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Babys erstes Geschichtenbuch für die Kleinen von 2-5 Jahren

Else Ury: Babys erstes Geschichtenbuch für die Kleinen von 2-5 Jahren - Kapitel 8
Quellenangabe
typenarrative
authorElse Ury
titleBabys erstes Geschichtenbuch für die Kleinen von 2-5 Jahren
publisherMeidinger's Jugendschriften Verlag GmbH Berlin
illustratorKurt Lange
year1929
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20141016
projectiddbcf20f7
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Omama kommt

.

Bubi sitzt an seinem kleinen Kindertischchen und spielt mit seiner Puff-Puffbahn.

»Hü – abfahren« – so ruft er. Und »schsch – schsch – schsch«, fährt die Puffbahn um den ganzen Tisch herum.

Bubi ist immer sehr artig. Darum haben ihn alle Leute lieb. Am liebsten aber hat ihn seine Omama.

»Klinglingling« macht die Türklingel draußen.

»Omama kommt – Omama kommt!« ruft Bubi und läuft hinter Marie her.

Ja, es ist die liebe Omama. Sie nimmt den kleinen Jungen auf den Arm und küßt ihn auf seine blonden Löckchen. Dann aber holt Omama ihre Tasche und packt aus.

Ach, was ist da alles für Bubi drin!

Ein wunderschöner roter Apfel aus Omamas Garten, eine Tüte Aniskuchen und ganz lange und ganz dicke Schokoladenzigarren, wie Papa sie raucht. Bubi greift mit beiden Patschhändchen danach. »Omama, darf er rauchen?« fragt Bubi artig, ehe er die Zigarre in den kleinen Mund steckt.

Die gute Omama nickt. Flink läuft Bubi zum Papa und holt sich einen Aschbecher. Und nun sitzt er auf seinem kleinen Stühlchen und raucht – wie Papa. Omama guckt zu.

Und als Bubi seine große Zigarre fertig geraucht hat, spielt Omama mit ihm. So schön wie die liebe Omama kann kein anderer mit Bubi spielen!

.

Die Puffbahn fährt jetzt so schnell über den Fußboden, daß Bubi mit seinen dicken Beinchen gar nicht so rasch hinterher kann. Ach, wie Bubi lacht, wenn sie alle beide schließlich – pardauz – umpurzeln, Puffbahn und Bubi.

Und was Omama alles in die Puffbahn einsteigen läßt!

In dem einen kleinen Wagen sitzen Bubis Soldaten, in dem andern alle seine Bähschäfchen.

Nun schneidet Omama mit einer großen Schere, die Bubi nicht anfassen darf – schnipp – schnapp – Papierpüppchen für den kleinen Jungen aus. Und Bubi baut aus Bauklötzen für Omama ein Haus. Ein ganz großes, mit einem Turm und einer Tür. Da läßt Omama das Haus mit lautem »Bumderattata« wieder umfallen – das ist das allerschönste!

Bubi ist müde und reibt sich seine Augen. Omama nimmt ihn auf den Schoß und singt mit ihm schöne Lieder: »Wer will unter die Soldaten« und »Hopp, hopp, hopp, hopp Reiter.«

Und dann muß Bubi ins Bettchen, und Omama setzt ihren Hut auf und sagt »ada«.

Aber am nächsten Sonntag darf Bubi mit der großen Puff-Puffbahn zu Omama zu Besuch fahren.

.

 

 

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