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Gutenberg > Johann Wolfgang von Goethe >

Briefe an Charlotte Stein, Bd. 1

Johann Wolfgang von Goethe: Briefe an Charlotte Stein, Bd. 1 - Kapitel 75
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authorJohann Wolfgang von Goethe
titleBriefe an Charlotte Stein, Bd. 1
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740

[Mittwoch 14. November]

Zuförderst also mein lieber Schutzgeist dir die Nachricht daß ich mit Helmershausen richtig gemacht habe. Auf Ostern zieht Hendrich aus und ich trete in seine Miethe habe den ganzen Sommer Zeit mich einzurichten, und künftigen Winter sehn wir unsern Planen entgegen. Adieu, beste du siehst das Glück sorgt für uns. Der Ausgang durch den Garten ist nicht das geringste von den Annehmlichkeiten dieser Wohnung.

d. 14. Nov. 81.

G.

741

[Donnerstag 15. November]

Denen Sonnenstrahlen die deine Fenster bescheinen, sind meine Blicke mit eingemischt. Das abgefallne Laub gewährt mir nichts gutes, als daß ich deine Wohnung sehn kan. Sag mir ein Wort, daß du mich liebst, nach mir verlangst, laß mir die Hoffnung dich heute zu sehen, und so werde aus Morgen und Abend wieder ein glücklicher Tag.

d. 15. Nov. 81.

G.

742

[Freitag 16. November]

Nur in der Eile einen guten Morgen. Zum Mittag erscheint der Phasan und der Freund. Adieu.

d. 16. Nov. 81.

G.

743

[Sonntag 18. November]

Hier hast du den Brief von Lav[ater] und einen vom H[erzog] v. Gotha, mit einer Antwort an B[äbe] Schulthes. Das Kästgen will ich mahlen.

Diesen Mittag bin ich zu Hause und will holen lassen. Adieu. Liebe mich mit deiner bleibenden Liebe, denn die ist doch der Sonnenschein bey dem mir iezo alles gedeiht. Die Herz[oginn] Mutter hat mir gestern eine weitläufige Demonstration gehalten daß mich der Herzog müsse und wolle adlen lassen, ich habe sehr einfach meine Meynung gesagt, und einiges dabey nicht verhehlt, was ich dir auch noch erzählen will. Adieu.

d. 18. Nov. 81.

G.

744

[Montag 19. November]

Wir haben meine Beste einerley Gedancken gehabt, diesen Morgen aus Huflands Küche uns versorgen zu lassen. Ich bleibe zu Hause und suche dich gegen Abend, denn ich bedarf deiner Liebe die du mir so schön gönnen willst.

d. 19. Nov. 81.

G.

745

[Montag 19. November]

Hier schick ich Briefe die ich heute erhalte, damit du alles wissest was mit mir und um mich geschieht.

Auch Schmerlen die wir diesen Abend zusammen essen wollen.

d. 19. Nov. 81.

G.

746

[Dienstag 20. November]

Hebe mir meine Liebe einige Schmerlen auf, daß ich einige Bissen finde wenn ich aus dem Conseil komme, und würze mir sie mit bessrer Würze als die von der Insel Banda. Addio.

d. 20. Nov. 81.

G.

747

Ich habe dir gleich früh etwas schicken sollen, habe aber vergessen was. Melde mir gute Nachrichten meine Beste, damit ich beym Leben und bey Lust erhalten werde. Willst du mich zu Tische?

G.

748

[Sonntag 25. November]

Sag mir liebe einzige wie du geschlafen hast? wie du dich befindest, ob du in dieser schönen Sonne auch freundlich zu mir herunter siehst. Ich war früh wach und meinen ersten und letzten Gedancken weist du. Die Schwüre des Barbiers gestern waren ernsthaffter als man dencken mochte, er durfte das anvertraute Geheimniss wohl verschwatzen denn sie waren nicht drauf gerichtet. Adieu beste sag mir ein Wort. Ich esse bey Hofe und bis dahin arbeit ich etwas für dich.

d. 25. Nov. 81.

G.

749

[Montag 26. November]

Dancke daß du mir auch dieses überlassen willst. Magst du heute Abend die Partie Whist zusammenbringen so komm ich um fünfe. Wonicht so komm ich auch. Adieu. L. L.

d. 26. Nov. 81.

G.

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