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Das Teutsche Dichterroß

Hanns Freiherr von Gumppenberg: Das Teutsche Dichterroß - Kapitel 40
Quellenangabe
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typepoem
authorHanns von Gumppenberg
titleDas Teutsche Dichterroß
publisherVerlag Georg D. W. Callwey
printrunUnveränderte Fassung der achten, vermehrten Auflage
year1918
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Die Attacke

                      Bä b ä bäbä bäh
                     Tä  t ä tätä t ä h –
Klingt es nicht, als ob Trompeten
Zur Attacke tätterätähten?

                      Nein, die junge Schäferin
                      Gertet ihre Schafe hin;
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben –
                Keines ist zurückgeblieben.
                      Rackerchen du!
                      Und zur Ruh'
                      Setzt sie sich nieder
                      Auf den Stein,
                      Lüftet das Mieder,
                      Und richtet sich ein,
Mitten unter den lieben Schafen
Halb zu träumen und halb zu schlafen.

                      Bäh bä bäbä bäh –
                      Täh tä tätä täh ...

Aber da bummelt schon her der Junker,
                 Am Sturmhut die Klunker,
                      Mit flottem Geflunker,
                      Er hat erspäht,
                      Wo ein Röckchen weht,
                     Und denkt sich: Blitz –
                      Das gibt 'n Witz!

                       Das liebe Mädchen,
                      Schon eingenickt,
                      Erschrickt,
                      Aber nicht sehr:
                      Und er
                      Ist schon über sie her
                      Wie eine Bracke –
                      Bä b  ä bäbäbäh,
                      Tä t ä  tätätäh,
                      Marsch marsch, zur Attacke!
                      pianpi a no, fortf o rte,
                      Und ganz ohne Worte.

Ich kann nicht sagen, was weiter geschah,
       Doch die Schafe bäbähten: Viktoria!

 

Nach      Detlev Frhr. von Liliencron

 

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