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Das Malaienschiff

William Russell: Das Malaienschiff - Kapitel 14
Quellenangabe
authorClark Russell
titleDas Malaienschiff
publisherVerlag von Robert Lut
printrunFünfte Auflage
yearo.J.
translatorAlfred Peuker
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170403
projectid21934c39
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An Bord des »Licht der Welt«.

Der mit Nakier Bezeichnete trat ein und machte eine Art Salaam, indem er sich verneigte und beide Hände an die Stirn legte. Ich erkannte in ihm denjenigen, der vorhin die beiden Bootsleute angesprochen hatte. Trotz seines echt orientalischen Gepräges besaß er ein sehr einnehmendes Äußere. Seine Züge waren regelmäßig geschnitten, und mit der feingebogenen Adlernase, den leuchtenden Augen, den kleinen, mit dicken goldenen Ringen geschmückten Ohren und den blendend weißen Zähnen war er fast schön zu nennen. In der Hand hielt er eine alte Soldatenmütze; im übrigen bestand seine Kleidung aus einer Jacke, einem roten Hemd und einem Paar Leinenhosen, die von einem Gürtel gehalten wurden, aus dem die Scheide eines Dolches hervorragte.

Zwei von den Kojen unten sollen zum Schlafen zurechtgemacht werden, sagte der Kapitän zu ihm. Wählt ein paar der anstelligsten Leute aus und beaufsichtigt die Reinigung!

Halt! noch eins! rief er, als der andere gehen wollte, habt Ihr heute Euer Mittagessen verzehrt?

Nein, Herr!

Was habt Ihr denn damit gemacht?

Über Bord geworfen, Herr!

Über Bord, die gute Erbsensuppe und das schöne Schweinefleisch! Zum dritten Male!

Wenn das noch einmal vorkommt, sehe ich mich genötigt, Euch das Rindfleisch ganz und gar zu entziehen.

Wir nicht dürfen Schweinefleisch essen, Herr – wir Muselmänner sein – erwiderte Nakier.

Doch der Kapitän wies ihn mit einer seiner großartigen Gesten zur Ruhe, worauf Nakier, mir beim Hinausgehen noch einen Zustimmung heischenden Blick zuwerfend, sich entfernte.

Punmeamootty räumte unterdessen in schlecht verhehlter Erregung den Tisch ab, während seine Augen vernichtende Blitze nach uns schossen.

Der Kapitän schien aber noch keine Lust zu haben, die Tafel aufzuheben, denn er blieb ruhig am Tische sitzen.

Hübscher Mensch, dieser Nakier, nicht wahr? sagte er. Er ist der Führer der Eingeborenen hier, und ich lasse ihn so eine Art Oberbootsmann spielen. Es ist schwer zu begreifen, daß in einer so ansprechenden Hülle eine verlorene Seele wohnt, die nur durch dauernde Buße und Gebet gewonnen werden kann!

Können Sie denn Malaiisch? Sie sprechen ja diese langen, fremdländischen Namen so glatt und geläufig aus? fragte ich.

Leider nein. Sonst könnte ich den armen, umnachteten Seelen ein wahrer Bekehrer werden, der sie auf den Pfad des Heiles leitet. Aber auch so hoffe ich bald in den dicken Wall ihrer Vorurteile und ihres Aberglaubens Bresche legen zu können.

Ihre Absicht, die Muselmänner zu bekehren, ist höchst gefährlich, Kapitän Bunting. Ich weiß es zwar nicht aus eigener Erfahrung, habe jedoch oft gehört und gelesen, daß es keine fanatischeren und dabei hinterlistigeren Menschen gibt als die Malaien.

Still! flüsterte Helga, sich nach dem Steward umsehend.

Nun rief auch der Kapitän nach Punmeamootty, der lautlos aus dem Schatten ins Helle glitt, und schickte ihn zu den anderen nach unten. Dann sagte er, sich bequem in den Stuhl zurücklehnend:

Sie haben ganz recht. Die Malaien sind zweifellos unberechenbar, kommen doch gerade unter diesem Volke die meisten Amokläufer vor.

Auf Helgas Frage erzählte er ihr von der, einigen orientalischen Stämmen eigentümlichen Form des Wahnsinns, bei welcher der von diesem Zustand Ergriffene mit gezücktem Kris durch die Straßen läuft und jeden tötet, der ihm in den Weg kommt.

Um so mehr muß man mit solchen Leuten im Guten auszukommen suchen, meinte Helga.

Man muß ihnen das Licht des Glaubens bringen, predigte der Kapitän, je gefährlicher das Werk, desto größer der Ruhm für den, der es vollbringt.

Ich vermute, Kapitän Bunting, daß Sie Ihre Bekehrungsversuche bei der Nahrung der Leute beginnen wollen? bemerkte ich.

Allerdings, erwiderte er. Ich will sie zwingen, Schweinefleisch zu essen, und hoffe, daß sie allmählich Geschmack daran finden. Damit hätte ich dann wenigstens schon etwas von ihrem finsteren Aberglauben ausgerottet.

In den heißen Zonen ist das Verbot von Schweinefleisch wohl ebensogut auf Gesundheits- wie auf Glaubensrücksichten zurückzuführen. Bis jetzt scheinen Sie mit Ihren Bekehrungsversuchen nicht viel Glück gehabt zu haben?

Nein! Diese Verschwender! Das gute Essen, von dem eine arme Familie eine Woche lang leben könnte, über Bord zu werfen! Wahrscheinlich behelfen sie sich heute nur mit Schiffszwieback, aber ich werde sie schon durch Hunger klein kriegen. Von nun an gibt's gar kein Rindfleisch mehr!

Der Mann fing an, mir trotz seiner Gastlichkeit herzlich unsympathisch zu werden!

Besitzen Sie nautische Kenntnisse, Mr. Tregarthen? fragte er mich nun. Könnten Sie eine Wache übernehmen?

Ich antwortete, daß ich zwar Ausguck halten könnte, von der Schiffsführung jedoch nichts verstände.

Nun, dann muß Abraham Vise heran.

Er ließ ihn rufen, und wir freuten uns herzlich, wieder sein ehrliches Gesicht zu sehen. Helga sprang auf und reichte ihm die Hand, während ich mich nach Jakob erkundigte.

O, es geht ihm schon etwas besser, Herr. Wir können es alle beide nur noch immer nicht recht fassen!

Nun, ich denke, Sie haben Zeit genug gehabt, der Vorsehung zu danken, die Sie vor einem schrecklichen Schicksal bewahrt hat, rief Kapitän Bunting.

Ach was, schreckliches Schicksal! Ich wünschte, ich hätte das »Licht der Welt« nie gesehen! brummte Abraham.

Habe ich es nicht gesagt, wandte sich der Kapitän mit seinem mildesten Lächeln an Helga und mich, je tiefer die soziale Stufe, desto mehr nimmt die Erkenntnis der göttlichen Gnade ab, bis sie beim Dealer Bootsmann ganz aufhört. Doch ich muß mit Ihnen etwas besprechen, Abraham. Wie sind Sie verpflegt worden?

Sehr gut, Kapitän. Wir haben ein tüchtiges Stück Schweinefleisch zu essen bekommen: nur der schwarze Koch da vorn schnitt finstere Gesichter, als er es zubereiten mußte.

Nun, Abraham, alles im Leben beruht auf Gegenseitigkeit. Ich brauche einen zweiten Maaten, und für den Unterhalt, den ich Ihnen gewähre, beanspruche ich Ihre Dienste als Entschädigung.

Ich möchte lieber nach Hause, antwortete Abraham, aber so lange ich an Bord bin, scheue ich mich natürlich vor keiner Arbeit, Herr.

Sehr verständig! entgegnete der Kapitän. Also überlegen Sie sich's! Wenn Sie bei mir bleiben wollen, gebe ich Ihnen denselben Lohn wie Winstanley – vier Pfund den Monat für die ganze Reise.

In schweren Zweifeln kratzte sich Abraham den Kopf – das änderte natürlich die Sache!

Ich möchte das erst mit meinem Kameraden besprechen, Herr.

Tun Sie das! Wenn er will, nehme ich ihn auch zu dem üblichen Lohn. Sagen Sie mir morgen Bescheid, aber Sie müssen heute schon die Mittelwache übernehmen.

Jawohl, Herr! erwiderte Abraham. Wie ist es aber mit den Wilden da vorn? Verstehen sie die Kommandos?

Natürlich! Wie sollten Mr. Jones und ich sonst mit ihnen fertig werden?

Bis jetzt habe ich mich nicht viel mit ihnen abgegeben. Der eine redet immerzu; ich glaube, er beschwert sich über's Essen, wie's die Matrosen meistens tun. Ich kann ihn aber nicht recht verstehen.

Die Hauptsache ist, daß wir uns verstehen, mein Lieber! sagte der Kapitän, ging an einen Schrank, nahm eine Flasche Rum heraus und füllte ein Glas. Rein oder mit Wasser?

Na, denn schon lieber rein, schmunzelte Abraham. Nur kein Wasser! Ihre Gesundheit, Herr! Und glückliche Reise! Ihre Gesundheit, Mr. Tregarthen, und Ihre, Fräulein! Daß Sie beide bald gesund nach Hause kommen und alles in Ordnung finden! Feiner Tropfen!

Jakob kann sich vom Steward auch solch eine Ration geben lassen, sagte der Kapitän.

Abraham empfahl sich grinsend.

Ein nobler Herr – das muß man sagen! raunte Abraham mir in deutlich hörbarem Flüstertone zu, worauf er sich grinsend empfahl.

Ich gehe jetzt nach unten, erklärte der Kapitän, um nach Ihren Schlafräumen zu sehen. Wollen Sie unterdessen hier bleiben oder noch eine kleine Promenade an Deck machen? Ich fürchte freilich, es wird zu kalt oben für Sie sein, Fräulein Nielsen.

Ach nein, ich möchte recht gern mit Ihnen an Deck, Hugh.

Der Kapitän warf einen prüfenden Blick auf Helgas Kleidung. Da Sie kein Gepäck bei sich haben, werden Sie mir hoffentlich gestatten – Damit ging er in seine Kabine und kam gleich darauf mit einem hübschen, fast neuen Pelzmantel zurück.

Hier, Fräulein Nielsen, darf ich mir erlauben?

Danke, meine Jacke genügt vollkommen, erwiderte sie, unwillkürlich zurückweichend.

Nein, ziehen Sie nur den schönen Mantel an, Helga, der Wind ist eisig, redete ich ihr zu, in der Besorgnis, ihre Weigerung könnte den Kapitän verletzen. Zögernd willigte sie ein, und nun war ihr der Kapitän, wie ich nicht umhin konnte, zu bemerken, mit größerer Umständlichkeit beim Anziehen behilflich, als es der kleine Ritterdienst gerade erforderte.

Der Mantel kleidet Sie vorzüglich! rief er bewundernd aus.

Wir stiegen nach oben. Die Nacht war stockfinster, und ein feuchter Wind wehte uns entgegen.

Hugh, wie glücklich würde ich sein, wenn wir erst auf einem anderen Schiffe wären, seufzte das junge Mädchen.

Aber, Helga! Es ist doch hier viel besser als auf dem Logger. Der Kapitän ist ja die Gastfreundschaft selbst!

Ich mag ihn nicht, sagte sie bestimmt. Ich kann mir nicht helfen – er ist mir unsympathisch. Und dann diese unduldsamen religiösen Anschauungen! Mit welchem Recht will er den armen Geschöpfen die ihnen verhaßte Nahrung aufzwingen? Vielleicht ist es auch nur Schäbigkeit, um das Rindfleisch zu sparen!

In diesem Augenblick tauchte der Kapitän auf.

Nun, Fräulein Nielsen, hatte ich nicht recht mit dem Mantel? Unten ist alles bereit, aber ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, daß Sie sich doch noch zu Mr. Jones' Kabine entschließen.

Danke, für die kurze Zeit genügt die andere, die Sie die Güte hatten, für mich in stand setzen zu lassen.

Mr. Jones! rief der Kapitän.

Der Mann meldete sich.

Ich habe angeordnet, daß Abraham Vise die Mittelwache übernimmt. Es ist nur ein Versuch, und wahrscheinlich werde ich andauernd auf den Beinen sein müssen, um ihn zu kontrollieren. Nicht, daß ich seinen Fähigkeiten mißtraute. Ein Schiff im Orkan durch die Untiefen der Meerenge von Dover zu lenken, ist ihm ja ein Kinderspiel. Da es mir aber doch geraten scheint, ihn vorläufig beständig im Auge zu behalten, bitte ich Sie, bis Mitternacht an Deck zu bleiben.

Sehr wohl, Kapitän, erwiderte der Steuermann, der, seit wir an Bord gekommen waren, allem Anschein nach unausgesetzt Dienst gehabt hatte. Die Backbordwache tritt um acht Glas an.

Schön, ich danke Ihnen, sagte der Kapitän. Wollen wir uns jetzt wieder in den Schutz der Kajüte zurückziehen? Um halb neun wird Punmeamootty uns ein warmes Getränk und Biskuits servieren. Dann habe ich noch ein paar Erbauungsbücher und ein Damespiel. Damit wären meine Unterhaltungsmittel allerdings erschöpft.

Da der Wind immer schneidender blies, nahmen wir seinen Vorschlag gern an. Ja, er ging in seiner Liebenswürdigkeit sogar so weit, mir für meinen Südwester eine leichtere Kopfbedeckung und für meine schweren Seestiefel ein Paar Pantoffeln zur Verfügung zu stellen.

Nun wollen wir's uns recht gemütlich machen. Rauchen Sie, Mr. Tregarthen?

Sehr gern, wenn Fräulein Nielsen es gestattet?

Bitte, rauchen Sie nur, Hugh, sagte Helga. Ich bin daran gewöhnt, mein Vater ließ die Pfeife nicht aus dem Munde.

Der Kapitän holte eine Zigarrenkiste hervor und bot mir eine ganz ausgezeichnete Havanna an. Seine Liebenswürdigkeit war in der Tat überwältigend. Meinen Dank wehrte er lächelnd ab, ging dann in seine Kabine und kam mit einem Stoß Bücher zurück, die er vor Helga hinlegte. Ich blickte über ihre Schulter und las einige Titel. »Die vornehmste Pflicht des Menschen«, »Die Pilgerfahrt«, »Doungs Nachtgedanken« und ähnliche Schriften. Da fiel mir auf, wie unverwandt der Kapitän ihr gesenktes Profil anstarrte und dabei nachdenklich seinen Schnurrbart strich.

Werke dieser Art sind mein einziger Trost in meinen vielen einsamen Stunden auf hoher See. Die Einsamkeit ist zwar mehr oder weniger das Los jedes Schiffskapitäns, doch meines noch ganz besonders.

Dabei seufzte er tief auf.

Ich glaube, Sie eignen sich besser für die Kirche, als für die See, sagte ich.

Nicht für die Kirche als solche, denn ich bin Dissident, erwiderte er, nahm seinen Platz am oberen Ende des Tisches wieder ein und fing an, uns allerlei aus seinem Leben zu erzählen.

Ich hatte das Gefühl, als wollte er geflissentlich einen günstigen Eindruck auf uns machen. Er sprach von seinen Eltern, erwähnte, daß seine Mutter aus einer, seit Jahrhunderten in Cumberland ansässigen Familie stammte, äußerte sich aber über seinen Vater sehr zurückhaltend. Auch schilderte er sein Heim, in dem seine Tochter ganz allein hause, was er um ihrer Jugend willen beklagte, und wünschte ihr eine Gefährtin, die ihnen beiden gleich teuer wäre.

Er hatte sich in seinen Stuhl weit zurückgelehnt und starrte gedankenvoll die niedrige Decke an. Helga betrachtete ihn mit unverschleierter Abneigung und ersuchte ihn unvermittelt, doch auch in der Nacht nach etwa nordwärts fahrenden Schiffen Ausguck halten zu lassen.

Wie? im Finstern? rief er. Wie sollen wir denn signalisieren?

Durch ein blaues Licht oder ein Backbordlicht, antwortete Helga kurz.

Ah, Sie wissen gründlich Bescheid! Aber weshalb drängen Sie denn so eilig und eifrig nach Hause?

Mr. Tregarthen muß endlich wieder zu seiner Mutter zurück.

Nun ja, mein liebes Fräulein, aber Ihre Heimat ist doch nicht England? Sie haben Ihren Vater verloren, und Ihre liebe Mutter ist, wenn ich Mr. Tregarthen richtig verstanden habe, schon mehrere Jahre tot.

Das hatte er erraten, denn davon war nie die Rede zwischen uns gewesen.

Ich bin allerdings eine Waise, und meine Heimat ist Dänemark, stammelte Helga, aber wir möchten beide so gern nach Hause, Kapitän Bunting.

Wir wurden jetzt durch Punmeamootty unterbrochen, der mit heißem Wasser und Gläsern hereintrat. Der Kapitän setzte Rum und Wein auf den Tisch und schickte den Steward wieder hinaus. Helga war jedoch, trotz liebenswürdigsten Nötigens, nicht zu bewegen, noch etwas zu genießen. Auf unser Gespräch von vorhin kamen wir nicht mehr zurück. Aber gerade, als der Kapitän einige seiner Erlebnisse zum besten gab, erscholl wieder von oben der eigentümlich heulende Gesang.

Mr. Jones läßt das Vorbramsegel einholen, sagte Kapitän Bunting aufhorchend. Sollte es wirklich nötig sein? Ich muß einmal nachsehen. Er stülpte seinen Hut auf, machte Helga eine kurze Verbeugung und ging nach oben.

Wenn ich mit dem Kapitän spreche, sehen Sie mich immer an, als wenn ich etwas Unrechtes tue, Hugh, sagte Helga vorwurfsvoll.

Nein, Helga, ich finde nur, Sie sollten Ihren dringenden Wunsch, von hier fortzukommen, angesichts der großen Freundlichkeit und Gastlichkeit des Kapitäns nicht so schroff betonen.

Ich wünschte, er wäre weniger liebenswürdig, entgegnete sie, etwas beschämt. Wer weiß, wann er uns von hier fortläßt.

Was sollte er denn gegen unsere Heimreise haben? Ein verwunderter Blick Helgas traf mich, sie öffnete die Lippen, schwieg aber.

Für ein oder zwei Tage ist ihm unsere Gesellschaft vielleicht ganz angenehm, sagte ich nach kurzer Pause mit der überzeugten Sicherheit des Beschützers, zu dessen besserer Einsicht ein junges Menschenkind vertrauensvoll aufschaut. Verlassen Sie sich darauf, er zählt auch seine Groschen und wird uns nicht länger behalten, als nötig ist.

Ich will es hoffen, antwortete Helga.

Aber Sie glauben es nicht?

In diesem Augenblick kam Kapitän Bunting die Stufen herunter: Regentropfen glitzerten in seinem Bart.

Der Wind hat ein wenig aufgefrischt, und es regnet. Jetzt ist oben alles wohl verwahrt. Im übrigen ist nichts in Sicht.

Ein halb belustigter Blick traf Helga. Sie lächelte mir zu Gefallen, und als der Kapitän sie wiederum bat, ein Glas Wein zu trinken, willigte sie ein. Sichtlich angenehm dadurch berührt, steckte sich Kapitän Bunting eine frische Zigarre an, mischte sich noch ein Glas Grog und nahm den Faden des Gespräches wieder auf.

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