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Benjamin Noldmann's Geschichte der Aufklärung in Abyssinien

Adolph Freiherr Knigge: Benjamin Noldmann's Geschichte der Aufklärung in Abyssinien - Kapitel 10
Quellenangabe
typefiction
booktitleAusgewählte Werke in zehn Bänden, Band 9
authorAdolph Freiherr Knigge
firstpub1790
year1995
publisherFackelträger Verlag
addressHannover
isbn3-7716-1539-9
titleBenjamin Noldmann's Geschichte der Aufklärung in Abyssinien
pages3-338
created20041113
sendergerd.bouillon
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Achtes Kapitel

Fragmente aus der ältern Geschichte Abyssiniens.

Das vorige Kapitel ist besonders für solche Leser geschrieben, denen Gesandten-Einzüge, Hof-Feyerlichkeiten, Fürstengespräche, Audienzen und dergleichen interessante Dinge sind. Diese Personen muß ich dann um Verzeihung bitten, daß ich jetzt solche Sächelchen linker Hand liegenlasse und einen andern Gegenstand abhandle, der ihnen trocken vorkommen wird, von dem ich aber nothwendig eine kurze Übersicht geben muß, wenn mein Werk so verständlich und nützlich werden soll, als ich es von Herzen wünsche.

Um nämlich zu zeigen, wie mein Herr Vetter es angreifen mußte, sein Aufklärungs-Geschäft in Abyssinien mit Erfolge zu treiben; wie weit es dort mit der Cultur und gewissen andern politischen und moralischen Umständen damals gekommen war, die Einfluß auf die Stimmung des Geistes und Herzens eines Volks haben, und welche Ressorts also vor und gegen seine Bemühungen wirkten; sehe ich mich gezwungen, einen Blick in die ältere und mittlere Geschichte dieses Reichs zu werfen.

Ich würde dabey in große Verlegenheit gerathen seyn, besonders was die Zeiten des grauen Alterthums betrifft, weil diese in den Jahrbüchern aller Völker in Fabeln gehüllt sind, welche die Unwissenheit, bey dem Mangel zuverlässiger Urkunden, aus verstümmelten, mündlichen Überlieferungen zusammenbuchstabiert, und nachher mehrentheils der Betrug in ein gewisses System gebracht zu haben pflegt, welches System dann, wenn es zu einem Glaubens-Artikel geworden, dem Forscher den Weg versperrt, der Wahrheit auf den Grund zu kommen oder wenigstens seine Entdeckungen bekanntzumachen. – Ich würde, sage ich, in große Verlegenheit gerathen seyn, wenn nicht ein weiser, menschenliebender und von Vorurtheilen freyer Mann in Abyssinien, von dem ich in der Folge noch öfter zu reden Gelegenheit haben werde und der als ein Verwiesener in den Gebirgen von Waldubba lebte, mir sehr schätzbare Beyträge zu dieser alten Geschichte geliefert hätte. – Rücken wir der Sache näher!

Die Geschichte aller Völker stößt zuletzt auf eine Haupt-Revolution der Natur, die, wie es scheint, nach einem Zwischenraume von viel tausend Jahren periodisch dem Erdboden eine andre Gestalt gibt. Ohne zu entscheiden, ob diese Revolution jedesmal mit einer großen Überschwemmung (sogenannten Sündfluth) oder mit einer andern großen Naturbegebenheit, als Erdbeben und Brand, ihren Anfang nimmt; ohne zu entscheiden, ob diese Umkehrung des Erdbodens, nach gewissen Gesetzen, in gewissen Zeiträumen erfolgen muß oder, durch zufällige Umstände herbeygeführt, bald früher, bald später eintritt: so scheint doch aus den Beobachtungen der Naturkündiger, Astronomen und Philosophen folgendes als ungezweifelt angenommen werden zu können.

Nach Verlauf einer Reihe von Jahrtausenden wird ein großer Theil der bewohnten Erde durch eine Empörung der Elemente gänzlich umgeschaffen, Land in See, See in Land verwandelt; Berge werden umgewälzt, Thäler emporgehoben; die Bewohner dieses Theils des Erdbodens kommen um, und mit ihnen gehen ihre Kunstwerke, ihre Anlagen, die Monumente und Resultate ihres Fleißes und ihrer Nachforschungen verloren; blühende Staaten werden vernichtet, und vor der Aussicht in die Geheimnisse der Weisheit, in welche man schon im Begriff war mit kühnem Schritte zu dringen, fällt nun wieder ein Vorhang.

Das allsehende Auge der Vorsehung scheint diese Catastrophe immer dann herbeyzuführen, wenn die menschlichen Erkenntnisse und Erfahrungen grade das Ziel erreicht haben, über welches sie nicht hinausgehen sollen, wenn Cultur im Intellectuellen und Moralischen alle Stufen hinaufgelaufen ist, die zu ersteigen möglich, nützlich, ja! zur Erziehung dieser Generationen für eine höhere Sphäre nöthig war – nöthig war, um die Triebfedern des Strebens, des Forschens und Wirkens, die der Zweck des Erdenlebens sind, aufs neue anzuspannen; weil nun einmal unter dem Monde über einen gewissen Punct des Wissens und Wollens nicht hinauszukommen und Ruhe, Unthätigkeit, klares, unvermischtes Anschauen und Durchschauen nicht die Bestimmung des ungeläuterten Geistes ist, solange er in Menschenformen sichtbar wirken muß, bis alles, auch der gröbeste Stoff, bearbeitet und veredelt worden und alle Form aufhört.

Allgemein, über den ganzen Erdboden verbreitet, kann eine solche Revolution nie sich erstrecken, hat nie sich so weit erstreckt, darf das auch nicht – das haben alle verständige Naturkündiger und Philosophen eingesehen.

Je nachdem nun entweder kein Einziger von denen, welche dies zerstörte Stück des Erdbodens bewohnt haben, sich rettet und also die neue Bevölkerung aus andern benachbarten oder entfernten, civilisierten oder barbarischen Ländern her unternommen wird, oder je nachdem die, welche dem Sturme entkommen, viele oder wenige an der Zahl, alte oder junge, cultivierte oder unwissende Menschen sind: je nachdem fängt denn auch die neue Generation den Zirkel der Cultur ganz von vorn oder in der Mitte wieder an. Immer aber folgt unvermeidlich, daß die Nachrichten, welche die Personen uns von jener wichtigen Catastrophe geben können, weil sie in ihrem hilflosen Zustande nöthigere Dinge zu thun haben, als Anstalt zu Verfertigung von Geschichtbüchern zu machen, durch die mündlichen Überlieferungen äußerst unzuverlässig werden müssen. Ebenso unvermeidlich folgt, daß der Zustand der neuen Bevölkerer dieses wüsten Erdstrichs, wären sie auch noch so cultivierte Menschen, sich doch sehr dem ersten rohen Zustande der Natur nähern muß, theils weil es ihnen an allen Hilfsmitteln, Werkzeugen, Veranlassungen fehlt, an etwas anders als die nöthigsten Bedürfnisse zu denken, und der verwilderte Boden sich weigert, das Erforderliche zu den Gemächlichkeiten und Annehmlichkeiten des Lebens herzugeben, theils weil eine Menge conventioneller Begriffe, die im geselligen und bürgerlichen Leben unendliche Mannigfaltigkeiten, Gesetze, Wünsche, Freuden, Pflichten, Unruhen, Unternehmungen etc. erzeugen – hier gänzlich wegfallen.

Die älteste Geschichte jedes Volks ist daher, kleine Modificationen abgerechnet, die Geschichte fast aller Völker. – Das ist nicht auffallend; aber auffallender ist es wohl, und doch nicht weniger wahr, daß auch die nachfolgenden Veränderungen, die mit der Cultur und allen moralischen und politischen Umschaffungen vorgehen, in allen Reichen, wenn man die Geschichte derselben von ihrem Schmucke und von den Episoden entblößt und über das langsamere und geschwindre Fortrücken hinausgeht, in allen Theilen der Welt nach Einem und demselben Systeme herbeygeführt werden.

Indem ich nun eine Skizze von der Geschichte des Königreichs Abyssinien entwerfe, wünsche ich, daß die Leser bemerken mögen, daß dies zugleich die Geschichte des Despotismus überhaupt, in seiner Entstehung, seinem Wachsthume und seinen Folgen ist, die ihm früh oder spät das Grab bereiten. Fangen wir jetzt ohne weitere Ausschweifungen an!

In Abyssinien kannte man in den ältesten Zeiten, wie in allen Ländern, nur das Familien-Regiment. Jeder Hausvater, der mit seiner Familie das Stückchen Landes bauete, das ihn, sein Weib und seine Kinder ernähren sollte, wies jedem seiner Hausgenossen seine Arbeit an. Es fand kein getheiltes Interesse statt; jeder wirkte zum Wohl der ganzen Familie; jeder war arbeitsam, weil Menschen ohne andre Zerstreuungen und Bedürfnisse, folglich auch ohne kränkliche Launen und Leidenschaften, nichts kannten als die Sorgfalt, ihr kleines Tagewerk zu vollenden und dann zu ruhen. Der Begattungstrieb paarte die Kinder des Patriarchen. Solange die Familie nicht zu groß wurde, blieb sie beysammen. Konnte das Fleckchen Erde, das sie umzäunt hatten, sie nicht mehr ernähren, so theilte sie sich ab, und so entstanden mehr Familien, die weiter miteinander in keiner Verbindung standen, sondern ungestört sich ihren Wirkungskreis schufen, weil Raum genug für sie da war und sie nichts bedurften, als was sie sich selbst, ohne fremde Hilfe, verschaffen konnten. Hier entstand also Eigenthum; nicht eines einzelnen Menschen, sondern einer ganzen Familie. Sie glaubten mit Recht, daß das Land ihnen zugehörte, welches ihr Fleiß bebauet hatte, und starb ein Glied aus dieser Familie, so blieben die übrigen im Besitze.

Indessen traten Fälle ein, wo eine Familie der andern beystehen mußte. Die eine hatte etwas mehr Vorrath von Lebensmitteln gewonnen, als sie grade zu verzehren vermochte; die andre hatte durch einen unfreundlichen Sturm, durch den Einbruch wilder Thiere oder irgendeine andre kleine irdische Widerwärtigkeit etwas eingebüßt – und die benachbarte Bruder-Familie half aus. Der Tod raffte dagegen in dieser einen nützlichen Arbeiter weg – ein Mitglied aus jener ersetzte auf eine Zeitlang freundschaftlich den Platz. Durch Heirathen verbanden sich denn auch manche Familien miteinander – und so wurde das erste zusammengesetztere Gesellschaftsband geknüpft.

In dieser Periode darf man nicht erwarten, andre Künste erfunden zu sehen als die, welche den unmittelbarsten, leicht zu übersehenden Nutzen auf das häusliche Leben und die Befriedigung der unentbehrlichsten Lebensbedürfnisse zum Gegenstande hatten.

Sobald aber in den Geschäften der Familien-Glieder, eben durch die Vervielfältigung der Arten von Arbeit, eine Verschiedenheit eintrat, war der Antheil, den jeder an dem Unterhalte der ganzen Gesellschaft nahm, nicht mehr so leicht zu übersehen, und indem jeder Einzelne die Verwendung seiner Kräfte nach seiner Art taxierte, hatte er nicht mehr die Aufmunterung, Einen Strich von Thätigkeit mit den übrigen zu halten; die Verschiedenheit der Temperamente wirkte dabey mit, und so gab es nun bald faulere und fleißigere Menschen.

War das Haupt einer Familie ein weniger thätiger, weniger fleißiger Mann, so ging es auch in seinem Hauswesen schläfriger her. Die nöthigen Bedürfnisse für jedes Jahr wurden nicht gewonnen, am wenigsten Vorrath auf das folgende gesammelt, indes sein arbeitsamerer Nachbar zurücklegte oder seine Besitzungen erweiterte, unbebauetes Land urbar machte, kurz! anfing, mehr zu haben, als er brauchte. – Was folgte hieraus? Nicht nur die Entstehung des Unterschieds zwischen Armen und Reichen, sondern auch des Unterschieds zwischen Herrn und Knecht. Denn wenn jemand fortgesetzt faul war, folglich gänzlich verarmte und Mangel litt, so blieb ihm, um nicht zu verhungern, nichts anders übrig, als den Nachbar um Hilfe zu bitten, und wenn dieser nicht geneigt war, ihn unentgeltlich zu füttern, so wurde eine Art von Vertrag unter ihnen geschlossen, zum Beyspiel, daß die Familie A. der Familie B. das von ihr urbar gemachte, aber seit einiger Zeit vernachlässigte Gut abtrat (welches vielleicht ein erwachsener Sohn aus der Familie B. anfing zu bauen), wogegen aber die Familie A. auf gewisse Zeit von der andern mußte ernährt werden; oder ein einzelner Mensch, der nicht gern arbeitete und dadurch zurückgekommen war, verdung sich endlich aus Noth einer andern Familie für ein Bißchen Kost und Kleidung als Handlanger. Es läßt sich begreifen, daß ein solcher durch Faulheit verarmter Mensch in keiner großen Achtung stand, daß er in der Familie, welcher er diente, zurückgesetzt, daß ihm nicht eben die fettesten Brocken gereicht wurden. Dieser erste Unterschied der Stände, nämlich der zwischen Herrn und Diener, wirkte also auch schon auf die äußere Begegnung der Menschen untereinander.

Hierbey aber sind zwey Dinge wohl zu bemerken, nämlich: daß also der erste Anspruch auf das Recht, andrer Menschen Herr zu seyn und von ihnen mit ausgezeichneter Achtung behandelt zu werden, in Abyssinien, so wie in allen Ländern, nur dadurch gewonnen wurde, daß man arbeitsamer wie sie war, und es ist wahrlich zu verwundern, wie jetzt in manchen Ländern der Welt diese ursprüngliche Entstehung der Herrschers-Rechte so sehr in Vergessenheit gekommen ist, daß grade der, welcher Millionen Menschen despotisch beherrscht, einen Freybrief zu haben glaubt, der Faulste und Unthätigste unter ihnen Allen zu seyn. Ferner ist zu bemerken: daß natürlicher Weise von Seiten des Knechts der Vertrag der Abhängigkeit und Dienstbarkeit jeden Augenblick aufgehoben werden konnte, sobald der Knecht Mittel fand und Lust hatte, sich selbst zu ernähren und für sich zu arbeiten.

Bis dahin war alles, was Recht und Unrecht heißen konnte, so leicht zu übersehen, so keinem Zweifel unterworfen, daß es weder eines Gesetzes noch eines Richters bedurfte. Nun aber traten einige sonderbare Fälle ein: eine Familie starb aus und hinterließ ein schönes, wohl angebauetes Gütchen; es entstand die Frage, wer nun die Früchte des Fleißes dieser Familie genießen, mit andern Worten, wer das Gut erben sollte (denn von der albernen Idee, daß ein Mensch bestimmen, was nach seinem Tode geschehen soll, oder das, was man ein Testament nennt, machen könne, war man damals noch weit entfernt). Verschiedne machten Anspruch darauf; wer sollte entscheiden? Ferner, man mußte sich gegen die Überschwemmungen des Nils sichern; dies erforderte gemeinschaftliche Mitwirkung mehrerer einzelner Familien, Vereinigung zu einem Zwecke. Man war nicht einig über die Art, das Werk zu betreiben; wer sollte die Oberaufsicht führen? Endlich: ein unruhiger Kopf, der sich auf die Stärke seiner Arme verlassen konnte, fand es bequemer, seinem schwächern Nachbarn die Früchte wegzunehmen, als selbst zu arbeiten. Dem Schwächern kamen andre zu Hilfe; es entstand Streit, vielleicht gar Mord und Totschlag; wie war es anzufangen, Ruhe und Frieden zu erhalten und, da nun einmal das Recht des Stärkern anerkannt werden muß, durch Vereinbarung gegen den, welcher Mißbrauch von diesem Rechte machen wollte, ein gewisses Gleichgewicht herzustellen? Auch entstand wohl Zwist über den Besitz der Weiber, über Grenzen, Verwüstungen, welche des Nachbars Hausthiere angerichtet hatten, und dergleichen mehr. – Dies alles brachte denn die sämtlichen Familien auf den Gedanken, sich ein gemeinschaftliches Oberhaupt des ganzen Stammes zu wählen, der ihr Schiedsrichter, Rathgeber und Anführer wäre.

Auf wen nun sollte diese Wahl fallen? Natürlicher Weise auf den Ältesten; denn wo alle zusammengesetztere Bedürfnisse, Kenntnisse und Wissenschaften wegfallen, da ist Weisheit Erfahrung, und um diese zu erlangen, war ein langes Leben hinlänglich. Der Älteste wurde also zum Fürsten gewählt, und wenn er starb, folgte ihm in seinem Platze der, welcher nach ihm der Älteste war. Hier nun haben wir die erste Entstehung eines kleinen Staats in Abyssinien. Da dies Oberhaupt nach Verhältnis, wie die Bevölkerung zunahm, sehr viel zu thun bekommen mußte, indem jeder seine Zuflucht zu ihm nahm, so blieb ihm keine Muße übrig, sein Feld zu bauen. Dies war nun freylich bey denen, welche sich andern Geschäften als dem Ackerbaue widmeten, auch der Fall; doch konnten diese das, was sie producierten, unmittelbar gegen Nahrungsmittel umsetzen. Der, welcher Körbe flocht, konnte dem Nachbar seinen Korb gegen ein Lamm umtauschen; der Jäger lieferte dem Schneider einen Braten in die Küche und erhielt dafür ein Gewand, zu Bedeckung seiner Blöße. Allein das Oberhaupt der kleinen Republik hätte verhungern und nackt einhergehen müssen, wenn nicht alle Familien zusammengetreten wären und ihm dafür, daß er jedem mit Rath und That diente, seinen Unterhalt gereicht hätten. Der Fürst wurde also vom Staate ernährt; allein nie kam ihm der tolle Gedanke ein, daß er deswegen der Eigenthümer des ganzen Landes wäre, weil das ganze Land seine nöthigen Bedürfnisse befriedigte, ihm auch wohl ein wenig bessere Kost, Wohnung und Kleidung reichte, weil man ihm seiner Weisheit, seines Alters und seines allgemeinern Einflusses wegen mehr Achtung bewies. Übrigens war er ein Mitglied des Ganzen, wie die Andern, und Oberhaupt und Richter zu seyn, oder Jäger zu seyn, oder Korbmacher, oder Hirte, oder Ackermann zu seyn, das hieß: einen von den im Staate gleich nützlichen Ständen gewählt haben, ohne sich deswegen besser halten zu dürfen als die, welche andre Geschäfte nach ihrer Neigung treiben. Es war aber der Familie des Fürsten und ihm selber unverwehrt, nebenher noch ein andres Geschäft zu treiben, folglich auch Güter-Besitzer zu seyn (das nennen wir in Europa Domainen haben); und als ein solcher genoß er nicht mehr und nicht weniger Vorrechte als jeder andre Eigenthümer von Grundstücken.

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