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Der fliegende Holländer

Frederick Marryat: Der fliegende Holländer - Kapitel 12
Quellenangabe
typefiction
authorKapitän Marryat
titleDer fliegende Holländer
publisherHoffmann'sche Verlags-Buchhandlung
year
firstpub
translatorCarl Kolb
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Zwölftes Kapitel.

Philipp befand sich noch nicht lange an Bord, als er ausfindig machte, daß die Fahrt wahrscheinlich nicht sehr gemächlich ausfallen dürfte, denn die Batavia war beauftragt, eine große Abtheilung Truppen nach Ceylon und Java zu bringen, um die Streitkräfte der Compagnie an den gedachten Orten zu rekrutiren. Das Schiff sollte auf der Höhe von Madagascar die Flotte verlassen und unmittelbar nach Java laufen, denn die Zahl der an Bord befindlichen Soldaten wurde für hinreichend erachtet, jeden Angriff von Seite der Piraten oder feindlichen Kreuzer abzuschlagen. Die Batavia war außerdem mit dreißig Kanonen bewaffnet und hatte fünfundsiebenzig Matrosen. Außer den Vorräthen zum Dienste des Militärs, welche die Hauptladung bildeten, führte sie auch eine große Quantität baaren Geldes für den indianischen Markt an Bord. Die Soldatenabtheilung wurde eben eingeschifft, als sich Philipp an Bord meldete, und einige Minuten waren die Decken so gedrängt voll, daß man sich kaum zu rühren vermochte. Unser Held, der den Kapitän noch nicht gesprochen hatte, fand den ersten Maten aus und trat augenblicklich seinen Dienst an, mit dem er in Folge seines Eifers während seiner früheren Aus- und Heimfahrt weit besser vertraut war, als man wohl hätte glauben sollen.

In kurzer Zeit begannen alle Spuren von Eile und Verwirrung zu verschwinden. Das Gepäcke der Truppen wurde weggestaut, und die Soldaten, die man in Rotten abgetheilt hatte, erhielten ihre Quartiere zwischen den Kanonen des Hauptdecks, damit für die Handhabung des Schiffes Raum frei bleibe. Philipp entwickelte große Thätigkeit und Methodik in seinen Maßregeln, weßhalb der Kapitän während einer Pause in dem anstrengenden Dienste zu ihm sagte:

»Ich meinte, Ihr nähmet die Sache sehr leicht, daß Ihr nicht früher eintraft; aber nun Ihr an Bord seid, bemerke ich wohl, daß Ihr die verlorene Zeit einzubringen sucht. Ihr habt im Laufe dieses Vormittags mehr gethan, als ich erwarten konnte, und ich freue mich, daß Ihr gekommen seid, obgleich es mir sehr leid thut, daß Ihr nicht hier wart, als wir den untern Raum füllten, denn ich fürchte, da ist nicht Alles geschehen, wie es sollte. Mynheer Struys, der erste Mate, hatte zu viel auf sich, um dem Einstauen gehörige Aufmerksamkeit schenken zu können.«

»Ich bedaure, mich verspätet zu haben, Sir,« versetzte Philipp, »muß übrigens bemerken, daß ich aufbrach, sobald mich die Compagnie berief,«

»Ja, und weil man weiß, daß Ihr ein verheiratheter Mann und namentlich selbst auch mit bedeutenden Aktien betheiligt seid, so wollte man Euch nicht zu bald bemühen. Ich vermuthe, bei der nächsten Fahrt werdet Ihr das Kommando eines Schiffes erhalten, denn mit einem so bedeutenden Kapital in den Fonds kann Euch ein derartiger Posten nicht entgehen. Ich habe erst diesen Morgen mit einem der älteren Rechnungsführer über die Sache gesprochen.«

Philipp bedauerte nicht sonderlich, sein Geld gegen so gute Interessen angelegt zu haben, da es sein sehnlichster Wunsch war, der Kapitän eines Schiffes zu werden. Er versetzte daher, daß er allerdings hoffe, nach der nächsten Fahrt selbst ein Schiff zu kommandiren, da er dann wahrscheinlich der Aufgabe völlig gewachsen sein werde.

»Zweifle nicht, zweifle nicht, Herr Vanderdecken. Kann das klar voraussehen. Ihr müßt übrigens ein großer Freund vom Seeleben sein.«

»Ihr habt Recht,« versetzte Philipp, »denn ich zweifle, ob ich es je aufgeben werde.«

»Wie, Ihr wolltet's gar nicht wieder aufgeben? Ach, so meint Ihr eben jetzt. Ihr seid ein junger, thätiger Mann, dem der Himmel voller Hoffnungen hängt – werdet's aber auch mit der Zeit müde, und ich stehe dafür, Ihr seid einmal froh, für den Rest Eurer Tage beilegen zu könne».«

»Wie stark ist die Truppenzahl, die wir fortzuschaffen haben?« fragte Philipp.

»Wir haben zweihundertundfünfundvierzig Gemeine, dazu sechs Offiziere. Die armen Teufel! nur Wenige davon werden je wieder zurückkehren, und vielleicht mehr als die Hälfte keinen weiteren Geburtstag erleben. Es ist ein schreckliches Klima. Habe selbst einmal dreihundert Mann an diesem schrecklichen Loch abgesetzt und im Laufe von sechs Monaten, noch ehe ich wieder aussegelte, waren nicht hundert mehr davon übrig.«

»Dann ist es ja fast ein Mord, sie dahin zu schicken,« bemerkte Philipp.

»Bah! sie müssen irgendwo sterben; was liegt daran, wenn's auch ein wenig früher geschieht? Das Leben ist eine Waare, die sich, wie andere, kaufen und verkaufen läßt. Wir senden Manufakturgüter und Geld aus, um indische Produkte dafür einzuhandeln; ebenso treiben wir's mit dem Leben, und es gibt der Compagnie einen guten Gewinn.«

»Aber nicht den armen Soldaten, fürchte ich.«

»Nein; die Compagnie kauft sie wohlfeil und verkauft sie theuer,« versetzte der Kapitän, worauf er sich nach dem Vorderschiff begab.

»'s ist wahr,« dachte Philipp; »sie kaufen Menschenleben wohlfeil und ziehen einen großen Gewinn daraus, denn wie könnten sie ohne diese arme Tröpfe ihre Besitzungen gegen die Eingebornen und die fremden Feinde behaupten. Für welchen ärmlichen Jahrgehalt verkaufen diese Leute nicht ihr Leben; gegen eine wahre Bagatelle setzen sie sich allen Schrecken des tödtlichsten Klima's aus, ohne auf eine Rückkehr in die Heimath hoffen zu dürfen, wo sie ihre erschöpften Kräfte wieder herstellen und ihr Leben auf's Neue verkaufen könnten! Gütiger Gott! wenn diese Menschen so herzlos dem Mammon geopfert werden können, warum sollte ich Gewissensbisse fühlen, falls in der Erfüllung einer heiligen Pflicht, die mir von dem Lenker unserer Schicksale aufgelegt ist, einige Erdengeschöpfe zu Grunde gehen? Kein Sperling fällt vom Dache ohne Sein Vorwissen, und in Seiner Hand liegt es, zu opfern oder zu retten. Ich bin nur ein Geschöpf Seines Willens und folge meiner Pflicht, wenn ich den Befehlen Dessen gehorche, dessen Wege unerforschlich sind. Sollte übrigens dieses Schiff um meinetwillen gleichfalls dem Fluche erliegen, so kann ich nur wünschen, ich möchte auf einem andern angestellt sein, das weniger Menschenleben birgt.«

Erst eine Woche nach Philipps Ankunft waren die Batavia und die übrigen Schiffe der Flotte zur Abfahrt gerüstet.

Es würde schwer sein, Philipp Vanderdeckens Gefühle bei dieser seiner zweiten Einschiffung zu zergliedern. Sein Geist war so ohne Unterlaß dem Zwecke seiner Reise zugekehrt, daß ihm das übrige Leben, obgleich er die religiösen Pflichten treulich erfüllte, nur wie ein Traum entschwand. In der Ueberzeugung, er werde wieder mit dem gespenstischen Schiffe zusammentreffen, die Batavia aber wahrscheinlich widerliche Zufälle erfahren, wo nicht gar mit ihrer ganzen Mannschaft zu Grunde gehen, wußte er sich der drückenden Gedanken nicht zu entschlagen, die ihn zu einem Schatten abhärmten. Er sprach fast nie anders, als wenn es sein Dienst erforderte, und kam sich selbst wie ein Verbrecher vor, der seine ganze Umgebung in Gefahr, Unglück und Tod führte. Wenn dann Einer von seinem Weibe, ein Anderer von seinen Kindern erzählte, wenn sie in süßen Hoffnungen schwelgten und Entwürfe für ihr künftiges Glück schmiedeten, so hätte Philipp fast vergehen mögen; er stand vom Tische auf und eilte nach einer einsamen Stelle des Deckes. Das Einemal suchte er sich zu überreden, daß sein Geist nur der Spielball einer augenblicklichen Aufregung, er selbst aber das Opfer einer Sinnentäuschung sei; dann aber rief er sich die ganze Vergangenheit in's Gedächtnis, – er fühlte die schreckliche Wirklichkeit – und stellte sich oftmals vor, die ganze übernatürliche Erscheinung habe mit dem Himmel nichts zu schaffen, sondern sei nur das Werk eines höhnenden Teufels. Aber dann wieder die Reliquie – durch solche Mittel konnte doch der Teufel nicht wirken!

Ein paar Tage nach seiner Ausfahrt bereute er bitter, daß er den ganzen Thatbestand nicht dem Pater Seysen vertraut und ihn um Rath gefragt hatte, ob es nicht etwa sündlich sei, daß er auf ein derartiges Unternehmen ausziehe. Es war jedoch zu spät, denn das gute Schiff Batavia befand sich schon mehr als tausend Meilen von dem Amsterdamer Hafen entfernt, und seine Pflicht, wie sie auch immer sein mochte, mußte erfüllt werden.

Als sich die Flotte dem Kap näherte, steigerte sich seine Angst in einem solchen Grade, daß sie Niemand an Bord entgehen konnte. Der Kapitän und die Offiziere der eingeschifften Truppen, welche sich sehr für ihn interessirten, bemühten sich vergeblich, die Ursache seiner Beklommenheit zu erfahren. Philipp schützte Krankheit vor – eine Angabe, mit der sein abgezehrtes Gesicht und seine eingesunkenen Augen nicht im Widerspruche standen. Den größeren Theil der Nacht verbrachte er auf dem Deck, blickte nach allen Richtungen aus, bewachte jede Veränderung am Horizont, wo er alle Augenblicke das Auftauchen des gespenstischen Schiffes erwartete, und zog sich erst mit dem Grauen des Tages nach seiner Kajüte zurück, um sich einer kurzen, vielgestörten Ruhe hinzugeben. Nach einer günstigen Fahrt ankerte die Flotte an der Tafelbay, um frische Vorräthe einzunehmen, und Philipp fühlte eine kleine Erleichterung, weil sich bis jetzt die übernatürliche Erscheinung nicht hatte blicken lassen.

Sobald sich die Flotte mit frischem Wasser versehen hatte, fuhr sie wieder aus, und Philipps Aufregung steigerte sich abermals. Sie umschifften übrigens mit günstigem Winde das Kap, kamen an Madagascar vorbei und gelangten in das indische Meer, wo sich die Batavia von der übrigen Flotte, die nach Cambrun und Ceylon bestimmt war, trennte.

»Und nun,« dachte Philipp, »wird wohl das gespenstische Schiff sich zeigen. Es hat nur gewartet, bis alle unsere Gefährten uns verlassen hatten, damit wir keinen Beistand hätten in unserem Unglück.«

Aber die Batavia segelte in glattem Wasser und unter einem wolkenlosen Himmel fort, ohne daß sich etwas blicken ließ. Nach einigen Wochen erreichten sie die Höhe von Java, auf der sie für die Nacht beilegten, ehe sie in die prächtige Rhede von Batavia einfuhren. Es war die letzte Nacht, die sie unter Segel zubringen sollten, und Philipp ging ohne Unterlaß auf dem Decke hin und her, ängstlich dem Tage entgegensehend. Der Morgen brach an – die Sonne erhob sich in aller Pracht, und die Batavia steuerte in die Rhede ein. Vor Mittag hatte sie geankert, und Philipp eilte mit erleichtertem Herzen in die Kajüte hinunter, um die Ruhe, der er so sehr bedurfte, zu genießen.

Er erwachte sehr erfrischt, denn eine Centnerlast war seiner Seele entnommen.

»Es ist also keine notwendige Folge,« dachte er, »daß die Mannschaft des Schiffes umkommen muß, weil ich mich an Bord befinde; auch muß das gespenstische Schiff nicht erscheinen, weil ich es suche. Ich habe daher keine weitere Last auf meinem Gewissen. Allerdings wünsche ich mit ihm zusammenzutreffen, habe aber dabei dieselbe Aussicht, wie Andere, und es ist keineswegs nothwendig, daß ich das finde, was ich suche. Daß das geheimnißvolle Schiff denen, welchen es begegnet, Unheil bringt, mag wohl wahr sein, nicht aber, daß die Begegnung selbst von mir abhängt. O Gott, ich danke dir! Jetzt kann ich mein Spähen ohne Gewissensbisse verfolgen.«

Durch diese Betrachtungen ruhiger gestimmt, begab sich Philipp wieder auf's Deck. Die Ausschiffung der Truppen hatte bereits stattgefunden, denn die Soldaten verlangten eben so sehnlich, ihrer langen Haft zu entkommen, als die Matrosen, mehr Raum und Gemächlichkeit zu gewinnen. Unser Held betrachtete die Landschaft. Die Stadt Batavia lag ungefähr eine Meile entfernt, tief auf dem Ufer; hinten erhob sich eine hohe Bergkette von glänzendem Grün, da und dort mit Landhäusern besät, die anmuthig aus den Wäldern hervorsahen. Das Panorama war wunderschön, die Vegetation üppig, und das lebhafte Grün übte einen sehr erfrischenden Eindruck auf das Auge. In der Nähe der Stadt lagen große und kleine Schiffe, ein ganzer Wald von Masten. Das Wasser in der Bay war von dem klarsten Blau und kräuselte sich unter einer frischen Brise. Da und dort unterbrachen kleine Inselchen, gleich grünen Büschen, die Eintönigkeit der Wasserfläche, und auch die Stadt selbst bot einen lieblichen Anblick, indem die weißen Häuser angenehm abstachen gegen das dunkle Blätterwerk der Bäume, welche in den Gärten wuchsen und die Straßen säumten.

»Ist es möglich,« bemerkte Philipp gegen den Kapitän der Batavia, welcher neben ihm stand, »daß dieser schöne Ort so ungesund sein kann? Dem Aeußeren nach zu schließen, würde ich gerade das Gegentheil glauben.«

»Wie die giftigen Schlangen des Landes unter den Blumen hervorbrechen,« versetzte der Kapitän, »so wandelt der Tod an dieser schönen und üppigen Landschaft umher. Fühlt Ihr Euch besser, Mynheer Vanderdecken?«

»Viel besser,« entgegnete Philipp.

»Um Eures geschwächten Zustandes willen, würde ich Euch doch rathen, an's Land zu gehen.«

»Ich werde dankbar von Eurer Erlaubniß Gebrauch machen. Wie lange bleiben wir hier?«

»Nicht lange; wir haben Auftrag, bald wieder zurückzukehren. Unser Cargo liegt schon bereit und wird an Bord gebracht werden, sobald wir ausgeladen haben.«

Philipp befolgte den Rath des Kapitäns, und fand ohne Schwierigkeit ein Unterkommen bei einem gastfreundlichen Kaufmanne, der an einer von der Stadt etwas abgelegenen, gesunden Stelle ein Wohnhaus besaß. Hier blieb er zwei Monate, während welcher Zeit er sich wieder erholte, und dann wenige Tage vor Abfahrt des Schiffs wieder an Bord ging. Die Rückreise lief glücklich ab, und vier Monate, nachdem sie Batavia verlassen, langten sie vor Helena an; denn die Schiffe machten in jener Zeit gewöhnlich die sogenannte östliche Passage, indem sie an der afrikanischen Küste hinunterliefen und sich nicht an die amerikanischen Ufer hielten. Abermals hatten sie das Kap passirt, ohne dem Geisterschiff zu begegnen, und Philipp fühlte sich nicht nur sehr gesund, sondern auch wohlgemuth. Vor St. Helena befiel sie eine Windstille; auch bemerkten sie endlich ein Boot, das auf sie zuruderte, und im Laufe von drei Stunden an der Seite der Batavia anlangte. Die Mannschaft war sehr erschöpft, denn sie hatte sich schon seit zwei Tagen in ihrem Boote abgemüht und ohne Unterlaß gerudert, um die Insel zu gewinnen. Die Leute gaben sich als die Bemannung eines kleinen, holländischen Indienfahrers zu erkennen, der zwei Tage zuvor gescheitert war; eine der Planken war in Trümmer gegangen, und das Schiff hatte sich so rasch gefüllt, daß die Menschen kaum Zeit gewannen, sich zu retten. Sie bestanden aus dem Kapitän, dem Maten, zwanzig Matrosen und einem alten, portugiesischen Priester, der von dem holländischen Gouverneur nach Hause geschickt worden war, weil er sich den holländischen Interessen auf der Insel Japan widersetzt hatte. Er war lange Zeit von den Eingebornen verborgen worden, da die Japanische Regierung sich gleichfalls bemühte, seiner habhaft zu werden, um ihn hinrichten zu lassen. Endlich sah er sich jedoch genöthigt, sich an die Holländer, als an seine weniger grausamen Feinde, zu ergeben.

Das holländische Gouvernement beschloß, ihn aus dem Lande zu schicken, weßhalb er an Bord des Indienfahrers gebracht wurde, der ihn mit nach Hause nehmen sollte. Dem Berichte des Kapitäns und der Matrosen zufolge war nur eine einzige Person verloren gegangen, diese aber ein Mann von Bedeutung gewesen, der viele Jahre die Stelle eines Präsidenten in der holländischen Faktorie zu Japan behauptet hatte. Er wollte mit den Reichtümern, die er sich gesammelt, nach Holland zurückkehren und hatte, dem Zeugnisse des Kapitäns und der Mannschaft zufolge, sein Unglück dem Umstande zu danken, daß er, nachdem er bereits in's Boot gebracht worden war, sich wieder auf das Schiff begab, um noch eine Tonne von unermeßlichem Werthe, welche Diamanten und andere kostbare Steine enthielt, zu retten. Während das Boot auf ihn wartete, tauchte das Bugspriet plötzlich unter, und der Schiffsschnabel folgte so schnell nach, daß die Matrosen sich nur mit Mühe zu retten vermochten. Sie harrten noch eine Zeitlang, um sich zu überzeugen, ob der unglückliche Mann nicht wieder an die Oberfläche auftauchen würde; er kam jedoch nicht wieder zum Vorschein.

»Ich dachte mir's wohl, daß uns Etwas zustoßen mußte,« bemerkte der Kapitän des versunkenen Schiffes, nachdem er sich in der Kajüte eine Weile mit Philipp und dem Kapitän der Batavia unterhalten hatte; »denn nur drei Tage vorher sahen wir den Teufel oder das Teufelsschiff, wie man's nennt.«

»Wie? den sogenannten fliegenden Holländer?« fragte Philipp.

»Ja, das ist, glaube ich, der Name, den man dem Gespenst gibt,« versetzte der Kapitän. »Ich habe oft davon sprechen hören, bin aber nie zuvor mit ihm zusammengetroffen, und hoffe, Gott wird mich auch für die Zukunft in Gnaden davor bewahren. Ich bin jetzt ein zu Grunde gerichteter Mann, und muß wieder von vorne anfangen.«

»Habe auch schon von dem Schiffe gehört,« bemerkte der Kapitän der Batavia; »seid doch so gut, uns mitzutheilen, wie sich 's gezeigt hat.«

»Je nun, die Sache verhält sich so: ich sah Nichts, als die Nebelgestalt des Rumpfes,« versetzte der Andere. »Es war sehr sonderbar; die Nacht war schön und der Himmel klar; wir standen unter Bramsegeln, denn bei Nacht mag ich nicht eilen, da wir sonst auch die Oberbramsegel hätten aussetzen können, und so in der Brise hübsch vorwärts gekommen wären. Ich hatte mich zu Bette gelegt, als gegen zwei Uhr Morgens der Mate mich auf das Deck berief. Ich fragte, was es gebe, und erhielt die Antwort, das könne man mir kaum sagen; die Leute seien indeß sehr eingeschüchtert, denn man sehe ein Schiff, das die Matrosen für ein gespenstisches erklärten. Ich begab mich auf das Deck; der ganze Horizont war klar, aber an unserer Windvierung befand sich eine Art von Nebel, rund, wie eine Kugel, und nicht weiter als zwei Kabellängen entfernt. Wir liefen ungefähr fünfthalb Knoten frei, konnten aber dennoch dem Nebel nicht entrinnen. ›Schaut dorthin,‹ sagte der Mate. ›Ei, was zum Teufel mag das sein?‹ entgegnete ich, meine Augen reibend. ›Keine Sandbänke im Luv, und doch ein Nebel, mitten unter einem klaren Himmel, dazu eine frische Kühlte, und rings umher Wasser.‹ Ihr müßt nämlich wissen, daß der Nebel nicht mehr als ein halb Dutzend Kabellängen bedeckte, wie wir wohl zu beiden Seiten an dem Horizonte bemerken konnten. ›Hört, Sir, sagte der Mate – ›sie sprechen wieder‹ ›Wer spricht?‹ entgegnete ich und horchte; und aus dem Nebelball heraus vernahm ich Stimmen. Endlich rief Eine: ›Haltet scharfen Lug aus da vorne, hört Ihr?‹ ›Ja, ja, Herr!‹ versetzte eine andere Stimme. ›Schiff auf dem Steuerbordbug!‹ ›Sehr wohl; Ihr im Vorderschiff, schlagt die Glocke‹ Und nun hörten wir die Glocke tönen. ›Es muß ein Schiff sein,‹ sagte ich zu dem Maten. ›Keines von dieser Welt, Sir,‹ versetzte er. ›Horcht‹ ›Eine Kanone bereit gehalten, da vorne!‹ ›Ja, ja, Herr‹ lautete es jetzt aus dem Nebel heraus, der uns augenscheinlich näher kam. ›Alles bereit, Herr!‹ ›Feuer!‹ Der Knall der Kanone tönte wie ein Donnerschlag in unserem Ohr und dann – –«

»Nun, und dann?« entgegnete der Kapitän der Batavia in athemloser Spannung.

»Und dann,« erwiderte der andere Kapitän mit feierlicher Stimme, »verschwand Nebel und Alles wie durch Zauberei. Der ganze Horizont war klar und überall hin Nichts mehr zu sehen.«

»Ist's möglich?«

»Es sind zwanzig Personen an Bord, die Ihr alle darüber vernehmen könnt,« versetzte der Kapitän. »Auch haben wir da den alten katholischen Priester, der die ganze Zeit über neben mir auf dem Decke stand. Die Matrosen sagen, es werde uns ein Unfall begegnen, und als wir in der Morgenwache den Pumpensod untersuchten, fanden wir vier Fuß Wasser; wir griffen zu den Pumpen, aber das Wasser gewann bald die Oberhand, und wir gingen unter, wie ich bereits mitgetheilt habe. Der Mate sagte, das Schiff sei wohlbekannt, man nenne es nur den fliegenden Holländer.«

Philipp schwieg, war aber sehr erfreut über das, was er vernommen hatte.

»Wenn dieß der Fall ist,« dachte er, »so erscheint das gespenstische Schiff meines armen Vaters Anderen ebenso gut, als mir, und der Umstand, daß ich an Bord bin, kann für die Unglücklichen keinen Unterschied machen. Ich benütze nur den Zufall, der mich mit ihm zusammenführt, und setze nicht das Leben derjenigen auf's Spiel, welche in demselben Schiffe mit mir segeln. Das Herz ist mir jetzt erleichtert, und ich kann meinen Spähzug mit ruhigem Gewissen verfolgen.«

Am andern Tage ersah Philipp die Gelegenheit, mit dem katholischen Priester bekannt zu werden, der das Holländische und noch andere Sprachen so gut verstand, als die portugiesische. Er war ein ehrwürdiger Mann von ungefähr sechszig Jahren mit weißem, wallendem Bart, sehr mild in seinem Benehmen und angenehm in der Unterhaltung.

Als in der folgenden Nacht Philipp seine Wache hielt, ging der Greis mit ihm auf dem Decke umher, und nachdem sie sich lange Zeit mit einander unterhalten, vertraute ihm unser Held, daß er der katholischen Kirche zugethan sei.

»In der That, mein Sohn, das ist sehr ungewöhnlich bei einem Holländer.«

»Allerdings,« versetzte Philipp; »auch ist es an Bord nicht bekannt – nicht daß ich mich meines Glaubens schämte, sondern nur, weil ich Controversen zu vermeiden wünsche.«

»Ihr seid verständig, mein Sohn. Ach! wenn die reformirte Religion keine besseren Früchte trägt, als die, deren Zeuge ich im Osten war, so ist sie wenig besser, als Götzendienst.«

»Sagt mir, Vater,« entgegnete Philipp – »Eure Begleiter sprechen von einem wunderbaren Gesichte – von einem Schiffe, das nicht von Sterblichen bemannt sei. Habt Ihr es gleichfalls gesehen?«

»Ich sah, was die Uebrigen auch,« erwiderte der Priester; »und in der That, so weit meine Sinne urtheilsfähig sind, dünkte mich die Erscheinung sehr ungewöhnlich – ich möchte wohl sagen übernatürlich. Ich habe indeß schon früher von diesem Geisterschiffe gehört und außerdem vernommen, daß es stets der Vorläufer eines Unglücks sei. Auch bei uns hat sich dieß erwahrheitet, obgleich wir – freilich jetzt nicht mehr – einen Menschen an Bord hatten, dessen Sündenlast mehr als hinreichend gewesen wäre, jedes Schiff zu versenken. Ich spreche da von einem Manne, welcher sammt seinen Schätzen, von denen er in seiner Heimath alle Freuden der Welt erwartete, durch die Wogen verschlungen wurde – ein Geschick, welches augenfällig zeigt, daß der Allmächtige oft schon in dieser Welt eine gerechte und schreckliche Vergeltung an denen übt, welche seinen Zorn auf sich geladen haben.«

»Ihr sprecht von dem holländischen Präsidenten, der mit Eurem versunkenen Schiffe unterging?«

»Ja; aber die Geschichte der Verbrechen dieses Menschen ist lang. Morgen Nacht will ich wieder mit Euch zusammentreffen und Euch das Ganze erzählen. Der Friede sei mit Euch, mein Sohn – und gute Nacht.«

Das Wetter blieb fortwährend schön, und die Batavia legte gegen Abend bei, um am nächsten Morgen in der Rhede von Sanct Helena Anker zu werfen. Als Philipp auf dem Decke erschien, um die Mittelwache anzutreten, fand er den alten Priester, der an den Laufplanken seiner harrte. Im Schiffe war Alles ruhig. Die Matrosen schlummerten zwischen den Kanonen, und Philipp begab sich mit seinem neuen Bekannten nach hinten, wo sie auf dem Geflügelstalle Platz nahmen. Der Priester begann, wie folgt:

»Ihr wißt vielleicht nicht, daß die Portugiesen zwar ängstlich bemüht sind, sich ein Land zu sichern, das durch ihren Muth und ihren Unternehmungsgeist entdeckt wurde und dessen Besitz, wie ich fürchte, sie viele Verbrechen gekostet hat – aber dennoch einen Punkt, der allen guten Katholiken theuer ist, nie aus den Augen verloren haben: ich meine nämlich die Verbreitung des wahren Glaubens und die Auspflanzung von Christi Banner im Bereiche des Götzendienstes. Durch einen Schiffbruch, der Einige von unsern Landsleuten an die Küste warf, wurden wir mit den Inseln Japans bekannt, und sieben Jahre später landete unser heiliger und gebenedeiter Franziscus, der jetzt bei Gott ist, auf der Insel Ximo, wo er zwei Jahre und fünf Monate blieb, unsern Glauben verkündigte und viele Heiden bekehrte. Dann schiffte er sich nach seinem ursprünglichen Bestimmungsorte, China, ein, sollte aber nicht daselbst anlangen, denn er starb auf der Ueberfahrt und schloß sein reines, heiliges Leben. Nach seinem Tode vergrößerte sich auf den japanischen Inseln die Anzahl der Bekehrten mehr und mehr, trotz der vielen Hindernisse und Verfolgungen, die uns die Götzenpriester in den Weg legten, und der Verfolgungen, mit welchem die Angehörigen unseres Glaubens von Zeit zu Zeit heimgesucht wurden. Die christliche Religion verbreitete sich schnell, und viele Tausende beteten den wahren Gott an.

»Nach einer Weile gründeten die Holländer zu Japan eine Ansiedelung, und als sie fanden, daß die japanischen Christen in der Umgebung der Faktorien nur mit den Portugiesen, zu welchen sie Vertrauen hatten, verkehren wollten, so wurden sie unsere Feinde; auch beschloß der Mann, von dem wir gesprochen haben, und der in jener Periode an der Spitze der holländischen Faktorie stand, in seinem Durste nach Gold, den Kaiser des Landes gegen die christliche Religion argwöhnisch zu machen, und so die Portugiesen sammt ihren Anhängern zu Grunde zu richten. So, mein Sohn, benahm sich ein Mensch, welcher sich zur reformirten Religion bekannte, die er für reiner, als die unsrige erklärte.

»In unserer Nähe wohnte auch ein reicher, einflußreicher Japanese, der sich mit zwei von seinen Söhnen zum Christenthum bekehrte und die Weihe der heiligen Taufe erhielt. Er hatte noch zwei andere Söhne, die am Hofe des Kaisers lebten. Dieser reiche Mann hatte uns zum Zwecke eines Colleges und einer Schule mit einem Hause beschenkt; nach seinem Tode aber verlangten die beiden am Hofe befindlichen Söhne, welche noch Götzendiener waren, wir sollten dieses Eigenthum wieder abtreten. Wir weigerten uns deß, und der holländische Präsident ersah die Gelegenheit, die jungen Männer gegen uns aufzureizen, und durch ihre Vermittlung den japanesischen Kaiser zu bereden, daß die Portugiesen und Christen sich gegen seinen Thron und sein Leben verschworen hätten; denn ich muß hier bemerken, daß ein Holländer, wenn er gefragt wird, ob er ein Christ sei, zu antworten pflegt: ›nein, ich bin ein Holländer.‹

»Der Kaiser, der an dieses Verschwörungsmärchen glaubte, erließ augenblicklich Befehl, die Portugiesen und alle Japanesen, welche sich zum Christenthume bekehrt hatten, zu vertilgen. Er stellte zu diesem Zwecke eine Armee auf die Beine und übergab das Kommando den gedachten jungen Männern, deren Vater uns das College geschenkt hatte. Die Christen, welche sahen, daß ihre einzige Aussicht im Widerstande liege, griffen zu den Waffen und wählten zu ihren Führern die beiden andern Söhne des japanesischen Herrn, welche in Gemeinschaft mit diesem zum Christenthume übergegangen waren. So standen sich nun zwei Armeen gegenüber, die von vier Brüdern befehligt wurden, zwei auf der einen und zwei auf der andern Seite.

»Das christliche Heer belief sich auf mehr denn vierzigtausend Mann, was übrigens der Kaiser nicht wußte, denn er schickte nur eine Streitmacht von fünfundzwanzigtausend aus, um sie anzugreifen und zu vertilgen. Die Armeen trafen zusammen, und nach einem hartnäckigen Kampfe (denn die Japanesen sind sehr tapfer) blieb der Sieg auf Seite der Christen, welche – mit Ausnahme der Wenigen, welche sich in den Booten retteten – das ganze kaiserliche Heer zusammenhieben.

»Dieser Sieg gab Anlaß zu neuen Bekehrungen und unsere Armee steigerte sich bald bis auf fünfzigtausend Mann. Der Kaiser aber, als er erfuhr, daß seine Truppen vernichtet waren, ordnete eine neue Aushebung an, stellte hundertundfünfzigtausend Mann in's Feld und ertheilte seinen Generalen Befehl, den Christen keinen Pardon zu geben, die beiden Führer des feindlichen Heeres ausgenommen, die er lebendig greifen lassen wollte, um sie unter langsamen Folterqualen tödten zu können. Alle Anerbietungen zu Beilegung des Zwistes wurden zurückgewiesen, und der Kaiser erschien in Person unter seiner Armee. Die beiden Heere trafen wieder zusammen, und am ersten Schlachttage blieb der Sieg auf Seite der Christen; aber dennoch hatten sie den Verlust eines ihrer Generale zu beklagen, der verwundet und gefangen wurde; auch war ihr Verlust bedeutend, da die Feinde ohne Erbarmen gewürgt hatten.

»Der zweite Schlachttag fiel verhängnißvoll für die Christen aus. Ihr General fiel, sie selbst wurden von dem weit überlegenen Feinde bis auf den letzten Streiter erschlagen. Der Kaiser griff sodann das Lager im Rücken der Schlachtlinie an, und ließ Greise, Weiber und Kinder schlachten. Auf dem Wahlplatze, im Lager und durch spätere Folter, kamen mehr als sechszigtausend Christen um. Dieß war jedoch nicht Alles. Man spähte eifrig viele Jahre lang durch die Inseln nach Christen, und marterte Alle, welche aufgefunden wurden, auf's Grausamste zu Tode. Seit fünfzehn Jahren nun ist im japanesischen Reiche das Christenthum gänzlich ausgerottet, und während einer mehr als sechzehnjährigen Verfolgung wurden mehr als viermal hunderttausend Christen getödtet. Und dieses blutige Schlachten, mein Sohn, wurde veranlaßt durch die Falschheit und den Geiz jenes Mannes, der vor einigen Tagen seine gerechte Strafe erhielt. Die holländische Compagnie war zufrieden mit seinem Benehmen, das ihr so große Vortheile sicherte, und überließ ihm viele Jahre lang die Stelle eines Präsidenten auf ihrer Faktorie zu Japan. Als er nach Indien kam, war er noch ein junger Mann, und erst als seine Haare bleichten, dachte er an die Rückkehr in's Vaterland. Er hatte sich ungeheure Schätze zusammengescharrt – sie mußten's auch sein, um einen Geiz, wie der seinige war, zufrieden stellen zu können! Alles ist mit ihm zu Grunde gegangen; er selbst aber steht jetzt vor seinem Richter.

»Führt Euch dieß ein wenig zu Gemüthe, mein Sohn; ist es nicht besser, dem Pfad der Pflicht zu folgen und die Freuden der Welt sammt ihrem Mammon zu meiden, um sich die Hoffnung zu retten, daß uns nach unserem Hingang ein ewiges Glück vorbehalten ist?«

»Sehr wahr, heiliger Vater,« versetzte Philipp nachdenkend.

»Ich habe nur noch wenige Jahre zu leben,« fuhr der alte Mann fort, »und Gott weiß, daß ich ohne Widerstreben aus dieser Welt scheiden werde.«

»Auch ich könnte es,« versetzte Philipp.

»Ihr, mein Sohn? – Nein. Ihr seid jung und solltet voll Hoffnung sein. Es bleibt Euch noch die Erfüllung Eurer Pflicht in der Stellung vorbehalten, zu der Euch Gottes Gnade berufen wird.«

»Ich weiß, daß ich eine Pflicht zu erfüllen habe,« entgegnete Philipp. »Vater, die Nachtluft ist zu scharf für Eure Jahre. Geht zu Bette und überlaßt mich meiner Wache und meinen Gedanken.«

»Du hast Recht, mein Sohn; möge der Himmel dich behüten. Nimm den Segen eines alten Mannes – gute Nacht.«

»Gute Nacht,« entgegnete Philipp, der erfreut war, jetzt allein zu sein. »Soll ich ihm Alles bekennen?« dachte er. »Ich fühle, daß ich ihm vertrauen könnte. – Doch nein. Ich mochte Pater Seysen mein Geheimniß nicht enthüllen – warum ihm? Ich würde mich in seine Gewalt geben, und er könnte mir auferlegen – – Nein, nein! das Geheimniß ist nicht mein Eigenthum. Ich brauche keine Rathgeber.«

Und Philipp zog die Reliquie aus seinem Busen, um sie ehrfurchtsvoll an seine Lippen zu drücken.

Die Batavia lag einige Tage vor St. Helena, und setzte dann ihre Reise wieder fort. Sechs Wochen später lag Philipp wieder in dem Zuyder See vor Anker. Der Kapitän ertheilte ihm Urlaub, und er brach alsbald nach seiner Heimath auf, den alten portugiesischen Priester Matthias mit sich nehmend, den er sehr lieb gewonnen hatte, und dem er seinen Schutz anbot, so lange es dem Greise belieben sollte, in den Niederlanden zu weilen.

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