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Ausführliche Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche

Georg Christoph Lichtenberg: Ausführliche Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche - Kapitel 25
Quellenangabe
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typeessay
authorGeorg Christoph Lichtenberg
titleAusführliche Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche
publisherZweitausendeins
seriesGeorg Christoph Lichtenberg. Schriften und Briefe
volumeDritter Band
printrun6. Auflage
editorWolfgang Promies
year1998
isbn3861500426
firstpub1799
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20120613
modified20150421
projectidd1989bfb
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Vierte Lieferung

Foecunda culpae saecula nuptias
Primum inquinavere, et genus et domos.
Hoc fonte derivata clades
In patriam populumque fluxit.

HOR. Carm. Lib. III. ode VI. v. 17.

Vorerinnerung

Daß dieses vierte Stück der Erklärungen Hogarthischer Kupferstiche um ein beträchtliches später erscheint, als es der Herr Verleger zu liefern versprochen hatte, ist allein meinen mißlichen Gesundheits-Umständen zuzuschreiben, wodurch ich genötigt wurde, in der Mitte abzubrechen und die Arbeit schier ein halbes Jahr liegen zu lassen. Zu dieser öffentlichen Erklärung über die Verzögerung der Ausgabe einer an sich unbedeutenden Schrift, die man trotz jenem Versprechen wohl kaum vermißt haben würde, nötigt mich in gegenwärtigem Falle ein Umstand, durch den dieser Aufschub leider! nur allzumerklich gemacht wurde. Dieses war die Verteilung der Kupferstiche ohne den Kommentar, auf der Ostermesse. Damals war nämlich noch Hoffnung letzteren bald nachliefern zu können, die aber nachher gänzlich vereitelt wurde. Da dieses dem Herrn Verleger allerlei Vorwürfe zuzog, indem man an verschiedenen Orten glaubte, die Beschreibung sei aus Versehen zurückgeblieben oder die Nachsendung vergessen worden etc., so habe ich es für meine Schuldigkeit erachtet, jenen gütigen Unterstützern dieses Unternehmens hierdurch zu erklären, daß der Herr Verleger völlig unschuldig war.

Wenn nur aber diese Trennung der Kupferstiche von dem Kommentar nicht eine andere Folge gehabt und die Erwartungen der Leser für letztern zu einem Grade gespannt hat, der nun bei dessen Erscheinung unbefriedigt bleibt. Die Beschaffenheit der Kupferstiche sowohl, als die Umstände unter welchen die Erklärung derselben endlich vollendet worden ist, läßt dieses allerdings befürchten. Zu verwundern wäre es wenigstens nicht, wenn ein Übel, das bei einem höhern Grade von Wirksamkeit im Stande war ein Unternehmen gänzlich zu unterbrechen, bei einem geringeren die Fortsetzung desselben, so bald sie wieder möglich ward, wenigstens hier und da merklich affiziert hätte. Sollte dieses zuweilen der Fall gewesen sein, so bitte ich den Leser meinen gewiß durchaus gleichförmigen guten Willen an solchen Stellen gütigst für die Tat zu nehmen.

Göttingen im Januar 1798.

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