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Baronin Burgl

Anton von Perfall: Baronin Burgl - Kapitel 9
Quellenangabe
type
authorAnton Freiherr von Perfall
titleBaronin Burgl
publisherVerlag von Paul Parey
year1913
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140107
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Achtes Kapitel

Was die Zeller da alles für entscheidende Veränderungen sich vorgestellt, die mit dem Jägerhof in nächster Zeit vor sich gehen würden! Die einen sahen schon ein richtiges Schloß oben stehen, wäre auch der Platz da, die andern sprachen unverhohlen vom raschen Abhausen und Verkauf an den Juden, und recht g'schehert ihna, den hochmütigen Leut'n, die alleweil was B'sonders hab'n gelt'n woll'n.

Man ärgerte sich nicht wenig, als keines von beiden eintraf, die Baronin Burgl immer dieselbe blieb, stolz wie immer und doch wieder ganz g'mein, wenn's ihr einfiel oder grad paßte.

Dabei hat der Alte noch die Dummheit gemacht und hat übergeben, freilich nur seiner Tochter, aber man weiß, was das heißt, und doch kein Streit, kein Zank. Jünger sieht er aus der Alte denn je, und was die Dienstboten so herumtragen, leben's alle im besten Einvernehmen.

Sie arbeitet wie früher in Haus und Stall, grad daß sie eine zweite Magd eingestellt haben neben dem Vent für die grobe Arbeit. Der Baron treibt alles, a Roßzucht will er einführ'n, das Moos unten im Tal trocken legen, Wiesen draus machen, zum Glück, daß die Jagerei doch Herr blieben is, sonst tät er noch all's verarbeiten.

So konnte man sich zuletzt nur an den Jägerbauernhof selber halten, so ganz ohne alle Veränderung für die neugierigen Leut' konnte so etwas doch nicht abgehen. Neu getüncht, die Laden neu angestrichen, die alten verblichenen Heiligen unter dem Giebel frisch angemalt, das hätte ja der Bauer auch einmal tun müssen, und doch wehte förmlich eine andere Luft herunter von dem Hofe.

Das konnten doch nicht die paar weiß gestrichenen Gartenmöbel vor dem Hause ausmachen, die sorgsam gepflegten Wege, die paar Blumenbeete, die gar nicht bauernmäßig mitten in der guten, üppigen Wiese vor dem Hause lagen.

Und doch war es so, man ging nicht mehr so ungeniert durch das Anwesen, brach ein zu lautes Gespräch ab und wagte nicht mehr, den kurz gehaltenen Rasen vor dem Hause zu betreten. Das war natürlich sein Wille, die Burgl konnte doch ihr Lebtag nicht auf so einen Unsinn kommen. Zuletzt blieb wirklich nichts als die kurzgeschnittene Wiese und die zwei Blumenbeete darin, worüber man sich aufhalten konnte, und das war denn doch etwas zu wenig auf bald vier Jahre; die waren schon wieder vergangen seit der Hochzeit.

Dafür hatte man aber etwas anderes gewonnen, eine Freude, eine Liebe, wie die Zeller ihr Lebtag noch nicht empfunden, und die war ganz seltsamerweise der kleine Flori, der Sohn der Baronin Burgl, der da aufwuchs wie ein junges Stierl, so lustig und froh.

Nix Lieberes war weit und breit zu sehen, wenn der Blondkopf an der Hand des alten Bauern ins Dorf herunterkam, der den Buben immer ganz verklärt ansah. Jetzt schon krümmte sich die energische Nase, und aus den offenen blauen Augen blickte die schöne Bergwelt, dabei Haxen wie noch einmal a Almbub und Flaxen, noh, i dank. Keine Spur von was Herrischem, auf und ab der Großvater, und doch hilft all's nix, doch a andere Rass', meinten die meisten. Wie er sich so tragt und gibt und mit die andern Buben spielt, als wenn's ganz selbstverständlich wär', daß sich ihm alles fügt.

Zuletzt freute man sich förmlich über die eiserne Gesetzmäßigkeit der Rasse, gegen die aller Menschenwitz verloren war. Darauf begründete der Bauer ja seinen Stall, und die Stiere tät man verachten, deren Abkömmling nicht das väterliche Rassezeichen zeigte. »Und schlecht is er net, der ›Zügl‹, werd's seh'n, aus mein' Flori wird was Rechts,« pflegte dann der Alte zu sagen, den wilden Buben zu sich heraufziehend und abwalkend. Ja, oft begegnete man ihm mit dem Flori auf dem Rücken, den Berg herunterkommend, und der kleine Reiter spornte ihn mit den Füßen, hielt sich an seinen Schnurrbartenden wie an einem Zügel an und jauchzte vor Vergnügen.

Das war denn doch manchem zu viel, man warnte ihn, er solle den Buben nicht zu sehr verwöhnen, im Kopf steckt's ihm doch schon, daß die große Zahl der Menschen Lasttiere und die andern zum Draufherumreiten auf der Welt seien, das laßt beim Besten net aus.

Die Erwiderung des Bauern aber war: »No, wenn's so war, nacher sehat i mein' Flori doch lieb'r ob'n sitz'n, als sich unt'n mit'm Packl plag'n, schaut's so net lustig'r aus' 's Packl bleibt eh' net aus, ob'st unt'n oder ob'n bist.«

So sah es im Dorf aus. Aber oben auf dem Hof herrschte der Geist der Eintracht und vollendeten Glückes. Was Franz sich geträumt, hatte sich glänzend erfüllt. Er glaubte erst, sich sein Weibchen selbst aus dem Rohen herausschnitzen zu wollen, was ihm auch im gewissen, mehr äußerlichen Sinne bei der Bildungsfähigkeit und Liebe Burgls trefflich gelang; allmählich aber kam ihm zum Bewußtsein, daß er selbst sich unter dieser reizvollen Bemühung innerlich völlig umformte, daß sie nicht minder seine Lehrerin geworden, als er ihr Lehrer war.

Erst jetzt merkte er, was alles bei ihm, von Gefühlen verschüttet, erst mühsam wieder ans Licht gebracht werden mußte, wie viel alte Wunden noch bluteten oder bei der leisesten Berührung aufbrachen. Und obgleich so weit entfernt von jedem Ansteckungsherd in der reinen, bazillenfreien Luft, so regte sich doch, kaum daß er sich ein bißchen rühren konnte, die direkte Existenzsorge von ihm gewichen war, wieder allerhand in seinem Innern, die alte Großmanns- und Lebenssucht, die alten starken Instinkte, vielleicht in einer andern Gewandung. Er war ehrlich genug, sich zu gestehen, daß er allein nicht der Sieger darüber war, sondern die Verhältnisse ihn mächtig unterstützten, vor allem sie, Burgl, vor der er sich jeder unlauteren Regung schämte, was war dagegen seine Schulmeisterei, die sich nur auf Äußerlichkeiten bezog, das lernte sie ja alles spielend, mit so sicherem Takt, daß er sich nicht genug verwundern konnte.

Als dann der Flori kam, war die Heilung vollendet. Er konnte sich nicht satt sehen an dem Kind, in dem sich förmlich alles verkörperte, was ihm in den letzten Jahren heilig geworden, das ganze geliebte Tal, die trutzigen Höhen, die andächtigen Sonnenaufgänge, die stillen Mondnächte und noch etwas, ein frohes, frisches Weidmannsgemüt, das ihm aus großen, blauen Augen entgegenlachte.

Diesem seltsamen Glück gegenüber mußte jede Vergangenheit schweigen, und nur der innigste Dank konnte noch seine Seele füllen für die Spenderin aller Gnaden, für Burgl, und nicht nur für Burgl, auch für den Jägerbauernhof, in dem die kraftvolle Luft wehte, und für den alten Vater, dessen Opfer er nicht unterschätzte.

Die Trennung der beiden Welten, welche er schon bei seiner Hochzeit notwendig begriff, hatte er streng durchgeführt. Es wurde ihm nicht schwer gemacht. Niemand wollte von dem verunglückten Schönau etwas wissen, am wenigsten die Lungauer, die auf seine damalige Anzeige seiner Hochzeit kein Wort erwiderten.

Losgelöst von der ganzen Welt, lebte er auf der reinen Höhe, keine Gefahr mehr ahnend. Seitdem der Flori da war, schämte er sich seiner eigentlichen Untätigkeit.

Es war die Hauptsorge Burgls, ihm diese Gedanken auszureden, in denen eine wirkliche Gefahr lag. Da er in Ermangelung bäuerlicher Stetigkeit unwillkürlich zu gewagten Spekulationen neigte, so erreichte sie doch, seine alte Jägerleidenschaft immer von neuem anzuregen, die für sein nach körperlicher Betätigung drängendes Wesen so wohltätig war und auf dem Jägerbauernhof überhaupt nicht aussterben sollte.

Dabei war der kleine Flori ihr bester Bundesgenosse, der jetzt schon über ein geschossenes Stück Essen und Schlafen vergaß und mit seinem von ihm untrennbaren »Greif« den innigsten Freundschaftsbund geschlossen hatte. – – – – – – – – – – – – – – –

Die Herbstjagd war günstig verlaufen. Der Baron war Heuer, nachdem der Förster erkrankt, der Leiter, und er stellte vollauf seinen Mann. Da steckte eine ganz andere Reschen drin, stimmen muß alles aufs Haarl, der richtige Soldat halt, und man folgte ihm auch gerne, weil jede Anordnung Hand und Fuß hatte. Er ließ es sich nicht nehmen, selbst mit den Treibern zu gehen, und verstand es vortrefflich, die ganze Jagd auf die beiden Stände des Herzogs und der Herzogin zu dirigieren, die beide noch nie eine solche Strecke erreicht hatten, und der Dank blieb nicht aus. Der Herzog kam selbst auf den Jägerbauernhof, um die Baronin Burgl aufzusuchen, und damit war allen bösen Mäulern der Mund gestopft. Man hatte jetzt in Zell selbst so gewissermaßen einen kleinen Hof, zu dem an besonderen Tagen beigezogen zu werden zur höchsten Ehre gerechnet wurde, und um keinen Preis hätte man mehr darauf verzichtet.

Im Bogen Wennebrand entdeckte Schönau beim Durchgehen einen ganz kapitalen Hirsch, der nach rückwärts durch die Latschen brach und so unbeschossen durchkam. Er hatte ein Prachtgeweih, wie er es die vier Jahre hindurch nicht gesehen, die vierte Krone auf jeder armdicken Stange. Da erwachte wieder seine Leidenschaft, der mußte in der Brunft her. Kaum, daß er es noch erwarten konnte. Der Jagdplan, den er entwarf, bildete das Tagesgespräch zwischen ihm und Burgl. Er hatte den festen Entschluß gefaßt, mit Burgl und Flori zusammen die Wennebrandhütte zu beziehen. Das hieß erst die wahre Weidmannslust genießen, sich von seinen Lieben nicht zu trennen, und draußen der Vierzehnender! Mensch, wenn du noch mehr begehrst, verdienst du dein Glück gar nicht.

Als der Flori davon hörte, den der Großvater schon einmal auf die Alm mitgenommen, war er außer Rand und Band und sprach von nichts mehr, als vom großen Hirschen, den der Vater schießen wolle.

Am dritten Oktober brach man auf. Burgl ging jägerisch gekleidet, eine schneidige Spielhahnfeder auf dem Hütl, an ihrer Hand Flori, der in seiner »Kurzen« trutzig und breitspurig dahertappte und den kleinen Bergstock einstemmte, als wolle er den ganzen Wennebrand auf einmal nehmen; hinterher Graßl mit Sack und Pack, der sich nicht sattsehen konnte an den dreien vor ihm. »So war's,« sagte er oft zu sich, »wenn's alleweil den Alten nachgang, wie viel Glück gang da verlor'n.«

An der Wennebrandhütte war seit seinem ersten Besuch vor fünf Jahren so viel herumgebastelt worden, daß sie jetzt schon bald zu einem ganz komfortablen Jagdhäusl geworden, mit Küche, Schlafraum und geräumiger Stube. Aber so hatte Schönau doch noch nie das Herz im Leibe gelacht wie jetzt, als er die Hütte mit Weib und Kind betrat. Das war ja die volle Erfüllung seines Jägertraumes, und zu allem Überfluß schrie ein Hirsch an einem der bewaldeten Hänge, der Vierzehnender nicht der Stimme nach, aber die Musik allein langte für ihn schon.

Flori hob den kleinen Finger und spitzte die Ohren. »Hirsch!« sagte er, dann mit einem fragenden Blick auf den Vater, »bumm!« Dabei blies er die Backen auf und machte mit seinem Bergstock die Bewegung des Zielens.

Franz zog es vor, den herrlichen Abend, der bevorstand, mit Burgl und Flori in der Hütte zu genießen, und war ganz stolz auf diesen Entschluß. Graßl sollte dafür aufs Verhören gehen und Meldung erstatten.

Die »blaue Stunde« nahte schon, in der die aus den Tälern heraufsteigenden Schatten die Feuersgluten löschen, und ein feiner, blauer Dunst sich versöhnend über das grelle Bild zieht, während die Schneiden und Höhen sanft erglühen, nicht wie im Sommer lohende Fackeln, die das Auge blenden, sondern als sanfte, leise zitternde Säume, die, wie von einem hohen Gedanken geschwellt, plötzlich aufleuchten, um ebenso rasch vor der Nacht zu fliehen.

Das Nachtmahl aus dem wohlgedeckten Tische vor der Hütte, welches Burgl gerichtet, blieb unberührt; selbst Flori, der erst wie ein Geißböckl herumgesprungen auf dem grünen Plan und am Brünnerl seine Wasserkünste trieb, kam plötzlich ganz still zur Mutter geschlichen, drückte sich fast ängstlich zwischen ihre Knie und blickte starr, mit staunender Andacht auf das mächtige Schauspiel, das jetzt sich abspielte.

»Jetzt geht die gute, liebe Sonne heim, schau,« erklärte die Mutter.

»Wohin denn?« fragte Flori.

»Zum lieben Gott, um einen neuen Tag zu holen.«

»Und wenn er ihr keinen mehr gibt, kommt's nacher gar nimm'r?«

»Nein, Flori, dann kommt's gar nimm'r, für uns nimm'r.«

»O, nacher kann ja der Vater den Hirsch net schieß'n.« Der Flori machte mit dem Munde schon ein Pfannerl, und die Augen wurden ihm feucht. Da war es höchste Zeit, ihn zu trösten.

»Mußt halt den Himmelsvater schön bitt'n, schau', Flori, nacher kommt's schon wied'r,« mahnte die Mutter.

Da legte der Flori die kleinen Hände zusammen, und indem sein voller Blick auf der verglimmenden Höhe ruht, fleht er: »Lieber Himmelvater, grad noch ein' Tag gib' sie her, daß der Vater den schön'n Hirsch schieß'n« – – Ein heißer Kuß erstickte die letzten Worte, dann wurde es ganz still bei den dreien.

Von allen Seiten ertönte der Hirschschrei in allen erdenklichen Nüancen, bald zornig kraftvoll, bald von Sehnsucht geschwellt, bald in mächtigen Orgeltönen, die feierlich von den Wänden widerhallten, bald kindisch weinerlich, bis endlich in diesem seltsamen Orchester eine mächtige Stimme den Grundton angab, an dem all die andern langsam verschwiegen. Es lag etwas Unendliches, Feierliches, Großes darin, als ob die Natur geheime Lust und Schmerzen Heraufrufen möchte zu dem stählernen Firmament, hinter dem die Götter wohnen, und die Opferflammen aus den Spitzen und Schneiden lohten plötzlich aus, wie von einem fernen Hauch bewegt, um dann jäh in sich zusammenzusinken. In der Eiskapelle und über die Miesingwände huschte die letzte Leuchte durch die blauen Schatten.

Der Blick des Paares ruhte auf der verhängnisvollen Stelle, an der er vom Tode erstanden und Burgl ihm das neue Leben einhauchte. Die »blaue Stunde« war vorüber, die Nacht zog herauf mit ihren herbstlich klaren Sternenbildern. Und noch immer saßen die drei und hielten sich schweigend die Hände.

Der Flori erwachte zuerst aus seinem Traume. »O weh, jetzt is gar,« meinte er.

Die paar Worte lösten glücklich die Laune.

»Es ist nicht gut, sich zu lange solcher Narkose der Natur zu überlassen, das macht Kopfweh für den nächsten Tag,« meinte Franz.

Graßl kam mit guter Meldung. Er hatte den guten Hirsch gesehen, drei Stück hatte er dabei, sein Wechsel ging, wie es ihm schien, der Jägerbauernalm zu.

Der Plan war nicht schwer zu entwerfen, nur eines machte Franz stutzig, daß der Vent, der noch auf der Alm war, ihn des Nachts nicht gehört und Meldung erstattet hatte. Trotzdem blieb er für den Morgen auf der Jägerbauernalm. Braucht ja nicht gleich der erste Tag ein Fangtag zu sein. Er hatte heute schon so viel genossen, daß er wahrhaftig zufrieden sein konnte.

Es war noch tiefe Nacht, als er mit Graßl aufbrach; »Greif« mußte in der Hütte bleiben zum Schutze seiner Herrin und Floris, im Notfall konnte man ihn ja holen.

Der Flori überschlief den etwas lärmenden Aufbruch auf seinem weichen Heulager, als ob er zu Hause in seinem Betterl läge. Burgl sah dem schwankenden Licht der Laterne in Graßls Hand nach, bis es hinter den Fichten verschwand. Schöneres kann's doch nimmer aus der Welt geben! Mit dem Gedanken schlief sie an der Seite ihres Kindes wieder ein.

Es war eine kalte, reifige Nacht. Da schrien die Hirsche eigentlich am besten, aber noch ließ sich nur eine schlechte Stimme in nächster Nähe hören.

Der Alm war nur von einer Seite anzukommen, wenn man das Wild beim Austreten nicht stören wollte. »Grad a Nasen voll, wenn er kriegt,« meinte der Graßl, »nacher krieg'n wir ihn imm'r.«

Er kannte vortrefflich Wege und Stege; bei den »zwei Jungfern«, wie zwei freie aus den Latschen ragende Felstürme genannt werden, mußte er herauskommen, aber auch kein Schnauferl herein machen in die Alm, weil der Wind um die Zeit immer bergab geht.

Die Massen trennten sich allmählich, die schwarzen Latschen bekamen Farbe und Form, blutrote Streifen zogen auf im Westen, da und dort schrie ein Hirsch, die Jäger achteten nicht darauf.

Endlich näherte man sich den beiden »Jungfern«, eben setzten sich auf ihren Häuptern rosige Lichter an, die sie wirklich jugendlich erscheinen ließen. Schlechtes Wetter mußte im Anzug sein, der Wind ging von dem Almkessel aufwärts.

So konnte man sich getrost vorwagen, man hatte so den Vorzug des Ausblickes. Die Alm lag stockfinster, kein Glöckerl rührte sich, Vent folgte genau dem Befehl seines Herrn. Aber kein Schrei, kein Steinerl ging ab.

Abwarten, bis es hell wird! In solcher Höhe geht das rasch. Im Almgrund äst ein Rudel Wild, sechs Stück, die sind doch nicht allein, – weit oben im Gestein ein einzelnes, bei Gott, ein Sechser! Doch die höhere Frechheit! Das Wild zog den zwei »Jungfern« zu, der Sechser in gemessener Entfernung hinterher.

Da dröhnte plötzlich der ganze Almkessel, die mächtigste Stimme, die man je gehört, und aus dem Latschenfeld trat, den Brunfthals mächtig geschwellt, aus dem eine Dampfwolke in den Morgen flog, der Vierzehnender, das Geweih dräuend aufgestellt.

Er hatte dem Übermut der Jugend jetzt lange genug zugesehen. Mit ein paar Fluchten vertrieb er den Schneider, um dann grollend das Mutterwild zu umkreisen und es zusammen zu treiben, wie ein Schäferhund seine Herde. Alles lag jetzt am Wild; nahm es den Weg herauf zwischen den »Jungfern«, dann mußte er auf fünfzig Schritt kommen.

Die Spannung begann, das Fürchten und Hoffen. Der Tag war jetzt schon voll angebrochen, ein klarer richtiger Oktobertag. Endlich schien sich das Leittier entschlossen zu haben und zog, den Wind sorgfältig suchend, den Höhen zu. Der Hirsch folgte schreiend, in kurzen Abständen, dem Rudel.

Da neigte sich plötzlich die Spielhahnfeder aus Graßls Hut nach vorne, der Wind stieß abwärts, und wie von einer Kugel getroffen, schlug das Tier einen Haken zurück in den Kessel, und Rudel und Hirsch folgten ihm.

Jetzt blieb nur mehr eine Rettung, der »Schnecken«! Graßl war Meister darin und setzte ihn schnell an die Lippen. Zuerst ein leises Gronen – da stand der Hirsch schnell und warf den Grind auf, Graßl verstärkte den Ton, da packte er schon den Aufstieg an. Die nächste Steigerung, einen starken Dreher, der in einen langgezogenen Orgelton auslief, erwiderte er mit dröhnendem Schrei auf Schrei, im zornigen Trieb aufwärts, dem vermeintlichen Gegner zu.

Graßl brachte jede Nuance, die aufreizen mußte, Kampfbereitschaft und Haß, dann wieder sanftere, die mehr dem Mutterwild galten und sichtlich den alten Kämpen erst recht in Wut versetzten.

Es war ein aufregendes, jeden Nerv reizendes Spiel. Zum Glück hatte Schönau die ruhige Hand, ihm standzuhalten, das leise sich regende Fieber zu unterdrücken, aber die Zähne schnatterten ihm doch vor Erregung, bis der entscheidende Augenblick kam. Der Wind wechselte noch immer, – ein unrechter Windstoß, und alles war verloren.

Er dachte an Burgl, an den kleinen Flori, die Freud', wenn der Vierzehnender daliegt!

Da kam er hinter dem großen Stein hervor, schleichend, ganz zusammengezogen, den dampfenden Äser offen. Er blieb stehen, warf das Haupt zurück und sandte einen Schrei gegen den Morgenhimmel. – Da faßte ihn schon das Korn, unzählige Male nahm der Kessel den Knall auf.

Der Hirsch fuhr zusammen, schüttelte sich, um dann, Schönau bei der Wendung die ganze Pracht des Geweihes zeigend, rasselnd nach unten zu stürmen, wo die Schar jäh auseinanderstob, dann hinein in das Latschenfeld – verschwunden. –

Schönau tat im vollen Sinne des Wortes das Herz weh. Einen solchen Kapitalen krank zu schießen, war eine Gemeinheit, und er konnte sich nicht ganz von Schuld freisprechen, er hatte es bei der Nähe zu leicht genommen und zu kurz geschossen. Er hatte sich das Kommende in seiner lebhaften Phantasie so reizvoll ausgemalt, mit der Burgl, mit Flori; wann traf das je wieder auch nur ähnlich auf?

Graßl mußte ihn trösten. »Der ›Greif‹ wird 'hn gleich hab'n. Jetzt lass'n ma 'hn bis mittag a Ruh, und i hol' den Hund, könn'n ja auf der Alm unt'n wart'n.«

Der Vorschlag war annehmbar, »und die Burgl und den Kleinen bringst mit auf die Alm,« befahl er noch dem Jäger, der sich schleunigst entfernte.

Vent, der schon wieder zum Abzug von der Alm rüstete, hatte sich keinen Laden zu öffnen getraut, kein Feuer gemacht, den Kühen abends zuvor schon die Glocken abgenommen und die übermütigen Geißeln in den Stall gesperrt, um nur ja seinem Herrn den Hirsch nicht zu verpatzen.

Um so stürmischer eilte er hinaus, als der Schuß durch den Kessel rollte. Er sah sofort den Hirsch, den schwerkranken, dem Latschenfeld zustreben; oft war es, als ob dieser stürzen wollte, aber immer wieder hielt er sich aufrecht, bis er todkrank in den Latschen verschwand.

Der war ihm sicher. So ließ er sich auch einen almerischen Juchschrei nicht nehmen, der drollig genug aus der alten Kehle drang.

Schönau kam mißmutig herunter. Gerade jetzt hätte ihm das nicht passieren sollen, das vollendete Glücksbild von gestern war zerstört, so sehr er auch die kindische Torheit, die darin lag, selbst verwarf.

Als ihm aber Vent seine Beobachtung mitteilte, da war er ebenso rasch wieder voll Hoffnung, und eine Viertelstunde darauf wäre es ihm lieber gewesen, wenn er überhaupt nicht zu Schuß gekommen; ein paar Tage hätte es wenigstens noch dauern sollen, das stille Glück von der Wennebrandhütte.

Vent meinte, er könne getrost der Rotfährte nachgehen, der Hirsch läge sicher steintot in den Latschen. Aber Schönau ließ sich zu diesem weidmännischen Fehler nicht verführen, außerdem sollte Graßl auch einmal wieder etwas zu tun bekommen. Der Kaffee bei Vent war berechtigt, der ganze Kessel duftete danach. Franz machte ihm auch alle Ehre, vor der Hütte lagen die Daxkränze und die mit bunten Papierbändern verzierten Bäumchen für die Kühe und Kälber, der ganze Almschmuck für die Heimkehr. Dazu eine frische Pfeife gestopft, die köstlichen Aromas gemischt – – die wohlig wärmende Sonne, die in den Kessel dringt – Das gibt wunschlose Stunden, sogar die Sorge um den angeschossenen Hirsch kommt dagegen nicht auf.

Der Kaffee löste die Zungen, Vent tischte wieder Jugenderinnerungen auf, er lebte nun einmal darin und betrachtete sich eigentlich, wie die Zeller sagen, als vom Roß gekommen, nachdem er einmal im Schloß Lungau dem Baron gedient; durch die Heirat seines Franzl fühlte er sich gewissermaßen rehabilitiert auf dem Jägerbauernhof. Er war jetzt sein gnädiger Herr, da war nichts daran zu deuteln, und Burgl war gewiß die letzte, die was dagegen hatte.

Immer wieder kam er auf Lungau zurück, obwohl Schönau sichtlich nicht darauf einging.

»Daß jetzt die feste Frau kein Buab'n net kriegt, – sag'ns nur grad?«

Keine Antwort.

»Und brauchert's so nötig.«

Wieder keine Antwort.

»Hübsch schlecht haus'n tut er schon, der Herr Brud'r, grad Rennat'n mitmach'n und spiel'n und fahr'n, 's Haus voll'r Gast, wenn sie's nur vertragt auf die Läng', das Lungau – den Wald hübsch z'samm'nschlag'n.«

»Bekümmere dich nicht um Dinge, die dich nichts angehen,« bemerkte endlich Schönau ärgerlich.

»Ganz richtig, – i mein' grad, 's brauchert halt einmal an richtig'n Herrn, einer der bei der Arbeit aufg'wachs'n is – Herrschaft, der Flori, das wär' halt einer –«

Schönau sprang auf und trat ins Freie.

»Hierher gehört der Flori und sonst nirgends hin,« sprach er zu sich selber, »und wer dem Buben das Glück rauben will, der hat es mit mir zu tun.« Der Mensch brachte ihn noch um seinen ganzen Frieden. Er fand ihn auch nicht mehr, die Worte des Alten tönten immer fort in seinem Innern.

Es ging schon gegen Mittag, und er sah sehnsüchtig auf den Steig hinab, aus dem Graßl mit seinen Lieben kommen mußte. Er sehnte sich jetzt danach.

Da hörte er schon einen Kläffer »Greifs«, den wohl der Flori an den Ohren gezogen, und Bergstockgeklapper. Sie waren es alle drei. Der Flori schritt aus wie ein Alter, allen voran. Da sprang Schönau ihm entgegen, packte ihn, schwang ihn in die Luft und küßte ihn ab, als hätte er ihn von neuem geschenkt bekommen.

Jetzt ging's direkt zur Fährte, die den Kessel querte und aus dem weißen Gestein gut sichtbar war; der hellen, etwas schäumigen Farbe nach war auf einen Lungenschuß zu schließen.

»Greif« legte sich scharf in den Riemen, den Graßl führte, und suchte dem Latschenfelde zu. Der Flori hielt sich, so lange es ging, an seiner Seite. Wo die Fährte in das Latschenfeld führte, wurde der Zug des Hundes so arg, daß Schönau ihn zu lösen befahl; seinem ganzen Benehmen nach war er nicht mehr weit vom Hirsch, und schon vernahm man Schlag für Schlag den Standlaut, »Greif« stand offenbar vor dem Verendeten.

Ehe man sich's versah, war der Flori dem Hund in die Latschenwildnis nachgeschlüpft, und als der Jäger und Burgl nachkamen, saß er schon breitspurig auf dem verendeten Hirsch und jubelte ihnen entgegen.

Das war wieder so eine selige Weidmannsstunde voll Kraft und Saft und heißem Lebensdrang, da Leib und Seele gesundet. Was er doch alles in den wenigen Jahren erworben und genossen, und das soll anders – An diesen dummen Gedanken war nur der alberne Vent schuld.

Das Geweih war Kapital und versprach wohl die schönste Zierde des Jägerbauernhofes zu bleiben für alle Zeiten. Die beiden Jäger hatten schwere Arbeit, den Hirsch aus den Latschen und dann auf einer aus Fichtenzweigen gebildeten Schleife zur Alm zu bringen.

Flori ließ es sich nicht nehmen, wacker mitzuhelfen. Der Keller Vents war nie leer, einige Bierflaschen, Speck und Bierkäse genügten, den Hirsch zu feiern.

Eigentlich war es Schönaus Absicht, sobald er den Hirsch erlegt, den Wennebrand mit einem andern Revierteil zu vertauschen, aber er konnte es nicht über sich bringen, den lieben Aufenthalt so rasch aufzugeben; es war zu anheimelnd im Verein mit Burgl und Flori. So kehrte man nach Mittag dorthin zurück, das Herunterbringen des Hirsches Vent überlassend.

Es war reichlich Zeit zum Heimweg, und der Steg führte so gemächlich bergab, daß nicht die geringste Anstrengung dabei war. Von der Ebene herein aber dräute eine mächtige Nebelwand, schlechtes Wetter verkündend, und von Minute zu Minute kam sie näher und näher, wie ein feindliches Heer; ein kühler Wind wehte voraus, dem rasch die Schatten folgten. Es lag etwas Feindliches darin.

Schönau fühlte sich ordentlich bedrückt, und er hatte doch wahrhaftig keinen Grund dazu. Burgl entging das nicht. Das überkam ihn zwar öfters und immer zum Verdruß ihrer Frohnatur, jetzt aber ärgerte sie sich wirklich.

»Jetzt möcht' i wiss'n, was unterwegs sein könnt',« sagte sie auf eine Bemerkung Schönaus.

»Das weiß man nie,« erwiderte er ganz schwermütig, »rings ist man von Gefahren umlauert.«

»Aber laß doch lauern, nehm' den Flori bei der Hand und geh' getrost mitt'n durch, sie trau'n sich gar nicht her, wenn man ihn'n die rechte Schneid' zeigt.«

Bei einer Biegung des Steiges erblickte man unten die Hütte. Da stutzte auch Burgl, ein feines Rauchwölkchen stieg aus dem Dache auf. Wer könnte da sein? Irgendeine Botschaft von Hause; was könnte es denn da gar so Eiliges haben? Und wer macht denn gleich Feuer in der Hütte, für den nächsten besten Boten doch nicht – Da hörte man deutlich das Knacken einer Türe – –

Schönau hatte schnell das Rohr vor den Augen. Der Vater trat eben aus der Hütte. »Hat ihn doch einmal d' Sehnsucht packt auf'n Berg, das is ja recht,« meinte die Burgl. Doch Schönau ließ sich damit nicht beruhigen. Seltsam, daß die Worte des Vent über den Flori ihm nicht aus dem Kopfe gingen. Schon einmal hatte er hier eine schlimme Nachricht aus Lungau erhalten, als sein kleiner Neffe gestorben. Wenn etwas drohte, drohte es von daher.

Der Schweiß trat ihm aus die Stirne, und er nahm jetzt Flori, der am liebsten vorausgesprungen wäre wie ein Gemsböckerl, fest bei der Hand und ließ ihn nicht mehr. Zuletzt steckte er auch Burgl an. Der Nebel war auch bereits in den Kessel gezogen, die Hütte verschwunden, so kamen sie ganz anders an, als sie es sich vorgestellt.

»Was gibt's, Vater?« rief jetzt Burgl, selbst beunruhigt, dem Vater entgegen.

»Was soll's geb'n? Heimweh hab' i halt g'habt nach mein' Flori, da bin i gleich selb'r komm'n.«

Flori stieß einen Jubelruf aus, als er die Stimme des Großvaters erkannte, und stürmte ihm schon entgegen.

Burgl war wieder völlig beruhigt. »Da hast's jetzt, Schwarzseher!« schalt sie lachend den Gatten.

»Hast du sonst was gebracht, Vater?« fragte dieser, immer noch mißtrauisch.

»Wohl, vom Amtsg'richt a groß' Schreib'n; in der Hütt'n liegt's.«

Schönau stürmte hin. Ein Schreiben mit dem Amtssiegel. Er riß es nervös auf, aber die Buchstaben flimmerten vor seinen Augen. Halbbrüchig geschrieben! Links – da stand? Betreffs Übernahme des Fideikommißes Lungau im Kreise Salzburg.

Er las es Wort für Wort, und von Wort zu Wort fühlte er sich innerlich erstarren. Er legte das Schreiben weg und setzte sich. »Da les', Burgl, les' alles, alles, ich kann nicht mehr –«

Und Burgl nahm das Schreiben und las, und auch ihr wankte die Stimme: »Hiermit wird Ihnen von Amts wegen kundgetan, daß Freiherr Maximilian Joseph von Schönau, Fideikommißherr auf Schloß Lungau in Österreich, Bezirk Salzburg, infolge eines Sturzes vom Pferde plötzlich verschieden ist und demnach des Verstorbenen einziger Bruder als Erbe des Fideikommißes Lungau sich am zuständigen Gericht zu melden hat.«

Kein Wort fiel, dumpfes Schweigen; Flori brach es zuerst. »An groß'n Hirsch'n hab'n ma g'schossen, Großvat'r!« Dabei machte er eine Bewegung, um die Stärke des Geweihes zu schildern.

Keine Antwort. »Gel, Großvat'r, i darf noch in der Hütt'n bleib'n, der Vater meint, er schießt noch ein'.«

»Wird sich hart mach'n, mein Flori,« erwiderte schweraufatmend der Bauer, »natürlich, dich wird's ma net lass'n, die neidige Welt –« Er hob den Buben auf den Schoß und sah ihn zärtlich an, »aber hübsch z'rauf'n kriegt's doch um dich mit mir, ja wohl, so gutmütig lass' i dich net –«

Dem Flori wurde ganz unheimlich von der g'spaßigen Rede, von der er kein Wort verstand.

Der Alte ermannte sich zuerst. »Also was is? Laßt's den Kopf net hänga, dazu is jetzt wahrhaftig kein' Zeit. Der Baron hat wiss'n müss'n, daß 's so komma kann, jetzt is so komma, jetzt heißt's a durchfechte. Nach Lungau müßt's, ma gibt kein' Grund auf, der Jahrhunderte lang einer Familie g'hört hat, und der Jägerbauernhof lauft auch net davon, für den bin i da, da soll sich nix fehl'n, und der Flori wird ihn a net vergess'n, gel Flori, wenn er a kein Schloß net is, a treuer Bod'n is doch, den man liebhab'n muß. Jetzt auf, Kinder, da habt's nix mehr z'tun.« Er stand jäh auf, dehnte die Schultern und führte einen Lufthieb mit dem Stock.

Schönau sah bei diesen Worten die Unmöglichkeit jedes Trotzes gegen die Verhältnisse ein, konnte sich aber nicht so rasch damit versöhnen; es war ihm, als ob alles über ihm, um ihn zusammenbräche. Eine Angst vor sich selber packte ihn, die ihm nichts Gutes weissagte.

»Jetzt verlass' mich nicht, Burgl, der Sturz in der Eiskapelle war nichts gegen den, den ich jetzt erlebe.«

»Und doch wirst ihn übersteh'n, schau', und dich wieder raufarbeit'n ans Sonnenlicht, und die Burgl wird dir auch net fehl'n, grad daß der kleine Flori dabei steht.«

»Ja, sakra, was soll's denn hab'n mit der Lungau,« meinte der Vater, »a Land is a Land, und wenn a richtige Hand drüb'r kommt, d' Lust is a net schlecht'r?, müßt'ns grad die Mensch'n, die kenn' i net –«

»Aber ich, Vater,« erwiderte Schönau, »und vor ihnen fürchte ich mich.«

Da horchte der Alte hoch aus. »Jetza versteh' i dich,« er schüttelte selbst bedenklich den Kopf, »mein Kind wird ihna net pass'n, die Bauerntocht'r –«

Schönau verwahrte sich gegen diese Befürchtung in einer Weise, die ihr Vorhandensein nicht recht widerlegte.

»Ich kann ja wegbleib'n, Franz.« Diese Worte Burgls rüttelten ihn heilsam auf. Es war ein neuer, heiliger Bund, der sich in der Wennebrandhütte schloß, während draußen der Schneesturm losbrach.

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