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Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 71
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
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Vor Jahren.

Im Dorf, zur Kirmes. Fiedelklänge krochen
Durch Staub und Dunst, als müßten sie versanden,
Mit Huch und Juch der Hannes und der Jochen
Die Dört und Greth mit tollem Mut umwanden.

Da fand ich dich, du feinste von den Feinen,
Blaß, schmal und fremd, du blicktest voll Erstaunen.
Du Schlanke du, wie kamst du her mit deinen
Erdfremden Augen zu den blöden Faunen?

Ich hab dich nichts gefragt. Wir tanzten immer
Und immer reicher, immer goldener trunken –
Und dann – die Sterne streuten Glanz und Glimmer –
Sind wir ins Gras geglitten und gesunken.

Wir gingen heim. Du warst zu Gast im Orte,
Es war dein Ohm. – Wie deine Worte sangen:
»Forsch mir nicht nach!« Dann knirschte eine Pforte,
Indes vom Krug die Fiedelkratzer klangen.

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