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Gutenberg > Johann Wolfgang von Goethe >

Briefe an Charlotte Stein, Bd. 1

Johann Wolfgang von Goethe: Briefe an Charlotte Stein, Bd. 1 - Kapitel 91
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authorJohann Wolfgang von Goethe
titleBriefe an Charlotte Stein, Bd. 1
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900

[Sonntag 30. Juni]

Sage mir ein Wort das mich dir näher bringe, und daß ich wisse was du heute vorhast. Liebe Lotte ich habe heute nichts geschrieben, dafür ziemlich mein zweytes Buch im ganzen zu Stande. Adieu. man hat mir keine Ruhe gelassen.

d. 30. Jun. 82.

G.

901

[Montag 1. Juli]

Hier m. Lotte das verlangte. Ich liebe dich wie immer. War am W[ilhelm] fleisig. Schreibe iezt Briefe. Werde Probe der Operette haben, und fragen wie mein liebstes lebt Addio.

d. 5. Jul. 82.

G.

902

[Dienstag 2. Juli]

Hier l. Lotte überliefre ich dir meine Capitale, ich kann mich nun nirgends mehr vor dir verschliesen. Und übergebe mich dir aber und abermal zum Eigenthum.

Gestern hatte ich einen falschen Schlüssel ergriffen es ging aber noch ganz gut.

Adieu beste was thust du heute. Diesen Abend kommt die S[chröter] und Seidler und Aulhorn in meinen Garten das Stück zu probiren. Lebe wohl meine einzige und empfange mich wie immer.

d. 2. July 82.

G.

903

[Mittwoch 3. Juli]

Ich habe recht nach einem Wort von dir verlangt und nicht einen Augenblick Zeit gefunden darum zu bitten. Dancke daß du mir es so gewährst.

Das Wetter will nicht leiden daß die Probe im Garten seye.

Gegen Abend gehe ich aus und bezahle erst Zoll und Geleite an der Strase wohin ich mit meinem Geschirre gezwungen bin.

d. 3. Juli 82.

G.

904

Dein Grus trifft mich beym Essen, und erfreut mich sehr. Ich war schon in Gedancken bey dir, ich bin dir nicht abwesend. Ich hoffe ich werde die Freundinnen balde los, und bin alsdenn bey dir sichtbar, wie mit dem Herzen immer.

G.

905

[Sonnabend 6. Juli]

Du machst mir allein meinen Tag gut durch die Nachricht daß dirs wohl ist. Ich stecke in Zahlen und Ackten. Liebe mich so hab ich eine Aussicht auf ieden Morgen und ieden Abend.

d. 6. Jul. 82.

G.

906

[Montag 8. Juli]

Es ist wieder wie gewöhnlich L. Lotte so lang ich kein Wort von dir habe fehlt mir die Stimmung auf den Tag wie den Caffeetrinckern wenn ihr Frühstück aussenbleibt. Sage mir wie du geschlafen hast, und ob du ganz wohl bist. Wohl und übel bin ich dein. Ich sehe dich bald.

d. 8. Jul. 82.

G.

907

[Montag 8. Juli?]

Meine Lotte muß noch einen guten Abend von mir finden. Dein Besuch hat mir viel Nachdencken erspart, da ich nicht bey dir seyn konnte ging ich nach meinem Garten, und iede Rose sagte zu mir: und du willst uns weggeben. In dem Augenblicke fühlt ich daß ich diese Wohnung des Friedens nicht entbehren könnte. Ich hatte dich zwey drey Tage immer gesehn und so glaubt ich mir das übrige nicht nothwendig. Hab ich dich denn immer? Nein Lotte, ich gäbe viel weg und gäb ihm nichts. Meine übrigen Betrachtungen morgen früh. Heute nur noch das Liebste was die Liebe sagen kann.

d. 8ten Abends.

G.

908

[Dienstag 9. Juli]

Ich bin schon angezogen und komme noch vor dem Conseil zu dir. Ich hoffte auf ein Briefgen und erwartete es nicht.

Dancke für das doppelte Frühstück.

Ich bin dein.

d. 9. Jul. 82.

G.

909

[Mittwoch 10. Juli]

Sag mir wie du geschlafen hast und ob dein Übel vorbey ist? und was dein Tag heute mit sich bringt? Lebe wohl ich bin fleisig, und verliere doch immer das eine nicht aus den Augen, worinn mein Glück und meine Hoffnungen vereinigt sind. Die Briefe kommen nach.

d. 10. Jul. 82.

G.

Hier ist doch der eine.

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