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Kazimierz Przerwa-Tetmajer: Aus der Tatra - Kapitel 9
Quellenangabe
typenarrative
authorKazimierz Przerwa-Tetmajer
titleAus der Tatra
publisherDr. J. Marchlewski & Co.
year1903
translatorJ. von Immendorf
correctorJosef Muehlgassner
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150210
modified20170703
projectid47a37cbb
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Wie sich Michal Lojas erhängt hat

– Es war halt wie es war, und was sein wird, das weiß Gott allein! . . .

So sprach Michal Bulcyk Chowaniec Lojas Kosla aus Kosny Hammer. Und dann sang er:

»Hej, ich bin ein Kerl vom Juhasengeschlecht!
Ich spring durch die Luft, hej, bin ich bezecht!«

Und er machte einen Luftsprung.

Er geht, »das ganze Tal gehört ihm«, denn er ist stark betrunken. Hier rempelt er gegen einen Baumstamm, dort stolpert er über einen Stein, einmal nach rechts, einmal nach links, hier verbeugt er sich bis zur Erde, dort macht er einen Purzelbaum, und so »gehört das ganze Tal ihm«. Und der Mond schaut hinter der Goryczkowa-Kuppe hervor, und man möchte darauf schwören, daß »er lacht, der Gauner«.

– Hej, du hast gut lachen über mich von dort oben! Ich würde dir auch eine übers glänzende Maul hauen!

So spricht Michal Lojas, und bumm, mit der Seite gegen einen Fichtenstamm. Eine Plage, diese Pfade vom Kalatowki-Tal zum Kondratowa-Tal, so viele Fichten wachsen da, als wär's was Gutes.

– Wald! Fürwahr, bei meiner Seel'! hab' ich ihn denn gesät, oder was?!

Er blieb stehen, hielt an, schob seinen Hut zurecht, zog die Hand mit einer Schwenkung zurück, aber ganz heiterer Stimmung.

– Was? bin ich denn nicht Michal Bulcyk Chowaniec Lojas Kosla aus Kosny Hammer? Was? bin ich's vielleicht nicht? was?

Aber niemand widersprach. Er horchte eine Weile, wartete, wie es sich einem mutigen Manne geziemt, aber niemand ließ sich vernehmen. Er richtete also nochmals seinen Hut und schritt pfeifend fürbaß. Dann stampfte er gegen den Boden und hub zu singen an:

»Beim Hasen gefalln mir die Ohren alleine,
Beim Hirschen die Hörner, beim Mädel die Beine.«

Nach einer Weile begann er einen Monolog:

– Ich hab' mich betrunken. Da läßt sich nichts sagen. Ich hab' mich betrunken. Aber warum hab' ich mich denn betrunken? Wegen Gottes Unsegen . . .

»Ei, ich trink mir eins an, was schadet mir das?
Ich geh halt im Tale, und Gott schenkt mir was.«

– Eh, mir sollte jemals Gott was schenken, mich was finden lassen! Ich hab's ja gedreht wie ich nur konnte, und was hab' ich herausgedreht? Dreck! . . .

Hej, nichts als das!

Er hat sich mir eingeackert . . . der Halunk! . . . Eingeackert hat er sich mir . . . Er hat mir am Abhang, gering gerechnet, einen halben Morgen fortgeackert. Der Betrüger! Gelt Jungen, wenn ich ihn hier nur so treffen tät! da läg' er sofort am Boden! . . .

Eingeackert hat er sich mir. Was werd' ich ihm denn machen? Zu Gericht sollen wir gehen? Hab' ich denn nicht prozessiert über dreieinhalb Jahre wegen des Grundes, den ich von der Tante geerbt? Was hab' ich denn herausprozessiert?

»Vier DudkiEin Dudek = zwei Kreuzer. gab sie dran, daß sie tanzen kann –
vier Dudki haben's genommen, auf den Flur ist sie kommen! . . .«

So viel hast du!

Das ist ja noch nichts, daß er sich mir eingeackert hat, aber mit diesem Schuppen! Wenn ihn mir der Wind herträgt, so ist doch der Schuppen mein! Herr Jesus selbst hat gesagt: Nimm, Michal, was Gott gibt!Ein Sprichwort. Der Wind hat den Schuppen auf meinen Grund geworfen, so ist der Schuppen mein! Ja, wie war's denn nur? Ein Almwind ist von den Graten gekommen und hat den Schuppen von Franeks Feld auf das meine getragen. So haben wir getauscht: ihm ist der leere Platz nach dem Schuppen geblieben, und mir ist auf dem leeren ein Schuppen gewachsen. Was kann denn ich dafür? Nicht ich hab' mit dem Schuppen gearbeitet, sondern der Wind. Was für ein Recht hat er denn jetzt, mich da zu plagen? Er hat mich so geprügelt, daß es grad war, als wollt' er mir die Adern ausreißen. Und ich habe den Schuppen verteidigt, denn Gott hat ihn mir wie vom Himmel heruntergeschickt. Was hab' ich denn herausprozessiert? Dreck!

Ich habe geklagt. Ej Unsinn! Die würden mir je was zuerkennen! Ihm haben sie für die Schlägerei nichts gegeben, denn, sagten sie, er hat das Seinige verteidigt. Schön »das Seinige«! wenn's auf meinem Grund gestanden ist?!

Hol' der Geier eine solche Gerechtigkeit! Früher hat's gar keine Gerichte gegeben, da war's besser! Das Donnerwetter über sie!

»Ej, früher da sang ich, jetzt wein ich vor Weh,
Weil ich halt so elend zu Grunde geh . . .«

Soll ich mich aufhängen, oder was . . . Alles Mögliche hab' ich in der Welt versucht . . . zum Teufel! . . .

Da überfiel den Michal Lojas Kosla Rührung über sich selbst und Tränen drängten sich ihm in die Augen.

»Weil ich halt so elend zu Grunde geh!«

wiederholte er klagend.

– Und das Weib. Ein hornloses Geschöpf, immer den Teufel wert! Sie kocht einem, sie wäscht einem, das ist ja wahr, aber sie setzt dir auch zu, – fürcht' dich nicht!

Hast du nur ein einziges Gläschen getrunken, weiß sie's schon! So eine Nase! Ich komm nach Haus – bums, eins an den Schädel! Und wenn's nur mit der Faust wäre, aber was ihr in die Hände kommt. Du Hundsfott! du Lump! Und der Herrgott hat doch ebenso den Branntwein erschaffen, wie das Weihwasser. Alles ist sein und alles kommt aus seiner barmherzigen Hand, von seiner höchsten Macht. Daß uns der barmherzige Gott nur in seinem Schutze behält, bis zum Tode, solange wir nicht sterben. Im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes, Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiliget werde Dein Name . . .

Da machte Michal Lojas eine kräftige Schwenkung, fiel auf einen umgestürzten Baum und blieb dort zwischen den Wurzeln sitzen. Bald begann er im Tanztakt mit den Füßen zu stampfen und den Kopf dabei wiegend zu singen:

»Ei, zum Teufel mit den Schuhn,
Wenn sie mich so drücken tun!
Könnt ich sie zu fassen kriegen,
Solln sie unter die Bänke fliegen!«

Er machte einen Pfiff nach Juhasenart, daß es irgendwo weit zur Kondratzka-Kuppe hinflog.

»Hei, nur zu, grad wie die Franzen!
Laß sie an der Kette tanzen!
Schließ der Teufel sie in Eisen,
Wenn sich so viel um sie reißen.«

Er brach in Lachen aus und sang schon mit wilder Lustigkeit, beide Fersen gegen den Boden hauend und den Kopf wiegend, wie besessen, immer feuriger:

»Hier lieg ich und wohn ich,
Da komm doch, ich küsse dich,
Ich küsse dich, ich küsse dich,
Wart, ich bin gut für dich.«

Er hielt es nicht mehr aus, sprang von der Stelle auf, pfiff durch die Zähne, ein-, zweimal, neigte den Kopf, drückte mit der Hand den Hut tiefer, stampfte mit einem Fuß und begann flugs in schnellem, kurzem Takt einmal mit den Fersen aneinander zu schlagen, einmal beide Füße gleichzeitig in der Luft. So fand er einen Takt für den Gang, wie ihn selbst Schymek Krzys selten trifft! Er stampft und stampft mit den Fersen, bis der Kies unter seinen Kyrpce knirscht – nicht genug daran! Heiduckisch!

»Hei, über den Räuber hat's keiner gebracht!
Fällt wo ein Blatt, so nimm dich in acht!«

Er schwebt »über der Erde«, springt empor, und so oft er einen Sprung macht, schlägt er mit der Hand auf die Ferse, einmal rechts, einmal links, stößt nur den Hut zurecht – huit, huit durch die Zähne, bis ihm der Schweiß herunterrinnt. Zum Schluß stampft er noch einmal mit dem Fuß und schlägt mit der Faust gegen den Boden, daß es dröhnt.

– Bin ich nicht ein Tänzer?! der erste in der Welt? was?!

Aber niemand stimmte bei, und statt dessen kroch die Natter der Sorgen wieder über seine Brust.

– Tanz! tanz nur! – denkt er – tanz nur! Und dort hat sich dir der Franek Bartus eingeackert, einen halben Morgen hat er dir gestohlen, den Boden, das Erbe von der Tante, hast du nicht herausprozessiert, den Schuppen hat dir der Bergwind von Franeks Feld auf das deine herübergetragen, nicht genug, daß man dir den Schuppen nicht zugesprochen, hat dich der Franek noch durchgeprügelt, und sie haben ihm dafür bei Gericht in der Stadt nichts gegeben, denn er hat, sagen sie, nur das Seine verteidigt . . . Tanz nur! tanz nur! tanz nur hier, wenn du recht weit vom Hause bist. Daß dich nur das Weib sähe! Die würde dir's geben! Sessel her, Sessel hin, Schlägl hin, Schlägl her! O du Bettler, du Galgenlump! Das liegt dir: zu verteidigen verstehst du dich nicht, beim Gericht weißt du nicht aufzutreten, aber tanzen, saufen! Vielleicht hat dir gar die Bronka Ustupska in die Augen gestochen? was? du! Hab' ich's vielleicht nicht bemerkt, wie du bei des Schmiedes Hochzeit die Glotzaugen an ihr verlorst? Du passest zu ihr! nicht wahr! Der Schädel ist dir grau geworden und das Kinn wird dir bald wackeln. Ej, wahrhaftig! Schaut ihn an! Du passest zu Mädeln! Ein junges Bürschchen . . .

Hier erschrak Michal Lojas vor seinen eigenen Gedanken und ihrer Deutlichkeit so, daß er sich umsah. Aber zum Glück war niemand da. Er stand am Waldesrande von Kalatowki gegen Kondratowa.

– Es ist wahr, – sagte er nach einer Weile, – es ist wahr. Ich bin schuld. Meine Kundzia,Diminutiv von Kunigunde. ich will es dir selbst sagen: Ich bin schuld. Es braucht nicht viel – sauf' ich mich an. Aber das verstehst du nicht, denn du weißt ja, man sagt: Männerverstand, Weiberfleisch. Ich bin schon so. – Jetzt veränderte er seine Stimme: – Was, kann ich mich denn für mein Geld nicht antrinken, was?! Hab' ich dir's gestohlen?

Da packte er sich unwillkürlich beim Kopf und drückte ihn herab, als hätte er einen Schlag bekommen. Er betastete sich: es tut nicht weh.

– Hat sie mir eine versetzt oder nicht? – fragt er seine Seele. – Ich fühle nichts, aber es war mir doch so, als hätt' ich eine bekommen? . . .

Aber noch eine zweite Natter, eine ganz andere kroch jetzt über die Brust des Michal Lojas. – Oh, ihr meine Lieben! ist das ein Mädel, diese Broncia! . . .

Und Michal Lojas erinnerte sich nacheinander: Wie er sie einst im Felde beim Garbenbinden gesehen; sie war nur im Hemd, im Rock und im Kopftuch. Ein warmer Wind weht um die Hüften, und so oft sie sich niederbeugt, umwickelt er sie, daß einem die Augen brennen; so oft sie sich mit einer Garbe aufrichtet, schießen die Brüste unter dem Hemd hervor »wie Blumen im Frühling«. Dann sieht er sie wieder beim Tanz, dann wieder, wie sie zur Kirche geht in gelben orawischen Stiefeln, dann wieder, wie sie am Krupowski-Walde Kühe hütet, dann wieder, wie sie den Flachs rupft und lacht und singt und schön ist! . . .

– Ej, hundert Götter in ihn! ich würd' ihr schon Bohnen geben!Eine Redensart. . . .

Aber was? er ist alt, nahe an die Sechzig, hat selbst zwei Töchter, schon ziemlich gealtert, und nehmen will das niemand. Warum sollt' er's denn auch?! Die sind arm und häßlich und bös! Ganz nach der Mutter! Man muß das kleiden, nähren, es zankt sich nur immer in der Stube und hat allerhand Anforderungen und schreit und schimpft, und manches Mal, da helfen sie auch der Mutter ihn prügeln! Der Teufel auch mit so einem Gazdaleben!

Und er spuckte aus – pfu!

Für einen ist das zu viel! Der Franek fügt ihm Unrecht zu, das Weib mißhandelt ihn, die Kinder sind bös, hier zerrt man ihn, dort prügelt man ihn – es ist wahr, zum Teufel mit so einem Gazdaleben!

– Was kann ich denn herauswirtschaften? Höchstens den Tod, – brummt Michal Lojas urplötzlich tief traurig.

– Was soll ich denn noch machen auf der Welt? Nicht, daß ich nichts mehr in den Mund hätte oder nichts anzuziehen, so weit ist's, Gott sei Dank, noch nicht. Aber was ist das für ein Leben? Dreck, kein Leben! Der Bettler, der betteln geht, hat eher Friede und Zufriedenheit, als ich, der ich doch vom Großvater und Urgroßvater her ein Gazda bin.

Hier in Kondratowa, hier ist's mir gut. Ich habe mich in Hammer angetrunken, ich singe mir, ich tanz' mir eins, ich mache, was ich will. Aber warum sollt es nicht geschehen, was liegt mir denn dran, wenn ich hier, und nicht zu Haus bin. Aber dort – ich soll nur hinkommen. Der Kummer packt mich, wie die Katze die Ratte. Mag sie sich auch noch so wehren, sie hat doch nicht die Kraft. Ich werde mich da heroben behelfen ohne zu schlafen, denn ich kann schon weder schlafen, noch essen. Das Weib wird mir summen, die Töchter summen – geht mir zum Teufel mit so einem Gazdaleben! Soll ich mich erhängen, oder was?! . . .

Dieser Gedanke packte ihn beim Schopf.

Er geht und kalkuliert, an den Fingern zählend: – Ich erhäng' mich – erhäng' mich nicht . . . Ich erhäng' mich – erhäng' mich nicht . . .

Hier stieß er zufällig mit dem Ellenbogen gegen den zusammengebundenen Ärmel der Czucha, die er über die Schultern geworfen trug, und fühlte darin etwas Hartes. Er griff hinein – die Flasche! Große Freude! Er holt die Flasche rasch hervor, es ist noch ein Tropfen Branntwein darin. Er hatte darauf vergessen.

Ein Schluck – ausgetrunken.

Das hat ihn erfrischt, seine Energie hat sich gesteigert, aber nicht die Lust zum Leben.

»Früher, da freute mich Singen und Spiel,
Jetzt ist mirs ganze Leben zu viel!«

sang er traurig.

– Ich erhäng' mich – erhäng' mich nicht . . . Ich erhäng' mich – erhäng' mich nicht . . .

Er geht, er taumelt, »das ganze Tal gehört ihm«, und er wiederholt das in Gedanken! Endlich erfaßte ihn die größte Wut über Broncia Ustupska. Er schlug mit der Faust gegen einen Stein, schleuderte den Hut fort, riß sich die Czucha vom Leibe und schlug mit ihr gegen den Boden! Ein solcher Zorn erfaßte ihn, daß es gar in seiner Kehle spielte.

»Ei, du Wunderbare! – sagt er – im kommenden Jahre
Da wirst du 'nen Knaben und zwei Milchkübel haben.«

Er schlug mit der Hand gegen einen Stamm und bog in den jungen Fichtenwald gegen das Pusta-Tal ab.

– Alles hab' ich schon satt! Wer heißt mich denn leben?! Wer hat mir denn hier was zu schaffen?! Bin ich denn nicht Michal Bulcyk Chowaniec Lojas Kosla aus Kosny Hammer?! vom Ururgroßvater her Gazda?! Kann ich denn nicht machen, was mir gefällt?! was?! Hat mir denn jemand etwas zu befehlen?! was?! Ich muß nicht!

Und er torkelte im Walde dahin, murmelnd: – Ich erhäng' mich – erhäng' mich nicht . . . Ich erhäng' mich – erhäng' mich nicht . . .

Und immer mehr erfaßte ihn Zorn und Grimm über das Leben. Er schäumte und röchelte bereits vor Wut. Endlich blieb er vor einer Fichte stehen, die der Mond so hell beschien, daß selbst der Stamm weiß leuchtete, und begann seinen Hosenriemen, der durch die Hose gezogen war und rückwärts etwas hinabhing, mit einem Messingknopf daran, zu lösen. Er zog ihn heraus, rückte die Hose zurecht, schob den Riemen durch den Bügel und knüpfte ihn an einen Ast.

– Fichte! – schreit er, – ich erhäng' mich an dir! Hörst du?!

Aber die Fichte schwieg.

– Hörst du?!

Ohne jeden Grund ist Michal Lojas Kosla gerührt. Er umarmt den Stamm, preßt den Mund an die Rinde und sagt: – Mein lieber, lieber Baum! Trage du mich wenigstens eine Weile, dann mag ich schon abreißen. Wir sind so wie Brüder. Dich peitscht der Schnee, der Regen, der erste beste rempelt dich an, der Blitz fährt in dich wann er will, der Wind rüttelt an dir, elend ist dein Leben, wie das meine. Mein lieber, lieber Baum! so werden wir halt beide hier das Elend leiden. Nur du mit der Spitze nach aufwärts, ich aber mit den Fersen gegen den Boden. Aber daß du mich nicht abschüttelst bis ich ganz fertig bin! Das wird ja nicht lang dauern, denn du weißt ja, der Mensch ist kein Baum. Er braucht nicht viel. Wie viel Arbeit da um dich sein wird, bis man dich gefällt hat! Da braucht man eine Axt, da braucht man eine Säge, da braucht man Männer, da braucht man wer weiß was für Geräte, und beim Menschen, da braucht man gar nicht viel. Den Riemen aus der Hose – fertig! Da wird eine BoginkaBoginka = Halbgöttin. kommen, eine Dziwozona,Wunderfrau. Sie trugen der Sage nach rote Käppchen. und fragen: Was ist das, was hier hängt? Ist das nicht eine Schweinsschwarte oder Speck? Könnt' ich nicht für die Kinder ein Stück abschneiden? Da sage du ihr: Lüfte doch ein bißchen dein rotes Käppchen vom Kopf, du Gute, denn hier hängt weder Speck noch eine Schwarte, sondern ein getaufter, gottesfürchtiger Mensch, Michal Bulcyk Chowaniec Lojas Kosla aus Kosny Hammer, vom Großvater und Urgroßvater her Gazda.

Und er zog den Riemen unter der Gurgel zusammen.

 


 

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