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Das Teutsche Dichterroß

Hanns Freiherr von Gumppenberg: Das Teutsche Dichterroß - Kapitel 12
Quellenangabe
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typepoem
authorHanns von Gumppenberg
titleDas Teutsche Dichterroß
publisherVerlag Georg D. W. Callwey
printrunUnveränderte Fassung der achten, vermehrten Auflage
year1918
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120514
projectid3c492ec4
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Ballade

Das ist der alte, traurige Traum,
         Wir sitzen unter der Linde,
Dein kahles Köpfchen faßt es kaum,
         Daß ich so hold dich finde.

Und leise seufzt dein wurmiger Mund:
         Ich bin doch schon angemodert –
O sage mir, warum jetzund
         Dein krankes Herz noch lodert?

Es haben von meinen Wangen bereits
         Zwei hungrige Ratten gefressen:
Und du, du willst mich deinerseits
         Noch immer nicht vergessen?

O sag' mir, bleicher Heinerich,
         Ich bin doch im Grab gelegen,
Und doch noch immer liebst du mich –
         Ich frage dich: weswegen?

Und ich entgegne dir gequält:
         Mir fehlen zum Buch der Lieder
Noch sieben Nummern wohlgezählt –
         Drum lieb' ich dich schon wieder.

 

Nach      Heinrich Heine

 

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