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Gutenberg > Johann Wolfgang von Goethe >

Briefe an Charlotte Stein, Bd. 1

Johann Wolfgang von Goethe: Briefe an Charlotte Stein, Bd. 1 - Kapitel 68
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authorJohann Wolfgang von Goethe
titleBriefe an Charlotte Stein, Bd. 1
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670

[Dienstag 5. Juni]

Laß dir diese Früchte, die für dich gepflanzt worden sind und die jährlich für dich wachsen zum Frühstück schmecken. Sag mir daß du mich liebst, und daß du mich heute sehn willst. Zu Mittag bleib ich zu Hause. Wo bist du den Abend.

d. 5. Jun. 81.

G.

671

[Dienstag 5. Juni]

Dancke für den lieben guten Morgen. Heut Mittag will ich zu Hause bleiben und Sie Abends erwarten. Schick mir doch das kleine Portefeuille mit den Zeichnungen von gestern, ich wills durch Gözzen abhohlen lassen. Knebeln magst du den Tasso senden. Adieu. Ich muß fleisig seyn.

d. 5. Jun. 81.

G.

672

[Mittwoch 6. Juni]

Ich schicke dir die Erstlinge meiner Früchte die allein für dich sind, wie meine Neigung, und bitte dich recht herzlich mich nicht unglücklich zu machen und mir nicht durch die Furcht dir zu misfallen, die wenigen geselligen Regungen gegen die Menschen noch zu verschliesen. Adieu. Sag mir was dein Fus macht. Ich enthalte mich in der Einsamkeit.

d. 6. Jun. 81.

G.

673

[Donnerstag 7. Juni?]

Die Antwort von d. Waldner liegt hier bey. Wenn das Wetter wie ich hoffe sich aushellt; so kommen wir um sechs zusammen. Ich habe alles bestellt. Könntest du mir noch ein Tellergen gesalzen Fleisch und etwa Zwieback dazu geben, so wär es mir lieb. Soll ich die Seckendorf Gustgen und die beyden Abreisenden dazu laden? Es scheint mir artig zu seyn, und wir können sie doch nicht so allein empfangen Carolingen wollen wir weglassen. Die andern sind in Tiefurt.

G.

Du weist doch wer mein Sch[ätzel] ist, fangt sich ein a[lt] Lied an.

674

[Mittwoch 13. Juni]

Ich habe des Prinzen Pferde nehmen wollen, weil er aber verboten hat seinen zugemachten Wagen zu brauchen, so werde ich mich der hohen Erlaubniss nur im schönen Wetter bedienen können. Knebels Wein hat mich sehr erhizt und mir diese Nacht Zahnweh gemacht. Wenn es gegen 1 Uhr regnet so muß mich meine Liebste speisen. Adieu m. l. L.

d. 13. Jun. 81.

G.

675

[Freitag 15. Juni]

Hier Erdbeeren soviel dieser Morgen giebt und einige Rosen. Nach dem Buch will ich untersuchen lassen, bey mir hats niemand. Lebwohl und lieb mich! Möchtest du heute meine Rosen besuchen?

d. 15. Jun. 81.

G.

676

[Belvedere, Tiefurt oder Ettersburg?]

Dieser Brief hat keine andre Eile als Ihnen einen guten Abend zu sagen, den ich Ihnen gern mündlich gebracht hätte. Der Herzog hat mich herausgeführt und will zum Essen hier bleiben. Lassen Sie doch dem Cammerdiener sagen der Herzog würde nicht im Closter sondern auf seinem Zimmer schlafen. Wenn wir zurückkommen und ich sehe Licht bey Ihnen so komm ich hinauf, Adieu liebstes.

G.

677

[Dienstag 19. Juni]

Hier schick ich das versprochne, meine beste. und den Brief dazu. Nach dem Conseil kommt dein immer bleibender.

d. 19. Jun. 81.

G.

678

[Mittwoch 20. Juni]

Der Herzog ist bey mir. Es wird ein Medaillon gemacht und im Möser gelesen. Schicken Sie mir den Brief der Voigts und kommen heut Abend zeitig zu dem erwartenden.

d. 20. Jun. 81.

G.

679

[Donnerstag 21. Juni]

Nun muß ich meiner besten fremd erwachsene Erdbeeren schicken denn meine sind alle gepflückt.

Ich fahre nach Belvedere den Stadthalter bewirthen zu helfen, und komme wahrscheinlich erst späte wieder. Heut früh hab ich Briefe geschrieben die du lesen sollst eh ich sie wegschicke. Adieu Beste ich seh dich noch.

d. 21. Jun. 81.

G.

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