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Der Enkel der Könige

Franz Treller: Der Enkel der Könige - Kapitel 8
Quellenangabe
pfad/treller/enkel/enkel.xml
typefiction
authorFranz Treller
titleDer Enkel der Könige
publisherUnion Verlag
printrun76. bis 82. Tausend
editorFritz Heike
year1957
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20081118
projectidec3dc9af
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Der Tempelwächter

»Er lebt! Er lebt! Der Enkel der Könige lebt!« flüsterte Tenanga; er richtete sich auf. Minutenlang hatte er neben dem scheinbar leblosen Körper Pablos gekniet, zitternd vor Schmerz, Ingrimm und Haß. Aber nun hob ein schwacher Atemzug die Brust des Liegenden, gleich darauf schlug er die Augen auf. Aus seiner kleinen Wunde an der Seite sickerte Blut.

»Atme! Atme gut durch, Hualpa«, flüsterte der Kniende, »es ist alles gut, deine Wunde ist nicht gefährlich, wir werden sie heilen.«

Der Verwundete ließ seine Augen umherschweifen; etwas wie Verwunderung stand darin. »Was ist denn? Was ist?« murmelte er. Und dann versuchte er sich aufzurichten, sein Gesicht verzerrte sich. »Ich weiß«, murmelte er, »ich bin getroffen, in den Rücken. Muß ich sterben?«

Tenanga hatte die Wunde bereits vorsichtig entblößt. »Nein«, sagte er, »nein, König, du mußt nicht sterben. Die Unsichtbaren haben dich geschützt. Die Kugel ist abgeglitten und hat die Rippen umgangen. Es ist nicht gefährlich.« Er war schon dabei, Pablos Hemd in Fetzen zu reißen. Er lief mit den Linnenstreifen die Treppe hinunter ans Wasser, tauchte sie ein und kam schnell wieder zurück. Sorgfältig kühlte er die Wunde, legte die Kompresse auf und umwickelte sie mit langen Streifen, so daß sie fest lag und die nicht sehr starke Blutung gestillt wurde. Pablo war schon wieder völlig bei Sinnen, der harte Fall hatte ihn betäubt. Nachdem Tenanga ihn provisorisch gebettet hatte, sah er nach den Feinden aus; die Angst um den Getroffenen hatte ihn eine Zeitlang alle Sorgfalt vergessen lassen. Aber von den Verfolgern war weit und breit nichts mehr zu erblicken. Vielleicht glaubten sie ihre Aufgabe mit Pablos Fall erfüllt, vielleicht hatten sie sich auch zurückgezogen, weil Tenanga ihren Anführer niedergestreckt hatte. Möglicherweise fürchteten sie auch, sich dem leicht zu verteidigenden Turm zu nahen. Fort waren sie jedenfalls.

»Ich will dir ein Lager bereiten«, sagte Tenanga und ging in den Turm hinein, der im oberen Teil zwei leere Gemächer aufwies, deren Fensteröffnungen auf den Fluß hinauswiesen. Auf dem Umgang, der den viereckigen oberen Teil des Turmes umgab, wuchsen Gras und allerlei Buschwerk. Tenanga sammelte Laub und dürres Gras, schleppte es in eines der Gemächer und errichtete auf diese Weise ein primitives Lager. Dann ging er zu Pablo hinab, der zwar nicht allein zu gehen vermochte, indessen, auf Tenangas starken Arm gestützt, die Zähne zusammenbeißend, in den Turm hineinwankte und bald auf dem Lager gebettet war. Tenanga war unermüdlich um ihn besorgt, er brachte ihm Wasser vom Fluß, um seinen Durst zu löschen, und fragte immer wieder nach etwaigen Wünschen. Aber Pablo hatte keine Wünsche, er war nur müde und fühlte sich matt.

»Schlafe, Hualpa«, sagte Tenanga, »ich werde dich ein Weilchen allein lassen. Ich will sehen, ob noch Feinde im Wald stecken und versuchen, uns ein Wild zu schießen; es ist nötig, daß du bald kräftige Nahrung bekommst. Du bist sicher hier, es wird sich niemand an das alte Gemäuer wagen, und außerdem entferne ich mich nicht weit.«

»Geh nur«, antwortete Pablo leise, »ich bin sehr erschöpft. Die Ruhe wird mir gut tun. Ich danke dir für deine Hilfe.«

Tenanga nahm seine Büchse und ging leise hinaus. Vor Pablos halbgeschlossenen Augen begannen seltsame Schleier zu wogen, die noch seltsamere Bilder zu verbergen schienen. Er hätte gern gewußt, was das für Bilder seien. Es war ihm, als sähe er eine plumpe, geduckte Gestalt, er wußte nicht, war es ein Mann oder Weib, der Kopf war im Verhältnis zum Körper übergroß, starre, leere Augen sahen ihn an. Doch verschwand das Bild schon wieder, bevor es noch deutlich geworden, um einem anderen, kaum in der Kontur erkennbaren, Platz zu machen. Es war ihm, als träten aus Nischen Gestalten auf ihn zu, unhörbar, schwebend, sie erschreckten ihn durch ihre Lautlosigkeit.

Plötzlich ließ ein leises Kichern ihn zusammenzucken. Er riß die Augen auf, schloß sie gleich wieder wie in jähem Schreck und öffnete sie abermals. Wachte oder träumte er? Nein, er träumte wohl nicht. Das Kichern ertönte abermals, es klang blechern und hohl, Pablo aber, nun auf die Hände gestützt und halb aufgerichtet, sah einen Mann vor sich stehen, einen Indianer zweifellos, und zwar einen Greis; langes, weißes Haar rahmte das tief braune, faltige Gesicht und fiel auf die schmalen Schultern herab. Der Mann, ein Männchen eigentlich, vielleicht vom Alter geschrumpft, trug eine Art Pantherfell, aus dem nackte, magere Arme heraussahen. Die ebenso mageren Beine steckten in langen ledernen Gamaschen. In dem weißen Haar waren ein paar wippende Federn befestigt. Der Mann hielt in den Händen Bogen und Pfeile. In seinem dunklen, ledernen Gesicht brannten ein Paar kleine, dunkle Augen in einem unheimlichen Glanz. Der Mann kicherte abermals. Der Blick, mit dem er Pablo ansah, schien auf eine eigentümliche Weise leer. »Bist du zurückgekommen?« fragte er jetzt, seine Stimme klang hoch, beinahe schrill, fast wie die eines Kindes. Die Worte waren in der Mayasprache gesagt.

Er träumte also nicht. Er versuchte sich weiter aufzurichten; seine Augen forschten in dem Antlitz des Mannes. »Wer bist du?« flüsterte er, von einem unheimlichen Grauen gepackt; war es ihm doch, als sei da ein uraltes Bildwerk auf geheimnisvolle Weise lebendig geworden. »Es wird Zeit! Es wird hohe Zeit!« flüsterte der Mann.

Pablo unterdrückte ein Stöhnen. »Wer du auch bist«, sagte er, »ich bin verwundet, habe vor Feinden hier Zuflucht gefunden –«

»Ich weiß, ich weiß!« sagte der Mann, er stieß plötzlich ein schrilles Gelächter aus, »sie haben ganze Arbeit gemacht, die Blancos; es ist keiner übrig geblieben. Auch du, Nezualpilli, bist lange schon tot. Warum bist du zurückgekommen?« Ein Wahnsinniger! dachte Pablo, ohne Zweifel ein Wahnsinniger. Er war so müde, so erschöpft, das Denken fiel ihm so schwer, er hätte sich am liebsten zurückgleiten lassen und die Augen geschlossen. Aber dieser kleine wahnsinnige Indianer war eine Realität, und von dieser Realität ging etwas Bedrohliches aus. Vielleicht war doch ein Zugang zu den verschütteten Schächten seines Bewußtseins; der Jüngling fühlte, er müsse heraus aus dieser sonderbaren Traumwelt, hinein in Aufmerksamkeit heischende Wirklichkeit. Er zwang seinen Blick in die flackernden Augen des sonderbaren Greises und sagte auf Spanisch: »Ich bin Pablo del Roca« (er hatte, solange er bei d'Irala war, den Namen der Hazienda als den seinen geführt).

Mit den gespenstischen Zügen des Mannes ging, kaum daß diese spanischen Worte erklungen waren, eine merkwürdige Veränderung vor sich. Es war, als straffe sich die Haut, in die leeren Augen kam Leben, ein forschender, mißtrauischer Ausdruck ergriff Besitz von ihnen, selbst die Stimme erschien verändert, einen Ton dunkler und natürlicher:

»Wie kamst du hierher?«

»Auf der Flucht. Wir wurden verfolgt, eine Kugel traf mich, ein Freund schleppte mich hierher.«

»Wer verfolgte dich?«

Pablo zögerte; er wußte nicht, ob es geraten sei, den Namen Chamulpo zu nennen. Dieser Fremde war ihm mit seinen plötzlich natürlichen und verständlichen Fragen nur noch rätselhafter geworden.

»Blancos? Sind es Blancos, die dich verfolgen?«

»Nein. Ein mächtiger Indianer ist es.«

»Ein Indianer? Dich?« Der Alte beugte sich ruckhaft herab, starrte ihn an. Pablo sah mit Grauen, wie der Ausdruck seiner Augen schon wieder wechselte. »Nezualpilli«, murmelte der Alte, »Nezualpilli, wie kommst du hierher?«

»Ich bin ein Maya, aber ich bin unter Weißen erzogen worden«, sagte Pablo und mühte sich, seiner Stimme Festigkeit und seinen Blicken Kraft zu geben. Der Alte horchte auf, er fuhr sich mit der knochigen Hand über die Stirn, er schien nachzudenken, plötzlich erschien sein Gesicht auf eine grausame Weise hilflos und verlassen. »Tanub auch«, murmelte er, »Tanub ist auch unter Blancos erzogen, sie wollten ihn zum Priester machen, von dem Mann am Kreuz sollte ich lehren, aber sie sind dazwischen getreten« – er sah sich mit scheuen Blicken in dem düsteren Gemach um, »siehst du sie an den Wänden, die Schatten der Könige?« flüsterte er, »sie wollten es nicht, sie wollten Tanub nicht lassen, sie sind unter den Schwertern der Blancos gefallen, Tanub durfte nicht dem Gott ihrer Mörder dienen.«

Pablo starrte ihn an. Er ist wahnsinnig, dachte er wieder, sein Geist ist verwirrt, aber er ist ein Mensch, kein Gespenst, ich brauche mich nicht zu fürchten. Es ist noch Vernunft in ihm, man muß sie nur wecken. Er wollte etwas sagen, aber seine Wunde schmerzte, er mußte sich fallen lassen, ein leises Stöhnen kam über seine Lippen.

Im Augenblick kniete der Alte an seiner Seite, Bogen und Pfeile hatte er fallen lassen. »Du bist verwundet?« fragte er, wieder mit ganz natürlicher Stimme, »laß sehen, ich verstehe mich darauf.« Und schon begann er mit unendlicher Sorgfalt den Verband zu lösen. »Es ist nichts«, murmelte er, »es ist gar nichts. Ich werde dir Kräuter auflegen. Wo ist dein Freund?«

»Er wollte versuchen, ein Wild zu schießen.«

Der Alte runzelte die Stirn. »Dummes Zeug«, lispelte er, »warum kommt er nicht zu mir? Ich habe alles. Alles, was du brauchst.« Er verband die Wunde wieder, und das mit solcher Umsicht und Geschicklichkeit, daß ein behutsamer Arzt es nicht besser gekonnt hätte. »Du mußt zu mir kommen«, flüsterte er, »kannst hier nicht bleiben. Tanub wird dich pflegen, wird dich heilen.«

»Ihr wohnt in der Nähe, Señor?«

»Was fragst du so dumm? Weißt du nicht, wo Tanub wohnt? Jeder weiß es.« Pablo schwieg; seine Augenlider senkten sich, Traum und Wirklichkeit gingen ineinander über, er wußte nicht, war der Alte Wirklichkeit oder war er doch nur ein Traum?

Plötzlich kicherte es wieder neben ihm. Er riß die Augen auf, sah, der Alte hockte am Boden. »Siehst du das Bild?« fragte er mit der hellen schrillen Stimme. Sein, magerer Arm war ausgestreckt und wies auf eine Wand; er zitterte. Pablo folgte dem Blick und sah: er hatte auch das Bild von vorhin nicht geträumt. An der Wand erhob sich ein Relief, es schien herauszutreten; je länger Pablo es anstarrte, je lebendiger wurde es.

»Weißt du, wer das ist?« flüsterte der Alte.

»Nein, Señor.«

Wieder das leise, kichernde Lachen. »Niemand weiß es.« Die Schultern des kleinen Mannes zuckten. »Niemand außer Tanub. Axopil ist es, der König. Er hat diesen Turm gebaut, vor vielen hundert Jahren. Kannst du die Zeichen der Mayas lesen?«

»Nein, ich kann es nicht.«

Und abermals das heillose Kichern, der Greis rieb sich die Hände, ein irrsinniges Lächeln verzerrte sein zerknittertes Gesicht. »Niemand kann sie lesen, niemand auf Erden außer Tanub. Die Gelehrten der Blancos wissen nichts von ihnen, Tanub allein entschlüsseln sie sich.« Er wiegte im Sitzen den schmalen, schmächtigen Oberkörper hin und her. »Die Estrangeros kommen«, kicherte er, »Americanos, Alemans und Ingleses. Sie forschen in den Königspalästen nach den Zeichen der Vergangenheit, die ihre Väter ausgelöscht haben, sie suchten die Zeichen zu deuten, aber die alten Steine geben ihr Geheimnis nicht preis. Niemand liest die Geschichte der Könige, nur Tanub kennt sie, Tanub, der bei den Priestern war. Da ist ein Aleman, ein großer Gelehrter, er weiß viel, sehr viel, er will die Zeichen enträtseln, aber er kann es nicht, auch er kann es nicht.«

Pablo war wieder ganz wach; mit aufmerksamem Staunen lauschte er den halb irren, halb vernünftigen Reden des alten Indianers. Der wiegte sich hin und her und sah über ihn weg, als sei er gar nicht vorhanden. Ein leiser Schritt wurde hörbar, Tenanga stand im Raum, er hatte die Büchse in der Hand und sah verwundert auf den hockenden Alten. Pablo atmete auf. »Tenanga«, sagte er, »wie gut, daß du wieder da bist.«

»Ich habe unten am Ufer einen Kahn gesehen«, versetzte der Ankömmling, »einen Kahn mit zwei Leuten darin. Da kam ich zurück.«

Der Alte schien den Eingetretenen erst jetzt zu bemerken, er erhob sich und ging mit einer gravitätischen Feierlichkeit auf ihn zu. »Ist das dein Freund?« fragte er, zu Pablo gewandt.

»Ja, es ist Tenanga, der Sohn Azuals.«

Der Alte stieß einen heiseren Schrei aus; seine Augen schienen aus den Höhlen zu wollen, er starrte den jungen Jäger an. » Azual«, lispelte er, »der Sohn Azuals?«

Tenanga war zurückgetreten und hatte die Büchse fester gefaßt; er ließ den Alten nicht aus dem Auge. »Mein Vater war Azual«, sagte er.

Der Greis ließ sein Kichern ertönen, lauter jetzt, schriller, gespenstiger. Plötzlich brach es ab, er flüsterte, den flackernden Blick auf Tenanga gerichtet: »Weißt du, wo Azual ist?«

»Ja«, sagte Tenanga mit zitternder Stimme, »er ist tot.«

»Tot! Tot!« rief der Alte, seine Stimme schnappte über, er machte den lächerlichen Versuch, sich aufzurecken. »In der Nacht ist er«, rief er, »in der ewigen Nacht: er hat den König, den letzten König, den Enkel Nezualpillis, erschlagen!«

Tenanga, von diesen herausgeschrienen Worten wie von einem Schlag getroffen, begann am ganzen Leibe zu zittern; er starrte auf den Alten wie auf eine Erscheinung. »Der Enkel der Könige lebt«, flüsterte er, »Azual hat ihn nicht erschlagen, und Hualpa hat ihm verziehen. Dort liegt er, frage ihn selbst.«

Der wilde Ausdruck in des Alten Gesicht erlosch, er sah aus, als lausche er in sich hinein, dann wandte er sich und sah Pablos dunkle Augen auf sich gerichtet. »Hualpa hat verziehen. Azuals Seele wird im Licht wohnen«, sagte der Jüngling.

Da ging ein Zittern durch den Körper des Greises, er kniete neben Pablos Lagerstätte nieder. »Hualpa«, flüsterte er, »du bist Hualpa, der Enkel, du bist wiedergekommen. Ich habe es gewußt. Tanub hat es gewußt. Er hat es in den Sternen gelesen. Der Enkel war tot, Azual erschlug ihn auf Chamulpos Befehl, aber Tanub wußte, daß er wiederkommen würde zu seiner Zeit. Sei willkommen, Hualpa, willkommen, König, im Reich deiner Väter!«

Lange saß er so; die Jünglinge schwiegen. Plötzlich erhob er sich, ein Verwandelter wieder, dem man nicht anmerkte, daß sein Geist verwirrt war. »Ihr müßt mit mir kommen«, sagte er, »Tanub wird den König heilen, niemand wird ihn bei mir suchen, niemand wird ihn finden. Von Tanubs Haus wird er seinen Ausgang nehmen. Kommt. Es ist Zeit.«

Sie hoben den Verwundeten auf; es erwies sich, daß der kleine Greis noch über erstaunliche Kräfte verfügte. Sie trugen ihn aus dem Turm und die Treppe hinab. Unten lag ein Canoa, ein Indianer und ein indianischer Knabe waren darin. Sie hoben Pablo hinein und betteten ihn auf ein Lager von Fellen. Tenanga trug die Waffen in das Fahrzeug und half dem Alten beim Einsteigen.

Der Indianer und der Knabe, die in dem Boot gewesen waren, griffen schweigend zu den Rudern; sie lenkten das Fahrzeug stromauf. Tenanga folgte in seinem eigenen Canoa.

Schweigend legten sie den Weg zwischen den düsteren Waldufern zurück. Nach einer Stunde bogen sie in einen Seitenarm ein, der von dichtem Schilf gesäumt wurde. An einer flachen, sandigen Stelle legten sie an. Düsteres, grün überwuchertes Mauerwerk zeigte sich ihren Blicken. In der Nähe wuchsen Bananen; ein Maisfeld dehnte sich aus.

Auf einen Wink des Greises wurde Pablo emporgehoben und nach dem Gemäuer hinübergetragen, das von außen den Eindruck einer Ruine machte. Es zeigte sich indessen, daß diese Ruine im Inneren erhaltene Gemächer aufwies, die wohnlich eingerichtet waren; seltsame Figuren schmückten die Eingänge. Man trug Pablo auf ein weiches Bett. Eine alte Indianerin erschien und brachte Fleisch, Tortillas und Kaffee. Der Alte griff Pablo wie ein weißer Arzt nach dem Puls. »Du hast nur schwaches Fieber, Sohn Jungunas«, sagte er, »du wirst bald gesunden. Hier in Tanubs Haus bist du sicher.«

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