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Berlin und Sanssouci oder Friedrich der Große und seine Freunde. Erstes Buch

Luise Mühlbach: Berlin und Sanssouci oder Friedrich der Große und seine Freunde. Erstes Buch - Kapitel 13
Quellenangabe
typefiction
authorLuise Mühlbach
titleBerlin und Sanssouci oder Friedrich der Große und seine Freunde. Erstes Buch
publisherHermann Borsdorf Verlag
year1912
printrunZehnte Auflage
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140815
projectid364bdc6b
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XII. Aberglauben und Pietismus

Es war also endlich erreicht. Die große Tat war getan, der schwarze Ziegenbock war aufgefunden und nach Berlin gebracht worden.

Mit welcher Ungeduld, mit welcher herzklopfenden Sorge erwartete Fredersdorf den heutigen Abend, welcher ihm endlich die Enthüllung des großen Weltgeheimnisses bringen, ihn endlich die Kunst lehren sollte, Gold zu machen. Zu seinem Glücke war der König nicht in Berlin anwesend, sondern nach Charlottenburg gegangen, Fredersdorf war also für diesen Abend frei und der Herr seines Willens.

Und so wird es von morgen an immer sein, sagte er freudig zu sich selber, von morgen an gehört mir die Welt, und ich beneide den König nicht um seinen Thron, den Gelehrten nicht um sein Wissen und die Jugend und die Schönheit nicht um ihre Wunderblüte, denn ich werde mächtiger, geliebter und geehrter sein als sie alle, ich werde eine unerschöpfliche Quelle des Goldes haben, des Goldes, welches doch zuletzt der Herr und König aller Welt ist, und dem die Könige und die Gelehrten, die Jugend und die Schönheit sich beugen, Oh, welch' ein Leben der Wonne und des Entzückens soll dies sein. Ich werde frei sein, und ich werde die Frau heiraten, welche ich liebe, ich werde niemand mehr angehören als mir selber! Oh, schon neigt sich die Sonne dem Abend zu, bald wird der Mond am Himmel stehen und dann –

Ein leises Rauschen an der Tapetentür machte ihn verstummen. Mit einer Art Entsetzen wandte Fredersdorf seine Blicke dieser Türe zu, welche gerade in die Gemächer des Königs führte und durch welche nur Er eintreten konnte!

Und er war es! Es war Friedrich, welcher diese Tür öffnete und mit heiter lächelndem Gesicht das Zimmer seines Geheimkämmerers betrat.

Ich komme dir unerwartet, sagte der König, dessen heller forschender Blick sehr wohl die Wolke bemerkt hatte, welche bei seinem Eintreten sich über Fredersdorfs Stirn gelagert hatte. Aber was willst du, die Könige und das Schicksal haben immer das Recht, als der deus ex machina zu erscheinen und die Berechnungen der kleinen Sterblichen zu stören.

Ich habe gar keine Berechnungen gemacht, Majestät, sagte Fredersdorf verwirrt, und die Anwesenheit meines Königs kann auch für mich niemals störend sein.

Desto besser! rief der König lächelnd, denn ich habe meine Berechnungen gemacht, und du spielst darin eine wichtige Rolle. Wir werden heute abend zu tun haben, Fredersdorf, und wenn du vielleicht darauf gehofft hattest, diesen Abend frei zu sein, so tut es mir leid, diese Hoffnung stören zu müssen, denn für diesen Abend bist du der Gefangene deines Königs.

Der König sagte das mit einem so eigentümlichen, ernsten und zugleich liebevollen Ausdruck, daß Fredersdorf sich unwillkürlich davon ergriffen und besänftigt fühlte, und seine Lippen auf die Hand preßte, welche der König ihm darreichte.

Wir werden zu arbeiten haben, fuhr Friedrich fort. Denn ich sage dir, die Zeit der Muße ist vorüber und auch die Zeit der Musen. Bald werde ich meine Flöte wieder in ihren Kasten legen und mein Schwert wieder aus seiner Scheide ziehen, denn, wie es scheint, findet meine Muhme Maria Theresia, daß es einem König von Preußen nicht ziemt, sein Leben anders als im Feldlager hinzubringen und eine andere Musik zu vernehmen, als den Donner der Kanonen und die Trompete, welche zur Schlacht ruft. Nun, wenn Österreich denn durchaus den Krieg mit uns will, so soll es ihn haben, denn nimmer wird Preußen sich den übermütigen Forderungen Österreichs fügen, und nimmer wird das Haus Hohenzollern sich wieder dem Hause Habsburg unterordnen und dienstbar machen. Meine Muhme, die Kaiserin, will es immer noch nicht vergessen, daß die Kurfürsten von Brandenburg den Kaisern das Waschbecken bei der Tafel reichen mußten, sie möchte uns daher immer noch als den Cavaliere servente ihres Hauses betrachten und uns mit Englands, Rußlands und Sachsens Hilfe in das alte Joch zurückzwingen. Aber es soll ihr nicht gelingen, und wenn sie mit England, Rußland und Sachsen ein Bündnis geschlossen, so habe ich dasselbe getan mit Frankreich und mit Bayern, zum Schutz des Kaisers Karl des Siebenten. Das bedeutet also Krieg, und das Leben des Genusses und der Träumereien ist nun vorüber.

Ich habe dir da ein wenig Politik erzählt, fuhr der König nach einer Pause lächelnd fort. Ich tat's, um dir zu beweisen, daß ich deiner bedarf, und daß wir viel zu arbeiten haben. Wir müssen die Rechnungen meiner Privatschatulle ordnen, wir haben Briefe zu schreiben, und endlich uns mit den Geschenken zu beschäftigen, welche wir der Prinzessin Ulrike zu ihrer Vermählung darzubringen haben. Du siehst also, wir haben viel zu tun.

Ich werde zu jeder Zeit bereit sein, die Befehle meines Königs zu empfangen, sagte Fredersdorf, ich werde die ganze Nacht arbeiten, nur bitte ich Euere Majestät, mir dafür einige Abendstunden zu gewähren zur Besorgung eines wichtigen Geschäfts, das keinen Aufschub duldet.

Ah, ohne Zweifel willst du mir die Epistel des Horaz vollenden, von der ich neulich sprach, und auf deren Übersetzung ich noch immer harre. Du weißt doch, diese Epistel, welche von dem unnützen Opfer der Lämmer oder Ziegenböcke handelt? Nun, spare dir diese Übersetzung bis auf bessere Tage, heute haben wir keine Zeit dazu und ich kann dich heute nicht von deinem Dienst bei mir entbinden.

Und dennoch wage ich es, meine Bitte zu wiederholen, rief Fredersdorf in leidenschaftlicher Erregtheit. Sire, es ist ein unaufschiebbares Geschäft, und ich flehe Eure Majestät an, mich für einige Stunden zu entlassen!

Nun, wenn du auf die Wünsche deines Freundes nicht hören willst, so wirst du jetzt nur noch die Befehle deines Königs zu erfüllen haben, sagte Friedrich, dessen Antlitz jetzt einen stolzen gebieterischen Ernst zeigte. Dein König befiehlt dir, für diesen Abend dieses Zimmer nicht zu verlassen!

Haben Sie Gnade, Sire, ich beschwöre Sie. Ich bitte nur um zwei Stunden meiner Freiheit, denn ich sagte Ihnen schon, daß es sich für mich um ein wichtiges Geschäft handelt, von dem mein Lebensglück abhängig ist.

Der König zuckte verächtlich die Achseln. Dein Lebensglück? sagte er. Wann weiß denn der kleine kurzsichtige Mensch zu unterscheiden, welches sein Lebensglück sei? Du suchst es heute vielleicht im Reichtum, morgen in deiner Geliebten, und verwünschest übermorgen sowohl das eine wie das andere! Ich kann dir deinen Wunsch nicht erfüllen. Ich habe wichtige Arbeit für dich und ich kann dir keine Minute Urlaub geben.

Sire, ich muß –

Keine Einwendungen mehr, unterbrach ihn der König streng. Du bleibst hier, ich befehle dir, dieses Zimmer nicht zu verlassen.

Ich werde diesen Befehl nicht erfüllen können, rief Fredersdorf ganz außer sich, wie in Verzweiflung und schmerzlicher Wut. Mögen Euere Majestät die Gnade haben, mich aus meinem Dienst zu entlassen, mich frei zu geben, mögen Sie mich für immer aus Ihrer Nähe verstoßen, möge ich Ihrer Ungnade anheimfallen, aber ich muß heute abend eine Stunde der Freiheit haben!

Des Königs Augen schossen Blitze und sein Antlitz hatte jetzt einen so drohenden und stolzen Ausdruck angenommen, daß Fredersdorf selber, trotz der Verblendung seiner Aufregung, davor erbebte.

Der König sagte kein Wort. Er ging nur hastig nach der andern Tür, welche auf den Korridor hinausführte, und öffnete sie. Zwei Soldaten mit geschultertem Gewehr standen vor derselben.

Ihr sorgt dafür, daß niemand dieses Zimmer verläßt, sagte der König zu den Soldaten. Ihr gebt Feuer auf jeden, welcher diese Tür öffnet.

Dann schloß er die Tür wieder und sein flammender Blick richtete sich wieder auf Fredersdorfs bleiches Angesicht.

Ich sagte es dir schon zuvor, sagte er, du bist heute der Gefangene deines Königs. Du wolltest den Schmerz nicht verstehen, jetzt wirst du den Ernst begreifen müssen. Dieses Zimmer hat keine weitern Ausgänge, vor dieser Tür steht die Schildwache, und jene Tür dort, die zu mir führt, verschließe ich. Denn jetzt wirst du nicht mit mir arbeiten, du bist dessen heute nicht würdig, weil du ein strafwürdiger Rebell bist, der sich gegen die Liebe und Freundschaft seines Königs opponiert und blind ist mit sehenden Augen.

Fredersdorf fand nicht die Kraft zu einer Erwiderung, er war ganz zerbrochen, ganz vernichtet.

Der König durchschritt hastig das Zimmer und öffnete die Tapetentür, um in seine Zimmer zurückzukehren. Als er schon auf der Schwelle stand, wandte er sich noch einmal um.

Fredersdorf, sagte er mit mildem Ton, du wirst es mir eines Tages danken, daß ich dir heute ein strenger König gewesen. Dann schloß er die Tür hinter sich und steckte den Schlüssel in seine Busentasche, indem er eilig den kleinen Korridor durchschritt und in sein Arbeitszimmer trat, wo Jordan seiner harrte.

Jetzt, Freund, sagte der König, jetzt wollen wir die Polizei ruhig walten lassen. Fredersdorf wird nicht dabei sein, und ich werde nicht nötig haben, ihn weiter zu strafen, denn er ist schon gestraft genug durch seinen eigenen Zorn. Ach, mein Freund, wie schwer ist es doch, dem Unverstande zu wehren und die Torheit weise zu machen. Der kluge und verständige Fredersdorf will jetzt durch das Blut eines Ziegenbocks lernen, Gold zu machen, und um es zu erreichen, verbindet er sich mit meinen Widersachern, den Heuchlern und Pietisten, und geht in die Betstunden der Gottlosen, die sich doch die Gottvollen und die rechten Kinder Gottes nennen. Ach, Jordan, wie elend und erbärmlich ist doch dieses Menschengeschlecht, und wie wenig verdient es, daß wir es lieben! Ich habe diesen Fredersdorf aus der Dunkelheit und Armut emporgezogen, ich habe ihn nicht bloß zu meinem Diener, sondern ich habe ihn zu meinem Vertrauten und zu meinem Freunde gemacht, ich habe ihn geliebt. Und was habe ich dafür geerntet? Seinen Undank und seinen Haß! Da drinnen sitzt er und flucht und verwünscht seinen König, der doch weiter nichts getan hat, als daß er ihn vor der Lächerlichkeit und dem kindischen Wahnsinn bewahrte. Jordan, Jordan, es ist ein sehr undankbares Geschäft, ein König zu sein.

Es ist ein ebenso undankbares Geschäft, Gott zu sein, sagte Jordan mit seinem sanften, schmerzlichen Lächeln. Gott und der König werden beide am meisten mißverstanden, weil sie zu hoch stehen für die kurzsichtigen Augen der Menschen, weil man dem König nicht verzeiht, daß er kein Gott ist, allwissend und allmächtig wie dieser, weil man Gott nicht verzeiht, daß er kein Mensch ist und nicht handelt und tut, wie Menschen tun und handeln würden.

Der König erwiderte nichts. Sinnend und die Hände auf dem Rücken gefaltet, ging er im Zimmer auf und ab. Armer Fredersdorf, sagte er dann leise, ich werde ihm heute sein Steckenpferd zerbrechen, und das scheint den Menschen immer ein unverzeihliches Verbrechen. Ich hätte die Torheiten und Albernheiten dieser sogenannten Frommen noch gewähren lassen, wenn sie nicht den armen Fredersdorf in ihren Unsinn mit hineingezogen hätten. Aber um seinetwillen will ich ihnen jetzt eine Lektion geben, damit er einsehen lerne, daß er es mit Betrügern und Scharlatans zu tun hat. Möge also geschehen, was geschehen soll. Ich habe Fredersdorf von der Lächerlichkeit gerettet. Wenn er dafür auf mich flucht, was liegt daran!

Der König hatte recht. Fredersdorf war außer sich vor Zorn, und in seinem Zorn verwünschte er, in seinem Herzen nicht allein, sondern auch mit seinen zitternden, bebenden Lippen den König, den er einen Tyrannen, einen herzlosen Egoisten nannte, und den er haßte mit jenem leicht aufflackernden Haß der Kinder, welche nicht begreifen daß die Hand, welche sie für eine Unart straft, immer die Hand eines Wohltäters ist.

Sie werden nun das Geheimnis erfahren, Sie werden von Gott oder dem Teufel lernen Gold zu machen, und ich, ich werde nicht dabei sein! murmelte Fredersdorf zähneknirschend. Wer weiß, ob sie mir alsdann dieses kostbare Rezept mitteilen werden, oder ob sie nicht lieber an mir zu Lügnern und Betrügern werden, und mich hintergehen. Oh, da steigt schon der Mond empor und wirft seine goldenen Strahlen in dieses Zimmer, das jetzt mein Gefängnis geworden ist. Jetzt werden sie sich versammeln, jetzt beginnt das heilige Fest der Beschwörung! Und ich, ich bin nicht dabei!

Und er raufte sich das Haar und zerschlug sich die Brust und weinte vor Zorn und Wut. –

Fredersdorf täuschte sich nicht. Wie der Mond aufging, begann das Fest der Beschwörung, zu welchem Herr von Kleist, der Gemahl der schönen Louise von Schwerin, die Bundesgenossen und vertrauten eingeladen hatte.

Der große Tanzsaal, in welchem die heitere und lebenslustige Dame vom Hause sonst ihre Ballfeste und ihre glänzenden Soireen zu geben pflegte, und auf dessen glänzendem Parkett sie ihr Vermögen, ihr Glück und ihre Ideale sich zu einem flüchtigen Staub unter ihren tanzenden Füßen hatte zermürbeln gesehen, der große Tanzsaal war jetzt in einen großen feierlichen Betsaal verwandelt worden, in welchem die frommen Gläubigen zusammen kamen, um Gott anzubeten und den Teufel zu beschwören. Der König hatte es verboten, außer an den gesetzlichen Sonn- und Festtagen Betstunden in den Kirchen zu halten, und als dies von einigen frommen und fanatischen Predigern dennoch geschehen war, hatte man auf den besondern Befehl des Königs diese Betstunden mit Waffengewalt aufgehoben, die fromme Versammlung auseinandergetrieben und die Kirchen geschlossen, indem man den Predigern und Küstern mit sofortiger Absetzung drohte, wenn die Kirchen an den Wochentagen wieder zu den Betstunden geöffnet würden Preuß, Geschichte Friedrichs des Großen. I, 131..

Die Frommen also, sehr wenig geneigt, die Worte der Bibel zu befolgen, und dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist, das heißt den Gehorsam, diese Frommen, welche man aus den Kirchen vertrieben hatte, vereinigten sich seitdem in den verschiedenen Privathäusern der Gläubigen. Dort kamen sie zusammen zu ihrem Gottesdienst, welcher indes nur darin bestand, daß man in stolzem Übermut mit frommen Reden und salbungsvollen Worten einander beschwor, auszuharren und treu zu bleiben dem einzigen, wahren und rechten Glauben, als welchen die stolzen Fanatiker immer denjenigen Glauben zu bezeichnen pflegen, welcher der ihre ist. Nicht minder aber wagte man es dort, in eifernden Reden den König als einen Ungläubigen zu lästern, und sich einander zu bestärken in dem Ungehorsam gegen seine Befehle, welcher Ungehorsam allen als eine Gott wohlgefällige Tat erschien.

Die Pietisten, welche vergebens bemüht gewesen, unter Friedrich zu der Macht und dem Ansehen zu gelangen, welche sie unter seinem Vater genossen, waren daher des Königs erbitterteste Feinde geworden, und indem sie Friedrich Wilhelm den Ersten als den weisen, gütigen und Gott wohlgefälligen König priesen und beklagten, riefen sie Unheil und Wehe herab auf das Haupt des jetzigen Königs, der es wagte, ihre Frömmigkeit Heuchelei zu nennen, über ihren Zorn zu lachen, auf ihre Wünsche mit sanglanten Witzworten und beißendem Spott zu antworten, die frommen Priester »Chekers« oder »Tiere sonder Vernunft« nannte, und ganz kürzlich noch in seiner kurzen und drastischen Schreibweise auf eine Eingabe und das Bittgesuch eines Predigers die verneinende lakonische Antwort gegeben: »Der verfluchte Pfaffe weiß selber nicht, was er will, hole ihn der Teufel« Büsching, Charakter Friedrichs des Großen. S. 32. 54. 55..

Diese sogenannte fromme Betstunde also sollte heute in dem Tanzsaale der schönen Frau von Kleist stattfinden, und nur die Eingeweihten und Auserlesenen blieben nachher zurück, um den weitern Mysterien beizuwohnen und Zeuge der Beschwörungen zu sein, mit welchen der sogenannte Sterndeuter oder Planetarier Pfannenschmidt heute den Teufel zwingen wollte zu erscheinen.

Zu diesen Mysterien wurde kein Weib zugelassen, und jeder der Eingeweihten hatte den feierlichen Schwur leisten müssen, keiner Frau auch nur eine Silbe zu verraten von dem, was in diesen geheimsten Versammlungen vorginge, und womit man sich in denselben beschäftige.

Auch Herr von Kleist hatte diesen Schwur geleistet und ihn getreulich erfüllt. Nun aber gibt es ein sehr weises und von großer Lebenserfahrung zeugendes persisches Sprichwort, welches sagt: »Wenn du dein gehorsames und unterwürfiges Weib zu einem Ungehorsam verleiten willst, so hast du nur nötig, ihr etwas zu verbieten; wenn du vor ihr ein Geheimnis bewahren willst, so hast du nur nötig, dir die Zunge auszureißen, oder dich zu töten, denn wenn du lebst, wird sie dein Geheimnis doch erfahren, und sei es noch so tief auf dem Grunde deines Herzens verborgen.«

Diesem Sprichwort ganz entsprechend, hatte auch Frau von Kleist das Geheimnis ihres Gemahls erfahren, war sie eine Mitwisserin dieser Dinge geworden, welche man ihr verbergen wollte. Louise von Kleist, längst schon von der kurzen und flüchtigen Liebe zu ihrem, von dem König ihr zugewiesenen Gemahl zu dem flatterhaften Leichtsinn ihrer frühern Tage zurückgekehrt, hatte nur auf eine Gelegenheit gewartet, um sich zu rächen an ihrem Gemahl, weil er niemals reich genug gewesen, ihre Kapricen und ihre verschwenderischen Gelüste zu erfüllen, weil er sogar so kleinlich und selbstsüchtig gewesen, sie zu beschränken in den Mitteln, welche sie doch besaßen, und für sich zu gebrauchen, was sie haben und zu ihren Zwecken verwenden wollte. Beide schalten einander Verschwender, und suchten, unter dem Vorgeben, daß von dem andern das Geld nutzlos ausgegeben werde, sich so viel Geld als möglich anzueignen. Die natürliche Folge davon war ein fortdauernder Zank und Unfriede, ein fortdauernder Mangel an Geld.

Für diese Misere rächte sich Louise von Kleist, wie sich eben schöne und kokette Frauen an ihren Männern zu rächen pflegen; sie haßte und verachtete ihren Mann von ganzem Herzen, und war sehr bereit, den Worten des Dichters Glauben zu schenken, welcher sagt, daß ein Frauenzimmer immer jungfräulich ist für neue Liebe. Aber sie wollte auch noch eine spezielle Rache dafür, daß ihr Gemahl es gewagt, ein Geheimnis zu haben und es ihr nicht mitzuteilen. Nicht so bald hatte sie daher den Zweck dieser geheimen Zusammenkünfte ausspioniert, als sie dem König davon Nachricht gab, und ihn beschwor, ihr zu Hilfe zu kommen, um den Gemahl von diesem unseligen Wahn, welcher, wie sie sagte, ihr bereits ihr eheliches Glück und ihr Vermögen gekostet, zu heilen, indem er den Planetarier als einen Betrüger entlarven, und diese Versammlungen aufheben ließe.

Der König war auf Frau von Kleists Wünsche eingegangen, nicht so sehr um ihrer selbst willen, als weil diese Gelegenheit ihm sehr willkommen war, Fredersdorf von dem Mystizismus und Aberglauben, welcher ihn umnebelt hielt, zu heilen, und ihn von der Nichtigkeit der Vorstellungen des Planetariers zu überzeugen.

Es waren daher die nötigen Vorbereitungen für den heutigen Abend getroffen worden, und nicht sobald hatte die fromme Versammlung ihren Anfang genommen, als Frau von Kleist die vier Polizeibeamten, welche in einem, dem ihrigen gegenüber gelegenen Hause warteten, zu sich winkte und sie heimlich und leise in ein kleines, neben dem Betsaal befindliches Gemach führte, das nur durch eine Portiere von dem Saal getrennt war, so daß man alles sehen, alles hören konnte, was in dem Saal geschah.

Die fromme Versammlung ahnte nichts davon. Sie war heute zahlreicher denn jemals besucht. Da waren Leute aus allen Ständen, von dem niedern Arbeiter und dem geringen Handwerker an bis zu den Herren vom höchsten Adel und aus dem höchsten Beamtenstande. Jeder, welcher glaubte, sich über eine Ungerechtigkeit oder Zurücksetzung des Königs beklagen zu müssen, jeder, welcher vermeinte, daß seine hohen Eigenschaften und Talente nicht hinlänglich anerkannt und belohnt würden, ward zu einem Widersacher des Königs und begab sich unter die Fahne der Frömmigkeit, welche damals wie jetzt das gleisnerische Panier aller derjenigen war, die unter dem Schein des Rechts ihren Eigendünkel und ihren Stolz verbergen wollten.

Sie beteten heiße und inbrünstige Gebete, und sangen fromme Lieder zur Ehre Gottes. Dann betrat ein Geistlicher die kleine improvisierte Kanzel und hielt eine jener donnernden, von Scheinheiligkeit, Unduldsamkeit, Hochmut und Geistesbeschränktheit triefenden Reden, wie nur die Pietisten sie zu halten vermögen, und in welcher er alle diejenigen verloren und verdammt nannte, welche nicht glaubten, wie er glaubte, alle diejenigen für gesegnet und berufen erklärte, welche dem Bannspruch und strengen Verbot des Königs trotzten, und diese heiligen, von dem »freigeistigen« König verpönten Versammlungen besuchten.

Aber alles dieses war doch nur die Vorbereitung, die Einleitung zu der großen Feierlichkeit, welche heute den »Eingeweiheten« bevorstand, und welcher alle mit klopfendem Herzen und in atemloser Spannung entgegensahen.

Der Gottesdienst war beendigt, die frommen Brüder und Schwestern hatten sich entfernt, und nur das Direktorium war zurückgeblieben, um, wie es der Gemeinde gesagt, seine Beratungen zu halten und seine Beschlüsse zu fassen.

Wieder bestieg ein frommer Redner die Kanzel, diesmal aber nicht der Geistliche, welcher vorher die Versammlung mit seiner fanatischen Rede erbaut hatte, sondern der Planetarier Pfannenschmidt, der gotterleuchtete Prophet. Mit welchen andachttriefenden, frommzerknirschten Worten er seine Zuhörer zur Buße ermahnte, zur Verachtung dieser scheinheiligen und eklen Welt, welche Gott nur so schön und verlockend geschaffen, um den sündigen Menschen zu versuchen, und seine Kraft des Widerstandes zu erproben!

Widersteht, widersteht, heulte er mit seiner gurgelnden Nasenstimme, gehet in euch und verachtet die Welt und bekehret die Menschen, auf daß sie euch sich zuwenden und gerettet werden, wie wir gerettet sind, und Engel Gottes werden, wie wir Engel Gottes sind! Aber um dieses zu edle und erhabene Ziel zu erreichen, bedarf es großer Anstrengungen, großer Mittel, bedarf es der Macht und des Ansehens. Um die Welt bekehren und beglücken zu können, müssen wir die Welt unser Eigen nennen, müssen wir sie erst dem Teufel abgekauft haben, der die Sünde der Welt, welche das Gold ist, in seinen Krallen hält, und damit die Menschen zu sich zieht, und ihre Seelen sich erkauft. Wir in der Kraft unserer Gottesliebe haben die Berufung, den Teufel zu besiegen, und ihn zu zwingen, uns sein Geheimnis zu sagen, uns das Rezept zu geben, wie man Gold macht, und wie es gebraut wird in den Tiefen der Erde! Denen, die wie wir erleuchtet sind vom heiligen Geiste der Erkenntnis müssen sich die Mysterien der Unterwelt offenbaren, und vor uns muß sich der Teufel selbst im Staube winden, denn wir sind der heiligen Liebe voll, wir sind die Engel Gottes, und also die mächtigen und erhabenen Widersacher des Teufels, den Gott nur in die Welt gesandt, damit die Kinder und Engel Gottes an ihm ihre Kraft und ihr Herz stählen sollen! Es ist also ein edles, ein großes Werk, welches wir heute vorhaben, wir wollen von ihm erzwingen, daß er uns lehre Gold zu machen, damit wir mit dem Golde alsdann der ganzen Menschheit den Himmel erkaufen können.

Und nachdem er mit so scheinheiligen und heuchlerischen Worten ihr egoistisches und geldgieriges Bemühen beschönigt hatte, forderte er die versammelten auf zum inbrünstigen Gebet, zum heiligen Flehen.

Sie stürzten nieder auf ihre Knie, sie wagten es zu Gott zu beten, daß er ihnen die Kraft gebe, den Teufel zu beschwören, sie wagten es, ihrem Aberglauben und ihrer Heuchelei die Maske der Frömmigkeit und des Edelmutes vorzuhalten, und ihre unheiligen Begierden mit dem Schweißtuch der heiligen Veronika zu verschleiern. Weil sie den Gott liebten, wollten sie den Teufel beschwören, weil sie die Menschen erlösen wollten, mußten sie das Goldmachen vom Teufel erlernen!

Aber es lag durchaus nicht in dem Plan des großen Planetariers, den »Eingeweihten« wirklich den Teufel erscheinen zu lassen und diese Beschwörung endlich mit einem Resultat zu krönen. Solange der Teufel nicht erschien, glaubten die Frommen an den Planetarier, hofften sie auf ihn, gaben sie ihm ihr Geld, ihre Liebe, ihr Vertrauen, ehrten sie ihn als ihren Wohltäter und Beglücker der Zukunft, als den erhabenen Messias, welcher sie einst reich und mächtig machen, die ganze Welt ihnen unterordnen werde. Er konnte ihnen den Teufel nicht erscheinen lassen, weil mit dem Erscheinen desselben ihnen seine Unfähigkeit, sie das Geheimnis des Goldmachens zu lehren, klar geworden wäre.

Vergebens also waren bis dahin seine Beschwörungen gewesen, vergebens mußten sie auch in der Zukunft sein! Unter heiligen Gesängen führten sie jetzt den Ziegenbock ein, dieses schwarze Ungetüm, dessen Herbeischaffung so viel Geld, so viel Mühe und Anstrengung gekostet, und das man heute dem Teufel opfern wollte.

Unter feierlichen Zeremonien zogen die in weiße Schleier verhüllten »Erzengel« das unglückliche Schlachtopfer zum Altar, wo Pfannenschmidt, der Hohepriester im goldgestickten Gewande, bereitstand, um es mit dem silbernen Messer zu töten, und sein Blut in silberner Schale zu empfangen.

Und wie er das Messer erhob, um den Ziegenbock zu töten, warfen sich die Gläubigen auf ihre Knie nieder und beteten laut, und fleheten zu Gott um seinen Beistand zum Gelingen des erhabenen Werkes.

Der von Begeisterung, Glut und Andacht strahlende Planetarier senkte den erhobenen Arm herab, der blitzende Stahl wollte sich eben in den Hals des armen zitternden Tieres versenken, das mit dem ruhigen Blick eines Weisen umherschaute, als sich plötzlich etwas Unerhörtes, etwas Unglaubliches begab.

Eine fabelhafte, entsetzliche Gestalt sprang plötzlich hinter dem Altar hervor und hielt die Hand des Planetariers auf, indem sie mit donnernder Stimme rief: Spart euch das Opfer, haltet ein mit euerer Mordtat. Ihr habt mich gerufen! Ich bin da! Ich der Teufel!

Der Teufel! Es ist der Teufel! murmelten die Frommen, indem sie mit andachtsvoller Scheu auf diese riesengroße Gestalt in dem feuerroten Gewande hinblickten, deren Antlitz ganz beschattet war von dem großen breitgekrämpten Hut, von welchem rote Federn stolz und majestätisch emporstiegen, während der dicke Klumpfuß ganz unzweifelhaft die leibhaftige Anwesenheit des Teufels kund gab.

Sie glaubten wirklich an ihn, diese fromme Kinder Gottes, sie lagen auf ihren Knien und stammelten Gebete, von denen sie selber wohl nicht wußten, ob sie an Gott oder an den Teufel gerichtet waren. Sie waren voll heiliger Zerknirschung und Andacht.

Da drinnen aber in dem kleinen Kabinett stand Frau von Kleist bebend vor Lachen und nur mühsam einen lauten Ausbruch ihrer Fröhlichkeit zurückhaltend. Sie blickte mit von Bosheit und Schadenfreude leuchtenden Augen hin zu ihrem Gemahl, der ganz zerknirscht, ganz zitternd und todesbleich zu den Füßen des Teufels und des Ziegenbockes lag und verwirrte Worte stammelte, indem er seine demutsvollen flehenden Blicke auf dieses Ungestüm richtete, das für ihn wirklich der Teufel war, dessen menschliche Existenz aber für Luise von Kleist kein Geheimnis war, da sie es gewesen, welche dem jungen Fredersdorf zu dieser Vermummung den Gedanken eingegeben, und ihm bei seiner Verkleidung behilflich gewesen.

Dieser Augenblick rächt mich für alles, was ich an der Seite dieses eitlen, eingebildeten und verschwenderischen Toren gelitten habe, sagte Frau von Kleist zu sich selber, indem ihr spottender Blick immer noch auf ihren Gemahl gerichtet war. Dieser Moment überliefert ihn mir auf Gnade und Ungnade! Oh, oh, ich will ihn verhöhnen, ihn martern mit dieser Teufelsbeschwörung. Die ganze Zeit soll davon erfahren, denn von nun an wird das Recht immer auf meiner Seite sein, und jedermann wird mich beklagen und bemitleiden, daß ich an einen solchen Blödsinnigen gefesselt bin, und jedermann wird ihn verspotten und verhöhnen. Ich werde sowohl die Lacher als die vernünftigen Leute auf meiner Seite haben, und niemand wird's mir nun noch verargen, wenn ich meinen Gemahl nicht liebe und ihm nicht treu sein kann!

Aber während die frommen Auserwählten so auf ihren Knien dem Teufel ihre Huldigung darbrachten, hatte der Planetarier Pfannenschmidt sich von der ersten Betäubung und dem ersten Schreck wieder erholt. Er, welcher nicht an den Teufel glaubte, obwohl er ihn täglich beschwor, er, welcher diesen da nicht bestellt und ausgerüstet hatte, er mußte also wissen, daß dieser Teufel, welcher vor ihm stand, entweder nur ein unziemlicher Scherz oder eine boshafte Verhöhnung sein konnte.

Er mußte also diesen vermeintlichen Teufel als einen Betrüger enthüllen, er mußte ihm die Maske abreißen und die Verstellung aufdecken.

Mit einer leidenschaftlichen Glut streckte er daher beide Arme gegen den vermeintlichen Teufel aus. Hebe dich weg, du Betrüger und Baalssohn, schrie er laut. Fliehe, fliehe, bevor wir dich entlarven. Denn du bist nicht, wofür du dich ausgibst! Du bist nicht der Teufel!

Wie? Du willst mich verleugnen? rief der andere, indem er die mit einem roten Handschuh bewaffnete Hand dem Beschwörer entgegenballte. Du hast mich so lange gerufen, du hast diesen meinen Kindern da so viel Geld abgeschwindelt, um mein Erscheinen damit zu erkaufen, und jetzt da ich komme, willst du mich nicht anerkennen, weil es dir scheint, daß, wenn ich selber komme, diese armen Gläubigen dir nicht mehr ihr Geld geben und dich anbeten werden, und von dir sich an der Nase herumziehen lassen? Geh, geh, du bist nicht mein rechter Hoherpriester. Ich habe mich deinen Beschwörungen gefügt, ich bin gekommen, aber nur, um dich vor meinen gläubigen Kindern da als einen Betrüger zu entlarven, aber nur, um sie von dir zu befreien. Hebe dich weg, du Lästerer Gottes und des Teufels, wir beide wollen dich nicht. Hebe dich also weg und entflieh!

Und indem er so sprach, faßte der Teufel mit mächtigem Arm den Planetarier und wollte ihn von dem Altar herunterdrängen, aber Pfannenschmidt war nicht der Mann, sich eine solche Unbill gefallen zu lassen. Mit einem Wutgeschrei stürzte er sich auf seinen teuflischen Gegner, und nun begann eine jener Szenen, für deren Schilderung es keine Worte und keine Ausdrücke und Farben gibt, weil sie zu rasch, zu drastisch, zu gewaltig in ihrer Art sind.

Ein heftiger Faustkampf entstand zwischen dem Teufel und dem Planetarier. Die frommen Betenden erhoben sich von ihren Knien, um mit erstarrten Blicken hinzuschauen auf dieses seltsame, unerhörte Schauspiel, um dann endlich hinzustürzen zu dem Altar, und je nachdem sie an den Teufel oder an den Planetarier glaubten, dem einen oder dem andern zu Hilfe zu kommen. Ein allgemeiner Kampf entstand, und mitten in dieses Getümmel hinein stürzten sich jetzt die vier Polizeibeamten, um im Namen des Königs die Anwesenden zu verhaften, die Versammlung, welche das Gesetz verpönte, aufzuheben, und damit dem Kampf und allem Toben ein Ende zu machen.

Während dieses alles geschah, lehnte Louise von Kleist mit vor Lachen weinenden Augen an der Portiere, durch deren Öffnung sie diese ganze Szene beobachtet hatte. Sie sah, wie die Polizeibeamten den wütenden Planetarier ergriffen, welcher die heftigsten Verwünschungen ausstieß gegen den unheiligen König, der nicht an Gott glaube, und den frechen Mut habe, die Frommen und Betenden als Verbrecher zu behandeln, und den Diener des Herrn zu verhaften. Sie sah, wie diese ehrbaren und frommen Grafen und Barone, diese Offiziere und hohe Beamten, welche die frommen Gläubigen des Planetariers gewesen, sich still und beschämt von dannen schlichen, und in eiliger Flucht ihre Rettung suchten vor den Dienern des Königs; sie sah, wie endlich ihr eigener Gatte von den Polizeibeamten verlacht und verspottet ward und wie man ihm den eigenhändigen schriftlichen Befehl des Königs übergab, welcher ihn zum Gefangenen machte, aber um das Aufsehen zu vermeiden, ihm nur Hausarrest auferlegte.

Als sie diesen Befehl vorlesen hörte, verstummte Luisens Lachen und ihre Stirn verfinsterte sich.

Wahrhaftig, sagte sie, das ist eine Schonung, welche sehr einer Malice des Königs gleicht. Meinem Gemahl Hausarrest geben, heißt mich dazu verdammen, beständig mit seiner unleidlichen Gesellschaft gestraft zu werden. Mein Gott, wie grausam und wie boshaft ist doch der König! Er gibt meinem Gemahl Hausarrest, das heißt so viel, als meinen Geliebten, den schönen, den wundervollen Salimbeni, aus meinem Haufe verbannen. Oh, wann werde ich dich jetzt wiedersehen, mein Geliebter!

 

Ende des ersten Bandes.

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