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Detlev Freiherr von Liliencron: Bunte Beute - Kapitel 57
Quellenangabe
typepoem
booktitleBunte Beute
authorDetlev von Liliencron
firstpub1903
year1903
publisherSchuster & Loeffler
addressBerlin
titleBunte Beute
created20050419
sendergerd.bouillon
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Wie? Ein Ghasel?

        Mein Haus, umschnürt mit Efeuranken,
Wo sich im Herbst die Spatzen zanken.
Mein Haus, wo ich geboren bin,
Vor dem zwei Silberpappeln schwanken.
Mein Haus, wo ich erzogen bin,
Um das die Schwalben ziehn, die schlanken,
Wo sommerheiße Rosen sanft,
Im Südwind schaukelnd, wohlig wanken.
Mein Haus, in dem ich, Herr allein,
Befehlen kann ganz ohne Schranken.
Mein Haus, wo schwere Sorgen mich,
In Wirklichkeit und in Gedanken,
Nachts oft wüstwild umstürmten, bis
Die Sterne in die Sonne sanken.
Mein Haus, wo manche Bowle wir
In kühlen Zimmern fröhlich tranken.
Mein altes Haus, mein altes Haus,
Soll ich zum letzten Mal erkranken,
Sei meinen Lieben Schutz und Schirm,
Schlägt mir der Tod ins Herz die Pranken.
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