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Bekenntnis zu Jesus Christus nach dem Johannes-Evangelium

Nikolaus Ludwig von Zinzendorf: Bekenntnis zu Jesus Christus nach dem Johannes-Evangelium - Kapitel 15
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authorNikolaus Ludwig von Zinzendorf
titleBekenntnis zu Jesus Christus nach dem Johannes-Evangelium
publisherAussaat Verlag GmbH.
editorErich Beyreuther
year1963
correctorJosef Muehlgassner
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Ohne Christus

Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt kommen ist und die Menschen liebten die Finsternis mehr denn das Licht.
Johannes 3, 19

O weh dem Volk, das dich veracht't,
der Gnad sich nicht teilhaftig macht,
nicht hören will des Sohnes Stimm,
denn auf ihm bleibet Gottes Grimm.

 

15. Januar 1747

Es ist ganz offenbar, daß der Heiland zum Seligmachen der ganzen Welt gekommen ist und daß er der Heiland aller Menschen und der Gläubigen vor allen Dingen ist. Denn so stehts ganz sonnenklar da. Nun kann einer unmöglich der Heiland sein, wenn er nicht helfen kann, oder nicht will. Wenn er nur zwei unter einer Million Menschen nicht helfen will oder kann, so ist er nicht mehr der Heiland aller Menschen. Das ist vollends wider allen Sinn. Aber der Heiland erklärt am besten: Ich will euch die Ursach vom Gericht sagen: Es gibt eine Sorte Menschen, die mögen das Licht nicht, die wollen mich nicht, die sind beinahe lieber nicht selig als durch mich selig, und die Leute werden danach gerichtet. Freilich, ich will nicht sagen, daß die Leute alle sollen verloren gehen, ich will alles an ihnen tun, was ich nur kann und wenn ich nur kann die geringste Ursach ihrer Seligkeit finden, so will ich es hervorsuchen, um ihnen nachzuhelfen, um meine Feinde selig zu machen. Aber ein Prozeß wird daraus, ein Gericht wird daraus, ein Urteilsspruch wird daraus, denn ihr eigen Herz sagt ihnen, daß sie mich nicht gemocht, daß sie mir feind gewesen sind, daß, wenn sie noch so weit sind mitgelaufen in allerhand christlichen Überzeugungen, so balds aufs Thema von meinem Blut und Wunden, von meinem Verdienst, so balds auf was Wahrhaftes gekommen ist, dabei sie sich einen leibhaften Heiland haben vorstellen können, so bald ist es ihnen unleidlich gewesen. Das ist die Ursach zu einem solchen Prozeß, daß es zu einer wirklichen Untersuchung kommt. Hör zu, du stehst gewiß nicht richtig, was sagt dir dein Herz? wie hast du bis daher gestanden? gehörst du daher unter die an Christus Gebundenen oder was erwartest du? Wenn also ein Herz in dieser Zeit gewiß weiß, daß es seinen Heiland liebt und sagen kann: Du weißt alle Dinge, du weißt, es hängen Herz und Sinnen an dir, mein Leben, so wahr du lebst, so fährst du gen Himmel und weißt von keinem Prozeß.

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