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Das Verrätertor

Edgar Wallace: Das Verrätertor - Kapitel 18
Quellenangabe
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typefiction
authorEdgar Wallace
titleDas Verrätertor
publisherWilhelm Goldmann Verlag
printrun9. Auflage
isbn3-442-00045-9
translatorRavi Ravendro
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111015
projectid65702eb2
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17

Die Uhren der Stadt hatten eins geschlagen. Da löste sich heimlich ein Motorboot aus dem Dunkel des Surrey-Ufers. Es fuhr östlich zur Londonbrücke, vorbei an Billingsgate und nahm dann langsam seinen Kurs nach dem Nordufer. Mit abgestelltem Motor näherte es sich dem steinernen Kai des Tower. Die vier Mann der Besatzung griffen mit der Hand nach der Kante der Kaimauer und zogen das Boot daran entlang, bis sie am St.-Thomas-Turm vorüber waren und sich beinahe gegenüber dem Schilderhaus befanden, das an der Anlegestelle stand. Als der Führer der Gruppe scharf über den Rand des Kais ausspähte, sah er, wie der Posten eben heraustrat, das Gewehr schulterte und mit schnellen Schritten zu dem östlichen Ende seines Bereichs ging. Es hatte im Augenblick aufgehört zu regnen. Einer der Leute sprang ans Ufer, kletterte über das Geländer, beugte sich vor, lief dann geräuschlos nach dem Schilderhaus und verschwand im Dunkeln. Bald darauf kam der Posten wieder. Er hielt vor dem Wachhaus und nahm das Gewehr ab, der Kolben stieß auf dem steinigen Boden auf. Es schien ihnen eine Ewigkeit zu dauern – dann hörten sie einen erstickten Schrei, das Geräusch eines fallenden Gewehres ..., dann war es wieder ruhig ...

Ein anderer Mann hob eine leichte Leiter vom Deck des Bootes, schob sie über das Geländer und sprang hinüber. Die beiden anderen folgten ihm. Der letzte, der das Boot verließ, war Graham Hallowell in der Uniform eines Offiziers der Berwick-Garde. Er hielt seinen Säbel, damit er nicht auf dem Pflaster klappern konnte. Schnell eilte er über den Platz, der die Anlegestelle von dem Verrätertor trennte. Er schaute sich nicht um, was aus dem Posten geworden war, es blieb keine Zeit, auch nur einen Gedanken an den unglücklichen Mann zu verschwenden, der bewußtlos am Boden lag. Eine Sekunde später kletterte er hastig die Leiter hinab, die in die Vertiefung hinuntergelassen war. Er hörte jemand an dem großen, mit eisernen Nägeln beschlagenen Tor arbeiten, das sich so oft geöffnet hatte, um Verräter und Unschuldige einzulassen. Er konnte nicht sehen, was sie machten, aber plötzlich hörte er eine Stimme neben sich: »Kommen Sie!« Dann schlüpfte er durch das offene Tor und stand den Stufen gegenüber, die zu dem Blutturm führten.

Äußerste Vorsicht war hier geboten. Sie hörten die Schritte eines Postens, der auf und ab ging. Aber im Dunkeln konnte man ihn nicht sehen.

Wieder glitt der Führer geräuschlos voraus. Er trug einen kleinen Stahlzylinder in der Hand, an dem ein platter, trichterförmiger Apparat befestigt war, aber Graham hatte weder Zeit noch Lust, sich darum zu kümmern. Er vermutete, daß er irgendein betäubendes Gas enthielt, denn er hatte vorher gesehen, daß der Mann eine Gasmaske aufsetzte, ehe er das Boot verließ.

Die Uhr eines Kirchturms in der Stadt schlug Viertel nach eins. Kein Laut kam von vorn, als sie an den Stufen vorbeischlichen.

»Halt! Wer da?«

Graham hielt den Atem an. Ihr Mann war von dem Posten gesehen worden.

»Gut Freund.«

»Tritt näher. Gib die Parole.«

Leise kam das Wort zurück.

»Boston.«

»Passieren! Alles in Ordnung.«

Sie hörten nichts mehr. Nach einer Weile kehrte der Führer zurück, und sie gingen östlich weiter, der Mauer entlang.

Als sie an dem Schilderhaus vorbeikamen, sah Graham eine zusammengekauerte Gestalt.

»Ich habe eine Flasche Whisky hineingestellt«, sagte Mawsey – Graham erkannte jetzt den Mann mit der Maske –, »Sie müssen vorgeben, daß er betrunken ist.«

Er öffnete die Tür eines kleinen runden Turmes, offensichtlich eines Vorwerks, das als Wohnraum für einen Beamten benutzt wurde. Hier drängten sie sich hinein.

»Treten Sie dicht zu mir«, flüsterte er Graham ins Ohr. »Wenn ich Ihren Bruder zu Fall bringe, treten Sie sofort an seine Stelle.«

Als er um die Ecke spähte, sah er den Schimmer einer Laterne. Es war Dick, der die Runde machte, um die Wachen zu inspizieren. Er schien von der Uferseite zu kommen und wollte jetzt wohl zur Hauptwache zurück. Sie kamen mit großen Schritten vorbei, ein Trommler ging mit einer Laterne voraus, dann folgten zwei Mann und ein Unteroffizier, und schließlich kam Dick. Sie passierten den Torweg.

»Jetzt!« zischte eine Stimme in Grahams Ohr.

Er vernahm keinen Ton, aber Dick schien plötzlich zusammenzusinken. Im nächsten Augenblick hatte Graham seine Stelle eingenommen. Einer der Leute vor ihm drehte sich halb um, als ob er ein Geräusch gehört hätte.

»Sehen Sie geradeaus!« sagte Graham scharf, genau in demselben Ton, den er von Dick her kannte. Dann kommandierte er: »Halt!«

Sie hatten das Schilderhaus gegenüber dem Verrätertor erreicht. Der Sergeant trat aus der Reihe und ging auf den Mann zu, der halb im und halb außer dem Haus lag.

»Was ist mit dem Mann, Sergeant?« fragte Graham rauh.

»Ich weiß nicht, Herr Oberleutnant. Wach auf!« Er schüttelte den bewußtlosen Mann. »Es ist Filpert, er sieht aus, als ob er betrunken ist.«

»Bringen Sie ihn zum Wachtturm.«

Die beiden Leute hängten das Gewehr über die Schulter und versuchten, den Mann aufzurichten. Ein Geruch von Alkohol verbreitete sich. Plötzlich bückte sich der Sergeant und hob eine kleine Flasche auf.

»Whisky!« sagte er, als er daran roch.

»Bringen Sie ihn in den Wachtturm!«

»Soll ich einen von diesen Leuten als Posten hierlassen?«

»Nein, das ist im Augenblick nicht notwendig.«

Sie marschierten durch das Tor. Kühn folgte er der Truppe ins Wachzimmer, keiner dort hätte Graham Hallowell von seinem Bruder unterscheiden können. Dick trug einen kleinen dunklen Schnurrbart, und genau derselbe war nun auf Grahams Oberlippe zu sehen. Er war in der Zwischenzeit gewachsen.

Der Sergeant folgte seinem »Offizier« in den Raum.

»Man stellt am besten einen anderen Posten an Stelle Filperts auf«, sagte er.

»Das ist nicht notwendig«, sagte Graham kurz.

Der Unteroffizier schaute überrascht auf, aber er wagte keinen Widerspruch. Graham war allein auf der Veranda, nur der Posten ging auf und ab. Er trat zu dem Mann, der Gewehr bei Fuß stillstand, als Graham sich näherte.

»Willst du Schokolade haben, Mann?«

Der Posten zögerte ein bißchen verdutzt. Die Offiziere der Berwick-Garde gingen gewöhnlich nicht mitten in der Nacht umher und boten ihren Untergebenen Schokolade an.

»Danke, Sir!« stammelte er.

Graham beobachtete, wie er sie in den Mund steckte, sie mechanisch zweimal kaute und seine Hand auf die Kehle legte ... Er fing schnell das Gewehr auf, bevor es auf den Boden fiel, und ließ den Mann behutsam niedergleiten. Es kam kein Ton aus dem Wachzimmer. Er zog den Mann an das äußerste Ende der Veranda, legte ihn in eine Ecke und eilte dann zu dem unteren Weg. Die Schildwache hörte ihn kommen, und das Rasseln eines Gewehres warnte ihn.

»Fragen Sie nicht nach der Parole«, sagte er. »Ich bin Sir Richard Hallowell.«

Der zweite Posten nahm die Schokolade mit Widerwillen.

»Ich esse keine Schokolade, Sir.«

»Wollen Sie wohl –«, sagte der Offizier, und er gehorchte.

Der Mann mit der Gasmaske fing ihn auf, als er umsank.

»Gehen Sie wieder zur Tür des Wachraumes, falls der Sergeant; herauskommt, und halten Sie ihn im Gespräch auf«, hörte Graham eine leise Stimme flüstern. Mit kurzem Nicken ging er zurück. Es war gut so, denn kaum stand er dort, als sich die Tür öffnete und der Sergeant herauskam.

»Ich bin sehr unruhig wegen des Postens«, sagte er. »Das Reglement für die Bewachung der Schatzkammer ist sehr streng, und ich muß es morgen in meinen Rapport aufnehmen.«

»Es ist schon in Ordnung, Sergeant«, sagte Graham kühl. »Mr. Longfellow ist eben gekommen, und ich habe ihn gebeten, es dem Adjutanten zu melden. Ich würde mich nicht weiter in die Sache mischen, wenn ich an Ihrer Stelle wäre.«

»Glauben Sie, Sir, daß irgend etwas geschehen ist?« fragte der Sergeant. »Ich kann nicht verstehen, woher der Mann den Whisky hat. Die Leute auf der Wache erzählen mir, daß er Abstinenzler ist.«

»Es mag verschiedenes geschehen sein«, antwortete Graham nach einer Pause. »Aber es ist besser, wenn Sie sich nicht hineinmischen.«

»Zu Befehl, Sir.«

Der Sergeant salutierte und ging in die Wachstube zurück.

Graham schaute nach dem Tor hinunter. Sein Herz schlug zum Zerspringen. Plötzlich sah er zwei dunkle Gestalten aus der glasbedeckten Vorhalle des Schatzhauses auftauchen. Er hörte einen leisen Pfiff – das war das Signal. Geräuschlos lief er die Stufen hinunter und folgte ihrer Spur. Er hatte das Pförtchen des Blutturms erreicht, als ihn jemand aus der Dunkelheit anrief. »Hallo, Dick, ich muß dich sprechen!«

Bevor er sich über die Gefahr klarwurde, stand ein schlanker Mann in Uniform vor ihm. Es war Bobby Longfellow.

»Ich konnte Hope nicht antreffen, ich habe den ganzen Abend versucht, sie zu finden –«

Hier fiel Graham in seiner ungeheuren Aufregung aus der Rolle.

»Ich habe jetzt keine Zeit«, sagte er und stieß den jungen Mann beiseite.

In diesem Augenblick fühlte er einen scharfen Griff an seinem Arm. Bobby schaute ihn durchbohrend an.

»Bei Gott!« stieß er hervor. »Sie sind nicht Dick Hallowell ...«

Graham schlug wild zu. Bobby mußte den Arm loslassen, verlor sein Gleichgewicht und fiel hintenüber gegen das Tor. Im nächsten Moment rannte Graham vorwärts, so schnell er konnte. Er sprang über das Geländer, eilte durch das offene Verrätertor und flog buchstäblich die Leiter empor. Mawsey wartete oben auf ihn.

»Schnell!« zischte er.

Und es war wirklich höchste Eile notwendig. Sie hörten scharfe Kommandos, und gerade als Graham von der Uferkante in das wartende Boot sprang, pfiffen die ersten Kugeln an seinem Ohr vorbei.

Das Motorboot raste in höchster Geschwindigkeit den Fluß hinunter. Die Ebbe begann, und sie fuhren mit dem Strom. Aus dem Schatten der Towerbrücke löste sich ein Polizeiboot, und die Stimme eines Beamten rief sie an. Es lag mit der Breitseite gerade vor ihnen. Mawsey saß am Steuer und richtete die scharfe Spitze des Bootes gegen das Polizeifahrzeug. Gleich darauf ertönte ein furchtbares Krachen. Der Gegner war überrannt. Bevor Graham sich über die Ereignisse klarwerden konnte, sah er zwei Leute mit den Fluten kämpfen und hörte ihre schwächer werdenden Hilferufe.

Schnell zog er seine Uniform aus und warf sie ins Wasser. Darunter trug er Zivilkleider.

»Müssen wir den ganzen Weg auf dem Wasser zurücklegen?« fragte er und zog sich einen Regenmantel über.

»Nein, wir gehen in Deptford an Land. Sicher würden sie uns angreifen, bevor wir Greenwich erreicht hätten. Zur Zeit sind alle Telefone in Bewegung.«

Das Boot nahm Kurs nach dem Surrey-Ufer. Plötzlich verminderte es seine Geschwindigkeit. Ein Bootshaken klammerte sich an der Ecke einer Werft fest, die Spitze des Fahrzeugs wurde wieder dem Strom zugewandt, und nachdem alle es verlassen hatten, ließ man es stromabwärts treiben. Drei Autos warteten. Mawsey stieg mit einer viereckigen schwarzen Kiste in den zweiten Wagen ein.

Graham erkannte, daß es ein Taxi war, als er einstieg.

»Wir können nicht weit damit fahren!«

»Das brauchen wir auch nicht«, sagte Mawsey kurz. »Hier nehmen Sie die Kiste. Haben Sie eine Pistole?«

»Ich habe keine bei mir, auf dem Schiff habe ich eine.«

Mawsey erklärte ihm, was jetzt zu geschehen hatte.

»Ich verlasse Sie in Blackheath. Dort wartet ein anderer Wagen auf uns, und Sie fahren allein weiter. Der Chauffeur hat seine Instruktionen bekommen. Sie müssen vor Tagesanbruch an Bord der ›Pretty Anne‹ sein. Wir schicken einen Mann mit einem Flugzeug nach Irland, um die Spur zu verwischen. Es wäre besser, wenn Sie eine Schußwaffe bei sich hätten.«

Graham sah auf das leuchtende Zifferblatt seiner Armbanduhr und war erstaunt, daß es erst halb zwei war. Was hatte sich in einer Viertelstunde alles ereignet!

Mitten in Blackheath hielt das Auto an, und sie stiegen aus. Ein langer, schwarzer Wagen stand an der Bordkante. Ohne ein Wort zu verlieren, sprang Graham hinein, legte sein kostbares Paket neben sich auf den Sitz und stützte sich darauf. Er wartete geduldig, bis der Wagen anfuhr. Plötzlich kam Mawsey noch einmal und reichte etwas durch das offene Fenster. Graham nahm es. Es war ein Helm, er fühlte die blanke Spitze. »Setzen Sie ihn auf, wenn Sie angehalten werden. Sie sind ein Polizeiinspektor, der nach Gravesend fährt, um Nachforschungen anzustellen. Gut Glück.«

Die Worte waren kaum gesprochen, als das Auto anfuhr.

Graham war schon oft in seinem Leben schnell gefahren, aber noch niemals hatte er eine Fahrt wie diese gemacht. Der Sportwagen raste die Straßen entlang, er erkannte die Umrisse von Bromley. Sie näherten sich Gravesend, der Wagen bog nach links ab, fuhr eine holprige Landstraße entlang und dann in einem großen Bogen quer über ein Feld.

»Sie sind am Ziel!« Der Chauffeur riß die Tür auf, und Hallowell tappte in eine große Pfütze.

Es regnete heftig, er konnte nichts sehen, aber irgendwo in der Nähe war der Strom. Er konnte das Gurgeln und Plätschern des Wassers hören und die Nähe des Meeres. Eine schwere Hand legte sich auf seine Schulter.

»Diesen Weg!« sagte eine barsche Stimme, an der er Eli Boß erkannte. Es ging einen lehmigen Abhang hinunter, an dessen Ende ein kleines Motorboot heftig auf den Wellen schaukelte.

Er kletterte an Bord und setzte sich auf eine Bank. Das Boot legte sich schwer über, als die mächtige Gestalt von Eli Boß hinter ihm einstieg ...

Er konnte jetzt die ›Pretty Anne‹ sehen. Das Wasser reflektierte die grünen Strahlen des Steuerbordlichtes. Sie kamen näher und näher und erreichten endlich die herabgelassene Strickleiter, als sie am hinteren Teil des Schiffes entlangfuhren. Er ergriff das Tau mit einer Hand und kletterte unter großer Mühe mit seinem kostbaren Kasten auf das glatte, nasse Eisendeck. Eli Boß kam gleich hinter ihm nach oben. Graham hörte das Krachen und Quietschen der Winden und Flaschenzüge, als das Motorboot an Bord geholt wurde.

Unter seinen Füßen begann das Rattern einer Dampfmaschine, die schlecht in Ordnung war.

»Gehen Sie hinunter!« sagte Boß kurz. »Sie kennen Ihre Kabine? Die Schlösser sind angebracht. Auch der Safe ist da.«

In dem engen Gang brannte kein Licht, und er mußte sich seinen Weg suchen. Schließlich erreichte er seine Kabine und öffnete die Tür. Er stellte den Kasten auf den Boden und suchte nach dem Schlüssel. Erst als er sich eingeschlossen hatte, machte er Licht.

Beide Kabinenfenster waren mit Überfallklappen fest verschlossen. Eine Petroleumlampe hing an der düsteren Wand. Diese steckte er an, bevor er sein neues Heim besichtigte. Er sah, daß man wenigstens den rohen Versuch gemacht hatte, diese traurige Umgebung etwas zu verbessern. Ein ungerahmter Öldruck war an der Wand festgesteckt, und ein neues Tuch bedeckte den Tisch, der in der Mitte stand. In einer Ecke des Raumes erblickte er auch den Geldschrank, der an der Decke und am Boden mit starken Stahlklammern befestigt war. Es war seine erste Pflicht, die kostbare Beute darin zu verbergen. Als er die dicke Stahltür zugeschlagen hatte und alle Schlösser und Riegel befestigt waren, setzte er sich nieder und versuchte, sein Gleichgewicht wiederzuerlangen. Der Dampfer fuhr vermutlich sehr schnell. Er konnte die Geschwindigkeit allerdings nur nach den schnellen, heftigen und geräuschvollen Bewegungen der Maschine beurteilen. Jetzt begann das Abenteuer. Er war gespannt, wie es enden würde. Was war mit Dick geschehen?

Er fühlte keine Reue, was auch aus seinem Halbbruder geworden sein mochte. Dick hatte ihn immer gehaßt, sagte er sich selbst. Dick, der doch etwas hätte tun können, um ihm sein hartes Los zu erleichtern. Würde er vor ein Kriegsgericht kommen?

Er hörte ein Klopfen an der Tür, einen schweren Fall und dann ein Kratzen.

»Wer ist da?« fragte er.

»öffnen Sie, um Himmels willen, öffnen Sie!«' rief eine hohle Stimme.

Graham eilte zur Tür, drehte den Schlüssel um, und als die Tür weit aufflog, brach eine blutüberströmte, nasse Gestalt zusammen und fiel zur Kabine herein. Er wich entsetzt zurück.

Es war Colley Warrington.

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