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Der grobe Brief von Martin Luther bis Ludwig Thoma

Fritz Reck-Mallaczewen: Der grobe Brief von Martin Luther bis Ludwig Thoma - Kapitel 35
Quellenangabe
authorFritz Reck-Malleczewen
titleDer grobe Brief von Martin Luther bis Ludwig Thoma
publisherSchützen-Verlag
printrun6.-10. Tausend
year1940
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170306
projectidc74a7813
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Henrik Ibsen an den Verleger Jakob Jensen

Dresden, 17. September 1871.

Mein Herr,

mit dem größten Erstaunen habe ich gestern Ihren frechen und unverschämten Brief empfangen, aus dem ich ersehe, daß Sie eine neue Ausgabe meiner dramatischen Werke ›Frau Ingar auf Oestrot‹ und ›Die Helden auf Helgoland‹ zu veranstalten beabsichtigen.

Es ist selbstverständlich, daß ich mich auf das Entschiedenste diesem Ihren Plan eines Attentates auf meinen Geldbeutel widersetze. Sie haben auch nicht den leisesten Schimmer eines Besitzrechtes auf die genannten Werke, die ich seinerzeit nur zur Verwendung für das ›Illustreret Nyhesblad‹ verkauft habe. Ich bringe ferner zu Ihrer Kenntnis, daß beide Bücher im Gyldendalschen Verlage in vollständig umgearbeiteter Form erscheinen, und daß das Publikum unverzüglich davon unterrichtet werden wird, so daß die von Ihnen beabsichtigte Schwindelei Ihnen nichts weiter einbringen kann, als Schande und Schaden.

Übrigens habe ich die Angelegenheit heute einem Juristen übergeben, und wenn Sie es wagen sollten, auf Ihrem Vorsatz zu beharren, so werde ich Ihnen in Presse und Gericht zeigen, was solche Schurkenstreiche für Folgen haben.

Das übersandte Packet folgt uneröffnet zurück.

Henrik Ibsen.

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