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Das Teutsche Dichterroß

Hanns Freiherr von Gumppenberg: Das Teutsche Dichterroß - Kapitel 22
Quellenangabe
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typepoem
authorHanns von Gumppenberg
titleDas Teutsche Dichterroß
publisherVerlag Georg D. W. Callwey
printrunUnveränderte Fassung der achten, vermehrten Auflage
year1918
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120514
projectid3c492ec4
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Bescheidenheit

Es steht eine Lind' auf grünem Rain,
Da fliegen hundert Vögelein
                 Wohl aus und ein:
        Die wollen nichts als singen.
Sie singen, wenn der Tag erwacht,
Sie singen in der finster'n Nacht;
         Ich hört' es lustig klingen,
                          Ja klingen!

Und unter der Lind' auf grünem Rain,
Da saß ein blutjung's Mädel fein
                 So ganz allein:
        Die wollte nichts als weinen.
Ach, Vöglein hat wohl seinen Schatz –
Doch auf des Kirchhofs grünstem Platz
         Begrub man heut' den meinen,
                           Ja meinen!

Und von der Lind' auf grünem Rain
Zum Kirchhof ging das Mädel fein
                 Im Abendschein:
        Sie wollte nichts als sterben.
Sie legte sich ins grüne Gras,
Bis sie vom Leben ganz genas.
         So geht das Glück in Scherben,
                          Ja Scherben!

 

Nach      August Becker

 

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