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Charles Dickens' Leben. Dritter Band

John Forster: Charles Dickens' Leben. Dritter Band - Kapitel 9
Quellenangabe
typebiography
booktitleCharles Dickens' Leben
authorJohn Forster
translatorFriedrich Althaus
year1872-1875
publisherVerlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. v. Decker)
addressBerlin
titleCharles Dickens' Leben. Dritter Band
created20120804
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Achtes Kapitel.

Gadshill Place.
1856–1870

»Gadshill Place,« schrieb er mir am 13. Februar 1856 aus Paris, »gefiel mir bei meinem Besuche am vorigen Sonnabend sogar besser, als ich erwartet hatte. Die Gegend ist, allen Nachtheilen der Jahreszeit zum Trotz, schön; und das Haus ist so altmodisch, freundlich und gemüthlich, daß es wirklich ein Vergnügen ist, es anzusehen. Der gute alte Pastor, der jetzt dort ist, hat sechsundzwanzig Jahre darin gewohnt; so habe ich nicht den Muth, ihn hinauszutreiben. Er soll bis zum Frühlingsanfang des nächsten Jahres darin bleiben, und dann werde ich, so Gott will, einziehen, meine Aenderungen machen, das Haus meubliren und es im Sommer für mich behalten.« Als er im Juli mit Wilkie Collins durch das Kentische Land nach London zurückkehrte, fielen andre Vorzüge ihm auf. »Eine von Rochester nach Maidstone eröffnete Eisenbahn, welche Gadshill unmittelbar mit der ganzen Seeküste verbindet, ist jedenfalls eine Zugabe zu dem Orte und eine Vermehrung seines Werthes. Später werden wir auch die London-, Chatham- und Dover-Eisenbahn hierher bekommen, mit der wir Canterbury in einer Stunde und Dover in anderthalb Stunden werden erreichen können. Es freut mich zu hören, daß Du in der Nachbarschaft gewesen bist. Es gibt (wenn man die Marschen vermeidet) keine gesundere und in meinen Augen keine schönere. An einem dieser Tage werde ich Dir einige Orte den Medway hinauf zeigen, von denen Du entzückt sein wirst.«

Auf welche Weise der Ort zuerst für seine jugendliche Phantasie anziehend wurde, ist früher erzählt worden Vgl. Bd. I. S. 3 ff. und mit einigem Staunen hörte er eines Tages von seinem Freunde und Mitarbeiter an Household Words, Mr. W. H. Wills, daß das Haus, welches er so oft bedeutungsvoll angesehen, nicht bloß zu verkaufen sei, sondern daß er die hauptsächlich als Eigenthümerin interessirte Dame lange gekannt und sehr geschätzt habe. Solche merkwürdige Zufälle veranlaßten Dickens' Ausspruch über die Kleinheit der Welt; aber der enge Zusammenhang, welchen man oft zwischen weit von einander entfernten Personen und Dingen entdeckt, weist nicht so sehr auf die Kleinheit der Welt hin, als auf die mögliche Bedeutung der kleinsten in ihr vorfallenden Dinge und wird besser erklärt durch die großartigere Lehre Carlyle's: daß Ursachen und Wirkungen, welche jeden Menschen und jedes Ding mit jedem andern verbinden, sich hinerstrecken durch den ganzen Raum und die ganze Zeit.

Das Portal in Gadshill

Das Portal in Gadshill

Die Unterhandlungen für den Ankauf von Gadshill Place begannen am Ende des Jahres 1855. »Man wollte,« schrieb er am 25. November, »Gadshill nicht für 1700 Pfd. St. lassen, sondern forderte schließlich 1800 Pfd. St. Ich habe schließlich 1750 Pfd. St. geboten. Es wird eine Auslage von etwa 300 Pfd. St. mehr erfordern, ehe es 100 Pfd. St. jährlich einbringt.« Natürlich erwartete ihn die gewöhnliche Entdeckung, daß dieser erste Kostenanschlag um das Dreifache vermehrt werden müsse. »Die absolut nothwendigen Abänderungen,« schrieb er am 9. Februar 1856, »werden 1000 Pfd. St. kosten, welche Summe ich mir immer vornehme aus Diesem herauszuquetschen, aus Jenem herauszuschleifen und aus dem Andern herauszupressen – aber Dieses, Jenes und das Andre lehnen es gewöhnlich ab, sich dazu herzugeben. – Heute,« schrieb er am 14. März, »habe ich das Kaufgeld für Gadshill Place bezahlt. Nachdem ich den Wechsel ausgestellt hatte, drehte ich mich um, um ihn an Wills zu geben und sagte: Ist es nicht merkwürdig – sehen Sie sich den Tag an – Freitag! Ich war ein halbes Dutzend mal im Begriff ihn auszustellen, als die Advokaten die Sache noch nicht in's Reine gebracht hatten, und nun muß ich es am Ende natürlich an einem Freitag thun.« Er dachte damals noch nicht daran, das Besitzthum ganz sich selbst vorzubehalten, oder es zu seinem Wohnort zu machen, außer gelegentlich im Sommer. Er betrachtete es nur als eine Geldanlage. »Du wirst Gadshill kaum wieder erkennen,« schrieb er im Januar 1858, »ich verbessere es so sehr – dennoch habe ich kein Interesse für den Ort.« Aber der fortdauernde Besitz brachte vermehrte Neigung mit sich; er empfand mehr und mehr Interesse an seinen eigenen Verbesserungen, welche ihm grade die Art von gelegentlicher Beschäftigung und Abwechselung gewährten, deren er während der nächsten sieben oder acht Jahre seines Lebens am meisten bedurfte; und bald gab er jeden fernern Gedanken, Gadshill zu vermiethen, vollständig auf. Nur einmal, in vier Monaten des Jahres 1859, kam es so aus seinem Besitze. Während des folgenden Jahres, bei dem Verkaufe von Tavistock-House, ließ er seine Bücher und Bilder und auserlesenen Meubeln dorthin schaffen und seitdem machte er es, abgesehen von gelegentlichen Aufenthalten in London während der Saison, zu seinem dauernden Familiensitze. Dann und wann sprach er auch in jenen Jahren davon, daß er es verkaufen wolle, und nach seiner letzten Rückkehr von Amerika, als er den letzten seiner Söhne in die Welt hinausgeschickt hatte, hätte er es wirklich verkaufen können, hätte sich damals ein Haus in London, wie es für ihn paßte und das er hätte kaufen können, gefunden. Aber sein Bemühen darum schlug fehl, insgeheim zu seiner eignen Befriedigung, wie ich glaube – und hierauf, in dem letzten Herbste seines Lebens, entwarf er und führte er seine kostspieligste Verbesserung von Gadshill aus. Natürlich hatte er schon mehr Geld darauf verwandt als seine ursprüngliche Absicht bei dem Ankaufe gerechtfertigt haben würde. Er hatte die Räumlichkeiten so vergrößert, die Anlagen und Wirthschaftslokalitäten so verbessert und den Grundbesitz so vermehrt, daß, in Anbetracht auch jener schließlichen Auslagen, der nach seinem Tode auf das Ganze gesetzte reservirte Preis die Summe, welche er im Jahre 1856 für das Haus, die Gartenanlagen und die zwanzigjährige Pachtung einer Wiese ausgegeben; mehr als vervierfachte. Es wurde damals gekauft von seinem ältesten Sohne, der es noch jetzt bewohnt.

Die Lage von Gadshill wurde schon früher beschrieben und eine Geschichte von Rochester aus dem vorigen Jahrhundert erwähnt in bezeichnender Weise das Hauptinteresse des Ortes. »Nahe bei dem siebenundzwanzigsten Meilenstein von London liegt Gadshill; wie man meint, die Scene des von Shakespeare in Heinrich IV. erwähnten räuberischen Anfalls; auch ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß es Sir John Falstaff, wahrhaft komischen Angedenkens, war, der, unter dem Namen Oldcastle, Cooling Castle bewohnte, dessen Ruinen in der Nachbarschaft sind. In einer kleinen Entfernung zur Linken erscheint auf einer Höhe die Hermitage, der Sitz des verstorbenen Sir Francis Head, und dicht an der Landstraße, auf einer kleinen Erhebung, steht ein hübsches, kürzlich von Mr. Day errichtetes Gebäude. Wenn man den Hügel von Strood hinabsteigt, hat man eine schöne Aussicht auf Strood, Rochester und Chatham, welche drei Städte eine fortlaufende Straße bilden, die sich in einer Länge von zwei Meilen Die in diesem Auszuge erwähnten Meilen sind englische Meilen. – D. Uebers. dahin erstreckt.« Man hat gemeint, »das hübsche, kürzlich von Mr. Day errichtete Gebäude sei dasselbe, welches der große Novellist berühmt machte; aber Gadshill Place trat erst acht Jahre nach dem Erscheinen jener Geschichte (1780) in's Dasein. Der gute Pastor, der es so lange bewohnte, erzählte mir im Jahre 1859, es sei vor achtzig Jahren erbaut worden, von einem damals in jener Gegend wohlbekannten Manne, einem gewissen Stephens, Schwiegervater Henslow's, Professors der Botanik in Cambridge. Stephens, der nur mit großer Mühe seinen Namen schreiben konnte, hatte seine Laufbahn als Hausknecht in einem Gasthause begonnen, war der Mann der Wittwe des Gastwirths geworden, dann ein Brauer und endlich Bürgermeister von Rochester. Später wurde das Haus bewohnt von einem Mr. Lynn (von dessen Nachkommen Dickens es ankaufte), und ehe der Ehrwürdige Mr. Hindle es bezog, hatte ein Dandy-Pfarrer darin gewohnt, dem der Prinz-Regent seine Pferde abkaufte, wobei er eine Kiste vielbegehrter Cigarren in den Kauf gab. Alles in Allem hatte der Ort merkwürdige Erinnerungen, ganz abgesehen von denjenigen, welche ihn mit den Meisterstücken des englischen Humors verknüpften. » Dies Haus, Gadshill Place, steht auf dem Gipfel von Shakespeare's Gadshill, der stets denkwürdig bleiben wird wegen seiner Verbindung mit Sir John Falstaff, in seinem großen Drama. Aber meine Jungen, meine Jungen, morgen früh, früh um vier Uhr in Gadshill. Pilger mit reichen Opfergaben ziehen nach Canterbury und Handelsleute mit fetten Börsen reiten nach London, ich habe Visire für euch Alle; ihr habt Pferde für euch selbst.« Illuminirt von Owen Jones und in einem Rahmen auf dem Vorplatz im ersten Stock aufgestellt, waren diese Worte der Gruß des neuen Bewohners an seine Besucher. Es war der erste Akt seines Eigenthumrechts.

Alle seine Verbesserungen gingen übrigens nicht ausschließlich aus freier Wahl hervor, und wenn wir aus seinen Briefen zeigen, was sich anfangs dabei zutrug, so wird dies zur Erläuterung dienen, wie es bis zu Ende dabei herging. Seine frühste Schwierigkeit war sehr ernster Art. Es war nur eine Wasserquelle für die Herrschaft und für die Bauern da und von einigen der Häuser oder Hütten war dieselbe fast eine halbe Meile entfernt. »Wir bohren hier,« schrieb er am 6. Juli, »noch nach Wasser, und ich bezahle dafür täglich etwa 2 Pfd. St. Lohn. Die Leute scheinen es sehr gern zu mögen und sich vollkommen behaglich zu fühlen.« Eine andre seiner frühesten Erfahrungen wurde (5. September) folgendermaßen mitgetheilt: »Das Hopfenpflücken ist im Gange und die Leute schlafen im Garten und athmen in das Schlüsselloch der Hausthüre hinein. Ich habe mich schon sonst über die Anzahl elender magerer Individuen gewundert, die kaum von der Stelle kriechen können und doch zum Hopfenpflücken gehen. Ich höre nun, daß es ein Aberglauben ist, daß der Staub des neu gepflückten Hopfens, wenn er frisch in die Kehle fällt, eine Kur für die Schwindsucht sei. So schleppen die armen Geschöpfe sich denn die Straßen entlang und schlafen unter nassen Hecken und werden bald und für immer kurirt.« Gegen das Ende desselben Monats (24. September) schrieb er: »Sechs Männer steigen beständig in dem Bohrloch auf und nieder (ich weiß, daß Einer dabei um's Leben kommen wird), um die Pumpe in Ordnung zu bringen; sie ist ein wahrer Eisenbahnhof, so eisern und so groß. Das Verfahren erinnert an nichts mehr als wollte man Oxfordstreet grade aufstellen und dann Gas darin anlegen. Wenn es fertig ist, wird der Preis dieses Wassers etwas absolut Schreckliches sein. Aber der Werth des Besitzthums wird auch natürlich verhältnißmäßig dadurch gesteigert, und das ist mein einziger Trost . . . Das Pferd ist durch Verrenkung lahm geworden, der große Hund hat sich einen Zehnpenny-Nagel in einen seiner Hinterfüße gelaufen, die Schrauben sind alle aus dem Korbwagen herausgeflogen und der Gärtner sagt, alle Obstbäume müssen durch neue ersetzt werden.« In drei Tagen kam wieder ein Brief. »Ich habe entdeckt, daß die anderthalb Meilen zwischen Maidstone und Rochester einer der schönsten Spaziergänge in England sind. Fünf Männer haben sich seit einer Woche die Pumpe aufmerksam betrachtet und im Laufe des Oktobers werden sie hoffentlich anfangen können, sie einzusetzen.«

Auch unter solch wechselndem Glück brachte er vielerlei Aenderungen zu Stande. Das Aeußere des Hauses blieb bis zuletzt ungefähr ebenso, wie es war, als er es als Knabe zuerst sah: ein einfaches, altmodisches, zweistöckiges, von Ziegelsteinen gebautes Landhaus, mit einem Glockenthurm auf dem Dache und über der Haupteingangsthür ein hübsches hölzernes Portal mit Säulen und Sitzen. Aber unter seinen Neubauten und Aenderungen befand sich ein neuer Drawing-Room, der aus dem vorhandenen kleineren herausgebaut und schließlich mit diesem verbunden wurde; zwei gute Schlafzimmer im dritten Stock nach hinten hinaus und eine neue Anordnung des Parterres, wodurch, abgesehen von dem schönen Drawing-Room und dem Eßzimmer, das er mit Gemälden schmückte, das dort befindliche Schlafzimmer in eine Studirstube verwandelt wurde, die er mit Büchern füllte und in der er zuweilen schrieb, und das Frühstückszimmer als Rauchzimmer eingerichtet und mit einem kleinen Billardtisch versehen wurde. Diese verschiedenen Zimmer öffneten sich nach einer Eingangshalle, in welcher eine Reihe Hogarth'scher Kupferstiche hingen, bis sie, nach des Künstlers Tode, Stanfield's schönen Werken Platz machten, worauf die Hogarths in Dickens' Schlafzimmer kamen; und während seiner letzten Abwesenheit in Amerika wurde in dieser Halle ein Parketboden gelegt. Auch versäumte er diejenigen Veränderungen nicht, welche geeignet waren, den Comfort seiner Dienstboten zu vermehren. Er baute völlig neue Wirthschaftslokalitäten und Stallungen und setzte an die Stelle einer sehr alten Wagenremise ein schönes großes Dienstbotenzimmer, während er den Boden darüber in ein bequemes Schul- und Arbeitszimmer für seine Söhne umwandelte. Zugleich schuf er aus einem wüstliegenden Stück Obstgarten einen trefflichen Platz zum Croquetspiel.

Zu dem Hause gehörend, aber unglücklicherweise auf der gegenüberliegenden Seite der Landstraße befindlich, lag ein baumreiches, obschon sehr vernachlässigtes Lustgebüsch, in dem zwei prächtige Cedern standen; und nachdem er im Jahre 1859 die Einwilligung der Lokalbehörden zu den nöthigen unterirdischen Arbeiten erhalten hatte, ließ Dickens, von dem Rasenplatz vor dem Hause aus, einen Gang unter der Landstraße her bauen, und in das so zugänglich gemachte Lustgebüsch, in dem er dann sehr hübsche Anlagen machte, stellte er später ein ihm von Fechter geschenktes Schweizerhäuschen, das in vierundneunzig vollständig in einander passenden Stücken von Paris ankam, dessen Aufstellung sich aber als etwas kostspielig erwies, weil eine Grundlage von Ziegelsteinen dazu nöthig war. Dies war zu Anfang des Jahres 1865. »Das Schweizerhäuschen,« schrieb er mir am 7. Januar, »rückt ausgezeichnet vorwärts, obgleich der ornamentale Theil langsamer zusammengefügt wird als der substantielle. Es wird wirklich ein sehr hübsches kleines Ding werden und im Sommer (vorausgesetzt, daß es im Frühling nicht umgeweht wird) wird das obere Zimmer eine reizende Arbeitsstube abgeben. Es ist viel höher als wir glaubten.« Einmal aufgerichtet, war es jedoch eine große Annehmlichkeit in den Sommermonaten und viele von Dickens' Arbeiten wurden dort gethan. »Ich habe fünf Spiegel in dem Schweizerhäuschen anbringen lassen, wo ich schreibe,« So gewiß er aber irgendwo arbeitete, so gewiß wurden seine unentbehrlichen kleinen Begleiter bei der Arbeit (Bd. II., S. 215) von ihm mitgeführt und über diese will ich hier das anführen, was bald nach seinem Tode von seinem Schwiegersohne Charles Collins geschrieben wurde, um eine (am Ende dieses Kapitels abgebildete) sehr rührende Skizze von Fildes, von seinem Schreibepult und seinem leeren Stuhl, zu erläutern. »Vor ihm aufgestellt und um ihn herum befanden sich immer verschiedene Gegenstände, auf denen sein Auge in den Zwischenräumen des wirklichen Schreibens ruhen konnte und von denen er einen jeden sofort vermißt haben würde, hätte man ihn entfernt. Da war eine französische Bronzegruppe, die ein Duell mit Schwertern darstellte, gefochten von einem Paar sehr fetter Kröten, deren eine (charakterisirt durch jene eigenthümliche Lebhaftigkeit, die der Korpulenz eigenthümlich ist) soeben einen gewaltigen Stoß ausführt, den die andre grade in der Mitte ihres Verdauungsapparats empfängt und unter dessen Einfluß sie allem Anschein nach die verwundete Ehre ihres Gegners befriedigen will, indem sie rasch verscheidet. Dann war eine andre Bronzefigur da, die immer neben den Kröten stand, ebenfalls französisches Fabrikat und ebenfalls voll komischer Bedeutsamkeit. Es war die Statuette eines Hundehändlers, wie man ihn auf den Brücken oder Quais von Paris zu sehen pflegte, mit einer Menge kleiner Hunde unter den Armen und in den Taschen und überall wo kleine Hunde nur irgend untergebracht werden konnten, alle zu verkaufen und alle, wie auch ein oberflächlicher Blick auf das Aeußere des Verkäufers die argloseste Person überzeugen würde, mit irgend einem Mangel in ihrer physischen Constitution oder ihrer moralischen Natur behaftet, der sofort nach dem Ankauf entdeckt werden wird. Da war das lange vergoldete Blatt, mit dem auf seinen Hinterbeinen darauf sitzenden Kaninchen, das große Papiermesser, das er bei seinen öffentlichen Vorlesungen häufig in der Hand hielt, und der frische kleine mit den Blättern und Blumen der Schlüsselblume geschmückte Becher, in den jeden Morgen einige frische Blumen gestellt wurden – denn Dickens arbeitete immer mit Blumen auf seinem Schreibtisch. Da war auch das Register des Wochentages und des Monats, das immer vor ihm stand, und als das Zimmer in dem Schweizerhäuschen, wo er seine letzten Worte schrieb, einige Zeit nach seinem Tode geöffnet wurde, war das Erste, was die Eintretenden bemerkten, dieses Register, gestellt auf ›Mittwoch, 8. Juni‹ – den Tag seines Schlaganfalls.« Und so wie es gefunden wurde, ist es bis auf diesen Tag geblieben. erzählte er einem amerikanischen Freunde, »und sie spiegeln auf alle mögliche Weise die Blätter wieder, die an den Fenstern rauschen und die großen Felder wogenden Korns und den segelbedeckten Fluß. Mein Zimmer liegt zwischen den Zweigen der Bäume; und die Vögel und die Schmetterlinge fliegen herein und hinaus und die grünen Zweige schießen hinein in die offenen Fenster und die Lichter und Schatten der Wolken kommen und gehen mit der übrigen Gesellschaft. Der Duft der Blumen und in der That alles Dessen, was Meilen weit umher wächst, ist köstlich.« Er rühmte sich auch immer sehr, nicht bloß seiner Schaaren von Singvögeln den ganzen Tag, sondern auch seiner Nachtigallen bei Nacht.

Das ihm von Fechter geschenkte Schweizerhäuschen

Das ihm von Fechter geschenkte Schweizerhäuschen

Noch einige andere auf diese Aenderungen bezügliche Auszüge aus seinen Briefen mögen etwas von dem Interesse zeigen, welches Gadshill so allmälig unter seinen Händen für ihn gewann. Eine Sonnenuhr auf dem Rasenplatz hinter dem Hause hatte ein gewisses historisches Interesse. »Eine der Ballustraden der zerstörten alten Brücke von Rochester,« schrieb er im Juni 1859 an seine Tochter, »ist mir (und zwar auf sehr nette Weise) von den Bauunternehmern zum Geschenk gemacht und ist, gehörig behauen, auf dem Rasenplatz hinter dem Hause aufgestellt worden. Ich habe eine Sonnenuhr bestellt, die darauf gesetzt werden soll, und das Ganze wird sich sehr gut ausnehmen.« – »Wenn Du im nächsten Monat hierher kommst,« schrieb er mir, »denken wir Dir ein ganz hübsches Hans zeigen zu können. Was für schreckliche Abenteuer sich zugetragen haben, wie viele überladene Lastwagen in Gravesend zusammengebrochen sind, und in der Stille der Nacht von der ganzen Pferdekraft dieses Etablissements die Landstraße hinaufgeschleppt werden mußten, wird Dir ein anderesmal offenbart werden.« Dies war im Herbste 1860, als, nach dem Verkauf seines Londoner Hauses, der Inhalt desselben in seine ländliche Heimath hinübergeschafft wurde. »Ich werde Dir einige Aenderungen in Gadshill zu zeigen haben, die das kleine Besitzthum sehr verbessern; und wenn ich die Arbeiter diesmal los bin, denke ich damit aufzuhören.« Nun war der Oktober 1861 gekommen, als die neuen Schlafzimmer gebaut wurden; aber in demselben Monat des Jahres 1863 kündigte er seine Umwandlung der alten Wagenremise an. »Ich werde Dir eine neue kleine Verbesserung in Gadshill zu zeigen haben, die Du als den glänzendsten Gedanken des Unnachahmlichen wirst anerkennen müssen.« Aber natürlich war dies noch nicht das Ende. »Meine kleinen Arbeiten und Pflanzungen,« schrieb er im Frühling 1866, wirklich, wahrhaftig und positiv die letzten, sind in diesen Gegenden beinahe beendet und das Resultat wird eine sommerliche Inspection erwarten.« Nein, auch dann noch nicht. Er erlangte später durch Tausch die viel begehrte Wiese hinter dem Hause, die er vorher nur in Pacht gehabt hatte, und wurde dadurch in den Stand gesetzt, eine Anzahl junger Linden und Kastanien und andrer schnell wachsender Bäume darauf zu pflanzen. Vorn hatte er bereits eine Reihe Linden gepflanzt. Oft sagte er, es falle ihm nicht ein, bloß zum Besten der Nachwelt zu pflanzen, sondern er wolle etwas in die Erde setzen, wovon er selbst den Anblick und den Schatten genießen könne. Er pflanzte sie in zwei oder drei Haufen auf die Wiese und in einem Gürtel ringsumher.

Nichtsdestoweniger gab es noch »mehr letzte Worte«, denn die Grenze sollte nur durch das letzte Jahr seines Lebens gesetzt werden. Als er, nach den Vorlesungen in Amerika, seine Absicht, Gadshill mit London zu vertauschen, aufgab, wurde von der Eingangshalle aus eine neue Treppe gebaut, in der Halle ein Parketboden gelegt und ein Gewächshaus errichtet, das sich sowohl nach dem Gesellschaftszimmer als nach dem Eßzimmer öffnete – »Glas und Eisen,« wie er es beschrieb, »glänzend aber kostspielig, mit Fundamenten, wie die eines alten römischen Bauwerks, von entsetzlicher Solidität.« Diese letzte Zugabe war lange ein Gegenstand seiner Wünsche gewesen, obgleich er ohne das goldene Schauer von Amerika sich auch damals wohl kaum erlaubt haben würde, dieselben zur Ausführung zu bringen. Er sah das Gewächshaus zuerst in fertigem Zustande an dem Sonntag vor seinem Tode, als seine Tochter zum Besuche bei ihm war. »Nun, Katey,« sagte er zu ihr, »jetzt siehst Du positiv die letzte Verbesserung in Gadshill,« und jeder lachte über den gegen ihn selbst gerichteten Scherz. Der Erfolg des neuen Gewächshauses war unzweifelhaft. Seine ganze Umgebung bemerkte, daß diese letzte seiner Verbesserungen ihm jedenfalls mehr Freude machte, als irgend eine der vorhergehenden, als die Scene sich auf immer schloß.

Ueber den Verlauf seines täglichen Lebens auf dem Lande ist nicht viel zu sagen. Es gab wohl nie einen Menschen, der den Ort so oft wechselte und seine Gewohnheiten so wenig veränderte. Er war immer methodisch und ordentlich und verbrachte sein meist zwischen Arbeiten und Spazierengehen getheiltes Leben von Tage zu Tage auf dieselbe Weise, wo er auch war. Die einzige Ausnahme fand statt, wenn besondere oder seltene Besucher bei ihm waren. Wenn solche Freunde, wie Longfellow mit seinen Töchtern, oder Charles Eliot Norton mit seiner Frau, kamen, oder wenn Mr. Fields seine Frau und Professor Lowell's Tochter brachte, oder wenn er andre Amerikaner empfing, denen er besondere Zuvorkommenheit schuldig war, drängte er in unendlich wenige Tage eine ungeheuere Menge von Sehenswürdigkeiten und ländlichen Vergnügungen zusammen: Schlösser, Kathedralen und Festungswerke, Gabelfrühstücke und Picnics unter Kirschenbäumen und in Hopfengärten, Ausflüge nach Canterbury oder Maidstone und deren schöne Umgegend, Druidstone und Blue Bell Hill. »Alles von der Umgegend, was sich in einer so kurzen Zeit zeigen ließ,« schrieb er über Longfellow's Besuch, »haben sie gesehen. Ich schaffte für unsre Spazierfahrt zwei Postillone in den alten rothen Jacken der alten rothen königlichen Post nach Dover herbei und es war wie eine Ferienreise in dem England von vor fünfzig Jahren.« Dasselbe that er für Lord Lytton, für die Emerson Tennents, für Mr. Layard und Mr. Helps, für Lady Molesworth und andre solche weniger häufige Besucher.

Das Haus und das Gewächshaus

Haus und das Gewächshaus, von der Wiese aus gesehen.

Mit Ausnahme solcher besonderen Gelegenheiten jedoch, und auch mitunter dann, blieben seine Morgen immer ganz für ihn selbst reservirt und gewöhnlich leitete er (so groß war seine Ordnungsliebe in Bezug auf Alles, was ihn umgab) seine Morgenarbeit damit ein, daß er nachsah, ob in den verschiedenen Zimmern Alles an Ort und Stelle war, die Hunde, die Ställe und den Küchengarten besuchte, und wenn das Wetter nicht sehr schlecht war, mit einem ein- oder zweimaligen Rundgang um die Wiese schloß, ehe er sich an dem Schreibpult niederließ. Seine Hunde machten ihm viel Vergnügen Dickens' Interesse für Hunde (wie für Natur und Gewohnheiten aller Thiere) war unerschöpflich und er bewillkommte mit Entzücken jeden neu entdeckten Charakterzug. Die nachstehende Geschichte, die eine befreundete Dame ihm erzählte, machte ihm großes Vergnügen. »Ich muß« (14. Mai 1867) »mit einer merkwürdigen Geschichte über einen Neufundländischen Hund schließen. Ein gewaltiger schwarzer gutmüthiger Neufundländischer Hund. Er kam von Oxford und hatte sein ganzes Leben in einer Brauerei zugebracht. Man theilte seiner neuen Herrschaft mit, daß er, wenn man ihn jeden Morgen allein hinauslasse, sofort den Fluß finden, regelmäßig ein Bad nehmen und ernsthaft nach Hause zurückkehren werde. Er that dies mit der größten Pünktlichkeit, aber nach einiger Zeit bemerkte man, daß er nach Bier roch. Meine Freundin war so überzeugt davon, daß sie beschloß, ihn zu beobachten. Man beobachtete ihn daher, wie er von seinem Bade zurückkam, und sah daß er um die gewöhnliche Ecke bog und eine Treppe hinauf in ein Bierhaus ging. Als man ihm unverzüglich dorthin folgte, sah man, wie der Bierwirth einen zinnernen Krug ergriff, und hörte ihn sagen. ›Nun, alter Kerl! Du kommst wohl für dein Bier, wie immer?‹ Worauf er eine Pinte abzieht, sie hinstellt und der Hund dieselbe trinkt. Als man ihn auffordert, zu erklären, wie dies komme, sagt der Mann: ›Ja, Madame, ich weiß, es ist Ihr Hund, Madame, aber als er zuerst kam, wußte ich's nicht. Er sah herein, Madame – wie ein Ziegelbrenner hereinsieht – und dann kam er herein – wie ein Ziegelbrenner hereinkommt – und er wedelte mit dem Schwanz nach den Krügen und schnüffelte herum und gab mir zu verstehen, daß er an Bier gewöhnt ist. So zapfte ich ihm denn etwas und er trank es aus. Am nächsten Morgen kam er wieder, genau um dieselbe Zeit, und ich zapfte ihm eine Pinte und seitdem hat er regelmäßig seine Pinte getrunken.‹« und da seine Landstraße, so häufig als irgend eine in England, von Vagabunden und Reisenden einer besonders unerfreulichen Art durchzogen wurde, waren sie auch eine Nothwendigkeit. Es waren immer zwei da, von der Doggengattung, aber später vermehrte sich die Zahl. Sein eigner Liebling war Turk, ein edles Thier, voll Anhänglichkeit und Klugheit, dessen Tod durch einen Eisenbahnunfall, bald nach der Katastrophe bei Staplehurst, Ein später zu erwähnender Eisenbahnunfall im Jahre 1865, bei dem Dickens selbst nahe daran war, sein Leben zu verlieren. – D. Uebers. ihm großen Kummer verursachte. Turk's einziger Gefährte bis dahin war Linda, Abkömmling eines von Albert Smith nach England gebrachten Großen St. Bernhardhundes, und zu einem herrlich schönen Geschöpfe herangewachsen. Nach Turk hatte er eine Zeit lang einen irländischen Hund, Sultan, den Percy Fitzgerald ihm geschenkt hatte, ein Mittelding zwischen einem St. Bernhard und einem Schweißhund, gebaut und gefärbt wie eine Löwin und von prächtigen Verhältnissen, aber von so unbezähmbar aggressiver Natur, daß er, nachdem er seine Kette zerrissen und eine unglückliche kleine Schwester eines der Dienstboten fast zerrissen hatte, getödtet werden mußte. Dickens behauptete immer, Sultan sei ein Fenier, denn kein Hund, der nicht insgeheim ein geschworenes Mitglied jener Brüderschaft sei, würde, mit einem Maulkorb versehen wie er war, je mit solcher Wuth auf Alles in Scharlach losgestürzt sein und es niedergeworfen haben, was auch nur die entfernteste Aehnlichkeit hatte mit einer brittischen Uniform. Sultan's Nachfolger war der von Mr. Friedrich Lehmann ihm geschenkte Don, ein sehr jung herübergebrachter großer Neufundländer, welcher mit Linda der Vater zweier Neufundländer wurde, die noch, gewaltig, obgleich kaum dem Kindesalter entwachsen, um ihren Herrn herumspielten, als sie ihn verloren. Dickens hatte einem derselben den Namen Bumble gegeben, weil er; wie er es beschrieb, »eine eigenthümlich pomphafte und anmaßende Art an ihm bemerkt hatte, womit er, als er noch ein absoluter Säugling war, die Wache über den Hof zu beziehen schien.« Bumble gerieth oft in Verlegenheiten. In einem Briefe an Mr. Fields, worin er die Dürre des Jahres 1868 schilderte, als die Teiche und Bäche in Gadshill wasserlos geworden waren, schrieb Dickens: »Ich lasse die großen Hunde nicht einmal in dem Kanal schwimmen, weil die Leute daraus trinken müssen. Aber wenn sie einmal in den Medway kommen, ist es schwer, sie wieder herauszukriegen. Neulich gerieth Bumble (der Sohn, Neufundländer) unter dem Bauholz im Flusse in Verlegenheit und wurde bange. Don (der Vater) stand neben mir, schüttelte das Wasser ab und blickte gleichgültig vor sich hin, als er plötzlich bemerkte, daß Etwas nicht ganz in Ordnung sei, und mit einem großen Satz hineinsprang und Bumble am Ohre herauszog. Die wissenschaftliche Art, wie er ihn fortzog, war allerliebst.« Die Beschreibung seines eignen Empfanges durch Bumble und dessen Bruder, durch die große und schöne Linda und das schöne pommersche Hündchen seiner Tochter Mary, nach seiner Rückkehr aus Amerika, mag hier aus seinen Briefen an denselben Correspondenten beigefügt werden. »Als die zwei Neufundländer mir bei meiner Ankunft in dem gewöhnlichen Wagen und mit dem gewöhnlichen Kutscher entgegenkamen und mich in meinem gewöhnlichen Anzug aus der gewöhnlichen Thür heraustreten sahen, kam es mir vor, als sei ihre Erinnerung daran, daß ich eine ungewöhnlich lange Zeit fortgewesen, sofort ausgelöscht. Sie benahmen sich (es sind beides junge Hunde) genau so wie gewöhnlich, kamen hinter den Korbwagen, indem wir dahintrabten und hoben die Köpfe auf, um an den Ohren gezogen zu werden, eine besondere Aufmerksamkeit, die ihnen von Niemandem bewiesen wird als von mir. Aber als ich in den Stallhof hineinfuhr, gerieth Linda (die Große St. Bernhardshündin) in die größte Aufregung, vergoß reichliche Thränen und warf sich auf den Rücken, um meinen Fuß mit ihren großen Vordertatzen zu liebkosen. Auch Mary's kleine Hündin, Mrs. Bouncer, bellte in der größten Aufregung, als sie herunter gerufen und von Mary gefragt wurde: Wer ist Dies? und lief rund um mich herum, wie der Hund in den Umrissen zu Faust.« Der Vater und die Mutter und ihre beiden Söhne, vier furchterweckende Gefährten, begleiteten ihn gewöhnlich auf den Spaziergängen seiner letzten Jahre.

Der Weg um Cobham, um den Park und das Dorf herum, und an der durch Pickwick berühmt gewordenen Lederflasche vorbei, war ein Lieblingsspaziergang von Dickens. Durch Rochester und den Medway entlang nach den Festungswerken von Chatham war ein andrer. Gewöhnlich bog er auf der Hochstraße von Rochester in die Weinberge ab, (wo einige alte Gebäude, von deren einem, dem Restoration-House, er Satis-House in Great Expectations hernahm, eine eigenthümliche Anziehungskraft auf ihn ausübten), wanderte dann um Fort Pitt herum und gelangte über Frindsbury, durch die Felder hindurch, wieder auf die große Heerstraße. Oder sich nach der entgegengesetzten Seite wendend, wanderte er durch die Marschen nach Gravesend und kehrte über Chalk Church zurück, wo er immer stehen blieb, um einen komischen alten Mönch zu begrüßen, der aus irgend einem unbegreiflichen Grunde, aus Stein gemeißelt, mit gekreuzten Beinen und einem Trinkkruge in der Hand, über dem Portal jenes heiligen Gebäudes sitzt. Nach einem andern traurigeren Kirchhof, der einen Theil der jenseits des Medway liegenden Marschen bildet, führte er oft Freunde, um ihnen das Dutzend kleiner Grabsteine, von verschiedener, dem Alter eines Dutzends kleiner Kinder einer und derselben Familie angepaßten Größe zu zeigen, die er in dem Roman Great Expectations benutzt hat, obgleich er, mit jener Zurückhaltung, welche bei der Nachahmung der Natur immer nothwendig ist, um ihre Bescheidenheit nicht durch zu genaue Nachahmung zu verletzen, die Zahl, welche den kleinen Pip erschreckte, auf die Hälfte der wirklichen Zahl verringert. In der That umwitterte diesen ganzen Kirchhof und die benachbarten Schloßtrümmer eine zauberhafte Seltsamkeit, welche im Spätherbst oder Winter einen seiner anziehendsten Spaziergänge daraus machte, wenn Dickens von Higham landein über die Stoppelfelder hinkommen konnte; und als kürzeren Sommerspaziergang liebte er es nicht weniger, um das Dorf Shorne herum zu gehen und an einem heißen Nachmittage in dessen hübschem schattigen Kirchhofe zu sitzen. Aber wenn auch die Gegend von Maidstone Manches hatte, was ihn anzog, so fand er doch an der Umgegend von Cobham das größte Gefallen, und er würde den Spaziergang durch den Park und das Gehölz von Cobham, den letzten, dessen er sich erfreute, ehe sein Leben plötzlich endete, noch öfter gemacht haben, wäre es ihm nicht unangenehm gewesen, wenn seine Hunde ihm dorthin folgten.

Das Arbeitszimmer in Gadshill

Das Arbeitszimmer in Gadshill.

Don hat jetzt seine Heimath bei Lord Darnley und Linda liegt unter einer der Cedern in Gadshill.

 

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