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Bilder aus der deutschen Vergangenheit

Gustav Freytag: Bilder aus der deutschen Vergangenheit - Kapitel 40
Quellenangabe
typetractate
booktitleBilder aus der deutschen Vergangenheit Band I
authorGustav Freytag
firstpub1859-67
yearca. 1980
publisherBertelsmann Verlag
addressGütersloh
titleBilder aus der deutschen Vergangenheit
created20040829
sendergerd.bouillon
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Es war damals eine Reise nach Lissabon und eine vieljährige Trennung vom elterlichen Hause für den Scheidenden eine große Sache. Als der Sohn nach seiner Abreise unter Tränen und den frommen Segenswünschen der Eltern und Geschwister in Cuxhaven durch widrige Winde zurückgehalten wird, sendet ihm der Vater noch schnell »ein kleines Gebetbuch, item ein Buch, die lustige Gesellschaft genannt, und Gottfried Schulzes Chronika, dann auch eine Schachtel mit Cremor tartari und eine blaue Kruke mit Tamarinden und eingemachten Zitronenschalen für das Übelwerden.« Der Sohn erinnert sich noch während der Fahrt, daß er seinem Bruder drei Mark sechs Schilling schuldig geblieben ist und bittet ängstlich, daß die Mutter ihm die Summe von den acht Talern abziehen möge, die sie von ihm in Verwahrung hat. Der Vater bemerkt dagegen freigebig, die acht Taler sollten ihm unverkürzt aufgehoben werden, der Sohn wisse wohl, daß es seiner Mutter auf drei Mark nicht ankomme. Seit der Sohn in Lissabon etabliert ist, gehen regelmäßige Sendungen nach Lissabon, von Zerbster und Hamburger Bier, Butter, geräuchertem Fleisch sowie Rezepte gegen Krankheiten und was sonst die Sorge der Hausfrau dem entfernten Sohn zuwenden möchte; der Sohn dagegen schickt Sinaäpfel zurück und Fäßchen mit Wein. Genau berichtet der Vater die Veränderungen, welche in der Familie und der Bürgerschaft der guten Stadt Hamburg vorgefallen sind, und eifrig ist er bemüht, dem Sohn Aufträge und Kommissionsartikel von seinen Hamburger Freunden zuzuweisen. Bald gesteht der Sohn aus der Fremde den Eltern, daß er ein Mädchen in Hamburg habe, natürlich eine von den Bekannten des Hauses, und auch diese Liebesangelegenheit wird von dem Vater mit Teilnahme, aber immer als eine ernste Negotiation, welche sehr vorsichtig und zart angegriffen werden müsse, behandelt. Offenbar ist das Bestreben des Vaters, die Werbung und Erklärung hinauszuschieben, bis der Sohn seine Jahre in der Fremde ausgehalten habe, und mit diplomatischem Takt geht er gerade so weit auf die Wünsche des Sohnes ein, um das Vertrauen desselben zu erhalten.

Vielleicht am meisten bezeichnend für jene Zeit aber sind die Ratschläge, welche der Vater dem Sohn über die Notwendigkeit gibt, sich in die Gewohnheiten der Fremde zu schicken. Der Sohn ist ein frommer, eifriger Protestant, dessen Gewissen sehr dadurch beunruhigt wird, daß er unter strengen Katholiken leben und sich in die für ihn anstößigen Gebräuche des katholischen Landes fügen soll. Was der Vater ihm darüber schreibt, sei aus den ersten Briefen mit den sehr geringen Veränderungen der Schreibweise, welche zum leichten Verständnis nötig sind, mitgeteilt.

Geliebter Sohn! Heute vor acht Tagen war mein letzter Ratsgang bei dieser meiner Regierung für dieses Jahr, und schickte ich den Nachmittag nach dem Posthause und ließ anfragen, ob die hispanischen Briefe angekommen, bekam aber zur Antwort nein. Den folgenden Tag, am Sonnabend zu Mittag, sandte mir Herr Brindts durch seinen Diener Dein Schreiben vom 11./22. noch währenden Monats. Soviel Dein Schreiben anbelangt, so ist es uns allen zuvörderst erfreulich, daß Du Dich, gottlob, bei guter Leibesdisposition befindest, welches eine große Wohltat Gottes ist, und dann, daß Du mit Deinem Kompagnon wohlvergnügt bist, wofür Du ebenfalls Gott dem Herrn zu danken hast, daß Du in der Fremde einen so ehrlichen und Dir wohlwollenden Menschen angetroffen hast. Gott lasse euch fernerhin in Friede und Einigkeit, auch einem gesunden und wohlgesegneten Stand eure Zeit, bis Du, beliebt es Gott, repatriieren wirst, mit allem Vergnügen zubringen. Sonsten habe in Verlesung Deines Schreibens angemerkt, daß Dir der Ort Lissabon und die Einwohner so geistliche als weltliche, noch nicht allerdings anständig seien, und Du Dich in Deinen jetzigen Stand noch nicht recht finden könnest, daher ich denn noch einige Ungeduld von Dir verspüre. Aber das kann nicht wohl anders sein, daß Dir die Veränderung zwischen Hamburg und Lissabon, jener und dieser Einwohner und Sitten, jener und dieser Gebärde und sonsten, nicht sollte mit Befremden, ja fast mit Bestürzung und Alteration auffallen; aber Du mußt wissen, daß Du in diesem passu alldorten und an andern Orten gar viele Vorgänger gehabt hast, denen es ebenso ergangen und denen die große Veränderung in allen Dingen und in Religionssachen sehr befremdlich vorgekommen.

Im lateinischen Sprichwort pfleget man zu sagen: post nubila Phoebus, das ist, auf übel Wetter pflegt ein heller und angenehmer Sonnenschein zu folgen, welches der grundgütige Gott an Dir in Gnaden erfüllen und geben wolle, daß, nachdem Du in der See ungemeine Gefahr und Leibesschwachheit sattsam empfunden und ausgestanden, die Tage und Zeit, welche Du in Portugal zubringen wirst, die vorigen sauren und bittren Tage verzuckern und versüßen, und Du allgemach die bösen Tage vergessen und der guten Dich getrösten und erfreuen mögest, welches der Allerhöchste Dir aus Gnaden beständig geben, gönnen und verleihen wolle. Amen. –

Es sagte Schwager Gerdt Buermeister (welcher Dich wie sein Kind liebet) dieser Tage zu mir, es würden Dir zwar bei Deiner Ankunft in Lissabon viele Dinge etwas befremdlich vorkommen, insonderheit auch wenn Du allerhand Gesichter von weißen, schwarzen, grauen Mönchen und anderen Personen sehen würdest; allein es wäre eine Sache von etwa drei bis vier Monaten, so würde man dessen und anderer Dinge all gewohnet. Nun ist es also, daß man mit der Zeit alles gewohnet wird. Ich bin beständig vier Jahre zu Straßburg gewesen und daselbst es so gewohnt geworden, daß es mir gleichviel war, ob ich in Straßburg oder Hamburg lebete, war auch ums geringste nicht bekümmert.

Traue mir und andern, die dergleichen erfahren, daß eine kurze Zeit und kleine Geduld alles zu ändern und korrigieren pfleget. Ich hoffe zu Gott, daß ich deswegen innerhalb acht bis zehn Wochen bessere Briefe, insonderheit wenn Du allgemach in der Sprache etwas avancieren wirst, von Dir empfangen werde. Schwager Gerdt Buermeister sagte, er wäre zwölf Jahre gewesen, wie er nach Lissabon gekommen, und er könnte nicht genug beschreiben sein Mißvergnügen, welches er empfunden; und wie er die Mönche ansichtig geworden, hätte er gemeinet, daß es Teufel wären, hätte sie auch von oben herab mit Wasser begossen, aber darüber hätte er bald Händel gekriegt; er sagte, daß, wenn er hätte ausgehen sollen, so hätte ihm davor gegrauet, aber es wäre ein Angewöhnis für eine kleine Zeit. – Was die Religion betrifft, so wirst Du vernünftig sein und so viel immer möglich alle Heuchelei und alle Okkasion vermeiden und mit niemand, auch nicht einmal mit Deinem Kompagnon von Religionssachen reden oder Diskurs führen, sondern für Dich zu rechter Zeit lesen, auch morgens und abends Dein Gebet zu Gott mit Andacht tun und das feste Vertrauen zu Gott haben, daß, weil er Dich an den Ort so wunderbar berufen, er auch Dein gnädiger Vater und Schutzherr wider alle vorkommende Widerwärtigkeit sein und verbleiben werde. –

Du meldest, daß Du allbereits einmal aus Not daselbst gesündiget, als man die gesegnete Hostie dahergetragen – man pflegt es sonsten das Venerabile zu nennen – und hast Du wohlgetan, daß Du für dich ein Gebet getan, und wird der gütige Gott das wohl erhöret und Dir die Sünde vergeben haben. Ich kann nicht umhin, bei dieser Okkasion zu berichten, wie es mir zu Mainz ergangen; denn als ich Anno 1642 von Hamburg nach Straßburg reisete, und zu Frankfurt in der Messe vierzehn Tage stille liegen mußte, bin ich nach Mainz, vier Meilen von dorten, abgefahren. Da auch eben der Sonntag einfiel und ein sonderliches Fest bei den Katholicis gehalten wurde, so erkundigte ich mich, in welche Kirche der Kurfürst zur Messe fahren würde, begab mich auch dahin und fand in der Kirche viele devote Leute, die auf ihren Knien saßen. Der eine hatte sein rosarium oder Rosenkranz in der Hand und betete das Ave Maria und Paternoster, andere schlugen mit ihrer Hand an die Brust, wie der bußfertige Zöllner, und bereueten ihre Sünde. Ich besahe das Völkchen so etwas und lobete ihre Devotion und wünschete dabei, daß man bei uns Lutheranern auch eine gute Devotion in äußerlichen Gebärden in den Kirchen verspüren möchte. Inmittelst kam der Kurfürst gefahren und ging ins Chor. Ich als ein witziger junger Mensch drang mit hinein, und weil ich wohlgekleidet war und einen roten scharlachnen Mantel umhatte, so ließen auch die Hellebardiere mich passieren und sahen mich für einen jungen Edelmann an. Unterdessen sang der Herr von Andlaw die Messe in pontificalibus, das ist, er hatte einen Bischofshut oder Mütze auf seinem Haupt und einen Bischofsstab in seiner Hand. Ich sahe allen diesen Zeremonien mit guten Gedanken zu und alles war noch gut. Als aber der Herr von Andlaw den gesegneten Kelch emporhielt, da knieten alle, die bei mir standen, nieder, welches ich auch tat und ein Vaterunser betete. Hierzu bin ich aus Vorwitz gekommen, Du aber aus Not, und hoffe zu Gott, er werde mir und Dir den Fehler vergeben haben. Ich bin sonsten in Frankreich und sonderlich zu Orleans des Sonntagsnachmittags öfters in den katholischen Kirchen gewesen und habe eine gute Musik gehöret, und haben mir weder Arme noch Beine gebebet, wie Du schreibest, daß Dir widerfahren. Man muß so kein Banghase sein, sondern allemal ein beständiges standhaftes Herz haben. Du meldest, daß in Lissabon viel Pfaffen, auch viel Kirchen und Klöster seien. Wohl! laß da noch soviel sein, das gehet Dich nichts an; laß nochmal soviel Pfaffen da sein, sie werden Dich nicht beißen, warte Du das Deinige ab. In die Messe zu gehen und in die Kirche, dazu nötiget man niemand, und wenn Du um die Osterzeit einen Zettel von einem Geistlichen haben kannst, als ob Du gebeichtet und kommunizieret hättest, so hast Du um die Geistlichkeit Dich nicht mehr zu bekümmern. Wenn Dir aber von ferne die Pfaffen mit der gesegneten Hostie werden begegnen, wirst Du alle Vorsichtigkeit gebrauchen und einen Umweg nehmen oder in ein Haus gehen.

Du schreibst auch, daß Du allbereits viele Mißgönner da habest, und daß Frick und Amsing die größesten seien. Mein Sohn! wer hat keine Mißgönner? Je besser es einem gehet, je mehr Mißgönner hat man. Darum sagen die Holländer: idt is beter, beniedt als beklaegt, als idt man onsen lieven Heer behaegt. Was meinst Du wohl, wieviel Mißgönner ich habe, wovon ich aber die wenigsten kenne, die meisten aber kenne ich nicht. Dawider muß man aus der Litanei singen: unsern Feinden, Verfolgern und Lästerern wollest du Herr vergeben und sie bekehren. Ich hätte gern gesehen, daß, als Frick und Amsing Dich zweimal invitieret, Du zu ihnen gegangen wärest. Du schreibest, daß sie Dich würden haben etwas abfragen wollen. Aber Du bist ja kein Kind, daß sie Dir hätten können was abfragen, besonders hättest Du ihnen ja nur können antworten, was Du gewollt und sie wissen sollen. Du schreibst auch, daß Frick vor Dir den Hut nicht abnähme; nun bist Du ja jünger als Frick, und kommt also Dir ja zuvörderst zu, daß Du ihn zuerst grüßest. Du meldest auch, daß Amsing gute Worte gebe und Galle im Herzen habe; darauf dienet, daß man Füchse mit Füchsen müsse pflügen. Gib Du auch allen Leuten, sie seien geist- oder weltlich, zu allen Zeiten gute Worte und gedenke das Deine daneben, das ist der Welt Lauf.

Es ist uns aus Deinem Schreiben sonderlich lieb zu vernehmen, daß Du hoffest, in der portugiesischen Sprache bald zu avancieren, welches Dir ein groß contentement geben wird, und ob Du zwar wegen Mangel der Sprache für jetzt keine sonderliche Hilfe und Assistenz im Kaufen und Verkaufen leisten kannst, so kannst Du doch die Bücher halten und alles fleißig anschreiben und verzeichnen. –

Vermahne Deinen jungen Heinrich zur Gottesfurcht und mithin zum Beten und Lesen, und laß ihn des Sonntags vormittags Dir des Molleri postilla auf Deiner Kammer vorlesen.

Deine Mutter hat mit Günther Andreas geredet und ihm gesaget, er soll achthaben, wenn ein Schiffer an der Börse angeschlagen wird, daß er auf Lissabon laden wolle, alsdann soll die Tonne Bier mitgesandt werden. Du hast bei Deiner Frau Mutter acht Mark zehn Schilling nicht, sondern acht Rtlr. gut, das habe ich Dir auch vor diesem geschrieben. Und wenn die acht Rtlr. schon zu Ende sind, so wird es auf eine Tonne Bier nicht ankommen. Du hast alle Zeit so viel und mehr gut. Wir werden Dir, ob Gott will, auch einen frischen geräucherten Elblachs übersenden und verehren, denn ich habe bereits vor drei Tagen zwei Lachse in den Rauch schneiden lassen, wovon wir Dir einen zugedacht haben. Und läßt sich der Lachsfang ziemlich an, wiewohl sie das Pfund annoch für eine Mark verkaufen.

Am vergangenen Montag hielten wir unsere Petri- und gestern unsere Matthäi-Kollation, da ich denn bequeme Gelegenheit gehabt, Dich und Deinen Konfrater dem Herrn Bümmelmann zu rekommandieren. Derselbe rühmt mir, daß er Briefe von Dir hätte, und ließ sich der gute ehrliche Mann gegen mich sehr wohl aus, sagte auch, daß er mit dieser Post euch antworten wollte, also daß ich keinen Zweifel trage, Gott werde Dich und Deinen Konfrater wohl gesegnen, daß ihr nicht werdet zu klagen haben. Gott gebe Dir Gesundheit, Geduld und einen beständigen freudigen Mut, auch Lust und Liebe zu Deiner Handlung und vorstehenden Arbeit. Im gemeinen Sprichwort sagt man: ora et labora und laß Gott raten. Das tu Du auch und wirf all Dein Anliegen auf den Herrn, er wird's wohl machen. Womit ich für diesmal schließe, da ich vorgestrigen Tages mein siebentes Regierungsjahr zu Ende gebracht und durch Gottes Gnade und Beistand beschlossen habe; und tue Dich nebst freundlicher Begrüßung von all Deinen lieben Angehörigen dem sichern Schutz des großen Gottes getreulich empfehlen und verbleibe jederzeit

Hamburg, den 25. Februari 1681.

Dein wohlaffektionierter Vater Johann Schulte, Lt.

PS. Ich habe in meinem Schreiben, wo mir recht ist, vom 14. Januari, erwähnet, daß der kurzweilige Heinrich Mein uns in der Schiffergesellschaft eine Rarität und Schüssel mit Fischen, welche in Lissabon gebraten waren, aufgesetzet hat. Nun könntest Du etwa auf die Gedanken kommen, mir dergleichen inkünftig zu verehren, aber das tu ja nicht, denn einmal kostet es Mühe und Geld, und ich frage nicht groß danach. Vale. [...]

PS. Weil das Brieflohn auf Hispanien und Portugal etwas höher sich beläuft als auf andere Plätze, so schreibe ich wider meine Gewohnheit und Manier etwas kleiner und kompresser. Mache kleine und leichte Briefe, schreibe aber viel darauf und menagiere auch hierin. Vale.

Soweit der kluge Bürgermeister Johann Schulte. Er erlebte die Freude, daß sein Sohn wohlbehalten aus dem Land der Mönche zurückkam und nach vielen Familienverhandlungen mit der Jungfrau seiner Wahl verbunden wurde. –

Wohl macht die Arbeit fest und dauerhaft, aber es ist zunächst das egoistische Interesse des tüchtigen Mannes, dem sie dient. – Wer aber den Beruf hat, zum Nutzen anderer tätig zu sein, dem wird durch Pflichtgefühl sein Amt geweiht. Jede Tätigkeit, welche stark genug ist das Leben zu erhalten, gibt dem Mann auch sein Amt. Der Gesell ist der Beamte seines Meisters, die Hausfrau bekleidet das Amt der Schlüssel, und jede Arbeit entwickelt auch im kleinsten Kreise ein Gebiet von sittlichen Pflichten. Das Pflichtgefühl des Hauses, der Werkstatt hat den Deutschen niemals gefehlt. Immer hat es Bürger gegeben, die für ihre Stadt nicht nur in den Tod gegangen sind, die ihr auch im Leben zuweilen mit Aufopferung gedient haben. [...]

Zwei Jahre nachdem Herr Bürgermeister Schulte seinen Sohn so väterlich ermahnt hatte, endete wenige Grade südlich von Lissabon das Leben eines Hamburgers in furchtbarer Katastrophe. Auch davon soll ein alter Bericht erzählen.

Einer der Kriegskapitäne Hamburgs war Berend Jakob Carpfanger. Im Jahre 1623 in der Stadt geboren, machte er seine Schule wie Brauch war auf den Kauffahrern durch, früh wurde er Mitglied der Admiralität, und endlich als Konvoikapitän Befehlshaber eines der Kriegsschiffe, welche den Kauffahrer gegen Piraten zu verteidigen hatten. Diese Marineoffiziere der Stadt hatten außerdem die oberste Polizei in ihrer Flotte auszuüben, die diplomatischen Verhandlungen in den Häfen, zuweilen auch an fremden Höfen geschickt zu leiten. Sie mußten einige Übung in Geschäften besitzen und mit großen Herren umzugehen wissen, damit die Stadt Ehre und Ruhm von ihnen habe. Carpfanger war nach dem Urteil seiner Stadt ein feiner, zierlicher Mann, der sich überall wohl zu führen verstand. Sein Bildnis zeigt ein ernstes Antlitz, fast melancholisch, hoch die Stirn, groß die Augen, kräftig Kinn und Mund. Seine Gesundheit war, so scheint es, weniger fest, als dem Seemann wünschenswert ist. Schon als Schiffer hatte er den Beweis geführt, daß er ein Seegefecht zu leiten verstand; er war oft in blutiger Aktion gewesen. Denn noch raubten die Barbaresken zur See und am Strand. Nicht mehr mit Galeeren allein, in großen Fregatten fuhren die Raubvögel unter den Schwarm der Handelsmöwen. Gerade damals war der »Hund« der Schrecken der europäischen Meere, weit über die Meerenge von Gibraltar hinaus, oben im Großen Ozean, ja an den Küsten der Nordsee kreuzten seine schnellen Schiffe; greulich waren die Hafengeschichten von seiner Wut und Tollkühnheit, seinem Blutdurst. Erst im Jahre 1622 war ein Geschwader von acht Hamburger Kauffahrern die Beute der »Barbaren« geworden.

Im Jahre 1674 umgürtete der Bürgermeister der Admiralität den Kapitän Carpfanger mit silbernem Degen und überreichte ihm den Admiralsstab. Damals schwor der Seemann vor dem Senat, bei der Defension der anvertrauten Flotte mannhaft zu stehen und eher Gut und Blut, Leib und Leben zu opfern, als sie und sein Schiff zu verlassen.

Seitdem machte er in den zehn Jahren bis zu seinem Tode alljährlich eine Fahrt, im Frühjahr mit seiner Flotte ausziehend, im Herbst heimkehrend. Schwere Kämpfe hatte er mit Sturm und Wellen zu bestehen; er selbst klagt, wie ungünstig ihm die Elemente seien.

So fuhr er nach Cadiz, Malaga, ins Nördliche Eismeer, nach Lissabon. Von einer Fahrt nach Grönland brachte seine Flotte von fünfzig Schiffen die Beute von fünfhundertundfünfzig Walfischen heim. Einmal wurde der Heimkehrende an der Elbmündung von fünf französischen Kapern angegriffen: in zwölfstündigem Kampf schoß er zwei in den Grund, daß sie vor seinen Augen mit Mann und Maus versanken, die andern suchten das Weite. Auch gegen die brandenburgischen Kaper war er aus. Damals geschah es, daß die rote Admiralsflagge Hamburgs gegen den roten Adler Brandenburgs drohend an die Gaffel der Besans flog. Denn der Große Kurfürst war im Jahre 1679 den Hamburgern nicht hold und hatte ihnen durch seine kleinen Kriegsschiffe bereits mehrere Segler abgefangen. Die Gegner trafen einander, aber Carpfanger hatte strenge Instruktion, nur defensiv zu verfahren. Deshalb lief alles gut ab. Das große Schiff flößte den Brandenburgern Respekt ein, sie sandten eine Schaluppe mit zwei Offizieren zum Gruß und »um sich die Einrichtung des Schiffes anzusehen«. Der Hamburger traktierte sie in seiner Kajüte mit Wein, dann verabschiedeten sie sich höflich. Ihre Schiffe taten einige Salutschüsse, welche Carpfanger mit gleicher Artigkeit erwiderte, dann segelten sie auseinander.

Und wieder traf der Kapitän auf einer seiner Südfahrten die spanische Silberflotte im Kampf mit türkischen Piraten. Das Treffen stand ungünstig für die Spanier, einige schwere Gallionen waren abgeschnitten und wurden von den Räubern bewältigt. Carpfanger griff die Piraten an und befreite durch volle Lagen die spanischen Schiffe. Er wurde deshalb an den Hof Karls II. geladen und vom König mit einer goldenen Ehrenkette beschenkt.

Kam er nun im Herbst aus Wind und Wellen in die engen Straßen der alten Stadt, so war ihm auch da wenig Ruhe gegönnt. Dann begann ein Mäkeln mit dem Senat um die aufgewandten Unkosten, ein Schreiben von Berichten, Verantwortung wegen einzelner Dispositionen, die den Herren am Ratstisch nicht einleuchteten oder die ein Privatinteresse verletzt hatten, aller Ärger der Schreibstube, den der Seemann so bitter haßt. Denn ein kleinlicher Krämergeist fehlte dem alten Hamburg nicht. – Im Winter 1680 starb ihm sein liebes Weib in den besten Jahren.

Wieder und wieder geleitete er seine Kauffahrer nach Cadiz und Malaga, im Jahre 1683 auf der Fregatte »Das Wappen von Hamburg«. Sturm und ein leckes Schiff der Flotte hatten die Fahrt verlängert, aber schon war an der Hamburger Börse bekanntgemacht, daß der Kapitän die Rückfahrt aus Hispanien via Insel Wight machen werde. Da kam statt seiner eine traurige Zeitung. [...] Sie ist zugleich ein Beispiel der alten Weise, im Fluge Neuigkeiten zu verbreiten.

Traurige Zeitung aus Cadiz in Spanien

Cadiz vom 12./22. Oktober. Guter und werter Freund! Wollte wünschen, daß dies mein Schreiben lieber eine Freude erweckende als Trauer verursachende Zeitung sein möchte; allein wenn wir sterbliche Menschen in dem höchsten Grade des Glücks und der Freude zu sein vermeinen, schwebet über unsern Häuptern das größte Unglück.

Solches haben leider wider jedwedes Vermuten ich und alle empfunden, welche sich nebst mir auf das Konvoischiff »Das Wappen von Hamburg« begeben hatten.

Am 10./20. Oktober hatten ich und unsere Hauptoffiziere, wie auch des Herrn Kapitäns Sohn und dessen Cousin die Ehre, mit unserem Herrn Kapitän die Abendmahlzeit einzunehmen. Da es ungefähr acht Uhr und eben an dem war, daß man von Tische aufstehen wollte, brachte unser Kajütenwächter die betrübte Zeitung, daß in der Hölle unseres Schiffes Feuer vorhanden sei. Darauf sprangen der Herr Kapitän und wir allesamt erschrocken vom Tisch auf und eilten nach dem Ort zu, wo wir denn fanden, daß derselbe mit allem darin liegenden Tauwerk schon in voller Flamme stand. Auf Anordnung des Kapitäns wurden geschwind Eimer und Schöpfen herbeigebracht, viel Wasser eingegossen und einige Löcher eingekappt, weil diesem Ort nicht wohl beizukommen war, in der Meinung den Brand zu löschen. Von unserem Volk, absonderlich von den Soldaten, die ihr Kommandeur tapfer antrieb, ward fleißig gearbeitet, aber alles vergebens, denn man verspürte keine Minderung, sondern Zunahme des Feuers. Es wurden unterschiedliche Kanonen gelöst zum Zeichen unserer Not, um Hilfe herbeizuschaffen, aber umsonst, weil die andern Schiffer später vorgaben, daß sie nicht gewußt, was solches Schießen zu bedeuten hätte.

Wurde also der Kapitän genötigt, unsern Leutnant mit der kleinen Schlupe an die umliegenden Schiffe zu senden, ihnen unsern elenden Zustand zu berichten und dieselben um ihre Schlupen, Boote und um Herbeischaffung einiger Schöpfen zu ersuchen. Sie kamen zwar, hielten aber von ferne. Denn da das Feuer dem Teil des Pulvers sehr nahe war, welcher vorn im Schiff zu liegen pflegt und unmöglich wegen der großen Glut herausgebracht werden konnte, so fürchtete jedermann, daß das Schiff und wir alle miteinander auffliegen würden, wenn die Flamme dasselbe erreichte. Deswegen ließen viele Bootsleute von der Arbeit ab und retirierten sich in die Boote und die große Schlupe hinter dem Schiff oder machten sich auch mit fremden Fahrzeugen aus dem Staube, wie sehr man denselben auch zurief, uns kein Volk zu entführen.

Denen in dem Boot und der großen Schlupe rief der Kapitän aus dem Kajütenfenster zu, daß sie sich ihres Eides, den sie ihm und der Obrigkeit geschworen hätten, erinnern und ihn nicht verlassen, sondern wieder an Bord kommen sollten, weil noch keine Not vorhanden sei, und das Feuer mit Gott gelöscht werden könne. Diese folgten zwar dem Kommando und fingen die Arbeit mit Ernst wieder an, allein es war alles ohne Nutzen, denn das Feuer wurde je länger je größer. Der Leutnant, der Schiffer, wie auch andere Offiziere gingen zu dem Herrn Kapitän, nachdem man schon über zwei Stunden allen Fleiß, aber ohne Furcht, angewendet, und berichteten, daß leider keine Hilfe mehr vorhanden sei und das gute Schiff unmöglich gerettet werden könne, sondern es wäre hohe Zeit sich zu salvieren, wofern man nicht im Schiffe verbrennen oder mit demselben auffliegen wollte. Denn zwischen dem Feuer und Pulver wäre nur noch ein Brett, einen Finger dick, übrig. Der Kapitän aber, welcher das Schiff noch immer zu erhalten vermeinte und seine Ehre höher als das Leben und alles in der Welt schätzte, gab zur Antwort, er wolle nicht aus dem Schiff, sondern darin leben und sterben. Sein Sohn fiel vor ihm auf die Knie und bat um Gottes willen, daß er sich doch eines andern bedenken und sein Leben zu konservieren suchen möchte. Dem antwortete er: »Pack' dich weg, ich weiß besser, was mir anvertraut ist.«

Darauf befahl er dem Quartiermeister, diesen seinen Sohn nebst seinem Cousin an ein anderes Schiff abzusetzen, wie denn auch geschah. Er wollte auch nicht gestatten, daß das geringste von seinem eigenen Gut fortgeschafft werde, um dadurch nicht dem Volke den Mut zu benehmen.

Inmittelst schlugen einige vor, das beste wäre, ein Loch in das Schiff zu kappen und solches in den Grund laufen zu lassen; der Kapitän aber wollte dies nicht bewilligen, sondern sagte, er hätte noch immer Hoffnung, das Schiff zu salvieren. Andere rieten, man solle die Taue kappen und das Schiff an den Strand setzen. Dies wurde endlich bewilligt und befohlen die Taue zu kappen. Da man aber im Begriff war, dies zu verrichten und eben die Besane und Focke hatte fallen lassen und das Volk noch auf der Fockraa saß, kam das Pulver vorn im Schiff in Brand. Es war ihm aber durch Eingießen vielen Wassers die Kraft benommen, und so flog es nur mit einem Zischen auf. Das Feuer brannte ungefähr bei dem Fockmast durch das Deck, lief, weil oben ein harter Levant wehte und das Schiff an dem Wind lag, den Mast hinauf in die Wanten, in die Segel und in einem Augenblick über das ganze Schiff.

Als das Volk, das noch im Schiff war, solches sah, suchte es mit erbärmlichem Schreien die Flucht. Etliche liefen nach der Kajüte, in der Meinung, dort Trost zu finden, etliche nach der Konstabelkammer. In dieser letztern hatte sich der Leutnant auf Order des Kapitäns, neben sich einen Soldaten mit geladenem Gewehr, in die eine Pforte gesetzt, um zu verhindern, daß niemand durch die Kammer in die große Schlupe laufen möchte, die hinter derselben angebunden lag. Der Leutnant wurde durch die Pforte hinausgedrängt und dadurch genötigt, sich in die Schlupe zu begeben, ihm folgte alsbald ein Haufen Volkes; viele sprangen in das Boot. Da dasselbe aber schon vom Bord abgestoßen war, weil das Schiff nach hinten zu über und über brannte und die Meinung war, daß das Feuer das Pulver hinten im Schiff erreichen und alles, was um und neben dem Schiff wäre, mit in die Luft sprengen möchte, so mußten die armen Menschen, die noch im Schiff waren und nicht verbrennen wollten, sich den Wellen ergeben und ins Wasser springen. Es hätte einen Stein erbarmen mögen, mit was für Rufen und Schreien diese elenden Menschen häufig im Wasser umhertrieben, so daß nichts zu sehen war als lauter Köpfe.

Während nun das Feuer durch den Wind von vorn nach hinten zu getrieben wurde, mit aller Macht, je länger, je stärker, stand ich in der Kajüte mit unterschiedlichen Personen um den Kapitän herum, sie winselten und weinten vor ihm und ermahnten ihn zugleich, daß nunmehr keine Zeit mehr übrig sei, länger zu verbleiben.

Ich ging von ihnen ab nach dem Fenster zu, um zu sehen, ob noch ein Fahrzeug vorhanden wäre und fand die große Schlupe noch unten festliegen; ich resolvierte mich, mein Leben Gott befehlend, und sprang durch das Kajütenfenster in die darunterliegende Schlupe, welches mir auch so wohl gelang, daß ich ohne irgend welchen Schaden in derselben salviert wurde. Wie ich eben den Rücken vom Kapitän wandte, ging er mit den neben ihm stehenden Personen, worunter der Kommandeur mit einigen Soldaten und Bootsleuten war, zur Tür hinaus. Ich meinte, daß sie sich zu salvieren suchten, wie sie auch willens waren, denn wie ich vernommen, sind sie nach dem großen Rost gegangen, mit dem Vorhaben, den Kapitän in ein Fahrzeug zu zwingen. Allein sie haben keines mehr gefunden. Weswegen sie denn allesamt, da ihnen die Flammen bereits über dem Kopf waren, den Kapitän verlassen haben und über Bord gesprungen sind.

Sobald ich in der großen Schlupe, in welche ich gesprungen war, den Leutnant ansichtig wurde, fragte ich denselben, ob der Kapitän aus dem Schiff wäre. Er gab zur Antwort, ein holländischer Kapitän hätte ihn geborgen. Als wir nun davon vergewissert zu sein vermeinten, wurde die Schlupe in aller Eile losgeschnitten, denn viel Volk, das im Wasser herumschwamm, suchte sich darin zu salvieren, und die Schlupe wurde von ihnen beinahe in das Wasser gezogen, da viele an der Seite hingen. Auch stand zu besorgen, daß wir mit auffliegen würden, wenn die Flamme das Pulver erreichte.

Da wir ungefähr eine Kabellänge vom Schiff gekommen waren, gingen verschiedene Stücke durch die Hitze des Feuers los, und die Granaten sprangen eine nach der andern. Das Feuer erreichte endlich gegen ein Uhr das Pulver in der Krautkammer, und mit einem dumpfen Schlag flog das Hinterteil des Schiffes auf, worauf der noch übrige brennende Teil mit allem, was noch dann vorhanden war, zu Grund gehen mußte, nachdem das Schiff im ganzen ungefähr fünf Stunden gebrannt hatte.

Mittlerweile kamen wir mit unserer Schlupe an andere Schiffe, welche an der Bai lagen, und setzten das geborgene Volk aus, mit Ausnahme der nötigen Ruderer, mit welchen der Leutnant durch den übrigen Teil der Nacht an den Schiffen in der Bai den Herrn Kapitän mit Schmerzen suchte. Allein vergebens, indem derselbe nirgends anzutreffen war.

Am folgenden Tage um zehn Uhr vormittags wurde durch eine englische Schlupe an das Schiff von Kapitän Thomsen avisiert, daß die Leiche unseres Kapitäns leider auf ihr Bootstau zugetrieben wäre, welche sie auch geborgen hätten.

Darauf wurde der gute, nunmehr selige Mann alsbald an das Schiff von gemeldetem Kapitän Thomsen gebracht und, wie sich's gebühret, in eine reine Leinwand gekleidet, welche der Kapitän Thomsen für dankbare Bezahlung hergab.

Unter allen Menschen, die bei diesem großen Unglück um das Leben gekommen (an Bootsleuten zweiundvierzig und an Soldaten zweiundzwanzig Personen), ist der selige Herr Kapitän der erste gewesen, der wiedergefunden wurde. Zu seiner Bestattung wurde alsbald Anstalt gemacht, und als alles Nötige herbeigeschafft war, ist er am 13. dieses, als Sonnabends, allhier hinter den Puntales, allwo man an diesem Ort die fremden Nationen zu begraben pflegt, nach christlichem Gebrauch zur Erde bestattet worden. Vorher wurde von unserem Domine eine herrliche Leichenpredigt gehalten, ihn geleiteten etliche zwanzig Schlupen, worin viele vornehme Kapitäne und Kaufleute gefahren wurden, jede führte die Flagge zu halber Stenge als Zeichen der Trauer; gleichermaßen bezeigten die allhier liegenden englischen, holländischen und Hamburger Schiffe mit Wehen ihrer Flaggen und Göschen zu halber Stenge ihre Kondolenz unter Lösung der Kanonen, woraus über dreihundert Schüsse gehört wurden.

Wer dieses erschreckliche Feuer und Unglück verursacht, oder durch welches Versehen dasselbe entsprungen, ist unbekannt. Der Junge des Hochbootsmanns, welcher in der Hölle gewesen war und die Lampe, die daselbst zu brennen pflegte, zu bewachen hatte, berichtet, daß er eben aus der Hölle auf das Verdeck gegangen wäre, um einen andern Jungen zu sprechen, beim Zurückkommen aber die Hölle in vollem Brand gefunden. Gott behüte ein jedes Schiff vor dergleichen Unglück und tröste diejenigen Witwen und Waisen, welche die Ihrigen dabei verloren.

So weit die Zeitung aus Cadiz. – Nach andern Nachrichten ist der Kapitän allein auf seinem Schiff noch bis zuletzt umhergewandelt; andere wollten ihn an einer offenen Stückpforte gesehen haben, wie er die Hände gefaltet gen Himmel hob; nach andern soll er sich als letzter ins Wasser begeben haben, um sich nach Gottes Willen entweder zu retten oder unterzugehen, und es sei kein Wunder, daß der kränkliche alte Herr nach den schrecklichen Affekten und Anstrengungen der letzten Stunden in die Tiefe gegangen sei. – Den Matrosen war etwas Wunderbares aufgefallen, drei Tauben hatten stundenlang über dem brennenden Schiff geschwebt, so lange, bis es in die Luft flog. König Karl II. von Spanien ließ auf dem Grab des Hamburger Seemanns ein Denkmal errichten, welches nach Konsularberichten erst im Anfang des 19. Jahrhunderts durch den spanischen Krieg zerstört wurde. [...]

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