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Das Teutsche Dichterroß

Hanns Freiherr von Gumppenberg: Das Teutsche Dichterroß - Kapitel 72
Quellenangabe
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typepoem
authorHanns von Gumppenberg
titleDas Teutsche Dichterroß
publisherVerlag Georg D. W. Callwey
printrunUnveränderte Fassung der achten, vermehrten Auflage
year1918
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120514
projectid3c492ec4
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Vortrag

Ich singe ihnen meine Lieder vor,
Den Herzen aus Speckstein und Nagelfluh.

           Der Blüthnerflügel
           Vergießt Tränenströme,
           Mein Herz schluchzt mit,
           Das ganze Parkett wird naß.

Meine Stirn' bohrt sich in die Tasten,
           Ich schau' nicht um:
           Denn da hinten hocken
Lackierte Ölgötzen:
           Rauchtopasaugen,
           Iltiszähne,
           Igelohren,
Aber doppelknöpfige Handschuhe

           Ich spiele forte.
            Crescendo,
            Fortissimo
           Sie müssen!

Zuletzt schrei' ich, spring' auf,
Würge, übergebe mich ..

           Da liegt's,
           Blutrotzuckend,
Ein laatschiger, quatschiger Matsch –
            Mein Herz!!

 

– Ich lächle betreten.

 

Die Ölgötzen klatschen ein bißchen.

 

           Sie warten noch immer.

 

           Ich würge weiter –
           würge, würge ...
            ' raus!!

 

Aber es kommt nichts mehr.

 

Nach      Arno Holz

 

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