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Gutenberg > Johann Wolfgang von Goethe >

Briefe an Charlotte Stein, Bd. 1

Johann Wolfgang von Goethe: Briefe an Charlotte Stein, Bd. 1 - Kapitel 44
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authorJohann Wolfgang von Goethe
titleBriefe an Charlotte Stein, Bd. 1
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430

[Dienstag 16. Mai]

Von denen Gedichten lass ich nur einige abschreiben, dann sollen Sie sie wieder haben. Sie hätten mir wohl auch sagen können wie Sie geschlafen haben und dass Sie wohl sind.

d. 16. May 1780.

G.

431

[Mittwoch 17. Mai]

Der Herzog ist wie man sich allenfalls vorstellen konnte gestern in N[ehausen] geblieben, und hat noch spät dem Prinzen, Knebeln, und mir eine Einladung auf heute geschickt. Wir gehen um sechs von Tiefurt ab, und ich reite eben hinunter. Adieu meine allerliebste. Heut Nacht sind wir hoff ich alle wieder da.

d. 17. May 80.

G.

432

[Donnerstag 18. Mai]

Es wäre sehr abenteuerlich wenn Sie eine von denen zwey weisen sizzenden Figuren, vorgestern Abend auf der Esplanade gewesen wären, denen ich ausgewichen bin. Erst hielt ichs für ein vertrautes Pärgen das ich nicht stören wollte, nachher glaubt ich zwei Frauens zu sehn die mir wegen ihrer weisen Kleidung an dem Orte seltsam vorkamen, doch war ich schon zu weit vorbey um meine Neugier mit Schicklichkeit befriedigen zu können. Ich habe ein sehr groses Vergnügen verlohren das ich mir anderwärts zu ersetzen bitte.

d. 18ten May 80.

G.

433

[Sonntag 21. Mai]

Da ich gestern Abend nach Hause kam, fand ich ein gar gutes Zettelgen von der Herdern, gewisse Dinge hängen doch närrisch zusammen.

Diesen Mittag ess ich bey Hofe, Abends seh ich Sie im Conzert. Lieben Sie mich.

d. 21. May 80.

G.

434

[Mittwoch 24. Mai]

Hier ist das beste Papier das ich habe, auch Struensees Schicksaal, und nähere Nachricht vom Buch Chevila. Gern bin ich wieder bey Ihnen, ich war im begriff mich anzumelden.

d. 24. May 1780.

G.

435

[Donnerstag 25. Mai]

Ich dachte nicht dass Sie mir entgehen könnten, drum kam ich halb achte wieder wie die Tauben zum gewohnten Futter. In Ihrer Abwesenheit lass ich mir doch etwas Sauerbraten hohlen, und geb Ihnen dagegen eine gute Nacht. Adieu. Grüsen Sie Steinen.

d. 25. May 1780.

G.

436

[Montag 29. Mai]

Lassen Sie mir doch sagen wie Sie sich befinden. Wenn Sie wohl sind; so ist der Morgen zu schön als dass Sie mich nicht besuchen sollten.

d. 29. May 1780.

G.

437

[Sonnabend 3. Juni]

Gustgen ist ein sehr gut Wesen, und kan sich nicht drin finden dass sie gar nichts von mir hört. Guten Abend aus der Finsterniss.

G.

438

[Sonntag 4. Juni]

Ich schicke Ring und Muster und freue mich auf dies Zeichen der Liebe. Reisen Sie glückl. heut Abend erwart ich Sie. Bitten Sie Stein ob er nicht will mein Pferd heut Nachmittag nach Erfurt schicken und mir Morgen früh von hier aus bis hinüber ein andres geben dass ich frisch zu reiten kan. Adieu. Adieu.

d. 4. Jun. 1780.

G.

439

[Montag 5. Juni?]

Es ist wundersam bis den Augenblick da mich Ihr Billet aus dem Schlafe weckt hatt ich vergessen was Sie von der Waldnern sagten. Wie ich von Ihnen an der Treppe abschied nahm war mirs als wenn ich Sie für diesmal nicht wiedersähe. Ich war zu Hause redete mit den Geistern und ging zeitig zu Bette. Hier schick ich die Flasche aus der ich tranck. Nehmen Sie sie mit und täglich davon etwas zu Erfrischung des Andenckens. Adieu Adieu.

G.

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