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Bekenntnis zu Jesus Christus nach dem Johannes-Evangelium

Nikolaus Ludwig von Zinzendorf: Bekenntnis zu Jesus Christus nach dem Johannes-Evangelium - Kapitel 41
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authorNikolaus Ludwig von Zinzendorf
titleBekenntnis zu Jesus Christus nach dem Johannes-Evangelium
publisherAussaat Verlag GmbH.
editorErich Beyreuther
year1963
correctorJosef Muehlgassner
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Allein Christus

Das ist das ewige Leben, daß sie dich, daß du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
Johannes 17, 3

 

12. Februar 1738

Es ist eine göttliche Wahrheit, daß die Kinder Gottes schon hier das ewige Leben haben und selig sind. Denn sie sind's von Stunde an, da sie Vergebung der Sünde haben. Drum hieß es Matthäus 5, 6. 7: Selig, selig, selig. So häuft auch David das selig sprechen. Psalm 1 und 32. Es wird dann droben völliger und ganzer, aber hier ist's auch nicht zu verachten. Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geiste, Römer 14, wenn sich Leib und Seele freuen in dem lebendigen Gott. Wollen wir's ganz deutlich wissen, worin es bestehet, ich hab's aus Jesu Munde gesagt: Das ist das ewige Leben usw. Ohne Jesu ist kein Leben, keine Gnade, keine Vergebung. Gott ist in seiner ewigen Majestät und Wesen den Menschen an sich so unerforschlich, hoch und tief, daß sie ihn nicht fassen können, und nun sind sie ihm so weit entfernt, daß kein Weg mehr zu ihm ist. Es muß alles durch den Jesus Christus geschehen, der zwischen Gott und Menschen der Mittler ist. Drum müssen wir uns keine anderen Ideen und Gedanken machen von Gott als die in Gottes Wort stehen, und die können wir kaum nachlallen, sondern müssen das meiste für die Ewigkeit aufsparen und indessen nur uns beugen und ihn bewundern. Das Herz ist voll: Heilig, heilig, heilig! wie der Mund der Engel in der Anbetung. Daß ein einiger Gott sei, ist aus der Schrift Alten Testamentes bekannt. Der Name des allwaltenden Gottes bringt nichts als Furcht und Respekt, wo er nach dem Gesetz (welches noch dazu Zorn und Bitterkeit anrichtet) betrachtet wird. Wenn wir ihn aber in dem Evangelium nennen hören, da haben wir ihn als einen lieben Vater und Tröster und vergessen das Wesen aller Wesen, das uns als Stäublein vor der Sonne zittern machte, aber nichts Faßliches für uns hatte. Daher haben wir den Menschen Jesus Christus erkennen zu lernen. Denn Gottes Name ist in ihm, in ihm wohnt alle Fülle. Wer nichts von Christus weiß, und ihn, den alle Zungen als ihren Herrn anbeten sollen, nicht erkennt, der ist ein Mensch ohne Gott in dieser Welt und muß mit aller seiner Weisheit und Gottverehrung verlorengehen. Denn wer den Sohn nicht hat, der hat keinen Gott. Wer aber den Sohn sieht, der sieht den Vater, Johannes 14. In ihm will der Vater verehret sein. Daher muß man vor allen Dingen Christus kennenlernen, der ist ebenso Gott der Herr wie der Vater und der Heilige Geist, danach ist er noch insbesondere unser Herr, seitdem er uns zu Liebe ein Mensch geworden und eine menschliche Natur angenommen hat, die uns an ihn bindet. Seitdem ist auch aus uns was zu machen zur Ehre Gottes. Er soll uns nun für sein Leiden zum Lohn haben und für seine tiefste Erniedrigung. Da kann man sich nicht genug wundern, daß so viel Leute ihn kennen und nennen wollen und doch nicht lieben. Zu den Zeiten der Apostel war es nicht so. Die ihn da bekannten und kannten, die liebten und hatten ihn auch.

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