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Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 64
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
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Die andere.

Dein Atem flog und deine Küsse brannten.
Es war wie immer! Doch ich war nicht ich;
Ich war's nicht mehr, den deine Augen kannten,
Ein trüber Mensch, ein fremder, küßte dich.

Denn meine Sehnsucht sprang aus deinen Händen
Mit hartem, dunkelm, mitleidlosem Zug,
Du sahst nicht, wie sie von des Zimmers Wänden
Mit gieriger Hast klirrend den Mörtel schlug.

Du sahst sie nicht vor einem Fenster lauschen,
Starr hingebeugt, bis sich ein Schatten zeigt,
Bis sich aus eines Mädchenkleides Rauschen
Ein unermeßlich Himmelsgrüßen neigt.

Du sahst es nicht. Und deine Küsse trinken
So kühlen Tau, wie er am Abend fällt,
Bis meine Arme von dir niedersinken,
Weil ihr Umklammern schon die andere hält.

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