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Beowulf

Karl Simrock: Beowulf - Kapitel 55
Quellenangabe
typeepos
booktitleBeowulf
authorKarl Simrock
firstpub1859
year1859
publisherJ. G. Cotta'scher Verlag
addressStuttgart und Augsburg
titleBeowulf
created20051005
sendergerd.bouillon
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9. Sigmund.

Wenn die vorige Episode den gothischen Antheil unserer Heldensage berührte, so greift eine andere (13, 38–64) in den fränkischen. Für die Geschichte desselben ist die Stelle von so großer Wichtigkeit, weil sie uns lehrt, daß der Drachenkampf früher dem Sigmund zugeschrieben wurde, ehe er auf seinen Sohn Sigfrid übertragen wurde. Auch bestätigt sich uns in dem was Z. 43 von Sigmunds Fehden und Freveln erwähnt wird, ein Theil der Erzählungen der Völsungasage von Sigmund und Sinfiötli (c. 7 ff.), der zugleich sein Sohn und sein Neffe war. Um an K. Siggeir Rache zu nehmen für den Tod König Walses und acht seiner Söhne begiengen sie beide, als Nothgestallen, in Wölfe verwandelt, Unthaten, die dem Sinfiötli auch in der Edda Helgakw. II, 36. 40 vorgeworfen werden:

Du hast im Walde   mit Wölfen geschwelgt,
Hast deinen Brüdern   den Tod gebracht.
Oft sogst du mit eisigem   Athem Wunden,
Bargst allverhaßt   dich im Gebüsch.
Siggeirs Stiefsohn   lagst du unter Stauden
An Wölfsgeheul gewohnt   in den Wäldern draußen.
Alles Unheil   kam über dich
Als du den Brüdern   die Brust durchbohrtest,
Dich landrüchig machtest   durch Lasterwerke.

Von Sigmunds weiten Fahrten vernehmen wir hier allein; auch ist es dieser Darstellung eigenthümlich, daß der Hort auf einem Seebot hinweggeführt wird.

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