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Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 63
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
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Denn wir sind zwei.

Du schönes Weib, nun ist es abgetan,
Wir hatten uns zu tief im Traum verloren.
Wir machten, was doch blumenbunte Bahn,
Zum Dornenweg für zwei verirrte Toren.

Wir wurden zwei. Weil wir voll Zwiespalt sind,
Weil wir die Liebe nicht verstehen konnten.
Für ewige Sonnen waren wir zu blind,
Als daß wir drin die trüben Seelen sonnten.

Wir hatten Lämplein, hatten Flitterkram,
Und meinten nun, wir hätten alle Schätze.
Nein, jedes hatte seinen eignen Gram,
Und jedes seine eigenen Blumenplätze.

Wir waren zwei. Wir hatten keinen Stern,
An den zwei Augen eine Sehnsucht binden.
Eins ist dem andern unauffindbar fern.
Wir sehn uns an mit Augen eines Blinden.

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