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Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes

Gustav Schüler: Auf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes - Kapitel 25
Quellenangabe
typepoem
authorGustav Schüler
titleAuf den Strömen der Welt zu den Meeren Gottes
publisherFritz Eckardt Verlag
year1908
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160221
projectid90127d03
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Holofernes spricht zur Judith:

Judith, wir wollen unsre Hochzeit rüsten.
Nun salbe dich und bleibe weiß und nackt.
Du sollst dich dann von deinem Lager heben,
Als hätt'st du seidene Taue angepackt,
Prunkheiße! Judith! mit den schönen Brüsten!
Judith, wir wollen unsre Hochzeit rüsten.

Mach' finster deinen Mund, ich will ihn sprengen,
Wie Tore einer starkbewehrten Stadt.
Du sollst mir deiner Augen Glut nicht geben.
Ich will dich so, wie etwas, das nichts hat.
Der Mann in mir soll knirschend dich bedrängen.
Mach' finster deinen Mund, ich will ihn sprengen.

Dort hängt mein Schwert, kannst deine Hand drum klammern.
Stahlkühle schleicht dir schläfernd leis ins Blut.
Ich will es so – die Kühle macht dich beben,
Du sagst dann nicht: so unterjocht mich Glut!
Das Schwert ist blutig – Blut macht Weiber jammern.
Dort hängt mein Schwert, kannst deine Hand drum klammern.

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