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Das Kampaner Tal

Jean Paul Richter: Das Kampaner Tal - Kapitel 11
Quellenangabe
typetractate
booktitleSämtliche Werke Abteilung I Band 4
authorJean Paul
year1996
publisherZweitausendeins
addressFrankfurt am Main
isbn3-86150-152-X
titleDas Kampaner Tal
pages561-716
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1797
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Dieses schöne sanfte Wort, mein Viktor, konnte gleichwohl nicht alle Wellen meiner erschütterten Seele legen. Aus einem Hause in der Ferne hauchten uns Turteltauben zitternde, aus der Seele gezogne Klagestimmen nach. Um meine innern Augen voll Tränen versammelten sich alle die Gestalten, deren Herzen ohne Schuld und ohne FreudenEs gibt dreierlei Menschen: einigen wurde in diesem Leben ein Himmel beschert, andern ein limbus patrum, worin ungefähr Freude und Trauer einander gleich wiegen, und endlich einigen eine Hölle, worin der Gram vorwiegt. Menschen, die zwanzig Jahre auf dem Krankenbette voll körperlicher Schmerzen lagen, die die Zeit nicht abstumpft wie geistige, diese waren doch gewiß mehr unglücklich als glücklich und würden, ohne Unsterblichkeit, ein ewiger Vorwurf für das höchste moralische Wesen bleiben. Und gibt es keinen solchen Unglücklichen, so steht es doch in der Gewalt eines Tyrannen, auf einer klinischen Marterbank unter der Assistenz eines Arztes und eines Philosophen einen solchen zu machen. Wenigstens dieser hätte dann auf eine außerweltliche Vergütung seiner Leiden Anspruch, weil der Ewige kein Wesen, das sich mehr betrübt als freuet, entstehen lassen darf. waren, die hienieden keinen einzigen Wunsch erreichten und die, unter dem Frost und Schneegestöber des Verhängnisses erlebend, sich, wie Menschen im Erfrieren, nur einzuschlafen sehnten – und alle die Gestalten, die zu sehr geliebt und zu viel verloren haben und deren Wunde nicht eher geneset, als bis sie der Tod erweitert, wie eine zerborstene Glocke so lange den dumpfen Ton behält, bis man den Riß vergrößert – und die nächsten Gestalten neben mir und so viele andere weibliche, deren zartere Seele das Schicksal gerade der Marter am meisten, wie die Narzissen dem Gott der Hölle, widmet. Auch deine wahre Bemerkung kam dazu, daß du nie das Wort Schmerz und Vergangenheit vor einem weiblichen Wesen ausgesprochen, ohne ein leises Seufzen über das Bündnis dieser zwei Worte aus der leidenden Brust zu hören, weil die Weiber in dem engern Spielraum ihrer Plane und mit ihren idealischern, mehr auf fremden als eignen Wert gebauten Wünschen tausendmal mehr Fehlschlagungen zu zählen haben als wir.

Die Sonne sank immer tiefer auf die Gebirge nieder, und Riesenschatten stiegen, wie Nachtraubvögel, aus ihrem ewigen Schnee kalt zu uns herein. Ich nahm mit heißer Hand Karlsons seine und sah ihm mit nassen Augen in sein männlich-schönes Angesicht und sagte: »O Karlson, auf welche blühende große Welt werfen Sie einen unermeßlichen Leichenstein, den keine Zeit abwälzt! Sind zwei SchwierigkeitenNämlich die Unwissenheit über unsere Verbindung mit dem Körper und die über die Verbindung mit der zweiten Welt., die sich noch dazu nur auf eine notwendige Unwissenheit des Menschen gründen, hinreichend, einen Glauben zu überwältigen, der tausend größere Schwierigkeiten allein auflöset, ohne den unsere Existenz ohne Ziel, unsere Schmerzen ohne Erklärung und die göttliche Dreieinigkeit in unserer Brust drei Plagegöttinnen und drei fürchterliche Widersprüche bleiben? – Vom gestaltlosen Erdwurm bis zum strahlenden Menschenangesicht, vom chaotischen Volke des ersten Tages bis zum jetzigen Weltalter, von der ersten Krümmung des unsichtbaren Herzens bis zu seinem vollen kühnen Schlag im Jüngling geht eine pflegende Gotteshand, die den innern Menschen (den Säugling des äußern) führt und nährt, ihn gehen und sprechen lehrt und ihn erzieht und verschönert – und warum? damit, wenn er als ein schöner Halbgott sogar mitten in den Ruinen seines veralteten Körper-Tempels aufrecht und erhaben steht, die Keule des Todes den Halbgott auf ewig zerschlage? Und auf dem unendlichen Meere, worin der kleinste Tropfenfall unermeßliche Kreise wirft, auf diesem hat ein lebenslanges Steigen des Geistes und ein lebenslanges Fallen desselben einerlei Folge, nämlich das Ende der Folgen, die Vernichtung.Man wende nicht den jährlichen Untergang der lang entwickelten schönen Blumenwelt des Frühlings ein; denn für die körperliche Welt ist ein jedes Verhältnis ihrer Teile so gleichgültig und vollkommen als das andere, und Rosenasche ist so gut als (ohne Rücksicht auf eine organische Seele) Rosenblüte: Nichts ist schön als unsere Empfindung des Schönen, nicht der körperliche Gegenstand. – Wollte man noch einwerfen: »Wie viele Entwicklungen unterdrückt überhaupt die Natur, zu denen sie schon alle Anstalten vorgeschaffen, wie viele tausend Eier knickt sie entzwei, wie viele Knospen zerreißet sie, wie viele Menschen auf allen Stufen des Lebens erquetscht ihr blinder Tritt!« so sag ich: die abgebrochenen Entwicklungen werden doch zu Bedingungen der vollführten veredelt; ferner für körperliche Gegenstände ist jede Stellung ihrer Teile gleichgültig, und als Hüllen geistiger Wesen zeugen sie eben für eine – kompensierende Unsterblichkeit der letztern. Und da mit unserm Geiste nach demselben Grunde auch die Geister aller andern Welten fallen und sterben müssen und nichts auf der von dem Leichenschleier und der Trauerschleppe überhüllten Unermeßlichkeit übrig bleibt als der ewig säende und niemals erntende einsame Weltgeist, der eine Ewigkeit die andere betrauern sieht: so ist im ganzen geistigen All kein Ziel und Zweck, weil der in ein Universum aus sukzedierenden oder sukzessiven Ephemeren, in eine unsterbliche Legion aus Sterbenden zerteilte und zertragene Zweck der Entwicklung ja keiner für die verschwundnen Ephemeren, höchstens für die letzte wäre, die nie kommen kann.Mich dünkt, von dieser Seite ist der Wahn der geistigen Mortalität noch nicht genug beschauet worden. Das lebendige oder geistige Weltganze kann als solches – denn das leblose hat keinen andern Zweck, als ein Mittel für das lebendige zu sein – keinen Zweck erreichen, als den jeder Teil davon erreicht, weil jeder ein Ganzes ist und weil jedes andere Ganze nur in der zusammenfassenden Idee und nicht wirklich existiert. Um die Unstatthaftigkeit einer durch verschwindende Geisterreihen laufenden Vervollkommung lebhafter anzuschauen, kürze man nur die Lebenszeit eines Geistes so weit ab, daß er z. B. nur eine Seite in Kants Kritik durchbringt und dann vergeht. Für die zweite Seite entsteht ein zweiter Geist und so überhaupt 884 Geister für die neue Auflage. Jener Irrtum wurde vielleicht den meisten durch das zunehmende Monden-Licht der Aufklärung geläufig, das allmählich über die nacheinander entschlafenden Jahrhunderte aufsteigt; aber eben die Notwendigkeit des Ersatzes fordert die Unsterblichkeit. – Und alle, alle diese Widersprüche und Rätsel, wodurch nicht bloß alle Wohllaute, sondern alle Saiten der Schöpfung zerrissen werden, müssen Sie annehmen, bloß weil sich zwei Schwierigkeiten, die unsere Vergänglichkeit ebensowenig auflöset, vor Sie stellen.... Geliebter Karlson, in diese Harmonie der Sphären nicht über, sondern neben uns wollen Sie Ihren ewig schreienden Mißton bringen! Sehen Sie, wie sanft und gerührt der Tag geht, wie erhaben die Nacht kömmt – o dachten Sie nicht daran, daß unser Geist glänzend einmal ebenso aus der Grube voll Asche steigen werde, da Sie einmal den milden und lichten Mond groß aus dem Krater des Vesuvs aufgehen sahen?...«

– Die Sonne stand schon rot auf den Gebürgen, um sich ins Meer zu stürzen und in die neue Welt zu schwimmen. Nadine umfing unendlich gerührt die Schwester und sagte: »O wir lieben uns ewig und unsterblich, gute Schwester.« Karlson rührte zufällig die Saiten der Laute an, die er trug; Gione nahm sie mit der einen Hand und gab ihm die andere und sagte: »Unter uns allen werden Sie allein von diesem tristen Glauben gequält – und Sie verdienen einen so schönen!«

Dieses Wort der verhüllten Liebe stürzte sein lang gefälltes Herz um, und zwei heiße Tropfen wanden sich aus den geblendeten Augen, und die Sonne vergoldete die reinen Tränen, und er sagte, indem er nach dem Gebürge hinüberschauete: »Ich kann keine Vernichtung ertragen als nur meine – mein ganzes Herz ist Ihrer Meinung, und mein Kopf wird ihm langsam folgen.«

Lasse mich nun nicht mehr eines andern Mannes erwähnen, den ich so oft getadelt habe.

Wir standen gerade vor einem Schlosse, worin, des Abendscheins ungeachtet, alle Fenster sich von Girandolen versilbern und (wenn es dunkler geworden) vergolden ließen. Oben über der italienischen Platteforme desselben hingen zwei Montgolfieren, die eine am westlichen, die andere am östlichen Ende, gefesselt im Äther. Ohne diese schönen Globen, in denen sich gleichsam die zwei herrlichen im Himmel, der Mond und die Sonne, wiederholten, hätt' ich im Glanz höherer Szenen diese nähern kaum bemerkt.

O Teuerster, wie schön war die Stelle und die Zeit! Die Pyrenäen ruhten groß, halb in Nächte, halb in Tage gekleidet, um uns und bückten sich nicht, wie der veraltende Mensch, vor der Zeit, sondern erhoben sich ewig; und ich fühlte, warum die großen Alten die Gebirge für Giganten hielten. Die Häupter der Berge trugen Kränze und Ketten von Rosen aus Wolken gemacht; aber sooft sich Sterne aus dem leeren tiefen Äthermeer herausdrängten und aus den blauen Wellen glänzten, so erblichen Rosen an den Bergen und fielen ab. Nur das Mittagshorn schauete wie ein höherer Geist lange der tiefen einsamen Sonne nach und glühte entzückt. Ein tieferes Amphitheater aus blühenden Zitronenbäumen zog uns mit Wohlgerüchen auf die eingehüllte Erde zurück und machte aus ihr ein dunkles Paradies. Und Gione drang voll stillem Entzücken in ihre Lautensaiten, und Nadine sang den gleitenden Tönen leise nach. Und die Nachtigallen wachten in den Rosenhecken am Wasser auf und zogen mit den Tönen ihres kleinen Herzens tief in das große menschliche, und glimmende Johanniswürmchen schweiften um sie von Rose zu Rose, und im spiegelnden Wasser schwebten nur fliegende Goldkörner über gelbe Blumen. – Aber da wir gen Himmel sahen, schimmerten schon alle seine Sterne, und die Gebirge trugen statt der Rosenketten ausgelöschte Regenbogen, und der Riese unter den Pyrenäen war statt der Rosen mit Sternen gekrönt. – – O mein Geliebter, mußte dann nicht jeder entzückten Seele sein, als falle von der gedrückten Brust die irdische Last, als gebe uns die Erde aus ihrem Mutterarm reif in die Vaterarme des unendlichen Genius – als sei das leichte Leben verweht? – Wir kamen uns wie Unsterbliche und erhabener vor, wir wähnten, das Sprechen über die Unsterblichkeit habe bei uns, wie bei jenen zwei edeln MenschenRaffael starb, da er die Verklärung vollendet hatte; und der genialische Hamann starb mitten unter dem Drucke einer Abhandlung »über Verklärung und Entkörperung«. , den Anfang der unsrigen bedeutet.

Plötzlich wurden wir von den vielfachen Armen eines harmonischen Stroms, der mit Lebenstönen durch das Lustschloß rauschte, gefasset und ins Leben zurückgeführt. Durch eine Musik in allen Zimmern wurde Gionen angesagt, wem dieses Schloß gehöre: sie drückte sanft und dankbar die Hand ihres Wilhelmi, und wir wurden alle erweicht, aber alle beglückt.

Allein der Sturm der neuen Freuden konnte, da wir in die glänzenden Zimmer traten, nicht die alten verwehen: wir konnten die große Nacht um uns noch nicht entbehren, wir stiegen auf die Platteforme heraus, um auf diesem kleinen Thron zu den höhern Thronen der Schöpfung unter dem unendlichen Thronhimmel näher aufzuschauen, wiewohl für die gerührte Seele Knien ein höheres Steigen gewesen wäre.

Droben standen Nachtviolen in einem Treibkasten, die Gionens Namen durch blühende Farben schrieben: ich dachte an die gefangnen Johanniswürmchen und Skolopender. Jene ließ ich als verworrene goldne Sternbilder auf die Rosenhecken hinunterfliegen, und mit den ausgegossenen Feuerwürmern setzte ich Gionens Namensblumen in schöne kalte Flammen.

Gione schauete sehnsüchtig zur östlichen Montgolfiere hinauf. Wilhelmi verstand sie. Ihr Geist war ebenso kühn als still, sie hatte schon viele Zauberhöhlen der Erde und die Zinnen der Alpen besucht: sie wollte mit der Kugel aufsteigen und in dieser herrlichen Nacht über diese herrliche Gegend mitten im Himmel schweben; aber der Genuß der nächtlichen Aussicht war doch ihr Endzweck nicht allein. Wilhelmi fragte sie, wer sie begleiten sollte; sie bat nur um Einsamkeit. Die Breite und Tiefe der Barke unter dem Globen und ein Stuhl darin und die Seile, die ihn steigen und wiederkehren ließen, nahmen alle Gefahr hinweg.

Sie ging einsam wie eine Himmlische empor unter die Sterne – die Nacht und die Höhe warfen ein Gewölke über die aufziehende Gestalt – ein oberes Wehen wiegte diese blühende Aurora und deckte mit der schwankenden Göttin ein Sternbild ums andere zu – Plötzlich trat ihr fernes erhöhtes Angesicht in einen hellen überirdischen Glanz hinein; es stand leuchtend, wie das eines Engels, im Nachtblau gegen die Sterne erhoben! Wilhelmi und Karlson ergriff ein ungewöhnlicher Schauder, ihnen war, als sähen sie die Geliebte wieder von sich ziehen, vom Flügel des Todesengels getragen. Der Mond hinter der Erde, der seine Strahlen früher hinauf an die Sterne als herunter auf die Erdenblumen warf, hatte sie so himmlisch verklärt.

Als sie wieder zu uns kam, waren ihre Augen von gestillten Tränen rot – und sie war eben aufgestiegen, um in einer verhüllten Minute näher an den Sternen alte schwere Tränen einsam zu vergießen. O die Himmlische! sie lächelte sonderbar im Schlummer dieses Lebens über höhere Freuden, als die hiesigen sind, wie etwan schlafende Kinder lächeln, weil sie Engel sehen.

Jetzt wurd' es mir unmöglich, meine Sehnsucht nach den Sternen und meine Bitte um das Einschiffen dahin zurückzuhalten. Ich erhielt von einer willigen Güte die westliche Kugel. Nadine, durch die Wiederkehr der unversehrten Schwester und durch den Teilnehmer der Gefahr verwegner, betrat mit ihrer gewöhnlichen auflodernden Wärme das Schiff, um das dürstende Herz an der majestätischen Unermeßlichkeit der Nacht zu laben. – –

– Und nun zogen uns die Sonnen empor. Die schwere Erde sank wie eine Vergangenheit zurück – Flügel, wie der Mensch in glücklichen Träumen bewegt, wiegten uns aufwärts – die erhabene Leere und Stille der Meere ruhte vor uns bis an die Sterne hin – wie wir stiegen, verlängerten sich die schwarzen Waldungen zu Gewitterwolken und die beschneieten beglänzten Gebirge zu lichten Schneewolken – die auftreibende Kugel flog mit uns vor die stummen Blitze des Mondes, der wie ein Elysium unten im Himmel stand, und in der blauen Einöde wurden wir von einem gaukelnden Sturm gleichsam in die nähere schimmernde Welt des Mondes geblendet gewiegt.... und dann wurd' es dem leichtern Herz, das hoch über dem schweren Dunstkreis schlug, als flatter' es im Äther und sei aus der Erde gezogen, ohne die Hülle zurückzuwerfen. –

Plötzlich stockte unser Flug – wir blickten hinunter in das von der Tiefe und der Nacht verschlungene Tal, und nur die Lichter des Schlosses schimmerten zusammenfließend hinauf – eine westliche Wolke hing vor uns in Gestalt einer weißen Nebelbank, und ein schwarzer Adler glitt wie ein Todesengel von Morgen vorüber und durchschnitt die lichte Wolkensäule und suchte seinen Gipfel – und ein kaltes Wehen zog uns spielend gegen die Insel aus Dunst – das Abendrot war schon gegen Mitternacht unter der Erde fortgezogen und wandelte über das geliebte Frankreich als künftige Aurora... O wie richtete sich der innere Mensch unter den Sternen auf und wie leicht wurde über der Erde das Herz...

Auf einmal stiegen unten aus dem schimmernden Schlosse leise Harmonien herauf, und unsere Geliebten riefen uns mit gedämpften Echos zurück.... Und da Nadine hinuntersah, brach ihr das einsame Herz vor Sehnen nach den teuern Menschen – und da sie in das lange versilberte Tal hinüberblickte, worüber der Mond hereingewälzet war, und da unter seinen flatternden Folien die zitternden Wasserfälle glommen und die rinnenden Bögen des Stroms und die grünenden Marmor-Torsos und die weißen Steige zwischen Ulmen und Ähren und die ganze zauberische Bahn unsers heutigen Tages: so strömten helle und glänzende Tränen unverhüllt aus ihren sanften Augen, und sie blickte mich gleichsam mit der Bitte um Nachsicht und Verschweigen an und sagte erschütternd: »Wir sind ja doch so weit von der harten Erde!«

Und als unsere kleine Kugel zu den schillernden Auen und hellern Tönen zurückgezogen wurde: sah sie mich fragend an, ob ihre Augen noch Spuren der Tränen zeigten. Sie trocknete sie schneller, aber vergeblich. Wir sanken schweigend hinunter. Ich nahm ihre brennende Hand und sah ihre fortweinenden Augen. Aber ich konnte nichts sagen...

– Und wie könnt' ich denn jetzt noch etwas sagen, du Geliebter!

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