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Gutenberg > Johann Wolfgang von Goethe >

Briefe an Charlotte Stein, Bd. 1

Johann Wolfgang von Goethe: Briefe an Charlotte Stein, Bd. 1 - Kapitel 8
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authorJohann Wolfgang von Goethe
titleBriefe an Charlotte Stein, Bd. 1
firstpub1907
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60

[Montag 27. Mai]

Ich habe gestoppelt, da ist noch ein Büschelgen. Man will mir glauben machen ich dürfe heut mit Ihnen essen. Ists wahr? d. 27. May 76.

G.

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[Dienstag 28. Mai?]

Ich kan nichts thun als Sie im stillen lieben. Ihr Betragen zu denen andern sachen die mich plagen macht mir so einen seltsamen Druck auf die Seele dass ich muss suchen mich loszureisen. Adieu ich geh sehr ungern fort, hoffte heut auf einen guten Abend mit Ihnen. Leben Sie wohl.

G.

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[Sonnabend 1. Juni]

Ich bin wieder da, wär so gern gekommen als ich lebe – aber es soll nicht seyn – meine Abwesenheit wird die Welt einigermaßen konsolirt haben. Ich bring Grüsse von der Guten Werthern. Auch das Zettelgen u. s. w.

d. 1. Jun. 76.

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[Montag 3. Juni?]

Mir war's so wohl gestern in ihrem Zimmer, ich eilte nur dass Sie mich nicht wieder finden sollten. Kestners theilnehmung fachte das Feuer an und so haben Sie Glut gefunden wie Sie nach Hause kamen. Ich aber hatte mich über dem Zeichnen erhizt, dass ich einen wunderbaaren Krampf am Herzen bekam wie ich ging. Adieu Engel ich lass ein Paar Rahmen bestellen dass das Feuer nicht verlösche. d. Jun. 76.

G.

Beygehendes machen Sie nicht eher auf biss ich komme.

64

[Dienstag 4. Juni]

Hier l. Frau den Tribut. Ich will sehn ob ich aushalte nicht zu kommen. Ganz sind sie nicht sicher vor mir. Gestern hatt ich wieder einige Augenblicke in denen ich recht fühlte dass ich Sie lieb habe. d. 4. Jun. 76.

G.

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[Freitag 7. Juni]

Wie kann ich seyn ohne Ihnen zu schreiben. Wenigstens hört ich gestern durch Lenz was von Ihnen. Hier ein Erwin. Schikken Sie das Ihrige der Werthern. Wiel[and] hat mit Ihrer Frau Mutter von einer Französin gesprochen die Kinder unterrichten will. Wird noch was draus? Was macht Friz? Gezeichnet hab ich nichts. Meiner Schwester mögt ich eine Abschrift der neuen Melodie schicken. Addio. Vielleicht komm ich heute noch und bring die Rahmen zu den Feuer Stücken. Die Banck steht prächtig in dem ihr geweihten Heiligthum. Adieu. Seyn Sie mir lieb wie immer, ich will auch seltner schreiben und kommen. d. 7. Jun. 76.

G.

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[Freitag 7. Juni]

Sie sind lieb dass Sie mir alles gesagt haben! – man soll sich alles sagen wenn man sich liebt. – Liebster Engel und ich habe wieder drey Worte in der Hand Sie über alles zu beruhigen aber auch nur Worte von mir zu Ihnen! – Ich komme heut noch! – Adieu. d. 7. Jun.

G.

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[Sonntag 9. Juni?]

Das konnten Sie mir also thun, und gestern von Tiefurt bleiben. Freylich was Sie thun muss mir recht seyn!! Es machte mich nur traurig. – Hier sind die Rahmen, bewahren Sie sie biss ich komme die Bilder einzumachen. Heut mag ich nicht aus meinem Garten. Leben Sie wohl und seyn sie so glücklich als Sie lieb mir sind. Was macht Friz.

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Ich dancke Ihnen dass Sie so viel besser gegen mich sind als ich's verdiene, ich hoffte nichts von Ihnen zu sehen. Wenn ich mein Herz gegen Sie zuschliesen will, wird mir's nie wohl dabey. Hier die Phis[iognomik]. Gestern Nacht hab ich noch gebadet, aber nicht am Wehre, und herrliche Wahrzeichen gesehen. Addio Gold.

G.

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[Donnerstag 13. Juni]

Ich wills überwinden und Sie heut nicht sehn, wenn's hält biss Abend. Hier die Stücke, das Portefeuille, die Muschel – – Was brauch ich mehr zu sagen. Sie wissen alles.

d. 3. Jun. 76.

G.

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