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Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 38
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
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Sonntagsnachmittags im Lenz am Fenster.

Da gehn sie hin in langen bunten Reih'n,
Truppweis und einzeln, andere zu Paaren.
Es liegt ein goldig süßer Widerschein
Auf blonden und auf dunkeln Mädchenhaaren.

Die Männlein heucheln kecklich Witz und Geist,
Der Weiblein Schwarm ist just bei neuen Hüten,
Indes sich aus dem schweren Schlafe reißt
Das jubelvolle, mächtige Heer der Blüten.

Die Wasser drängen an den Weg heran.
Wie frühlingsselig alle Wellen hüpfen,
Wie neugeschaffen jung im Sonnenbann
Blankglitzernd Fische über Kiesel schlüpfen. –

Gott sei mit allen, die dies Licht nicht sehn,
Weil sie in ihren Kammern seufzend hocken,
Weil sie verzückt vor Heiligenbildern stehn,
Bis ihnen alle Lebenswogen stocken.

Gott sei mit allen, die die Liebe schlug,
Mit allen, die in Nacht und Seufzern hangen –
Gott sei mit mir, weil, die mir Welten trug,
Mit einem andern in den Lenz gegangen.

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