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Christinens Weg durch die Hölle

Robert Heymann: Christinens Weg durch die Hölle - Kapitel 18
Quellenangabe
authorRobert Heymann
titleChristinens Weg durch die Hölle
publisherWilhelm Goldmann Verlag
year1929
printrun1.-12. Tausend
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20171217
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17

Christines fortgesetzte Nachforschungen nach Michael hatten ihr zwar nicht den Beweis seines Todes gebracht, aber niemand war imstande, Kunde von ihm zu geben. Er war untergegangen in der Sintflut und kam nicht wieder.

Eines Abends war sie mit Fred und einigen seiner Freunde im Theater. Die Pawlowa tanzte. Christine fühlte eine unerklärliche Unruhe schon beim Aufgehen des Vorhangs. Sie nahm noch gelassen die kleine Pantomime hin, die die Tänzerin aufführte. Dann aber, bei einem Tanz, der wie ein Traum der Herzen aller Frauen der Erde schien, als die Pawlowa in einer Symphonie der Farben versank, dieser Körper der Freude in Glück und ferner Lust verschwebte, sich hingab an die unerhörtesten Wonnen des Gefühls, da sprang in Christine eine Raserei auf, die sie nicht zu erklären vermochte.

War es Sehnsucht oder Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit oder neu Erwachtes? Nein, es war von alledem nichts, und es war doch alles, und sie fühlte, daß sie nie geschlafen hatte, und daß nichts in ihr erwachen konnte, daß alles da war und nur eines leichten Zauberstabes bedurfte, um wie lichte Dämonen in die Helligkeit des Lebens zu springen.

Ich bin ja gar nicht, was ich scheine, sagte sie zu sich. Diese Farben, diese Helligkeit, diese Entschleierung der Seele, die die Tänzerin gibt, dies alles bin ich selbst, ich habe immer so gefühlt, aber ich ging mit gefesselten Wünschen umher, ich bin nicht so gut, wie ich glaubte, ich bin ein Weib, ein Weib mit wildem Begehren, und alles in mir ruft nach der Anerkennung meiner Tugenden und Laster. Ja, Laster.

Aber es sind ja keine Laster. Nein, es sind nur Laster, weil es fremde Dinge geworden sind, die mir eigen sind, und weil ich erstaunt außer mir selbst stehe, so wie ich jetzt außer der Pawlowa stehe und doch eins mit ihr bin, mit dieser hundertfachen Bejahung und Vergötterung des Lebens.

Dann ging der Vorhang nieder, der Beifall prasselte wie Feuerwerk, die Pawlowa, aufgelöst, erschöpft, sterbender Schwan, ein unendlich trauriges Lebenslied ohne Anfang und Ende, Spiegel der Schöpfung, verneigte sich.

Diese Traurigkeit, diese süße, bittere Traurigkeit umfing Christine wie ein Schleier. Die Dinge verschwammen, Unwirkliches senkte sich wie eine Wand ohne Trost vor alles Erleben, und Christine fühlte sich versinken in Abgründen, sie sah ihr Leben entgleiten auf Wogen ohne Ufer in uferlose Fernen. Wer bin ich? Wo bin ich? dachte sie. Sie fühlte einen Augenblick ihre Hand ergriffen, das brachte sie zu sich. Diese Hand, Freds Hand, lag kräftig und doch voll Zärtlichkeit, begehrend, auf der ihren.

Nur eine Sekunde. Aber obgleich sich diese Hand bereits zurückzog, übersah sie doch noch im Bruchteil einer Zeitbestimmung Struktur und Seele dieser Hand und begriff, daß es nicht Freds Hand war. Und sie erkannte diese Hand!

Ein Schauer der Seligkeit durchlief sie. Zweifel durchschüttelten sie. Sie fühlte, daß es Wahrheit war, und wagte nicht, sich zu überzeugen.

Es war Michaels Hand!

Sie erschrak so heftig, in dem Schrecken faßte sie ein solcher Jubel, daß ihr Herz beinahe stille stand.

Sie hatte diese Hand verschwinden sehen. Es war nicht Fred Seagers Hand. Diese Hand, die einem gequälten Frauenherzen Sicherheit und Leidenschaft versprechen konnte.

Es war die Hand eines Raubadlers. Eine sehnige, lange Hand mit raschem Zugriff. Eine Hand, die ungeduldig war, schmal und schlank und schnell. Die wie ein Wolf war. Und doch verträumt und ein wenig müde.

Sie hätte die Hand immer erkannt, obgleich sie sich ein wenig verändert hatte.

Es ist Michaels Hand!

Ihr Körper bebt. Eine Sturzflut geht über sie hin wie über eine Schiffbrüchige, die noch einmal von den Wogen, denen sie schon entronnen war, gepackt und in sinnbetörende Tiefen gerissen wird. Es ist, als formten sich die Klänge des Orchesters zu einem süßen, tiefen Duft von unbekannten Blumen.

Das war Michaels Hand! Das Wunder ist da!

Christine fragt sich nicht, wie dieses Wunder möglich ist. Wunder sind nicht möglich und sind doch, deshalb sind es Wunder. In ihrem Herzen hat immer und immer verborgen eine Hoffnung gelebt, eine warme Zuversicht, daß Michael eines Tages kommen und sie holen werde. Er würde alles begreifen. Er mußte alles verstehen.

Sie will mit ihm dorthin flüchten, wo blaue Lagunen um einsame Inseln träumen, wo keine menschlichen Bestien, keine blutgierigen Tiere sind.

Nun ist er da – ist gekommen wie ein Ritter auf einem Nebelroß, sitzt hinter ihr, hat die Hand auf ihren Arm gelegt, als wollte er Besitz ergreifen von seinem Eigentum. –

Nein, so ist sie nicht immer gewesen! Ehedem ist seine Hand gütig gewesen, aber immer schon sicher im Griff, bewußt und klar.

Diese Hand hat der Krieg rauher und stärker gemacht, denn, mein Gott, welche Schicksale mochten hinter ihm liegen, dem Armen?

Er hat sie erkannt!

Er war vielleicht schon lange auf ihrer Spur.

Aber wie? Niemand kennt ihre Geschichte. Ganz fremde Gerüchte sind im Umlauf.

Aber ist es nicht natürlich, daß er sie gefunden hat? Ist es nicht natürlich? Die Liebe hat ihn geleitet. Auf den Spuren der Liebe ist er ihr nachgeeilt.

Wer kann wissen, durch welche Abenteuer und Gefahren –

Michael! – Sie haucht den Namen vor sich hin, unhörbar, sie sieht ihn aufgehen wie eine strahlende Sonne, sie sinkt in ihn hinein wie in heiliges Wasser.

Bin ich nicht wie ein junges Mädchen in den ersten Jahren dunkler Erkenntnis? denkt sie. Nein, ich bin es ja gar nicht! Das ist die Andere. Das ist Christine, nicht Evelyne. Ich fühle unbändige Freude, daß Michael mich liebt, mich begehrt. Mich, denn ich bin weder tot noch mit Gnaden gesegnet wie die Tote. Ich lebe, und ich bin ein Teil dieses großen Lebensliedes der Freuden und der Wonnen, das die Tänzerin eben sang. Sie fühlt seinen Blick auf ihrem Nacken brennen. Sie empfindet physischen Schmerz darüber, der Triumph und Glückseligkeit ist. Ihr zweites Ich, ihr wirkliches Ich – mein Gott, denkt sie, vielleicht habe ich drei Naturen: Die Tote, die Lebende und die wahrhaftige Natur neigen sich vor dem Mysterium einer unbekannten, aus dem Nichts hervortretenden Liebe.

Michael, summt es in ihr, während alles wieder dunkel wird und Freds Lächeln vor ihrer Andacht verstummt.

Das ist jetzt Michael! Er sitzt hinter mir und hat seine Hand auf meinen Arm gelegt. Plötzlich empfindet Christine die Nacktheit ihres Armes wie die Nacktheit ihres ganzen Körpers, und unwillkürlich läßt sie den Schal darüber gleiten. Er legt sich himmelblau wie eine Wolke über die rosige Rundung. Hinter ihr schließt Michael halb die Augen unter den wild geschwungenen Brauen, die wie ein böser Strich daliegen.

Denn es ist Michael. Er ist hart geworden, herrisch und despotisch. Sein Mund ist wie versiegelt. Seine Augen lodern oder lauern. Er ist voller Erlebnisse und stummer Qualen.

Oh, Michael!

Sein Mund heischt Unterwerfung. Wie seine kühne, Schwäche verachtende Nase über dem Mund thront. Seine Stirn ist hoch und zerrissen von den Wirren dunkler Ereignisse, aber seine Augen sehen durch alle Erlebnisse hindurch, immer heischend, immer suchend und nie gesättigt.

Aber Michael hat Maria Popescu nicht erkannt! Michael hat in Wahrheit keine Ahnung, daß die Frau, gegen die er sich eben Freiheiten erlaubt hat, seine Frau ist.

Schreckliche Verkettung der Zufälle!

Christine, von Erwartung geschüttelt wie eine Braut in der Stunde des Hochzeitstages, wendet sich um, denn man bricht auf.

Die kleine Gesellschaft will noch bei Ritz soupieren. Ihre Augen werden grün wie das Meer. Ihre Lippen werden rot wie junge Rosenblätter.

Die Augen Michaels haften an ihren Augen, an diesen Augen, die längst nicht mehr Christines Augen sind, denn das hat sie vergessen: Sie ist nicht mehr die Landgräfin in den Wäldern der Ukraine. Sie hat flammende Haare, die wie ein goldener Wall ihr schlankes Gesicht umgeben, Christine aber hatte blondes, schlichtes Haar mit einem süßen Madonnenscheitel, den der Mund Michaels so oft andächtig geküßt hat.

Christine ging mit leichten, wiegenden Schritten, getragen von der lichten Unschuld. Diese Frau, die sich Maria Popescu nennt und durch alle Laster der Hölle wandern mußte, empfindet und fühlt ihren schönen Leib bei jedem Schritt. Sie trägt ihn auf hohen, schlanken Beinen wie ein Heiligtum, sie wiegt ihn in den Hüften mit der Liebe zur Schönheit, und sie hält ihre runden Brüste wie goldene Früchte hoch und stolz.

Diese Maria Popescu hat andere Augen als Christine. Eine andere Stirn, über der das erzwungene Lächeln der Freude liegt, aber nur, um die Schmach und die durchhaßten Nächte zu verbergen, und Schminke und Puder zaubern ein Paradies der Jugend auf diese Wangen, die in Wahrheit gebleicht sind von der Sehnsucht, und die einst braun und frisch waren wie ein junger Tag.

Nein, Michael erkennt die Frau nicht, die in seinen Armen zur Liebe gereift ist. Er erkennt auch ihre Stimme nicht. Das ist nicht mehr der stille Glockenklang gütiger Hingabe. Diese Stimme ist hell, stark, immer so, als rufe sie nach Armeen von Männern, die sie irgend wohin schicken wollte in den Tod. Diese Stimme der einstigen Christine ist grausam und kalt, und manchmal klingt sie, als breche ein vom Frost erstarrter Ast im Winterwald.

Maria Popescu schaut nur auf den Schlag einer Sekunde Michael ins Gesicht, dann hat sie, während Fred den Mantel um ihre Schultern legt, begriffen:

Er erkennt sie nicht!

Unnennbarer Schmerz durchzuckt sie. Doch ebenso schnell ist sie bereit, auch diesen Hieb des Schicksals zu parieren.

Im Gegenteil!

Ist es nicht herrlich, den Geliebten so nahe zu wissen, so nahe, und dem Augenblick entgegenzuträumen, wo man die Arme öffnen wird und ihn empfangen kann: Ich bin es – ich – begreifst du denn nicht, du Heißgeliebter? Ich – Christine! – Alles andere ist Maske, Schein und Lüge.

Nun sitzen sie an dem Tisch, die Kapelle spielt, weich und lockend, die Frühlingsnacht ist warm, Christine zerrt an ihrem Abendkleid. Sie meint, ersticken zu müssen, denn der Mann, den sie liebt, ihr Mann, sitzt ihr fremd gegenüber und doch nicht fremd. Dieser Mann mustert sie mit einem herrischen Blick, den sie nicht erträgt, und plötzlich denkt sie: Schon im Theater – als er dich doch gar nicht erkannte, wer, was gab ihm das Recht, die Hand auf deinen Arm zu legen, wenn du ihm eine Fremde warst?

Sie sinnt nach, durch welches Verhalten sie Michael Gelegenheit gegeben haben konnte, sich diese Freiheit herauszunehmen.

Hat er ihre Hilflosigkeit gewittert? Plötzlich empfindet sie in diesem Zusammenhang Verachtung für Fred Seager. Ja, Freds Wesen hat Michael ermutigt! Fred ist nicht der Mann, der eine Frau vor Eroberernaturen schützen kann!

Hat Michael mit klarem Instinkt in ihr das Freiwild erkannt? Weiß, daß sie unglücklich ist, und daß Fred ohne viel Mühe, vielleicht nur mit ein wenig Gefahr schachmatt gesetzt werden könnte?

Aber wer ist denn Michael? Was ist aus ihm geworden? Ein Frauenjäger?

Christine erschrickt vor ihren eigenen Gedanken. Wohin verirre ich mich? denkt sie schaudernd.

Dann ergreift sie Haß gegen Fred. Warum schützt er sie nicht? Weil er die Tote schützen mußte!

Niemand durfte den Namen Evelyne erwähnen ohne scheue Ehrfurcht. Evelyne war unantastbar. Evelyne war ohne Sünden und Fehler. Wie sollte Fred da noch Kraft haben, seine lebende Frau zu schützen?

Begriff er nicht, daß Wölfe sie umschlichen?

Es war ja nicht nur Michael, es waren alle, die ihr nachstellten, und sie haßt das Manntier wie höllische Pein.

Sie erfährt, daß Michael hier als Emigranten-Offizier in unbekannter Mission wirkt und sich Michael Orloff nennt. Warum bedient er sich eines falschen Namens?

Ihre Verträumtheit, ihre Wortkargheit wird von den Herren falsch gedeutet.

Ohne Frage hat sich die Marotte von der toten Evelyne herumgeredet. Sicherlich macht man sich über Fred lustig, aber nicht nur über Fred, auch über sie.

»Wissen Sie, Mrs. Popescu, wie Sie in der Londoner Gesellschaft genannt werden?« fragt der lange irische Großgrundbesitzer Swiney. »Die Nachtwandlerin.«

»Ja, die Nachtwandlerin,« bestätigen die Herren und lachen. Nur Michael bleibt ernst.

»Ich glaube, meine Herren, die Gesellschaft täuscht sich in mir,« erwidert sie, mit Mühe hinter einem Lächeln ihre Gereiztheit verbergend. Der Ton Swineys ärgert sie. Noch ahnt er nicht, daß sein Vater ein Jahr später im Brixtongefängnis den Heldentod fürs Vaterland sterben soll, weil er, Bürgermeister von Cork, sich Lloyd George widersetzte. 74 Hungertage machen ihn zum Märtyrer für Irland.

»Vielleicht verführt Sie meine Ähnlichkeit mit Frau Evelyne zu solchen Betrachtungen,« fährt Christine fort.

Sie setzt ihr verführerischstes Lächeln auf und schaut Fred herausfordernd an, der bei solcher Verquickung des geliebten Namens finster auf seinen Teller blickt.

Kaum ist der Name in die Debatte geworfen, noch dazu von ihr, der jetzigen Geliebten des Mannes, der die Erinnerung so ängstlich behütet, da ergreifen die Freunde Fred Seagers die Gelegenheit, Näheres über Kombinationen zu erfahren, über die man sich überall die Köpfe zerbricht.

General French, der gerade Vizekönig von Irland geworden ist, drückt seine ans Abergläubische streifende Verwunderung über die Ähnlichkeit Frau Popescus mit der Verstorbenen aus.

»In der Tat, Mrs. Popescu, als ich Sie zum erstenmal sah, erstarrte ich förmlich und konnte mich zuerst gar nicht fassen. Die Täuschung wurde noch erhöht, weil Sie sogar in Äußerlichkeiten die gleiche Übereinstimmung mit der verstorbenen Gattin Mr. Seagers zeigten.«

»Was besonders Kluge Absicht nannten,« wirft der Oxforder Professor Gordon ein.

»Das wäre ein Mut, den kaum ein Mann aufbrächte,« meinte Swiney.

»Den Mut habe ich auch nicht,« sagt Christine kühl und beobachtet Fred, dessen Gesicht einer Maske gleicht.

»Ihnen eine solche Rolle zuzumuten, wäre ein Frevel, der sich rächen würde, Mrs. Popescu.«

Michael sagte es und umkreist sie mit seinen hellen, scharfen Augen.

»Glauben Sie?« nimmt Christine gierig die Wendung auf.

Woher weiß er auch um diese meine Rolle hier? denkt sie.

»Glauben Sie, daß ein Mann eine Frau veranlassen könnte, eine Tote zu spielen?« fragt Michael und wendet sich direkt an Seager.

Man kann die Schweigsamkeit Seagers nicht länger mißverstehen. Die Blicke wenden sich ihm zu, mit einer versteckten Grausamkeit, die Männer an den Tag legen, denen ein anderer Mann von einer Frau preisgegeben wird.

Fred steht langsam auf. Sein Blick trifft Michael düster und unheilverkündend. »Ich habe nicht recht zugehört,« sagt er ausweichend.

Michael Orloff hat die richtige Fährte entdeckt. Dieser durch ungewöhnliche Zeitläufte gehetzte Jäger von Menschen und Dingen sieht wie im Blitzlicht plötzlich das Wild vor sich, das er jagt, und er weiß nun, wie er es stellen muß:

»Es ist die größte Grausamkeit, die ein Mann begehen kann, und es gibt keine Frau, die sich dafür nicht rächen würde,« sagt er langsam, mit seinem schweren Organ, das etwas lähmendes für Fremde hat.

Fred Seager sieht wie aus einem Abgrund kommend mit halb erhobenem Kopf hoch.

»Wie meinen Sie das, General?«

»Frauen, die fremde Rollen spielen, werden verdorben wie edles Wild. Fremde Individualität wirkt wie schleichendes Gift, das alle schlummernden, bösen Instinkte wachreißt. So etwa, wie ein Gift im Körper oft ganz bestimmte Wirkungen auf Organe ausübt, für die es gar nicht berechnet war.«

Was ist das? denkt Christine und fühlt, wie das Blut ihre Wangen überzieht und in ihren Ohren braust. Was ist das? Woher weiß er das?

Er hat eine furchtbare Wahrheit ausgesprochen. Ja, er hat sie erkannt – nicht Christine hat er in ihr erkannt, aber das gedemütigte, gekreuzigte Weib hat er erkannt.

Sie hätte ihm die Hände küssen mögen.

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