Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Gustav Schüler >

Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 8
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
Schließen

Navigation:

Verlorene Heimat.

Herbstnebel dampft und Hufschlag stampft,
Die Pflugschar stößt sich Gänge.
Meines Vaters Feld ein Fremder bestellt.
Daß ihm die Pflugschar zerspränge!

Die Not ging vor'm Pflug mit dem Säetuch,
Als Vater pflügte dahinter,
All der Garben Gold ist raschelnd verrollt
In weiße, würgende Winter.

Der Fremde kam, der Fremde nahm
Haus, Felder, Bäume und Wiesen,
Den braunen Hans – sein Schritt war Tanz! –
Und die Kühe: Lotten und Liesen.

Zum Abschiedsgruß irrte mein Fuß
Zur Nacht auf Vaters Erbe.
Hab die Schollen geküßt, als ich fortgemüßt,
Die Erde schmeckte todherbe.

Herbstnebel dampft und Hufschlag stampft,
Es schnauben die pflügenden Pferde.
Eines Fremden Schritt entweiht und zertritt
Meine heilige Vätererde.

 << Kapitel 7  Kapitel 9 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.