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Das Sünderglöckel

Peter Rosegger: Das Sünderglöckel - Kapitel 20
Quellenangabe
typenarrative
authorPeter Rosegger
titleDas Sünderglöckel
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Anonyme Briefe.

Na, da hätten wir uns einen anmutigen Gegenstand gewählt! Gibt es doch Leute, die nur das Wort »anonym« zu hören brauchen, um durch und durch nervös zu werden.

Warum nervös? Es ist sonderbar, daß anonyme Zuschriften schmähenden Inhalts beim Empfänger noch immer eine gewisse Wirkung erzielen. Sagen doch in den allermeisten Fällen solche Zuschriften gerade das Gegenteil von dem, was sie sagen wollen. Wenn eine anonyme Postkarte dich einen »Spitzbuben« nennt, so sagt sie damit nichts anderes als: Dich so zu schimpfen, kann ich nicht verantworten, unter eine solche Beleidigung für dich schreibe ich meinen Namen nicht. Die Karte behauptet etwas, dessen Unrichtigkeit der Verfasser durch Verweigerung seiner Unterschrift deklariert. Wer einen Schimpf an mich nicht unterschreibt, der lobt mich indirekt. Und auch umgekehrt, also daß schmeichelhafte Zuschriften ohne Namensunterfertigung im obigen Sinne etwas Verletzendes haben, außer es sei bei letzteren Bescheidenheit im Spiele. Ein Anonymus, der es nicht einsieht, daß unterschriftslose Briefe bei vernünftigen Leuten ihre Wirkung verfehlen, muß stark vernagelt sein. Aber er weist mit seiner anonymen Zuschrift auch andere Merkmale vor, er zeigt, daß er nicht bloß dumm, sondern auch boshaft und feige ist. Da hätte er ja die schönsten Eigenschaften beisammen, um selbst das vorzustellen, was er etwa anderen zuzuwerfen bemüht ist.

Aber was kümmert ihn das! Weiß er doch, daß seine Person geschützt ist vor einer Antwort, die ihm nicht lieb sein würde! Ob er sich im trauten Selbstgespräch einen schlechten Kerl nennt? Wahrscheinlich nicht, denn um das einzusehen, dafür ist er zu – anonym.

Keine Gesellschaftsklasse ist von diesem Ungeziefer frei, die meisten anonymen Briefe aber werden in den ungebildeten, verrohten Kreisen geschrieben; man merkt es leicht ihrer tölpelhaften Blindwütigkeit, ihrer Giftigkeit, ihrem Stile, oft auch ihrer Orthographie an, wes Kinder sie sind. Mancher Schreiber findet es allerdings nötig und klug, seine Schriftzüge zu verstellen, fremde Handschriften, ja sogar Namen nachzufälschen, also daß – während er andere vielleicht verdächtigt, verleumdet – er sich selber fürs Kriminal reif macht. Ich möchte nach solcher Heldentat aber nicht ruhig schlafen. Das kommt öfter an den Tag, als es die Schuftlein weiblichen und männlichen Geschlechtes sich träumen zu lassen belieben.

Ist einer entlarvt worden, so redet er sich gewöhnlich damit heraus, daß sein anonymes Schreiben nicht so schlimm gemeint gewesen, ein dummer Scherz, nichts weiter. Aber dieser »dumme Scherz« hat ihn den verächtlichsten Gäuchen beigesellt! – Manche solcher sauberer Schreiber geben sich wie Freunde dessen, dem sie anonym schreiben, und verdächtigen bei ihm dritte Personen. Das ist das praktische Verfahren. Wenn dir jemand anonym schreibt, du seiest ein nichtsnutziger Mensch, so wirst du dazu lachen, denn was du bist, das weißt du selber am besten. Wenn dir aber jemand nahe legt, dein Nachbar sei so und so, dich in wohlwollender Form vor ihm warnt, so wirst du zum mindesten nachdenklich werden. Doch auch in diesem Falle soll dir die Anonymität des Verdächtigers die beste Gewähr sein für die Unwahrheit seiner Behauptung.

Die anonymen Briefe sind scheinbar eine so überaus leicht zu handhabende Waffe, daß sie jeder Wicht gebrauchen kann, und so wird sie in allen denkbaren Abwechslungen und für alle möglichen Zwecke verwendet. Vor einigen Jahren hatte ich eine »Bitte an den Klerus« veröffentlicht, in welcher ich ersuchte, daß im Katechesen-Unterricht etwas weniger römisches Dogmentum, hingegen aber etwas mehr Evangelium gelehrt werde. Darüber erhielt ich eines Tages eine anonyme Postkarte folgenden Inhaltes: »Sie treiben es schon zu arg gegen die heilige Kirche, Gottes Langmut ist erschöpft, bereiten Sie sich zum Tode vor, denn Sie müssen binnen der nächsten sieben Tage vor das Gericht Gottes!« – Aufgegeben war die Karte zu Linz an der Donau. Jemand, den ich sie lesen ließ, geriet in eine heftige Wut über »diese verdammten Zeloten und Fanatiker«. Ich lugte ihn an und sagte: »Merkst du denn nichts? Diese anonyme Zuschrift kommt weder von einem Zeloten noch von einem sonstigen Fanatiker, sondern von einem Spaßvogel, der gerne ein bißchen hetzen und in meinem nächsten »Heimgarten«-Heft einen recht wüsten Artikel gegen die Widersacher lesen möchte. Den Gefallen, reinzufallen, mag ich ihm nicht tun.« Der Zufall wollte es, daß ich gerade innerhalb der nächsten sieben Tage nach Linz zu reisen hatte, wo die Dolche gegen mich ja geschliffen und gezückt sein mußten! In Linz wurde ich aber nicht tot gemacht, sondern wiederholt leben gelassen. – Von einer anonymen Drohung sich ins Bockshorn jagen zu lassen! Wenn hinter dem Wische nicht einmal ein Name steht, um wie weniger erst ein Mann!

Und doch, so wird mir entgegnet, ist der Empfänger eines namenlosen Schimpfbriefes beschimpft. Aber wieso? Man vergegenwärtige sich doch einmal die Natur des Schimpfes, den ein anonymer Brief zuwege bringt. Wenn aus dem Hinterhalt ein Stein auf dich geworfen wird, so kann er dich treffen und verwunden, ohne daß der Werfende bekannt ist. Im geistigen Streite ist es nicht so, da entscheidet nicht die Waffe, sondern der sie führt. Zu einer tatsächlichen Beschimpfung gehören drei Faktoren: der Schimpfende, der Schimpf und der Beschimpfte. Wo einer dieser Faktoren fehlt, da ist es nichts. Bei einer anonymen Schmähung sind nur zwei Faktoren vorhanden, der Brief als sein sollender Schimpf, und der Empfänger als sein sollender Beschimpfter. Der Schimpfende mangelt, er verneint sich selbst, und wo kein Schimpfender ist, da kann also auch kein Schimpf und kein Beschimpfter sein. Wenn diese Logik ein Loch haben soll, so muß man ihr eins machen, und wenn anonyme Briefe Eindruck machen sollen, so muß man ihnen Gewicht beilegen. Sobald allerorts anonyme Zuschriften ungelesen in den Ofen fliegen, ist den Boshaften und Gemeinen, deren es immer und überall gibt, die Waffe benommen. Also ein bindendes Fürnehmen, wir lesen keinen Brief ohne Namensunterschrift. Kommt einmal so etwas, dann lacht man: Schon wieder ein Schufterle, und wirft den Wisch ungelesen in den Papierkorb. So ist und bleibt der anonyme Brief nichts als das Zeichen unendlicher Ohnmacht irgend eines Individuums, das gerne beleidigen möchte.

Wer wem einen Hieb versetzen will an seinem Charakter und guten Namen, der muß mit voller Persönlichkeit hervortreten, und diese Persönlichkeit muß eine gewichtige sein. Es ist also unvergleichlich schwerer, jemandem moralisch etwas anzutun als körperlich. Die Ehre ist in der Tat viel unverletzbarer als der Rücken. Wenn es Verwundung durch Anonymität gäbe, so wäre es eine von hinten. Bei körperlichen Kämpfen gilt es sonst als Ehre, vorne, und als Schande, hinten verwundet zu werden, weil in letzterem Falle an das feige Fliehen gedacht wird. Man kann aber auch sagen, daß es auf meine Kraft und Geschicklichkeit ein weniger günstiges Licht wirft, wenn ich an der Stirn, als wenn ich am Rücken verwundet werde. Gegen den Angreifer vor mir konnte ich auf der Hut und in Bereitschaft sein, der Angreifer hinten konnte mich meuchlings überfallen. Wie kann erst gar der meuchlerische Überfall eines Anonymus etwas bedeuten?

Wir sind unversehens dem Begriff Ehre so nahe gekommen, daß wir ihn flüchtig grüßen müssen. Die Ehre wird oft eitel genannt, und wenn man genauer zusieht, mangelt der rechte Glaube. Kein gutes Zeichen heutzutage, daß man so empfindlich an seiner Ehre ist. Empfindlich ist man an kranken Stellen. Die gesunde Ehre ist so leicht nicht zu verletzen. Wir haben in der Ehre eine Gold- und eine Scheinwährung. Letztere ist die, von der Sudermann sagt, daß sie in jeder Gesellschaftsschicht eine andere sei; ist die, um welche Gerichtsverhandlungen abgehalten, Zeitungsfehden geführt und Duelle gefochten werden; ist endlich die, welche jeder um so ängstlicher hütet, je zweifelhafter es mit seiner – Goldwährung steht. Es ist die Ehre nach außen hin, der Papierkurs, welcher freilich nur unter Standesgenossen Gültigkeit besitzt. Die Goldwährung, die echte Ehre, ist bei allen Ständen gesitteter Menschen dieselbe, sie ist das Geltnis der Summe der persönlichen Tüchtigkeit und Bravheit einer Person. Diese Ehre ist durch willkürliche fremde Eingriffe nicht verletzbar. Vielleicht ließe die echte Ehre sich mit Goldbarren vergleichen, die den Eigentümer ermächtigen, Papiergeld in Umlauf zu setzen. Fremde Individuen können wohl das Scheingeld rauben, nicht aber die Goldbarren in den feuersicheren Kellern eines gediegenen Charakters. Wenn jemand von dir in weiteren Kreisen behauptet, du wärest unfähig oder unbrav, so vernichtet er für den Augenblick vielleicht eine Menge Scheine, die im Bekanntenkreise kursiert haben. Die Ehre ist vernichtet, sagt man. Im Grunde ist es nicht so schlimm. Das vernichtete Scheingeld kann jederzeit wiederhergestellt werden, wenn in den Kellern die Goldbarren liegen.

Die echte Ehre steht also auf weit festeren Füßen, als wir uns einbilden. Von zwei Brüdern kann der betrügerische den rechtlichen nicht entehren. Von zwei Eheleuten kann der treulose Teil den treuen nicht entehren. Nicht einmal der Galgen kann den Verurteilten entehren; denn nicht die Strafe schändet, sondern das Verbrechen. Und da soll die Ohrfeige eines aberwitzigen Kampfhahnes entehren? Und da soll der lächerliche Geifer eines Anonymus entehren? – Allerdings, wer in Vorurteilen befangen sich von jeder Fliege entehren läßt, entehrt fühlt, dem kann man nicht helfen. Wir empfehlen ihm zur Kräftigung und Abhärtung seiner kränklichen Ehre einen längeren Kurgebrauch bei Bauern, Soldaten und Seeleuten. – Nun noch einmal zurück zu unserem holden Gegenstande.

In früherer Lebenslehrzeit litt auch ich kindisch unter dem anfliegenden Ungeziefer anonymer Zuschriften. Schon die fremde Absicht, mich beleidigen zu wollen, tat dem liebedurstigen Gemüte weh. Doch das ändert sich. Man braucht die Abhärtungskur, verwahrt die Goldbarren und geht dann ruhig seiner Wege. – Nur ein paar Geschichtlein und Erfahrungen will ich mitteilen, zu Nutz und Ergötzung der lieben Leser.

Vor mehreren Jahren hat sich in einer mittelsteierischen Ortschaft folgendes Anonymus-Prozeßlein abgespielt. Dort am Eingang des Ortes, an der Straße, sah man täglich einen zwerghaften, bekropften Cretin kauern. Er war taubstumm und gröhlte wie ein Tier, er war unter den Zweibeinigen der menschlosesten einer, er hatte fast nichts Menschliches an sich als den Namen. Der hieß Augustin Bachlinger. Eines Tages begannen im Orte an bestimmte Personen Briefe aufzutauchen, in denen den Empfängern ihre Lächerlichkeiten, Sünden und Laster scharf und schlagend vorgehalten wurden. Keiner der hervorragenderen Ortsbewohner blieb verschont, der Pfarrer so wenig wie der Bürgermeister, und unterzeichnet waren die Zuschriften mit: Augustin Bachlinger. Man war empört auch noch darüber, daß der Anonymus das arme Geschöpf frevelhaft ins Spiel zog. Die Briefe dauerten längere Zeit fort, ließen an Rücksichtslosigkeit nichts zu wünschen übrig und waren um so peinlicher, als sie viel Wahres enthielten. Die sogenannten Besten sahen sich schlimm gezeichnet von einem Unbekannten. Endlich wurde der Schreiber entdeckt; es war ein alter Pensionist, der in einem Nachbardorfe scheinbar sehr zurückgezogen lebte und den man allerorts nur den »Abschieder« nannte. Dieser leugnete vor Gericht nicht einen Augenblick, die Briefe geschrieben zu haben. Als man ihm die Abscheulichkeit vorhielt, fremde Namen zu mißbrauchen, war er gar erstaunt; hatte er doch seine Briefe stets offen mit seinem Namen Augustin Bachlinger unterschrieben; was konnte er dafür, daß auch jener Cretin so hieß. Die Absicht, den Verdacht auf den armen Trottel zu lenken, war ausgeschlossen, und so wurde der »Abschieder« freigesprochen; doch hatte er Ursache, die Gegend zu verlassen. War er gleichwohl offen mit seiner Unterschrift vorgerückt, so sündigte er doch als Anonymus, weil er glaubte, daß er bei dem Nichtbekanntsein seines eigentlichen Namens in jenem Orte gedeckt war. Bei seinem Fortziehen wurde ihm eine grelle Katzenmusik gebracht, und damit endigte die Tätigkeit dieses Versteckten.

Weniger harmlos ist der folgende Schuster. Ich kannte einen Schuster, der sein Sinnen und Trachten dahin gehen ließ, die Dorfleute durch anonyme Briefe durcheinander zu bringen. Um seine Schrift zu entstellen, schrieb er mit der linken Hand, an der er obendrein noch einen Lederhandschuh trug. Eines Abends wurde er beim Postkasten ertappt und gleich so gründlich durchgeprügelt, daß er darauf wochenlang im Bett liegen mußte. Unter anderm waren ihm auch die Finger abgeschlagen worden, denn beim Briefeinwerfen hatte er die Vorsicht der Lederhandschuhe außer acht gelassen. Auch ich war von diesem Manne mit einigen namenlosen Zuschriften bedacht worden, in welchen er mich – ähnlich wie später ein ungarischer Hofrat ebenfalls anonym – den »Schneider Megg-Megg« nannte; der Schuster vergaß nun großmütig die Neckereien, die er mir angetan hatte, und ließ mich bitten um »etwas zum Lesen, aus zeitlang«. Ich trug dem Manne ein paar Bücher hin und fragte ihn, warum er eigentlich die Niederträchtigkeiten getan habe. »Peter!« gab er ganz aufgeregt zurück, »du glaubst es gar nit, wie das lustig ist, so Leuthetzen! Winseln möchte man vor Vergnügen, wenn man sich denkt: Jetzt kriegt der oder die den Brief, jetzt ärgern sie sich grün und gelb. Einmal ist mir wohl auch übel worden vor mir selber und hab' mir gesagt: Schlechter Hund! Besonders damals, wie sie mich derwischt und gedroschen haben. Und jetzt soll der Mensch, wenn er keine Finger hat, seine anonymen Briefschaften vielleicht diktieren? Zu dumm!«

Schier noch drolliger in seiner dummen Lumperei, als dieser Schuster, war jener beschäftigungslose »Privatlehrer«. Der schickte mir eines Tages eine inbrünstige Bittschrift, bei der wohl auch Name und Adresse des Schreibers hübsch angegeben wurden. Er bat um Barmherzigkeit für ihn und seine frierende und hungernde Familie, die mit ihm ganz unverschuldet durch herbe Schicksalsschläge in das tiefste Elend gekommen sei. »Frierend, hungernd und unverschuldet!« Na sucht man doch 'mal in den Taschen nach dem bißchen Christentum. Zudem kam mir die Schrift bekannt vor. Der Mann hatte vielleicht für den »Heimgarten« einmal ein Manuskript geschickt, etwan hatte er es schon versucht, sein Brot mit lyrischen Gedichten zu erwerben, ein rührender Wahn, in dem so mancher arme Teufel befangen ist. Ich kramte also unter alten Papieren und Briefen. Poetisches fand sich nichts vor in derselben Schrift, hingegen etwas anderes. Ein Brieflein. Ein anonymes Brieflein mit folgenden Schmeicheleien:

»Eggenberg, 4. Dezember 1888.

Heuchler! Judenknecht! Apostat am deutschen Volke! Sage, wie viel Bares hast du denn auf die Hand bekommen dafür, daß du ein Semitenkriecher geworden bist? Ewig schade um dein Talent, aber dein »Judenbaum«Eine Erzählung von mir, die Gutmütigkeit eines Juden schildernd. Der Verf. ist wert, daß man dich dran hängen soll. Pfui Teufel!«

Ein anderer Name war nicht unterschrieben. Die Schriftzüge ließen nicht den geringsten Zweifel übrig: dieser liebenswürdige Briefschreiber und der arme Bittsteller mit der frierenden und hungernden Familie waren ein und dieselbe Person. Natürlich nahm ich Rache. Ich schickte dem »unverschuldeten Privatlehrer« einen Gulden, einen einzigen lumpigen Gulden, mit folgenden Zeilen:

»Euer Wohlgeboren bitte ich höflichst, zufrieden sein zu wollen mit dieser kleinen Gabe. Dieselbe ist der Rest des Judensoldes, für den ich mein Volk verraten und verkauft habe. Sollte deshalb dieses Sündengeld bei Ihnen keine Annahme finden, so nehme ich es gerne zurück. Ihr ganz ergebener u.s.w.«

Das »Sündengeld« kam nicht zurück, ist wahrscheinlich in einer Schnapsschenke massakriert worden. Hoffentlich verwendet der Mann jetzt mehr Sorgfalt auf die Veränderung der Schrift, denn Pamphlet und Bettelbrief mit denselben Zügen – es taugt nicht. – So viel aus meinen persönlichen Erfahrungen. Andere werden anderes wissen, denn ganz unbehelligt von den Schelmen bleibt selten einer, der auf vorgeschobenem Posten steht.

Leute, die einen Namen haben, müssen eben gefaßt sein auf Zuschriften, die – keinen haben.

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