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Bekenntnis zu Jesus Christus nach dem Johannes-Evangelium

Nikolaus Ludwig von Zinzendorf: Bekenntnis zu Jesus Christus nach dem Johannes-Evangelium - Kapitel 37
Quellenangabe
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authorNikolaus Ludwig von Zinzendorf
titleBekenntnis zu Jesus Christus nach dem Johannes-Evangelium
publisherAussaat Verlag GmbH.
editorErich Beyreuther
year1963
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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Zurüstung

Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat.
Johannes 6, 44

 

5. Juni 1745

Der Heiland sagt: Ihr lieben Leute, ich nehme es euch nicht so übel, wenn ihr nicht an mich glaubt, wenn ihr mich nicht annehmt, wem es nicht so ist in seinem Herzen, von dem wird es nicht gefordert, daß er mich soll annehmen, ich bin noch nicht gestorben, ich bin noch nicht wieder auferstanden, es ist die Zeit noch nicht da, da ich alle Menschen erleuchte, jetzt ist noch eine Zeit der Auswahl, jetzt mache ich noch Jünger, jetzt sammle ich mir erst meine Leute, die ich brauchen will, die ich als Werkzeuge in alle Welt aussenden will, denen ich eine solche allgemeine Macht, das Evangelium zu predigen, geben will, aber jetzt kann mir nicht jeder nachfolgen, wer nur will, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, eben derselbe, mit dessen Willen ich in die Welt gekommen bin, der muß mich in den Herzen der Menschen legitimieren, ehe sie mich annehmen können, mein Vater, der mich in die Welt geschickt hat, muß alle dieselben Leute zu mir ziehen.

Nun, das hat sich auch in der Praxis so bewiesen, wenn der Heiland nicht vorbereitete Herzen gefunden hätte, so hätte er mögen hin und her gehen und predigen, es würde sich niemand zu ihm gehalten haben, zumal da er immer gesagt: Ihr Leute, ich habe keinen Ort, der mein eigen ist, wo ich mein Haupt hinlegen kann, wer zu mir kommt und hasset nicht seinen Vater – der kann nicht mein Jünger sein. So getrost hätte der Heiland nicht reden können, wenn er nicht gewußt hätte, daß er alle die Leute, die ihm der Vater gegeben, schon vorbereitet fände.

Es ist heutzutage mit der Jüngerschaft noch so, es kann niemand ein Jünger sein in der großen Sache des Vaters für seinen Sohn, in der Eroberung des Reichs Gottes, der Vater muß zuvor ziehen und zubereiten.

Wer nun in seinem Herzen wahre Überzeugung hat, daß der Heiland seine Sünde getragen hat, und es ist ihm drum zu tun, es auch andern zu sagen, daß er ihre Sünden getragen hat, der kann singen, was wir jetzt gesungen haben: Du wirst mir's nicht versagen.

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