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Das Teutsche Dichterroß

Hanns Freiherr von Gumppenberg: Das Teutsche Dichterroß - Kapitel 27
Quellenangabe
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typepoem
authorHanns von Gumppenberg
titleDas Teutsche Dichterroß
publisherVerlag Georg D. W. Callwey
printrunUnveränderte Fassung der achten, vermehrten Auflage
year1918
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120514
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Rosen, Disteln und Hänschen

Röschen aus der Hecke blickt.
         »Ei, das muß ich brechen!«
Hänschen doch ist ungeschickt,
         Und die Dörnlein stechen.

Aus der Hand des jungen Mann's
         Kommt das Blut geronnen:
Seinen Finger taucht der Hans
         Seufzend in den Bronnen.

Saß ein Seherweib am Born,
         Sprach mit weiser Zunge:
» Keine Rose ohne Dorn
         Merk' dir das, mein Junge!«

Hänschen glättet sein Gesicht,
         Dreht dem Strauch den Rücken,
Weil die dumme Rose sticht,
         Disteln sich zu pflücken!

Disteln haben gleichen Stolz –
         Unbescheid'ne Dinger!
Ach! schon sitzt der Stichebolz
         Tief in Hänschens Finger.

Häuschen, sei doch nicht so dumm!
         Willst du dich erbosen?
Dreh' dich lieber noch mal um,
         Pflücke wieder Rosen!

 

Nach      Rudolf Baumbach

 

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