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Christinens Weg durch die Hölle

Robert Heymann: Christinens Weg durch die Hölle - Kapitel 3
Quellenangabe
authorRobert Heymann
titleChristinens Weg durch die Hölle
publisherWilhelm Goldmann Verlag
year1929
printrun1.-12. Tausend
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20171217
projectid3304bb33
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2

Es war für das Dorf vollkommen überraschend gekommen. Niemand hatte Zeit, etwas in Sicherheit zu bringen, aber das tat auch nicht not, denn die Bande, die mit Geheul, eine Rotte Korahs, auf kleinen Wagen stehend, mit schnaubenden Pferden durch die Dorfstraße jagte, waren Machnoleute, Soldaten des Bauernvaters, der es weder mit den Weißen noch mit den Roten hielt, der die Welt erlösen und den Bauer frei machen wollte.

Gehetzt und gejagt und gesucht ist er, der »Befreier«. Er hat den Gutsbesitzern ihre Länder und ihre Forsten weggenommen und hat sie den Bauern gegeben. Er hat gegen die Deutschen und die Österreicher gekämpft, die nach dem Frieden von Brest-Litowsk in die Ukraine kamen. Sie haben einen hohen Preis auf seinen Kopf gesetzt, aber sie haben ihn nicht bekommen, denn seine Scharen sind flink wie die Teufel, und die Bauern beten ihn an. Er wird ein christliches Zeitalter begründen, dieser moderne apokalyptische Reiter mit dem wilden Blick und dem langen Haar über dem kranken Gesicht. Die Deutschen haben ihn gejagt wie einen Hund! Sie haben ganze Dörfer angezündet, in denen sie ihn vermuteten, sie haben das Haus seiner Mutter in Asche gelegt, sie haben seinen Bruder erschossen – aber sie haben Nestor Machno nicht fangen können.

Da kamen die Österreicher. Denen nahm der Bandenführer die Eisenbahn ab, die das Kohlenbecken des Donez mit den Küsten des Asowschen Meeres verbindet. Hier lag er auf der Lauer und fing die Reisenden ab, die großen Handelsherren, die mit Kohle, Salz und Naturalien zu tun hatten, erpreßte Lösegelder, raubte, mordete und organisierte seine Bande immer besser. Auf den zweirädrigen Tatschanki, auf denen immer ein Maschinengewehr montiert war, saßen je zwei seiner Leute. Über tausend solcher Karren verfügte Machno, seit er einen großen Train der Österreicher aufgehoben hatte. Mit diesen tausend Kriegswagen rast er durch die Steppen, taucht heute hier, morgen dort auf, entzieht sich allen Nachstellungen, kämpft mit allen Truppen, heute mit denen Petljuras, morgen mir denen Trotzkis, am fanatischsten gegen die Weißen, und hält die ganze Ukraine in Atem.

Aber diesmal ist ihm ein Trupp weißer Soldaten auf den Fersen. Er hat die Eisenbahn zerstören wollen, da kommt ein Panzerzug aus Odessa angerast, und plötzlich sah er sich von Artilleriefeuer bedroht. Wie der Blitz flüchtet er nun. Seine Wagen ratterten durch das Bauerndorf, während die Russen hinter ihm herschießen.

Während der Kampf zwischen den Weißen und den »Grünen«, wie sich Machnos Anhänger nennen, mit der Flucht der Grünen endet, hört Christine, eingeklemmt zwischen Balken und Mauerwerk, in weiter Ferne die Einschläge schwerer Minen und das helle Gewehrfeuer. Sie kann sich nicht rühren, wähnt den Hauptmann erschlagen. Sie ruft, aber keine Antwort folgt.

Tschschsch ... Bum! Krach! macht es über dem Haupt Christines. Ein neuer Einschlag wirft das Wirtschaftsgebäude völlig in Trümmer, der Keller scheint nachzugeben. Christine glaubt zu sinken ... tiefer und tiefer ...

Michael muß um diese Zeit zurückkehren, schießt es ihr durch den Kopf. – Jähe Angst um ihn packt sie ... er wird mitten in den Kampf geraten ... er wird vielleicht daran teilnehmen, wird sich verleiten lassen ... wie haßt er diesen Machno, den er einen Wahnsinnigen nannte, einen Gottlosen, einen Anarchisten.

Wird mich Michael noch finden?

»Michael!« ruft sie mit dem Aufgebot ihrer ganzen Kraft. Aber hohl und leer klingt es in ihrem Grabe wider. Der Hauptmann gibt keinen Laut mehr von sich.

Wie ein Schleier sinkt halbe Bewußtlosigkeit über Christine. Michael ist in das Dorf gekommen, als sich ein dunkler Vorhang mit rasender Schnelligkeit vom Walde her den ersten Häusern näherte.

Die Bauern wußten sofort: »Überfall!«

Zuerst dachte Michael an die Bolschewiki. Er wollte ins Schloß, Christine holen. Aber der erste Bauer, der ihn sah, riß ihn vom Wege ab und hinein in die Hütte.

»Auf den Ofen, Väterchen,« schreit er, schiebt, stößt, drängt Michael über die kleine Leiter auf den hohen Ofen, wirft alte Pelze über ihn. »Zudecken, Väterchen, den Kranken spielen!«

Sie lieben Michael. Sie lieferten ihn nicht aus. Was kümmert es die Bolschewiki, daß er einst für das unterdrückte Volk gekämpft, gelitten hat? Ihnen ist er ein Bourgeois, ein verhaßter Bürger, ein ehemaliger Aristokrat. Wenn sie auf der Flucht sind, die Roten, erschießen sie kurzerhand, wer ihnen irgendwie verdächtig erscheint. Und ein Adeliger ist verdächtig!

Jetzt hört Michael schon das wilde Schnauben der Rosse, das Geschrei, er hört Schüsse und denkt mit verhaltenem Atem an Christine. – Doch er verriete sie, wenn er jetzt versuchte, ins Schloß zu gelangen. Sie werden es für unbewohnt halten ... Angeber gibt es hier nicht, denn es sind keine armen Bauern da. Sie besitzen alle gleich viel. Sie bilden keinen Ortssowjet: Ehemalige Besitzlose, die mit Neid und Haß auf die Besitzenden schauen und willige Verleumder und Verräter sind.

Jetzt schlägt die erste Mine ein. Michael fährt hoch.

Was ist das? Wer schießt hier mit Minen?

Gruben die Bolschewisten sich ein? Sind die Weißen so nah? Er war doch den ganzen Tag unterwegs und hat nichts gesehen noch gehört! Kein Bauer wußte etwas zu erzählen von einem Vormarsch der Weißen. Kein Bolschewist hatte sich seit langer Zeit sehen lasten. Nur die Banden des roten Grigorjew, des ehemaligen Gardeoffiziers, der geschworen hat, Odessa zu erobern, sollten heranmarschieren.

Waren es die Horden Grigorjews?

Die Luft ist erfüllt von ohrenbetäubendem Lärm: Geheul, Einschlagen der Minen, Knattern der Gewehre. Aber es ist ein Lärm von vielen fliehenden Pferden. Die Bande nahm sich nicht Zeit, haltzumachen. Wieder der Einschlag. Nun wird es stiller und stiller. Und dann liegt wieder Grabesstille über dem Dorf.

Michael springt von der Ofenbank herab. Bauern kommen, sich bekreuzigend.

»Machno,« sagen sie.

Den fürchtet Michael mehr als alle anderen. Ohne sich Zeit zu nehmen, dem Bauer zu danken, stürmt er durch den eisigen Wind dem Schloß entgegen.

Alles ist dunkel und still. Gott sei Dank, keiner der Marodeure ist auf den Gedanken gekommen, Nachschau zu halten. Sie sind im Walde verschwunden, wie sie kamen, und wer weiß, wo Machnos Räuber morgen wieder auftauchen werden.

Michael eilt zur verschneiten Freitreppe. Er ruft, stürzt hinauf, durch die Korridore, die kalt und schwarz liegen, nur vom Mondschein beleuchtet, ruft und ruft und bekommt keine Antwort.

Da sieht er durchs Fenster das zertrümmerte Wirtschaftsgebäude. Fiebernde Angst faßt ihn. Er rennt hinaus. Er wühlt mit den Fäusten in den Trümmern, ruft den geliebten Namen. Von Ferne tönt Antwort. Leise, kaum hörbar, aber die Nacht ist so still im Schnee, daß er doch Christines Ruf aus der Tiefe vernimmt ...

Er versucht, die Balken zu heben. Umsonst!

Er rennt ins Dorf, die Bauern laufen zusammen. Mit Eisen und Schaufeln und Hacken kommen sie. Im Scheine von Fackeln graben sie nach der Gräfin. Michael arbeitet, als klatsche die Knute hinter ihm. Immer näher kommen sie dem Grabe, in dem Christine nach Atem ringt.

Jetzt endlich fährt ein eisiger Luftzug in das Loch. Die Verschüttete holt tief Atem ... und erwacht aus ihrer halben Bewußtlosigkeit. Da schlägt auch schon die Spitzhacke eines unvorsichtigen Retters dicht an ihrem Ohr vorbei.

Sie schreit auf.

Gerettet!

Gerettet in letzter Stunde, denn schon sickert Blut aus ihrer Nase, schon hat sie mit dem Erstickungstod gekämpft und den Tod gefühlt, der über sie hinstreifte ... einen grausamen Tod.

Weinend und lachend sinkt sie Michael in die Arme.

Die Bauern gehen ins Dorf zurück. Michael trägt die Gerettete ins Schloß.

Sie will danken und kann es nicht. Irgend etwas mahnt in ihr und klopft an ihr Herz, aber sie kann es nicht fassen.

Sie liegt, in alle verfügbaren Pelze gehüllt, auf dem Diwan, und Michael bemüht sich, Feuer zu machen. Ein kleines Feuer, um die Hände zu wärmen und etwas Fleisch zu kochen.

Er erzählt mit der überstürzten Hast der freudigen Erregung. Sie will zuhören und kann es nicht. Immer wieder drehen sich die Dinge um sie. Die Gedanken fliehen vor ihr, sie kann sie nicht einfangen, sie fliegen fort wie leichtbeschwingte Vögel, ins Blaue eines lichten Himmels, einer sonnigen Landschaft, bis wieder Geschrei und Toben sie aus ihrem Halbschlummer reißt.

Diesmal wird unten am Tor gerüttelt.

Michael tritt ans Fenster, duckt sich schnell.

Eine Kugel schlägt krachend in die Wand.

»Aufgemacht!« brüllen rohe Stimmen. »Dachte ich doch, daß einer da oben versteckt ist! Los! Auf!«

Ehe Michael sich weigern kann, brechen sie unten das schwere Tor ein.

Schnell schieben sich seine starken Arme unter Christine. Durch eine Flucht von Zimmern jagt er mit der geliebten Last wie ein Schatten. Gespenstisch geistert der Mond hinter ihm drein. Treppen geht es empor ... überall fallen hinter ihm die Türen ins Schloß. Seine Füße rollen Tische und Stühle davon. Weiter!

Nun ist er im letzten Zimmer. Er hat längst für diese Möglichkeit alles vorbereitet.

Waffen liegen schußbereit umher. Christine sinkt in die Knie.

»Michael, wir sind verloren! Nur nicht lebend in ihre Hände! Michael! Nicht lebend!«

In ihres Herzens Not sieht sie noch, wie Michael verändert ist. Die Güte seines Gesichtes ist weggewischt. Wie ein Tatar steht er da mit flammenden Augen, den Mund geöffnet in wilder Kampfeslust. Ja, mit einem gurgelnden Schrei antwortet er dem näher kommenden Lärm, und als könnte er sie nicht erwarten, diese Auseinandersetzung auf Leben und Tod, die doch nur mit seiner und Christines jammervollen Ermordung enden kann, stürzt er vor die Tür, an die Treppe. Hier macht sie eine Wendung.

Christine hört ihn schießen. Schreie ... Flüche. Er schießt wieder. Schnell feuert er und sicher. Und Menschenkörper rollen schwer aufschlagend hinab.

Sein Kriegsgeschrei hallt heulend durch die endlos traurigen Räume. Das Geschrei der Angreifer antwortet.

Es sind wieder die Grünen, die zurückgekommen sind. Auf ihrer Flucht haben sie das Schloß bemerkt ... Ein Schloß, heil und stolz. Man mußte es plündern, man mußte es nach etwa versteckten Adeligen durchsuchen.

In ihrer Todesnot horcht Christine doch immer von neuem auf die gellenden Schreie des Geliebten. Nie hat sie ihn so gesehen! Sie begreift: Die Natur des Vaters bricht durch, das Blut der alten Bojaren rauscht auf. Sie werden es nicht leicht haben mit dem letzten Sproß des Hauses Kusmetz.

Jetzt zieht er sich langsam vor der Übermacht zurück ...

»Lade, Christine! Lade!« ruft er.

Sie sucht in dem matten Mondlicht nach der Munition.

»In dem Kasten, nahe dem Ofen,« schreit er. Sie hört ganze Salven, und die Kugeln der Grünen schlagen schon ins Zimmer.

Sie schießen nun auch von unten. Aber sie wagen nicht, sich ein bestimmtes Ziel zu suchen, aus Angst, die Ihren zu treffen.

An die Tür gelehnt, steht Michael und feuert. Blitzschnell lädt sie: Das Gewehr, das er ihr hereinreicht, den Armeerevolver, und reicht ihm die anderen Waffen hinaus, die er längst geladen hatte, eines solchen Zwischenfalles sicher.

Warum sind wir geblieben? schießt es Christine durch den Kopf. Und dann ist sie doch wieder voll Stolz und todesbanger Freude: So hat wohl keiner der russischen Grafen und Fürsten seinen Boden, die Heimat, verteidigt. So ist kein Adeliger gestorben, eine Hekatombe Gefallener nach sich ziehend in das Schattenreich.

Der Kampf geht weiter. Sie kommen nicht über die Treppenbiegung herauf, wenn sie auch Schnellfeuer geben. Die Kugeln können ihn nicht treffen, und ehe einer der verwegenen Schützen, sich um die Ecke schleichend, abdrücken kann, hat ihn Michaels Kugel schon gepackt.

Da schlägt furchtbares Knattern Christine beinahe zu Boden. Die Tür splittert. Michael stürzt herein. Kugelt über den Boden, springt aber schon auf und feuert weiter ... ins Dunkle, Wirre hinein, in den Menschenknäuel, der sich heranwälzt.

Sie haben eine Handgranate geworfen. Durch ein Wunder blieb Michael unversehrt. Wohl rinnen ihm Blutbäche über das Gesicht. Aber das hetzt ihn nur an. Er schreit wie ein Trunkener, und die Anderen weichen zurück vor dem barbarischen Feuer, stürzen hinunter trotz der geborstenen Tür.

»Ein Teufel,« sagt unten im Hof einer der Offiziere zu Machno.

»Dann werden ihn hundert Teufel herausholen. Und das Weib lebend!« brüllt Machno und haut mit der Peitsche wütend auf den Wagenrand.

Wieder stürmen sie.

Jetzt zerschlagen sie im Ansturm alles Erreichbare, schieben Matratzen und Tische vor sich her als Schutz gegen den Einen.

»Michael, ist das Ende der Welt gekommen?« stammelte Christine.

Er nickt, mit allen Sinnen nach der Treppe horchend.

Das Geheul kommt wieder näher und näher.

»Das Ende dieser Welt, ja.«

Ein Schrei aus Seelentiefe.

Er wendet sich ihr zu.

»Michael! Fliehen wir! Wir sind jung! Jung!«

»Fliehen?« Er lächelt. »Zu spät! Zu spät!«

»Der Tod –? Wir sind verloren?«

»Ja, Christine. Es ist das Ende.«

Ihre Arme schlingen sich um seinen Hals. Sie drängt sich an seinen Körper. Sein Blut sprudelt über sie.

Ihre Lippen suchen die seinen. Seine Arme schlingen sich um den zuckenden Körper, Augen tauchen in Augen. Liebe empfängt zwei Seelen, Liebe einer Sekunde, die sich in ein Leben wandelt.

»Liebste! Mein Weib!«

»Im Tode, Michael!«

»In einem besseren Leben!«

»Jenseits dieser entsetzlichen Zeit und Welt.«

»Jenseits.« –

Küsse überirdischer Trunkenheit. – Ein Chaos von Flüchen. – Splitter. – Braune Köpfe! Irrlichternde Augen! Gewehre!

»Michael! Michael! Nicht in diese Hände – barmherziger Gott –«

Blitze in ihrer Nähe.

Die Köpfe der Machnoleute verschwinden wieder für einen Augenblick. – Todesächzen. –

Michael steht aufrecht, mit zitternden Muskeln. Die Patronenkammer des Brownings läßt ihm noch Zeit.

»Michael – nur das nicht – nicht lebend –«

Er lächelt.

»Still, still, mein Liebling!«

Das Geheul schwillt wieder an zum Orkan. – Schrille Schreie dazwischen.

Feuer! Ein düsterer, brauner Kopf in der Türfüllung.

Schüsse. Wieder Schüsse.

Christine springt auf, vor den Geliebten.

Christine deckt Michael mit ihrem Körper.

Da verstummen die Schüsse. Da wird es still. Und die Stille schreit Christine das Entsetzliche zu: Lebend wollen sie das Weib haben, lebend!

»Nicht lebend!« schreit Christine mit wahnsinnigen Augen.

Michael ist kühl wie einst auf dem Exerzierplatz. Er hat seine Kugeln gezählt.

Noch zwei.

Die Tür bricht entzwei.

Da wendet er die Waffe gegen Christines Stirn – und – senkt sie.

Denn plötzlich, wie von Geisterhand verweht, ist der Spuk verschwunden.

Die Angreifer sausen hinab. Unten wird gekämpft. Ein schweres Maschinengewehr arbeitet.

Die Weißen aus dem Panzerzug sind gekommen. Der Kampflärm ist bis zu ihren Patrouillen gedrungen.

Trotzdem die Machnoleute überrumpelt sind, gelingt es den Weißen nicht, sie richtig zu fassen. Ehe der Hauptangriff erfolgt, sind sie schon auf und davon. Ihre kleinen Pferdchen jagen, den Bauch fast im Schnee, dahin und schleppen Maschinengewehre und Mannschaften mit sich hinaus in die große Landschaft der Ukraine, in die undurchdringlichen Wälder, in die endlosen Ebenen.

Als die Offiziere sich endlich den Weg über die Trümmer und Leichen gebahnt haben, sehen sie im obersten Stockwerk an der Treppe den Sieger, eine bewußtlose Frau im Arm. Wie eine Standarte weht ihr Haar im Wind.

Sie bringen warme Decken. Setzen das Paar in einen Schlitten. Und während in der Ferne der Kampf verklingt, fliegen Michael und Christine einem neuen Leben entgegen. Der Panzerzug steht auf den Schienen wie ein Untier aus grauer Vorzeit. Die Soldaten haben sich zu beiden Seiten eingegraben. Die Geretteten werden mit Jubel empfangen. Michael wird verbunden. Der Kommandeur des Zuges bittet ihn in seinen Wagen.

Es sind noch einige Passagiere da, Kaufleute, gerettete Gutsbesitzer.

Christine erwacht in einem wohlig geheizten Raum, lächelt und schläft wieder ein.

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