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Das Heideprinzeßchen

Eugenie Marlitt: Das Heideprinzeßchen - Kapitel 27
Quellenangabe
typefiction
titleDas Heideprinzeßchen
authorE. Marlitt
publisherErnst Keil's Nachfolger
year1893
created19990720
senderinge.bayreuther@bibliothek.uni-regensburg.de
firstpub1872
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27.

Heute standen die Zimmer noch leer. Es war ein kalter Novemberabend; in den feinen Regen, der sich, der Erde nahe, in widrige Dunst- und Nebelwolken auflöste, mischten sich die ersten vereinzelten Schneeflocken, und rauhe Windstöße pfiffen durch die Gassen.

Bei meinem Eintreten in den Salon hantierte Fräulein Fliedner unter den klirrenden Tassen des Theetisches. Sie war erregt, die alte Dame, denn das Porzellan fuhr unter ihren Händen ein wenig konfus durcheinander ... Charlotte beobachtete sie mit einem malitiösen Lächeln. Sie hatte sich in die Sofaecke geworfen, halb versunken in die metallisch glitzernden Wogen einer mit Bauschen und Volants überladenen grünen Seidenrobe. Ihre imposante Schönheit interessierte mich aufs neue – die prächtigen Formen dehnten sich so behaglich in den warmen, elastischen Polstern; dennoch fröstelte ich unwillkürlich unter der Einwirkung des Kontrastes zwischen dem draußen vorüberfegenden rauhen Novemberwinde und den entblößten Schultern und Armen des üppigen Mädchens, die nur eine Flut außerordentlich klarer Spitzen überrieselte.

»Ich bitte Sie ums Himmels willen, liebste Fliedner, seien Sie vorsichtig,« rief sie mit affektierter Aengstlichkeit, ohne ihre nachlässig bequeme Stellung auch nur im mindesten zu verändern. »Die selige Frau Claudius müßte sich ja in der Erde umdrehen, wenn sie wüßte, wie Sie mit ihren porzellanenen Erinnerungen an frohe Wiegenfeste, Familienjubiläen, und was alle diese kostbaren Inschriften sonst noch verherrlichen mögen – in diesem Augenblicke umgehen ... Die Sache ist nicht der Rede wert, zu was alterieren Sie sich denn? ... Kann ich etwas dafür, daß mir diese Luise antipathisch ist? Und bin ich schuld, daß dieses Thränenweidengesicht stets aussieht, als wolle es Gott und alle Welt um Verzeihung bitte, daß es sich die Freiheit nimmt, überhaupt zu existieren? ... Das Mädchen fühlt instinktmäßig, was ich ungezwungen ausspreche – sie gehört nicht in den Salon mit ihren Schulmeistermanieren. Es ist eine viel zu weit getriebene Humanitätsanwandlung des Onkels, ihr eine Stellung einzuräumen, zu der sie in keiner Weise berechtigt ist ... Du lieber Gott, ich bin auch kein Unmensch – aber was recht ist! – Guten Abend, Prinzeßchen!«

Sie reichte mir die Hand und zog mich neben sich auf das Sofa. »Da bleiben Sie hübsch sitzen, Kind, und fahren nicht immer wie ein Irrwisch durch die Zimmer!« sagte sie gebieterisch. »Sonst setzt mir der Onkel abermals eine Nachbarin zur Seite, die mich mit ihrer ewigen Batiststickerei und dem groben Stahlfingerhut an ihrer Hand zur Verzweiflung bringt.«

»Einem dieser unerträglichen Uebel können Sie sehr leicht abhelfen,« meinte Fräulein Fliedner gelassen. »Geben Sie Luise einen Ihrer silbernen Fingerhüte – Sie benutzen sie ja doch nie –«

»Wenigstens sehr selten,« lachte Charlotte auf und ließ ihre schlanken weißen Finger vor den Augen spielen. »Ich weiß auch warum ... Sehen Sie, beste Fliedner, diese Nägel? ... Sie sind nicht besonders klein, aber hübsch rosig und tadellos gebildet – auf jedem sitzt ein Adelsdiplom – glauben Sie nicht?« Sie zog in geistreich ausdrucksvoller Weise die Oberlippe scharf zurück und zeigte impertinent lächelnd die ganze Reihe ihrer schönen Zähne.

»Nein, das glaube ich ganz entschieden nicht,« versetzte Fräulein Fliedner erregt – das Rot des Aergers trat ihr in die Wangen. »Die Natur gibt kein solches Diplom mit, das gegen die Arbeit feit, und auch jenes geschriebene Fürstenwort, dem eine wahnwitzige Vorstellung eine ähnliche Wandlungskraft wie die des Abendmahls verleiht, und infolge deren ehrlich gesundes rotes Blut sich plötzlich in ein verkünsteltes blaues verändern soll – auch dieses Fürstenwort hat nicht die Macht, irgendein Individuum von der Arbeit zu entbinden, zu der das Menschengeschlecht berufen ist. Es wäre schlimm und ein Widerspruch in Gottes Schaffen und Walten selbst, wenn den Herrschern in Wahrheit das Recht verliehen wäre, die Faulenzer zu sanktionieren... An eines aber muß ich Sie bei dieser Gelegenheit erinnern, Charlotte – es ist bis jetzt nie über meine Lippen gekommen; aber Ihr Uebermut kennt keine Grenzen mehr, er wird von Stunde zu Stunde unerträglicher, und so sage ich Ihnen denn: Vergessen Sie nicht, daß Sie ein Adoptivkind sind!«

»Ach ja, solch ein armes Geschöpf, das das Gnadenbrot ißt, nicht wahr, meine liebe gute Fliedner?« rief Charlotte – ihre funkelnden Augen fixierten höhnisch das Gesicht der alten Dame. »Ja, denken Sie sich nur, darüber mache ich mir auch nicht so viel Kummer« – sie stippte Daumen und Zeigefinger gegeneinander – »es schmeckt mir ganz vortrefflich, weil ich mich durchaus nicht losmachen kann von dem Gedanken, daß es mir von Gott und Rechts wegen gehört ... Uebrigens war es ein wahres Wort, als ich heute Dagobert schrieb, daß Sie die erste Geige am Theetisch spielen, seit Eckhof in Ungnade gefallen ist. – Sie werden impertinent, meine Gute!«

Sie verstummte und sah über die alte Dame hinweg nach der offenen Thür, auf deren Schwelle Herr Claudius geräuschlos erschien. Nicht im mindesten verlegen, erhob sie sich und begrüßte ihn ... Er trat, ihren Gruß kurz erwidernd, an den Tisch und hielt das Siegel des Briefes, den er im Schreibzimmer konfisziert hatte, nahe an das Lampenlicht.

»Wie kommst du zu diesem Wappen, Charlotte?« fragte er ruhig, wenn auch mit bedeutender Schärfe im Ton.

Sie erschrak – ich sah es an dem Zucken ihrer halbgeschlossenen Lider, unter denen hervor sie mit gutgespieltem Gleichmut auf das Wappen hinblinzelte.

»Wie ich dazu komme, Onkel?« wiederholte sie und zuckte in fast scherzhafter Weise die Achseln. – »Es thut mir leid – darüber kann ich dir keine Auskunft geben.«

»Was soll das heißen?«

»War ich nicht deutlich genug, Onkel Erich? – Nun denn, ich bin augenblicklich außer stande, dir zu sagen, wie dieses hübsche Petschaft in meine Hände kommt ... Ich habe auch so meine kleinen Geheimnisse, wie ja deren genug im alten Claudiushause herumfliegen ... Gestohlen habe ich's nicht; ebensowenig gekauft; es ist mir auch nicht geschenkt worden.« Sie ging in ihrer Kühnheit so weit, vor diesem tiefernsten Gesicht das verhängnisvolle Rätsel wie einen Spielball in die Hand zu nehmen.

»Die geistreiche Lösung ist, daß du es gefunden hast, wenn ich mir auch nicht denken kann, wo,« sagte er, augenscheinlich widrig berührt durch die kecke Art und Weise, mit ihm zu scherzen. »Es fällt mir nicht ein, weiter in dich zu dringen – behalte dein Geheimnis. Dagegen frage ich dich ernstlich: Wie kommst du dazu, dieses Wappen zu führen

»Weil – nun, weil es mir gefällt!«

»Ach so – das ist ja ein wunderbarer Begriff von Mein und Dein! ... Freilich, dieses Wappen ist herrenloses Gut; auch fehlt mir persönlich der Respekt vor dem angedichteten Nimbus solch eines kleinen Schildes – ich könnte dir schließlich die kindische Freude lassen, ferner deine Briefe mit diesem gekrönten Adlerflügel zu siegeln, wenn – du nicht Charlotte wärst; einem notorischen Spieler aber, den man heilen will, gibt man keine Karten in die Hände ... Ich verbiete dir hiermit ein für allemal, das gefundene Petschaft ferner in Gebrauch zu nehmen!«

»Onkel, ich frage dich, ob du in Wirklichkeit das Recht dazu hast!« rief Charlotte in unaufhaltsam hervorbrechender Leidenschaft.

Ich zitterte vor Angst und Aufregung – sie stand auf dem Punkte, mit einem einzigen Hiebe den Knoten zu durchhauen.

Herr Claudius trat einen Schritt zurück und maß sie mit einem stolz erstaunten Blick.

»Du wagst es anzuzweifeln?« – Er zürnte, und doch blieb er vollkommen beherrscht in seiner äußeren Haltung. »In der Stunde, wo ihr – du und dein Bruder – an meiner Hand Madame Godins Haus verlassen habt, ist mir dieses Recht zugefallen. Ich habe dir den Namen Claudius gegeben, und kein Gericht der Welt kann es mir verwehren, wenn ich darauf bestehe, daß du ihn ohne alle Verballhornisierung trägst ... Sollte wirklich der Augenblick gekommen sein, wo ich bereuen müßte, dieses hochgehaltene Kleinod meiner Väter als Schild über dein und Dagoberts Haupt gedeckt zu haben? ... Mein Bruder hat es geschädigt, indem er dieses Unding« – er zeigte auf das Siegel – »daran knüpfen ließ; mit meinem Willen soll es nie wieder aufleben!« Ein spöttisch überlegenes Lächeln huschte durch Charlottens Züge; er sah es und runzelte finster die Brauen.

»Kindisch schwache und angekränkelte Seele in einem so kräftigen, gesunden Körper!« sagte er und ließ seinen Blick über die imposante Gestalt des jungen Mädchens hinstreichen. »du klagst und schiltst über den unnahbaren Hochmut des Adels und stärkst ihn doch, wie tausend andere schwachsinnige Geister auch, durch die Gier, in seinen Kreisen zu verkehren, durch knechtische Unterwerfung, wenn man dich nur duldet ... Ich gehöre nicht zu jenen fanatischen Gegnern des Adels, die ihn von seinem Piedestal stoßen wollen – mag er doch da bleiben – ich behaupte auch den Platz, auf dem ich stehe ... Die Bedeutung seiner Weltstellung ist ohnehin eine andere geworden – wenn ich mich ihm nicht unterthänig mache, dann bin ich's auch nicht. Seine eingebildete Stärke wurzelt nur noch in eurer Schwäche – wo keine Anbetung, da ist auch kein Götze.«

Charlotte warf sich wieder in die Sofaecke – ihre Wangen glühten; es kostete ihr offenbar einen schweren Kampf, die Zunge zu zähmen.

»Mein Gott, was kann ich für meine Natur?« rief sie nicht ohne Hohn. »Sei es drum – ich kann mir eben nicht helfen, ich gehöre nun einmal zu jenen schwachsinnigen Geistern! Warum soll ich's leugnen – hinge dieser reizende gekrönte Adlerflügel mit meinem wirklichen Familiennamen zusammen, ich wäre stolz – stolz über die Maßen!«

»Nun, es ist dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen ... Wehe denen, die mit dir verkehren müßten, wenn dir wirklich dieser sogenannte Vorzug der Geburt zufiele! Glücklicherweise berechtigt dich weder dein Adoptivname noch der deiner eigentlichen Familie –«

»Der meiner Familie? – Und wie lautet er, Onkel Erich?« Sie erhob sich unwillkürlich und heftete fest und durchdringend ihre glühenden Augen auf sein Gesicht.

»Hättest du ihn in der That vergessen, ihn, der dir ›tausendfach süßer und vornehmer klingt als der grobe, deutsche, bärenhafte Name Claudius‹? ... Er lautet – Mericourt.« – Er sprach den Namen augenscheinlich mit Ueberwindung aus.

Charlotte sank wieder in die Polster zurück und drückte das Taschentuch gegen ihre Lippen.

»Ist Ihr Thee fertig, liebe Fliedner?« wandte sich Herr Claudius an die alte Dame, die gleich mir in atemloser Spannung dem gefährlichen Gespräch gefolgt war.

Während er sich einen Fauteuil an den Tisch schob, goß sie schleunigst Thee ein; ihre kleinen, feinen Hände waren ein wenig unsicher, als sie ihm die Tasse hinreichte, und ein besorgter Blick streifte scheu seine verfinsterte Stirn – die alte Frau sollte ja seine Mitschuldige sein, diese sanfte, liebreiche, gütige alte Frau, die Mitwisserin einer fortgesetzten schwarzen Schuld – nimmermehr! Herr Claudius hatte durch seinen letzten fest und sicher gegebenen Bescheid die Angelegenheit wieder in das tiefste Dunkel gezogen – ihm glaubte ich. Anders dachte Charlotte; ich sah es an ihrem Gesicht, ihre Ueberzeugung war eine unumstößliche. Wie eine Fürstin saß sie neben mir und ließ sich von Fräulein Fliedner bedienen, und der spöttisch feine Zug, der ihre Mundwinkel abwärts bog, galt dem Namen Mericourt ... Welch ein Widerspruch in dieser hochmütigen Seele selbst! Einst hatte sie mit dem französischen Namen die Voraussetzung, daß das deutsche plebejische Blut der Claudius in ihren Adern fließe, zornig und energisch abgewehrt, und nun verwarf sie ihn verächtlich wie ein abgelegtes Kleid, auf die Enthüllung hin, daß sie in Wahrheit eine Claudius, die leibliche Nichte des mißachteten Krämers sei ... Ach, ich harmloses Kind der Heide, ich begriff ja nicht, daß ein Machtwort des Fürsten, ein paar Federstriche seiner Hand den alten Stamm des Krämerhauses bis in die Wurzel gespalten und den abgetrennten Ast bis zur Unkenntlichkeit veredelt hatte!

Luise trat ein, und gleich nach ihr Helldorf. Ich schöpfte tief Atem, als wehe mich ein erfrischendes Element an – diese beiden hatten ja keine Ahnung von dem vulkanischen Boden, auf welchem der friedliche Theetisch stand; sie unterbrachen in zwangloser Weise das dumpfe Schweigen, das seit Herrn Claudius letztem Wort herrschte; auch hatte ich in Helldorfs Nähe stets das Gefühl des Beschütztseins, einer trauten, heimischen Beziehung – war ich doch auch allmählich das zärtlich gehegte und gehätschelte Kind im Hause seines Bruders geworden.

Er reichte mir mit verständnisvollem Lächeln und vorsichtigen Fingern eine weiße Papiertüte hin – ich wußte, was sie enthielt – eine kaum aufgebrochene Theerose, die Frau Helldorf lange für mich gepflegt, und von welcher sie mir am Morgen gesagt hatte, sie werde sie mir noch an den Theetisch schicken, falls sie im Laufe des Tages den Kelch öffnen sollte. Ich stieß einen Freudenruf aus, als ich das Papier auseinanderschlug – mattweiß, tief im halberschlossenen, strotzenden Kelch, blaßgelb angehaucht, schwankte die starkduftende Blüte schwer am Stengel.

»O weh, nehmen Sie doch ein wenig Rücksicht auf mein Kleid, Luise! Sie reißen mir ja die Spitzen von den Volants!« rief Charlotte in diesem Augenblick heftig und zog die rauschenden Falten ihrer Robe an sich. Sie war sehr zornig; aber ich konnte unmöglich glauben, daß es dem Kleide gelte – ein Riß in dem kostbaren Anzug war ihr stets gleichgültig. Ich hatte gesehen, wie sie das Dreieck, das ihr ein Dornbusch in ein prächtiges Spitzentuch gerissen, eigenhändig erweiterte, weil »es gar so lächerlich aussehe«, und Fliedners kleinen Pinscher hatte sie lachend an den Ohren gezupft dafür, daß er »so reizend boshaft« den Besatz eines neuen Kleides zerfetzt hatte.

Luise fuhr erschrocken, mit todesängstlichen Augen empor und stammelte eine Entschuldigung um die andere, obgleich sich der prophezeite Schaden nirgends entdecken ließ – man sah dem scheuen, gedrückten Geschöpf die Furcht an, die ihr die herrische junge Dame einflößte ... Die Szene war peinlich und hätte sicher noch eine unangenehme Wendung für Charlotte genommen, wäre nicht Fräulein Fliedner ablenkend eingeschritten. Mit einem Blick auf Herrn Claudius' finster gefaltete Brauen ergriff sie die Rose und steckte sie mir in die Locken.

»Sie sehen prächtig aus, kleine Orientalin!« sagte sie, mich freundlich auf die Wange klopfend.

Charlotte lehnte sich in ihre Ecke zurück – tief, als schlafe sie, lagen die breiten dunklen Wimpern auf ihren heißglühenden Wangen – sie würdigte den Schmuck in meinem Haar nicht eines Blickes.

Trotz des häßlichen Wetters fanden sich noch einige Gäste aus der Stadt ein. Ein lebhafter Wortwechsel entspann sich sofort, und Charlotte erwachte aus ihrer scheinbaren Apathie – der Lockung, mit ihrer Konversationsgabe zu brillieren, konnte sie nicht widerstehen. Heute sprühte ihr Geist förmlich Funken, ich hatte sie noch nie so hinreißend beredt gesehen. Freilich klang ihr Spottgelächter oft grell und unharmonisch dazwischen, und das fast bacchantisch wilde Zurückwerfen und Emporschnellen der üppigen Gestalt, das ungezwungene Spiel der weißen vollen Schultern in dem die Büste nur lose umschließenden Kleid löschten den letzten Anhauch des Mädchenhaften von dem strahlenden Frauenbild – es war, als prickle es ihr elektrisch in jeder Fiber, als flösse nicht Blut, sondern Feuer durch ihre Adern ...

Mit einem Gemisch von Grauen und Bewunderung hing mein Blick wie festgebannt an ihr – da glitt langsam eine Hand vor meinen Augen nieder, als wolle sie mir den Blick verwehren – es war Herr Claudius, der neben mir saß. Zugleich forderte er Helldorf auf, ein Lied zu singen. Seine unverkennbare Absicht, durch den Gesang des jungen Mannes den witzsprudelnden roten Mund dort für einen Moment wenigstens zum Schweigen zu bringen, mißglückte; Charlotte sprach, wenn auch mit etwas moderierter Stimme, weiter, als habe sie keine Ahnung davon, daß drüben am Flügel »Der Wanderer« von Schubert in tiefergreifender Gewalt gesungen werde.

»Wenn du selbst keine Achtung vor der Musik hast, Charlotte, dann störe wenigstens den Genuß anderer nicht,« unterbrach sie Herr Claudius plötzlich streng und winkte, Schweigen gebietend, mit der Hand hinüber.

Sie fuhr zusammen und verstummte. Mit einer gleichgültig stolzen Bewegung ließ sie den Kopf auf die Sofalehne sinken, nahm eine der beiden dicken Locken auf, die ihr über den Busen herabhingen, und ließ sie in nervös aufgeregtem Spiel über die zuckenden Finger rollen. Sie hob nicht einmal die Lider, als der junge Mann wieder in das Zimmer trat und den begeisterten Dank der Anwesenden empfing.

Einer der Herren bat sie dennoch, ein Duett mit Helldorf zu singen.

»Nein, heute nicht – ich bin nicht aufgelegt,« sagte sie in nachlässigem Ton, ohne ihre Stellung zu verändern, ja, ohne auch nur die Augen aufzuschlagen.

Ich sah, wie Helldorfs schönes Gesicht bis in die Lippen bleich wurde. Er that mir unsäglich leid – ich konnte es nicht ertragen, daß ein Glied der mir so liebgewordenen Familie beleidigt wurde. Mutig erhob ich mich.

»Ich will das Duett mit Ihnen singen, wenn Sie es wünschen,« sagte ich zu ihm – meine Stimme bebte freilich, denn mir selbst schien es, als thäte ich etwas Ungeheuerliches, etwas ganz Uebermenschliches.

Und er wußte das – er kannte meine Scheu vor fremden Zuhörern ... Mit einer lebhaften Bewegung zog er meine Hand an seine Lippen; dann traten wir an den Flügel.

Ich glaube, ich habe nie in meinem Leben so gut und ausdrucksvoll gesungen wie an jenem Abende. Eine mächtige, wenn auch noch unbegriffene Erregung ließ mich die Angst überwinden, die meine ersten Töne umschleierte ... Schon während des Gesanges waren die Anwesenden geräuschlos, eines nach dem anderen, herübergekommen, und nach dem Schluß überschütteten sie uns mit Beifall; ich ganz besonders wurde von den alten Herren als Lerche, Flöte und Gott weiß was alles bis zum Himmel erhoben.

Da kam auch Charlotte herübergerauscht. Sie stürmte auf mich zu und legte ihren Arm um meine Taille. Ich erschrak vor ihr – sie bog sich tief genug über mich, daß ich die funkelnden Thränen in ihren Augen sehen konnte; aber es waren Thränen des Zornes, die sie mit festzusammengepreßten Lippen und schweratmender Brust gewaltsam niederzuschlucken suchte. Hätte ich damals nur entfernt begriffen, welcher Art die Leidenschaft war, die sie so furchtbar aufregte, wie leicht wäre es mir geworden, sie zu beschwichtigen, und wie gern hätte ich's gethan! So aber überschlich mich ein unbeschreibliches Angstgefühl, und unwillkürlich strebte ich, mich aus der Umschlingung loszuwinden.

»Nun sehe einer die kleine Heidelerche an!« lachte sie auf. »Mit einem einzigen Griff könnte man dieses Vogelkörperchen zerdrücken,« sie schnürte ihren Arm so fest um meinen Leib, daß mir der Atem stockte, »und das schmettert, daß die Wände zittern!«

Ehe ich mich dessen versah, hatte sie mich scheinbar kosend und hätschelnd aus dem Kreise der Umstehenden mehr in das Dunkel hineingezogen – sie fuhr mit der Hand heftig über den Scheitel, und plötzlich flog die Rose aus meinen Locken weit in den anstoßenden Salon hinein.

»Kleine, reizende Kokotte, Sie haben Ihre Rolle glanzvoll durchgeführt – wer hätte gedacht, daß solch ein gefährliches Element in dem Barfüßchen stecke!« raunte sie mir mit mühsam beherrschter Stimme zu. »Wissen Sie auch, wie man es mit den Gefeierten macht!« rief sie lauter. »Man hebt sie hoch über den gemeinen Menschentroß ... Sehen Sie, so, so, Sie – federleichtes Ding, Sie allerliebstes Nichtschen!«

Ich schwebte plötzlich hoch droben in der Luft und hätte den Stuck des Plafonds mit den Händen berühren können, denn das obere Stockwerk des Vorderhauses war sehr niedrig. Auf den riesenstarken Mädchenarmen war ich allerdings eine gen Himmel gewehte Flaumfeder, ein schwaches Geschöpf mit wehrlosen Kinderhändchen, ein Nichts; selbst über meine Stimme hatte ich keine Macht, Scham und Schrecken schnürten mir die Kehle zu – ich wähnte mich in der Gewalt einer Wahnwitzigen.

Lachend flog sie mit mir durch die Zimmer, während ich unwillkürlich die Augen schloß ... Da durchfuhr jäh ein schmetternder Schlag meinen Kopf – wir waren gegen den tief hängenden schweren Bronzekronleuchter im letzten Salon gerannt. Ich stieß einen zitternden Schrei aus – die Anwesenden stürzten auf uns zu, während meine Trägerin mich erschrocken niedergleiten ließ. Wie durch einen Schleier sah ich nur noch, daß Herrn Claudius' Arme mich auffingen – dann legte sich ein rätselhaftes Dunkel über mich.

Wie lange diese Betäubung angedauert, weiß ich nicht – aber es kam mir vor, als erwache ich allmählich und zwar ganz in der Weise, wie ich als Kind oft auf Ilses Schoß aufgewacht war. Ich fühlte mich sanft umschlungen, und an meinem Ohr hin strich dann und wann ein geflüsterter Hauch, den ich nicht verstand, und der mir doch genau so klang, wie Ilses scheu kosende Schmeichelnamen, die ich eigentlich auch nicht hören sollte. Aber das Herz, an das mein Kopf gedrückt wurde, war ein heftig klopfendes – das war anders als bei Ilse ... Erschrocken schlug ich die Augen auf und sah in ein völlig entfärbtes Gesicht, dessen Ausdruck voll leidenschaftlicher Angst ich nie vergessen werde.

Ich begriff plötzlich die Situation, in der ich mich befand, und bog erglühend den Kopf weg, der bei der heftigen Bewegung zu schmerzen anfing. Sofort zog sich der Arm von meinen Schultern zurück, und Herr Claudius, der neben mir auf dem Sofa gesessen hatte, sprang auf.

»Ach, mein liebes, süßes Kindchen – Gott sei Dank, da sind ja Ihre großen Augen wieder!« rief Fräulein Fliedner, die eben ein Leinenstück in einer Porzellanschüssel ausrang, mit bebender Stimme hinüber.

Ich griff nach meinem Kopf, er war verbunden, und an der linken Schläfe nieder sickerte das kühle Wasser des Umschlags. Schneller als ich selbst gedacht hätte, war ich Herr über meine Nerven und die wunderbar ungekannte Empfindung, die mich für einen Augenblick so unbeschreiblich süß und beseligend durchschauert hatte ... Voll Angst dachte ich an Charlotte und das Strafgericht, das über sie ergehen würde – ich mußte so schnell wie möglich wieder heil und gesund auf meinen Füßen stehen.

»Was habe ich denn für Streiche gemacht?« fragte ich, mich energisch wieder aufrichtend.

»Sie sind ein klein wenig in Ohnmacht gefallen, Herzchen,« sagte Fräulein Fliedner, sichtlich erfreut über meine Munterkeit.

»Wie, ein so schwaches Geschöpf bin ich? ... Wenn Ilse das wüßte! Sie kann die nervenschwachen Frauenzimmer nicht ausstehen ... Aber wir wollen das Tuch wieder abnehmen, Fräulein Fliedner – es ist wirklich nicht nötig« – ich griff danach. »Ach, meine Rose!« rief ich unwillkürlich.

»Sie sollen sie wieder haben,« sagte Herr Claudius niedergeschlagen – ich sah, wie ein Seufzer seine Brust hob. Er ging in das anstoßende Zimmer, wo die Blume noch auf dem Boden lag, und nahm sie auf.

»Ich muß sie in Ehren halten, Frau Helldorf hat sie so lange für mich gepflegt – wir haben zusammen jedes Blättchen beobachtet und wachsen sehen,« sagte ich, zu ihm aufblickend, als er mir sie hinreichte.

Diese wenigen Worte hatten eine seltsame Wirkung – mit ihnen verflog das traurig finstere Gepräge auf Herrn Claudius' Stirn bis auf die letzte Spur, und dort rauschte die Gardine, und Charlotte, die sich offenbar in der ersten Bestürzung in das schützende Dunkel der Fensternische geflüchtet hatte, trat rasch hervor. Sie kam auf mich zugeflogen und warf sich auf die Kniee nieder.

»Prinzeßchen« – flehte sie in weichen, halbgebrochenen Tönen und streckte mir, um Verzeihung bittend, die Rechte hin.

Herr Claudius trat zwischen uns. Ich zitterte – ich hatte ja noch nie diese großen blauen Augen im unbezähmbaren Zorn auflodern sehen.

»Du berührst sie mit keiner Fingerspitze! Nie wieder! Ich werde sie künftig vor dir zu schützen wissen!« rief er heftig und stieß ihre Hand zurück ... Wie sie unerbittlich hart und grausam klingen konnte, diese ruhige, gelassene Stimme!

Fräulein Fliedner fuhr entsetzt herum und sah angstvoll in sein Gesicht – zum erstenmal seit langen Jahren wieder durchbrach die Leidenschaft, die bis auf den letzten Funken erloschen schien, den Damm einer streng geübten, beispiellosen Selbstbeherrschung ... Geräuschlos drückte die alte Dame die Thüre zu – in Charlottens Zimmer waren ja noch die Herren anwesend.

»Ich bereue – bereue bitter jenen Moment, wo ich dich auf meinem Arm in eine reinere Atmosphäre zu retten meinte!« fuhr er in gleicher Heftigkeit fort. »Ich habe Wasser mit Sieben geschöpft – Art läßt nicht von Art, und das wilde Blut in deinen Adern –«

»Sage lieber ›das stolze‹, Onkel!« unterbrach sie ihn, sich vom Boden erhebend – sie war bleich wie der Tod; dieser herausfordernd in den Nacken geworfene Kopf schien förmlich versteinert in seiner hohnvollen Ruhe.

»Stolz?« wiederholte er mit einem bitteren Lächeln. »Sage mir, wie du diese schöne Zierde des Weibes zu zeigen gewohnt bist, und wann! Vielleicht in dieser Stunde, wo du, bar aller Weiblichkeit und Würde, eine zügellose Bacchantin warst?«

Sie fuhr zurück, als habe er sie in das Gesicht geschlagen.

»Und was nennst du sonst stolz?« fuhr er unerbittlich fort. »dein ungerechtfertigtes Haschen nach Rang und Stellung? Deine Art und Weise, wie du Menschen, die deiner Meinung nach tief unter dir stehen, wegwerfend und herzlos behandelst ... Mit dieser Handlungsweise erbitterst du mich oft aufs tiefste, und ohne es zu wissen, rüttelst du bedenklich an dem morschen Boden unter deinen Füßen ... Hüte dich.«

»Vor was, Onkel Erich!« unterbrach sie ihn kalt mit spöttisch gesenkten Mundwinkeln. »Haben wir, mein Bruder und ich, nicht bereits alle Stadien der Unterdrückung durchlaufen? Gibt es wirklich noch eine Saite auf unseren allerdings hochgespannten Seelen, die du nicht mit harter Hand angegriffen und als verkehrt, als unvereinbar mit dem praktischen – sage hausbackenen – Leben verworfen hättest? Suchst du nicht unsere Ideale zu zertreten, wo du kannst?«

»Ja, als giftiges Gewürm, als Hirngespinste, die mit Moral und einem wirklich erhabenen Aufflug des Menschengeistes nichts gemein haben ... Ihr in tiefster Seele Unadligen! Ihr habt nicht einmal Raum für Dankbarkeit!«

»Ich würde dir danken für das Brot, das ich gegessen habe – wenn ich nicht mehr von dir zu fordern hätte!« – brauste sie auf.

»Um Gottes willen schweigen Sie, Charlotte!« rief Fräulein Fliedner mit völlig entfärbtem Gesicht und erfaßte ihren Arm. Zornig schüttelte sie die Dame ab.

Herr Claudius maß, starr vor Ueberraschung, die dräuend gehobene Mädchengestalt von Kopf bis zu den Füßen. »Und was forderst du?« fragte er in der alten, vollkommenen Gelassenheit.

»Vor allem Licht über meine Abkunft!«

»Du willst die Wahrheit wissen?«

»Ja,« sagte sie. »Ich brauche sie nicht zu fürchten!« stieß sie in einer Art von Triumph heraus.

Er wandte ihr den Rücken und ging einmal im Zimmer auf und ab – es war so totenstill, daß ich meinte, man müsse das Klopfen der stürmisch aufgeregten Pulse hören.

»Nein, jetzt nicht – jetzt nicht, wo du mich so tief gekränkt und beleidigt hast – es wäre unedle Rache!« sagte er endlich, vor ihr stehenbleibend. Er hob den Arm und zeigte nach der Thüre. »Gehe – nie warst du weniger fähig, die Wahrheit zu ertragen, als in diesem Augenblick!«

»Ich wußte es!« lachte sie auf und rauschte hinaus in den Korridor.

Fräulein Fliedner legte mir schweigend mit zitternden Händen einen frischen Umschlag auf den Kopf; dann ging sie hinüber, »um nur einmal nach den Herren zu sehen«.

Mir schlug das Herz – ich war allein mit Herrn Claudius. Er setzte sich neben mich auf einen Stuhl.

»Das war eine wilde Szene, nicht geeignet für diese erschrockenen Augen, die ich doch um alles gern vor schlimmen Eindrücken behüten möchte!« sagte er mit sicherer Stimme. »Sie haben mich heftig gesehen – wie mir das leid ist! ... Das schwache Vertrauen zu mir, das Sie mir heute gezeigt haben, ist nun wieder spurlos verflogen – ich kann mir das denken.«

Ich schüttelte den Kopf.

»Nicht?« fragte er aufatmend und sein verschleierter Blick leuchtete. – »Eine Flamme züngelte mir nach dem Gehirn – ich kenne sie und habe sie stets unter meinen Fuß gezwungen; nur heute nicht, wo ich Ihren Aufschrei hörte und das Blut über Ihr blasses Gesichtchen rieseln sah.« Er stand auf und durchmaß das Zimmer, als überwältige ihn der Eindruck nochmals.

Seine Augen schweiften über die Zimmerdecke und den altmodischen Kronleuchter.

»Das böse, alte Haus!« sagte er stehen bleibend. »Es webt ein schlimmer Zauber um diese Wände und Gerätschaften ... Ich kann jetzt begreifen, weshalb die Karolinenlust entstehen mußte – ich verstehe den alten Eberhard Claudius ... Meine schöne Urgroßmutter ist in diesen Mauern vergangen wie eine Blume – jenen schlichten, ruhigen Herzens gewählten Hausfrauen, deren genug hier geschaltet und gewaltet haben, sind sie eine stille, friedliche Heimat gewesen – einem abgöttisch geliebten Frauenleben aber ist das alte Haus stets gefährlich geworden.«

Mir ging diese aufgeregte Stimme durch Mark und Bein. In diesen Tönen hatte er gewiß auch zu jener Treulosen gesprochen – wie war es möglich gewesen, daß sie ihn dennoch verlassen konnte? ...

»Ihr unschuldiges Kindergemüt hat Sie instinktmäßig vor dem kalten, dunklen Vorderhause zurückschaudern lassen,« fuhr er fort, sich wieder zu mir setzend.

»Ja, das war im Anfang,« unterbrach ich ihn lebhaft, »wo ich aus der Heide kam und jede unbekannte Mauer für einen Kerker hielt – das war sehr kindisch ... Auf dem Dierkhof ist's ja auch nicht hell – da gibt's alte, blinde Scheiben genug, durch die die Sonne nur blinzelt, und in der Tenne ist's kühl und dämmrig, mag auch draußen die ganze flimmernde Sonnenglut über der Heide liegen ... Nein, ich habe es jetzt lieb, das alte Vorderhaus, ich betrachte es mit ganz anderen Augen, und seit ich über Augsburg und die Fugger gelesen habe, ist mir's immer, als müßten die Frauen mit dem Stirnschleier aus ihrem Rahmen steigen und mir in den Gängen und auf der breiten Steintreppe begegnen.«

»Ach, das ist die Poesie, mit der sich das Heideprinzeßchen auch die öde, arme Heimat verklärt hat! ... Sie würden mit ihr aushalten im alten Kaufmannshause und sich nicht hinüber in die Karolinenlust retten lassen?«

»Nein – es ist mir trauter und heimischer hier ... War denn niemand im Vorderhause, den die schöne Urgroßmutter lieb hatte?«

Was hatte ich denn gesagt, daß er zurückfuhr und mich wie versteinert ansah? ...

Da ging die Thüre auf und Fräulein Fliedner trat mit dem herbeigeholten Hausarzte ein; gleich darauf kam auch mein Vater. Er war anfänglich sehr betroffen über meinen Unfall; aber nach Aussage des Arztes war nicht der mindeste Grund zur Besorgnis vorhanden. Eine meiner Locken fiel unter der Schere, dann wurde ein kleiner Verband angelegt; nur durfte ich nicht mehr in die Nachtluft hinaus. Zum erstenmal schlief ich, bewacht von Fräulein Fliedner, im Vorderhause; und durch meine leichten Fieberträume ging eine kleine Gestalt; sie trug den Stirnschleier, wie die Hausfrauen der alten Claudius, und schritt durch die hallenden Gänge und die breite Steintreppe hinab; aber ihre Füße berührten die kalten Fliesen nicht, die ganzen Blumen des Gartens waren ja da hingeschüttet worden, und das kleine Wesen – ich wußte es unter einem unbeschreiblichen Glücksgefühl – war ich ...

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