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Den Spott zum Schaden

: Den Spott zum Schaden - Kapitel 51
Quellenangabe
typefarce
authorverschiedene
titleDen Spott zum Schaden
editorSiegfried Arnim Neumann
publisherVEB Hirnstorff Verlag Rostock
senderhille@abc.de
created20071118
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Johann Peter Hebel

Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
1811

Der schlaue Husar

Ein Husar im letzten Kriege wußte wohl, daß der Bauer, dem er jetzt auf der Straße entgegenging, hundert Gulden für geliefertes Heu eingenommen hatte und heimtragen wollte. Deswegen bat er ihn um ein kleines Geschenk zu Tabak und Branntwein.

Wer weiß, ob er mit ein paar Batzen nicht zufrieden gewesen wäre. Aber der Landmann versicherte und beteuerte bei Himmel und Hölle, daß er den eigenen letzten Kreuzer im nächsten Dorfe ausgegeben und nichts mehr übrig habe.

»Wenn‘s nur nicht so weit von meinem Quartier wäre«, sagte hierauf der Husar, »so wäre uns beiden zu helfen; aber wenn du hast nichts, ich hab nichts, so müssen wir den Gang zum heiligen Alfonsus doch machen. Was er uns heute beschert, wollen wir brüderlich teilen.«

Dieser Alfonsus stand in Stein ausgehauen in einer alten, wenig besuchten Kapelle am Feldweg.

Der Landmann hatte anfangs keine große Lust zu dieser Wallfahrt. Aber der Husar nahm keine Vorstellung an und versicherte unterwegs seinem Begleiter so nachdrücklich, der heilige Alfonsus habe ihn noch in keiner Not steckenlassen, daß dieser selbst anfing, Hoffnung zu gewinnen.

Vermutlich war in der abgelegenen Kapelle ein Kamerad und Helfershelfer des Husaren verborgen? Nichts weniger! Es war wirklich das steinerne Bild des Alfonsus, vor welchem sie jetzt niederknieten, während der Husar gar andächtig zu beten schien.

»Jetzt«, sagte er seinem Begleiter ins Ohr, »jetzt hat mir der Heilige gewinkt.« Er stand auf, ging zu ihm hin, hielt die Ohren an die steinernen Lippen und kam gar freudig wieder zu seinem Begleiter zurück. »Einen Gulden hat er mir geschenkt, in meiner Tasche müsse er schon stecken.« Er zog auch wirklich zum Erstaunen des andern einen Gulden heraus, den er aber schon vorher bei sich hatte, und teilte ihn versprochenermaßen brüderlich zur Hälfte.

Das leuchtete dem Landmann ein, und es war ihm gar recht, daß der Husar die Probe noch einmal machte.

Alles ging das zweitemal wie zuerst. Nur kam der Kriegsmann diesmal viel freudiger von dem Heiligen zurück. »Hundert Gulden hat uns jetzt der gute Alfonsus auf einmal geschenkt. In deiner Tasche müssen sie stecken.«

Der Bauer wurde todesblaß, als er dies hörte, und wiederholte seine Versicherung, daß er gewiß keinen Kreuzer habe. Allein der Husar redete ihm zu, er sollte doch nur Vertrauen zu dem heiligen Alfonsus haben und nachsehen: Alfonsus habe ihn noch nie getäuscht. – Wollte er wohl oder übel, so mußte er seine Taschen umkehren und leer machen. Die hundert Gulden kamen richtig zum Vorschein, und hatte er vorher dem schlauen Husaren die Hälfte von seinem Gulden abgenommen, so mußte er jetzt auch seine hundert Gulden mit ihm teilen, da half kein Bitten und kein Flehen.

Das war fein und listig, aber eben doch nicht recht, zumal in einer Kapelle.

(363)

Der Handschuhhändler

Ein Handschuhhändler, welcher eine Kiste voll feiner Handschuh aus Frankreich nach Deutschland bringen wollte, gebrauchte folgende List. Nämlich es ist ein Gesetz an den französischen Zollstätten, daß, wer mit einer Ware hinüber oder herüber will, der muß angeben »Wie hoch schätzest du sie?« wegen dem Zoll. Schätzt er sie nun, daß es gehen und stehen mag, gut, so zahlt er den Zoll, so viel oder so wenig. Sieht aber der Zollgardist, daß der Kaufmann oder der Krämer seine. Ware viel zu gering anschlägt, damit er nicht viel dafür entrichten muß, so darf der Zollgardist sagen: »Gut, ich gebe dir so viel dafür, ich geh dir auch zehn Prozent mehr«, so muß sich's dann der Krämer gefallen lassen. Der Krämer bekommt das Geld, und der Zollgardist behaltet die Ware, die alsdann versteigert wird in Kolmar oder in Straßburg oder so. Solches ist listig ausgedacht, und man kann nichts dagegen sagen. Aber der Listigste findet seinen Meister.

Ein Kaufmann, welcher zwei Kisten voll Handschuh über den Rhein bringen wollte, verabredete zuerst etwas mit einem Freunde. Alsdann legte er in die erste Kiste lauter rechte Handschuhe, nämlich für die rechte Hand, je zwei und zwei, in die andere lauter linke. Die linken schmuggelte er bei Nacht und Nebel herüber. Siehst du nichts, merkst du nichts. Mit den andern kam er an der Zollstätte an.

»Was habt Ihr in Eurer Kiste?«

»Pariser Handschuhe.«

»Wie hoch schlagt Ihr sie an?«

»Zweihundert Franken.«

Der Zollgardist betastete die Handschuhe: Zart war das Leder, fest war es auch, fein die Naht, kurz, sie waren vierhundert Franken wert zwischen Brüdern. »Ich gebe Euch zweihundertzwanzig Franken dafür«, sagte der Zollgardist, »sie sind mein.«

Der Krämer sagt: »Sind sie Euer, so sind sie mein gewesen. Zehn Prozent sind auch Profit.« Also nahm er zweihundertundzwanzig Franken und ließ die Kiste im Stich.

Freitags drauf in Speyer im Kaufhaus, es war noch in der alten Zeit, kamen die Handschuhe zur Versteigerung: »Wer gibt mehr als zweihundertundzwanzig?«

Die Liebhaber besichtigten die Ware.

»Es scheint mir«, sagte der Freund des Krämers, »die linken seien etwas rar.«

»Par bleu!« sagte ein anderer, »es sind lauter rechte.«

Kein Mensch tat ein Gebot. – »Wer gibt zweihundert? – Hundertundfünfzig? – Hundert e – Wer gibt achtzig?« – Kein Gebot.

»Wißt Ihr was?« sagte endlich der Freund des Krämers. »Es kommen vielleicht viel Leute mit einsechten Armen aus dem Feld zurück.« – Es war Anno 13. – »Ich geb sechzig Franken«, sagte er.

Wem zugeschlagen wurde, war er. Wer vor Zorn des Henkers hätte werden mögen, war der überrheinische Zollgardist.

Der angestellte Käufer aber hat hernach die rechten Handschuhe ebenfalls über den Rhein geschmuggelt – siehst du nichts, merkst du nichts – und hat sie in Waldangelloch mit seinem Freund wieder zusammen separiert, je einen linken und einen rechten, und haben sie in Frankfurt auf der Messe für ein teures Geld verkauft. An dem Zollgardist aber hat der Krämer gewonnen: einhundertundvierzig Franken und den Zoll.

Item, wie sagt die Schrift? »Ich wüßte nichts von der Lust, so das Gesetz nicht hätte gesagt: Laß dich nicht gelüsten!«

(364)

Ein Wort gibt das andere

Ein reicher Herr im Schwabenland schickte seinen Sohn nach Paris, daß er sollte Französisch lernen und ein wenig gute Sitten. Nach einem Jahr oder drüber kommt der Knecht aus des Vaters Haus auch nach Paris. Als der junge Herr den Knecht erblickte, rief er voll Staunen und Freude aus: »Ei, Hans, wo führt dich der Himmel her? Wie steht es zu Hause, und was gibt's Neues?«

»Nicht viel Neues, Herr Wilhelm, als daß vor zehn Tagen Euer schöner Rabe krepiert ist, den Euch vor einem Jahr der Waidgesell geschenkt hat.«

»O das arme Tier«, erwiderte der Herr Wilhelm. »Was hat ihm denn gefehlt?«

»Drum hat er zu viel Luder gefressen, als unsere schönen Pferde fielen, eins nach dem andern. Ich hab's gleich gesagt.«

»Wie! Meines Vaters vier schöne Mohrenschimmel sind gefallen;« fragte der Herr Wilhelm. »Wie ging das zu?«

»Drum sind sie zu sehr angestrengt worden mit Wasserführen, als uns Haus und Hof verbrannte, und hat doch nichts geholfen.«

»Um Gottes willen!« rief der Herr Wilhelm voll Schrecken aus. »Ist unser schönes Haus verbrannte Wann das?«

»Drum hat man nicht aufs Feuer achtgegeben, an Ihres Herrn Vaters seliger Leiche, und ist bei Nacht begraben worden mit Fackeln. So ein Fünklein ist bald verzettelt.«

»Unglückselige Botschaft!« rief voll Schmerz der Herr Wilhelm aus. »Mein Vater tot? Und wie geht's meiner Schwester?«

»Drum eben hat sich Ihr Herr Vater seliger zu Tod gegrämt, als Ihre Jungfer Schwester ein Kindlein gebar und hatte keinen Vater dazu. Es ist ein Büblein. Sonst gibt's just nicht viel Neues«, setzte er hinzu.

(365)

Die falsche Schätzung

Reiche und vornehme Leute haben manchmal das Glück, wenigstens von ihren Bedienten die Wahrheit zu hören, die ihnen nicht leicht ein anderer sagt.

Einer, der sich viel auf seine Person und auf seinen Wert und nicht wenig auf seinen Kleiderstaat einbildete, als er sich eben zu einer Hochzeit angezogen hatte und sich mit seinen fetten roten Backen im Spiegel beschaute, dreht er sich vom Spiegel um und fragt seinen Kammerdiener, der ihn von der Seite her wohlgefällig beschaute: »Nun, Thadde«, fragte er ihn, »wieviel mag ich wohl wert sein, wie ich da stehe?«

Der Thadde machte ein Gesicht, als wenn er ein halbes Königreich zu schätzen hätte, und drehte lang die rechte Hand mit ausgestreckten Fingern so her und hin. »Doch auch fünfhundertundfünfzig Gulden«, sagte er endlich, »weil doch heutzutag alles teurer ist als sonst.«

Da sagte der Herr: »Du dummer Kerl, glaubst du nicht, daß mein Gewand, das ich anhabe, allein seine fünfhundert Gulden wert ist?«

Da trat der Kammerdiener ein paar Schritte gegen die Stubentüre zurück und sagte: »Verzeiht mir meinen Irrtum, ich hab's etwas höher angeschlagen, sonst hätt ich nicht so viel herausgebracht.«

(366)

Das wohlfeile Mittagessen

Es ist ein altes Sprichwort: Wer andern eine Grube gräbt, fällt selber darein. – Aber der Löwenwirt in einem gewissen Städtlein war schon vorher darin. Zu diesem kam ein wohlgekleideter Gast. Kurz und trotzig verlangte er für sein Geld eine gute Fleischsuppe. Hierauf forderte er auch ein Stück Rindfleisch und ein Gemüs, für sein Geld.

Der Wirt fragte ganz höflich, ob ihm nicht auch ein Glas Wein beliebe.

»O freilich ja«, erwiderte der Gast, »wenn ich etwas Gutes haben kann für mein Geld.«- Nachdem er sich alles wohl hatte schmecken lassen, zog er einen abgeschliffenen Sechser aus der Tasche und sagte: »Hier, Herr Wirt, ist mein Geld.«

Der Wirt sagte: »Was soll das heißen? Seid Ihr mir nicht einen Taler schuldig?«

Der Gast erwiderte: »Ich habe für keinen Taler Speise von Euch verlangt, sondern für mein Geld. Hier ist mein Geld. Mehr hab ich nicht. Habt Ihr mir zuviel dafür gegeben, so ist's Eure Schuld.«

Dieser Einfall war eigentlich nicht weit her. Es gehörte nur Unverschämtheit dazu und ein unbekümmertes Gemüt, wie es am Ende ablaufen werde. Aber das Beste kommt noch.

»Ihr seid ein durchtriebener Schalk«, erwiderte der Wirt, »und hättet wohl etwas anders verdient. Aber ich schenke Euch das Mittagessen und hier noch ein 24-Kreuzerstück dazu. Nur seid stille zur Sache und geht zu meinem Nachbarn, dem Bärenwirt, und macht es ihm ebenso.« – Das sagte er, weil er mit seinem Nachbarn, dem Bärenwirt, aus Brotneid in Unfrieden lebte und einer dem andern jeglichen Tort und Schimpf gerne antat und erwiderte.

Aber der schlaue Gast griff lächelnd mit der einen Hand nach dem angebotenen Geld, mit der andern vorsichtig nach der Türe, wünschte dem Wirt einen guten Abend und sagte: »Bei Eurem Nachbarn, dem Herrn Bärenwirt, bin ich schon gewesen, und eben der hat mich zu Euch geschickt und kein anderer.«

So waren im Grunde beide hintergangen, und der dritte hatte den Nutzen davon. Aber der listige Kunde hätte sich noch obendrein einen schönen Dank von beiden verdient, wenn sie eine gute Lehre daraus gezogen und sich miteinander ausgesöhnt hätten. Denn Frieden ernährt, aber Unfrieden verzehrt.

(367)

Eine sonderbare Wirtszeche

Manchmal gelingt ein mutwilliger Einfall, manchmal kostet's den Rock, oft sogar die Haut dazu. Diesmal aber nur den Rock. Denn obgleich einmal drei lustige Studenten auf einer Reise keinen roten Heller mehr in der Tasche hatten, alles war verjubelt, so gingen sie doch noch einmal in ein Wirtshaus und dachten, sie wollten sich schon wieder heraushelfen und doch nicht wie Schelmen davonschleichen, und es war ihnen gar recht, daß die junge und artige Wirtin ganz allein in der Stube war.

Sie aßen und tranken guten Mutes und führten miteinander ein gar gelehrtes Gespräch, als wenn die Welt schon viele tausend Jahre alt wäre und noch ebenso lang stehen würde und daß in jedem Jahr, an jedem Tag und in jeder Stunde des Jahrs, alles wieder so komme und sei, wie es am nämlichen Tag und in der nämlichen Stunde vor sechstausend Jahren auch gewesen sei.

»Ja«, sagte endlich einer zur Wirtin, die mit einer Strickerei seitwärts am Fenster saß und aufmerksam zuhörte, »ja, Frau Wirtin, das müssen wir aus unsern gelehrten Büchern wissen.« Und einer war so keck und behauptete, er könne sich wieder dunkel erinnern, daß sie vor sechstausend Jahren schon einmal dagewesen seien, und das hübsche freundliche Gesicht der Frau Wirtin sei ihm noch wohlbekannt.

Das Gespräch wurde noch lange fortgesetzt, und je mehr die Wirtin alles zu glauben schien, desto besser ließen sich die jungen Schwenkfelder den Wein und Braten und manche Bretzel schmecken, bis eine Rechnung von fünf Gulden sechzehn Kreuzer auf der Kreide stand. Als sie genug gegessen und getrunken hatten, rückten sie mit der List heraus, worauf es abgesehen war.

»Frau Wirtin«, sagte einer, »es steht diesmal um unsere Batzen nicht gut, denn es sind der Wirtshäuser zu viele an der Straße. Da wir aber an Euch eine verständige Frau gefunden haben, so hoffen wir als alte Freunde hier Kredit zu haben, und wenn's Euch recht ist, so wollen wir in sechstausend Jahren, wenn wir wiederkommen, die alte Zeche samt der neuen bezahlen.«

Die verständige Wirtin nahm das nicht übel auf, war's vollkommen zufrieden und freute sich, daß die Herren so vorlieb genommen, stellte sich aber unvermerkt vor die Stubentüre und bat, die Herren möchten nur so gut sein und jetzt einstweilen die fünf Gulden sechzehn Kreuzer bezahlen, die sie vor sechstausend Jahren schuldig geblieben seien, weil doch alles schon einmal so gewesen sei, wie es wieder komme.

Zum Unglück trat eben der Vorgesetzte des Ortes mit ein paar braven Männern in die Stube, um miteinander ein Glas Wein in Ehren zu trinken. Das war den gefangenen Vögeln gar nicht lieb. Denn jetzt wurde von Amts wegen das Urteil gefällt und vollzogen: Es sei aller Ehren wert, wenn man sechstausend Jahre lang geborgt habe. Die Herren sollten also augenblicklich ihre alte Schuld bezahlen oder ihre noch ziemlich neuen Oberröcke in Versatz geben.

Dies letzte mußte geschehen, und die Wirtin versprach, in sechstausend Jahren, wenn sie wiederkommen und besser als jetzt bei Batzen seien, ihnen alles, Stück für Stück, wieder zuzustellen.

Dies ist geschehen im Jahr 1805 am 17. April im Wirtshause zu Segringen.

(368)

Willige Rechtspflege

Als ein neu angehender Beamter zu Zeiten der Republik das erstemal zu Recht saß, trat vor die Schranken seines Richterstuhls der untere Müller, vortragend seine Beschwerden gegen den obern, in Sachen der Wasserbaukosten.

Als er fertig war, erkannte der Richter: »Die Sache ist ganz klar. Ihr habt recht.«

Es verging eine Nacht und ein Räuschlein, kam der obere Müller und trug sein Recht und seine Verteidigung auch vor, noch mundfertiger als der untere.

Als er ausgeredet hatte, erkannte der Richter: »Die Sache ist so klar als möglich. Ihr habt vollkommen recht.«

Hierauf, als der Müller abgetreten war, nahte dem Richter der Amtsdiener. »Gestrenger Herr«, sagte der Amtsdiener, »also hat Euer Herr Vorfahrer nie gesprochen, solange wir Urteil und Recht erteilten. Auch werden wir dabei nicht bestehen. Es können nicht beide Parteien den Prozeß gewinnen, sonst müssen ihn auch beide verlieren, welches nicht gehn will.«

Darauf antwortete der Beamte: »So klar war die Sache noch nie. Du hast auch recht.«

(369)

Farbenspiel

In einer Schule saßen zwei Schüler, von denen hieß der eine Schwarz, der andere Weiß, wie es sich treffen kann; der Schullehrer aber für sich hatte den Namen Rot.

Geht eines Tages der Schüler Schwarz zu einem andern Kameraden und sagt zu ihm: »Du, Jakob«, sagt er, »der Weiß hat dich bei dem Schulherrn verleumdet.«

Geht der Schüler zu dem Schulherrn und sagt: »Ich höre, der Weiß habe mich bei Euch schwarz gemacht, und ich verlange eine Untersuchung. Ihr seid mir ohnehin nicht grün, Herr Rot!«

Darob lächelte der Schulherr und sagte: »Sei ruhig, mein Sohn! Es hat dich niemand verklagt, der Schwarz hat dir nur etwas weis gemacht.«

(370)

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