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Das Teutsche Dichterroß

Hanns Freiherr von Gumppenberg: Das Teutsche Dichterroß - Kapitel 65
Quellenangabe
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typepoem
authorHanns von Gumppenberg
titleDas Teutsche Dichterroß
publisherVerlag Georg D. W. Callwey
printrunUnveränderte Fassung der achten, vermehrten Auflage
year1918
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120514
projectid3c492ec4
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In der Bibliothek

Es kauern Herzen dort im Bücherspinde,
Verweint, verschwollen, dann in bleicher Weißglut
Des Leids gedorrt .. ach ja – ich wollte lesen!
Ich hol' mir so ein Herz. Es bricht und platzt
Hier auf dem Tisch – verstocktes und verstaubtes
Urväterblut verstreut sich auf die Plane,
Wie einer hundertjährigen Blutwurst Füllung,
Wie dunkelroter Schnupftabak. Die Luft
Wächst eng – ich ginge lieber. Doch da hockt
Ein gelbverschrumpfter alter Schmöker, bohrt
Pupillenleer mich an, und drosselt mich!
Er möchte, daß ich eine Träne träufle –
Und alle Kauerherzen in den Spinden,
Sie möchten, daß ich endlich Tränen träufle.

 

Nach      Maximilian Dauthendey

 

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