10. Tausend
year1940
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170306
projectidc74a7813
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Der österreichische Lyriker Krczyzanowski

(verhungert in Wien 1919)

*

An das K. K. Steueramt Wien IX, als es von ihm, dem Dichter, eine Erklärung über sein ›Einkommen aus Arbeit‹ angefordert hatte.

1) Das Dichten ist überhaupt keine Arbeit, sondern ein zweifelhaftes Vergnügen.

2) Der daraus erzielte Erlös wiegt in der Regel die Kosten für Papier und Tinte auf.

Für zwei wie oben auf Wunsch angelieferte Sentenzen liquidiere ich ein Honorar von Kr. 12,00.

Krczyzanowski.

*

Derselbe an den jüdischen Schriftsteller W., der, ein bekannter Vielfraß, nach einem opulenten Souper dem ständig hungernden Krczyzanowski einen langen Brief voll theologischer Deduktionen geschrieben hatte ...

Sehr geehrter Herr W.

Seit ich Sie habe nachtmahlen sehn, glaube ich nicht mehr an Ihr Christentum.

Krczyzanowski.

*

Derselbe an einen jüdischen Mäzen, der ihn aufgefordert hatte, endlich zu arbeiten.

Telegramm

Die Juden arbeiten den ganzen Tag, weil sie nichts zu tun haben.

Krczyzanowski.

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